Feminisierung Die Staatsanwaltschaft ist weiblich

In TV-Krimis treten häufig Staatsanwältinnen auf. Ist die Geschlechterverteilung tatsächlich so eindeutig? Unsere Karte zeigt: das Fernsehen hat recht.

Die Idee zu dieser Karte kam von Lesern, einem Ehepaar aus dem Saarland.

Sie schrieben: »Uns fällt auf, dass in den TV-Krimis sehr oft Staatsanwältinnen auftreten. Das gibt Anlass zu der Frage, ob die bundesdeutsche Wirklichkeit so weit in Richtung Geschlechterproporz fortgeschritten ist. Wir haben erhebliche Zweifel.«

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Dem gingen wir gerne nach und fanden heraus: Das Ehepaar irrt – das Fernsehen liegt richtig. In den Siebzigern, als die Justiz bei den RAF-Prozessen im Rampenlicht stand, gab es kaum Staatsanwältinnen.

Heute sind die Frauen, anders als in den Topjobs der Wirtschaft, der 50-Prozent-Hürde nicht mehr fern. In München haben sie diese schon genommen, überhaupt ist Bayerns Staatsanwaltschaft besonders weiblich.

Unsere Karte zeigt die prozentuale Verteilung.

Juristinnen mögen den Beruf, weil sie hier eher halbtags arbeiten oder nach der Babypause wiederkehren können – in großen Kanzleien herrscht noch der Glaube, dass man bis Mitternacht arbeiten muss, um gut zu sein. Außerdem haben Jurastudentinnen die besseren Noten, und die sind im öffentlichen Dienst geschätzt. Der Staat ist als Personalchef gar nicht so übel.

 
Leser-Kommentare
  1. So lange der öffenltiche Dienst ein Selbstversorgungswerk für Menschen mit 9 to 5 Mentalität wird es dort immer mehr Frauen geben. Der Job wird während der Babypause auf Kosten der Steuerzahler frei gehalten und die Stellen sind von 2/3 auf 3/4 oder sonstiges Arbeitspensum zu reduzieren. Außerhalb der Kuschelecken des Berufslebens findet man dann doch nicht so viele Frauen. Scheint immer mehr eine gendermäßige Umverteilung zu geben. Beamte = Frauen , Unternehmertum = Männer! Sicher hat dies auch was mit dem unterschiedlichen Risikoverhalten von Männern und Frauen zu tun.

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    dem Vorzeigeland in Sachen Feminismus bereits deutlich erkennbar. Männer malochen in der Wirtschaft, Frauen machen halblang in den Verwaltungen. Ergebnis: Lebenserwartung Männer: 75, Frauen: 81.

    So schaut sie aus, die "Gleichstellung".

    http://www.thieme.de/viam...

    Die Klosterstudie hat ergeben, dass Männer bei wirklich gleichen Lebensverhältnissen auch über die gleiche Lebenserwartung verfügen.

    Wenn Mann mal etwas ueberlegt, dann wird ihm vielleicht klar, dass Frauen die "Kuschelecken" des Beruflebens bevorzugen, weil sie täglich auch noch einige Stunden zu Hause "malochen" müssen. Denn während Er um 8 nach Hause kommt und größtenteils die Füße hochlegt, putzt, kocht, wäscht Sie noch, und kümmert sich um die Kinder. Wenn Mann nach Gleichberechtigung schreit, sollte er zu Hause damit anfangen!

    dem Vorzeigeland in Sachen Feminismus bereits deutlich erkennbar. Männer malochen in der Wirtschaft, Frauen machen halblang in den Verwaltungen. Ergebnis: Lebenserwartung Männer: 75, Frauen: 81.

    So schaut sie aus, die "Gleichstellung".

    http://www.thieme.de/viam...

    Die Klosterstudie hat ergeben, dass Männer bei wirklich gleichen Lebensverhältnissen auch über die gleiche Lebenserwartung verfügen.

    Wenn Mann mal etwas ueberlegt, dann wird ihm vielleicht klar, dass Frauen die "Kuschelecken" des Beruflebens bevorzugen, weil sie täglich auch noch einige Stunden zu Hause "malochen" müssen. Denn während Er um 8 nach Hause kommt und größtenteils die Füße hochlegt, putzt, kocht, wäscht Sie noch, und kümmert sich um die Kinder. Wenn Mann nach Gleichberechtigung schreit, sollte er zu Hause damit anfangen!

  2. dem Vorzeigeland in Sachen Feminismus bereits deutlich erkennbar. Männer malochen in der Wirtschaft, Frauen machen halblang in den Verwaltungen. Ergebnis: Lebenserwartung Männer: 75, Frauen: 81.

    So schaut sie aus, die "Gleichstellung".

    http://www.thieme.de/viam...

    Die Klosterstudie hat ergeben, dass Männer bei wirklich gleichen Lebensverhältnissen auch über die gleiche Lebenserwartung verfügen.

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    • raflix
    • 01.03.2010 um 2:09 Uhr

    Dort findet man nur die Information über die Lebenserwartung, nicht das mit der unterschiedlichen Berufswahl.

    • raflix
    • 01.03.2010 um 2:09 Uhr

    Dort findet man nur die Information über die Lebenserwartung, nicht das mit der unterschiedlichen Berufswahl.

  3. Man sollte hierbei übrigens nicht vergessen, dass im öffentlichen Dienst Staatsanwältinnen lange Zeit bevorzugt eingestellt wurden und manchmal auch noch werden; wo Männer hingegen in der Minderheit sind, findet sich nichts dergleichen, weil Gleichstellung nur für Frauen gilt (das ist kein deutsches Phänomen: z.B. wurden in Schweden Quoten an Universitäten wieder abgeschafft, weil Männer davon profitiert haben!). Auch ist es kein erklärtes Ziel der Politik, den Männeranteil bei den Neueinstellungen in der Judikative auf 50% zu bringen; das erkennt man z.B. daran, dass es beim Girls' Day Äquivalent "Neue Wege für Jungs" nur darum geht, Jungen in die schlechtbezahlten "Frauenberufe" zu locken, von denen man den Mädchen abrät, weil sie zu schlecht bezahlt sind und keine Entwicklungschancen bieten (für Jungen ist das aber natürlich zumutbar). Auch gibt es kaum Forschungsinstitute, die einen Jungentag veranstalten, auch wenn Wissenschaftlerinnen dort bereits die Mehrheit stellen (übrigens müsste man bei der Beantwortung der Frage, ob man einen Mädchen- oder Jungentag veranstaltet, nur "die Neuen" berücksichtigen). Die Botschaft an die Jungen ist hierdurch natürlich fatal: Wir halten euch für zu dumm, um in Schule und Universität zu bestehen, und versuchen deshalb erst gar nicht, euch für höhere Bildung zu begeistern; ganz im Gegensatz übrigens zur Mädchenförderung in Naturwissenschaften und Technik.

    Übrigens: Wie hoch ist denn nun der Anteil an Staatsanwältinnen im Fernsehen?

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    • raflix
    • 01.03.2010 um 2:14 Uhr

    Wo gibt es denn in Deutschland einen Bereich, in dem es genauso viele (oder mehr) männliche Bewerber gibt, die Frauen bei den bereits Eingestellten überwiegen und trotzdem Frauen weiter gefördert werden?
    Bei welchen Forschungsinstituten stellen Wissenschaftlerinnen die Mehrheit?

    • raflix
    • 01.03.2010 um 2:14 Uhr

    Wo gibt es denn in Deutschland einen Bereich, in dem es genauso viele (oder mehr) männliche Bewerber gibt, die Frauen bei den bereits Eingestellten überwiegen und trotzdem Frauen weiter gefördert werden?
    Bei welchen Forschungsinstituten stellen Wissenschaftlerinnen die Mehrheit?

  4. Laut ihrer Karte gibt es in München 256 Staatsanwälte/innen und in Hamburg 174. Bezogen auf die Einwohnerzahlen nach Wikipedia ergibt das für Hamburg pro 10203 Einwohner einen Staatsanwalt bzw. Staatsanwältin und für München einen Staatsanwalt/anwältin auf 5183 Einwohner.
    Sind die Münchner so kriminell?

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    zum Gerichtsbezirk von München gehört noch das Umland, während Hamburg eben Hamburg ist.

    zum Gerichtsbezirk von München gehört noch das Umland, während Hamburg eben Hamburg ist.

  5. ..zum Glück ist das in Deutschland so (nicht z.B. wie in Griechenland, wo Verwandschaftsverhältnisse zählen). Wenn man zu den ca. 10% Besten gehört kann man wählen zwischen Gericht/Staatsanwaltschaft oder internationale Edelkanzlei. Naja, in der internationalen Kanzlei hat man ein Riesengehalt dafür eine 70-Stunden-Woche. Das ist für Männer anscheinend attraktiver. Als Staatsanwalt ist das Gehalt deutlich niedriger, aber auch nicht schlecht. Natürlich hat man dort dann keinen 9-17-Uhr-Job, die Arbeitszeiten sind jedoch schon humaner, was den guten Frauen anscheinend wichtiger ist. Dennoch sollte man natürlich aufpassen, das bei aller Frauenförderung die Männer nicht unter die Räder kommen.

  6. zum Gerichtsbezirk von München gehört noch das Umland, während Hamburg eben Hamburg ist.

    Antwort auf "Böse Münchner!"
    • raflix
    • 01.03.2010 um 2:05 Uhr

    Ob das der richtige Begriff ist? Wird wohl vor allem in einem anderen Zusammenhang gebraucht:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Feminisierung_(BDSM)

    • raflix
    • 01.03.2010 um 2:09 Uhr

    Dort findet man nur die Information über die Lebenserwartung, nicht das mit der unterschiedlichen Berufswahl.

    Antwort auf "Ist in Schweden,"

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