Mord an Hamas-Führer Ihr bester Schmuggler

Wer war der Mann, den wahrscheinlich der Mossad in Dubai ermordete?

Immerhin ist Israel diesmal ein bisschen ehrlicher. Wie üblich wird auch diesmal offiziell weder dementiert noch bestätigt, was ohnehin jeder zu wissen glaubt: dass nämlich der Geheimdienst Mossad in Dubai den Hamas-Kommandeur Mahmud al-Mabhuh ermordet hat. Doch zumindest ein Likud-Abgeordneter fand in einem Ausschuss der Knesset am vergangenen Dienstag offene Worte: »Es täte mir sehr leid, wenn der israelische Staat diese Mizwa (jüdisches Gebot, Anm. d. Red.) nicht ausgeführt hätte.«

Noch ist nicht bewiesen, dass der Mossad hinter dem Mord vom 20. Januar steckt. Wer aber weiß, wer das Opfer aus Zimmer 230 des Bustan-Rotana-Hotels war, ahnt, warum ein Staat, der bereits in der Vergangenheit Mord als Mittel seiner Politik verstand, ein Killerkommando auf diesen Mann losgelassen haben könnte.

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Mahmud al-Mabhuh, ehemaliger Bodybuilder und Vater von vier Kindern, war keiner, der in der Öffentlichkeit auftrat. Trotzdem war er ein Hamas-Führer, auf den es Israel ganz besonders abgesehen hatte. Aus mehreren Gründen: Der 49-Jährige hatte zwei Israelis auf dem Gewissen. Und er galt als der wichtigste Waffenbeschaffer von Hamas, war er doch der Kommandeur, der die Organisation im Gaza-Streifen seit Jahren mit großen Mengen an Waffen und Sprengstoff versorgte. Die Israelis vermuten, dass er auch jene Raketen besorgte, die über eine so große Reichweite verfügen, dass sie die Millionenmetropole Tel Aviv und damit das Kernland bedrohen. Mabhuh war eine Gefahr für Israels Sicherheit.

Um sich zu tarnen, benutzte Mahmud al-Mabhuh zuletzt fünf verschiedene Identitäten. Nach Dubai reiste er mit einem irakischen Pass auf den Namen Mahmud Abdul Rauf Mohammed ein. Mabhuh flog allein. Seine Bodyguards, so sagt Hamas, hätten für den kurzfristig gebuchten Flug nach Dubai keinen Platz mehr bekommen. War es die günstige Gelegenheit, auf die das Killerkommando seit Jahren gewartet hatte? Immerhin würde das erklären, warum die Gruppe so groß war und sich auch von der Videoüberwachung nicht abschrecken ließ.

Bereits drei Mal sollen die Israelis in der Vergangenheit vergeblich versucht haben, den gelernten Automechaniker auszuschalten. Zuletzt überstand Mabhuh vor einem halben Jahr einen Giftanschlag in Beirut, er verlor für 36 Stunden das Bewusstsein. Davor explodierte in Damaskus eine Bombe in seinem Auto, auch das überlebte Mabhuh. In die syrische Hauptstadt war der Hamas-Kommandeur geflüchtet, nachdem er mit einem Komplizen 1989 zwei israelische Soldaten verschleppt und ermordet hatte. Die Leiche eines seiner Opfer wurde erst Jahre später entdeckt, vergraben unter einer Küstenstraße.

Die israelische Armee stürmte nach den Morden an den Soldaten vergeblich Mabhuhs Haus und seine Autowerkstatt, um ihn zu finden. Nach seinem Tod strahlte al-Dschasira dieser Tage ein Video aus, in dem sich Mabhuh zu den Taten von 1989 bekannte. Er sei stolz, so sagte er, eines Tages als Märtyrer zu enden.

Zweimal waren Nachschub-Operationen Mahmud al-Mabhuhs allein im vergangenen Jahr von der israelischen Armee vereitelt worden. Im Januar wurde im Sudan ein Lastwagenkonvoi aus der Luft bombardiert, der zu den unterirdischen Tunneln zwischen Ägypten und dem Gaza-Streifen unterwegs war. Im November brachten die Israelis in der Nähe von Zypern den Frachter Francop auf. Unter den Containern versteckt lag die Waffenladung, die via Beirut nach Syrien gelangen sollte. Dort sitzt die Hamas-Führung. In beiden Fällen stammten die Waffen aus Iran.

Leser-Kommentare
  1. ...gut das er weg ist - punkt.
    da ist es mir auch völligst gleich wer dafür verantwortlich ist.
    hätte es den mossad 39 schon gegeben, wäre uns eventl. einiges erspart geblieben - und ich denke es hätte genauso seine berechtigung gehabt.

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    [entfernt. Bitte seien Sie vorsichtig mit NS-Vergleichen. Vielen Dank. Die Redaktion/ew]
    Kann ich nur entgegnen, dass es hoffentlich sehr bald sehr sehr viele freiwillige Nachfolger fuer al-Mabhuh geben wird!

    [entfernt. Bitte seien Sie vorsichtig mit NS-Vergleichen. Vielen Dank. Die Redaktion/ew]
    Kann ich nur entgegnen, dass es hoffentlich sehr bald sehr sehr viele freiwillige Nachfolger fuer al-Mabhuh geben wird!

    • colca
    • 26.02.2010 um 19:55 Uhr

    Mabhuh galt als Terrorist und als Feind Israels.
    Rigi galt als Terrorist und als Feind des Iran.

    Auf Mahbuh verübten Mörderkommandos des Mossad mehrere Attentate, bis sie ihn schließlich in Dubai erwischten.
    Israel bediente sich dabei krimineller Mittel.

    Rigi wurde seit Jahren vom iranischen Geheimdienst gejagt, bis er schließlich auf dem Flug nach Bischkek von der iranischen Luftwaffe abgefangen und verhaftet wurde.
    Der Iran bediente sich dabei rechtsstaatlicher Mittel.

    Wer von beiden ist hier eigentlich die Demokratie?

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    "Wer von beiden ist hier eigentlich die Demokratie?"

    Wie wäre es mal, wenn Sie das selbst herausfinden? Ist auch ganz einfach:

    Stellen Sie sich in Iran auf die Straße und sagen Sie was Schlechtes über den Islam und den Religionsführer im Allgemeinen.

    Stellen Sie sich in Israel auf die Straße und protestieren Sie gegen die israelische Regierung.

    Ich denke, dann finden Sie sehr schnell heraus, welches Land eine Demokratie ist.

    Scheint wohl , dass die Kriegsallianz ( USA and the coaltion of the KILLING ) an Momentum verloren hat und sich dem Abenteuer eines Anrgiffskrieges gegen den Iran entzieht.
    Liebermann und Co. werden vor Wut kochen , und Israel wird eine herbe Niederlage einstecken müssen , hatte man doch so viel Hoffnung den Iran von der Weltoberfläche zu 'tilgen '.

    "Wer von beiden ist hier eigentlich die Demokratie?"

    Wie wäre es mal, wenn Sie das selbst herausfinden? Ist auch ganz einfach:

    Stellen Sie sich in Iran auf die Straße und sagen Sie was Schlechtes über den Islam und den Religionsführer im Allgemeinen.

    Stellen Sie sich in Israel auf die Straße und protestieren Sie gegen die israelische Regierung.

    Ich denke, dann finden Sie sehr schnell heraus, welches Land eine Demokratie ist.

    Scheint wohl , dass die Kriegsallianz ( USA and the coaltion of the KILLING ) an Momentum verloren hat und sich dem Abenteuer eines Anrgiffskrieges gegen den Iran entzieht.
    Liebermann und Co. werden vor Wut kochen , und Israel wird eine herbe Niederlage einstecken müssen , hatte man doch so viel Hoffnung den Iran von der Weltoberfläche zu 'tilgen '.

  2. "Wer von beiden ist hier eigentlich die Demokratie?"

    Wie wäre es mal, wenn Sie das selbst herausfinden? Ist auch ganz einfach:

    Stellen Sie sich in Iran auf die Straße und sagen Sie was Schlechtes über den Islam und den Religionsführer im Allgemeinen.

    Stellen Sie sich in Israel auf die Straße und protestieren Sie gegen die israelische Regierung.

    Ich denke, dann finden Sie sehr schnell heraus, welches Land eine Demokratie ist.

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    gut gekontert...

    "Ich denke, dann finden Sie sehr schnell heraus, welches Land eine Demokratie ist." In der Tat - und das Ergebnis ist vorhersagbar: KEINES der beiden Länder ist eine Demokratie oder ein Rechtsstaat, wie nicht zuletzt der im Artikel beschriebene Mord zeigt.

    Beim Lesen dieses Artikels fragt man sich unwillkürlich: Was wollen uns Frau Dachs und Herrn Denso eigentlich sagen? Das ein Mord nicht so schlimm ist, wenn das Opfer ebenfalls ein Verbrecher ist?
    Doch war das Opfer denn tatsächlich ein Verbrecher? Liest man den Artikel, dann klingt der Beweis wie folgt: 'Israel behauptet, Israel geht davon aus, Israel vermutet, Israel nimmt an' ... doch wo ist der Schuldspruch eine unabhängigen Gerichts? Wo sind die Beweise? Wenn der Henker gleichzeitig auch Kläger und Richter ist, braucht man nach Demokratie nicht zu fragen.
    Wo also ziehen Frau Dachs und Herrn Denso die Grenze für ihre Rechtfertigung dieses Mordes? Wen darf ein Staat ermorden, wenn er das Ziel als Verbrecher betrachtet? Terroristen? Gewaltverbrecher? Waffenschmuggler? Diebe? Steuersünder? Arbeitsunwillige HartzIV-Emfpänger? Falschparker?

    • BerndL
    • 27.02.2010 um 9:37 Uhr

    denn nachdem sie sich im Iran hingestellt haben, kommen sie sicher nicht mehr dazu, den Test in Israel zu machen.

    gut gekontert...

    "Ich denke, dann finden Sie sehr schnell heraus, welches Land eine Demokratie ist." In der Tat - und das Ergebnis ist vorhersagbar: KEINES der beiden Länder ist eine Demokratie oder ein Rechtsstaat, wie nicht zuletzt der im Artikel beschriebene Mord zeigt.

    Beim Lesen dieses Artikels fragt man sich unwillkürlich: Was wollen uns Frau Dachs und Herrn Denso eigentlich sagen? Das ein Mord nicht so schlimm ist, wenn das Opfer ebenfalls ein Verbrecher ist?
    Doch war das Opfer denn tatsächlich ein Verbrecher? Liest man den Artikel, dann klingt der Beweis wie folgt: 'Israel behauptet, Israel geht davon aus, Israel vermutet, Israel nimmt an' ... doch wo ist der Schuldspruch eine unabhängigen Gerichts? Wo sind die Beweise? Wenn der Henker gleichzeitig auch Kläger und Richter ist, braucht man nach Demokratie nicht zu fragen.
    Wo also ziehen Frau Dachs und Herrn Denso die Grenze für ihre Rechtfertigung dieses Mordes? Wen darf ein Staat ermorden, wenn er das Ziel als Verbrecher betrachtet? Terroristen? Gewaltverbrecher? Waffenschmuggler? Diebe? Steuersünder? Arbeitsunwillige HartzIV-Emfpänger? Falschparker?

    • BerndL
    • 27.02.2010 um 9:37 Uhr

    denn nachdem sie sich im Iran hingestellt haben, kommen sie sicher nicht mehr dazu, den Test in Israel zu machen.

  3. 4. Danke

    gut gekontert...

    Antwort auf "Hmmm..."
  4. Lesen wir doch einmal was ein Israeli zu dem Thema " Dubioses aus Dubai " sagt :

    http://www.radio-utopie.d...

    Zum Thema des Terroristen Rigi :

    http://www.radio-utopie.d...

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    • Elpis
    • 26.02.2010 um 22:13 Uhr

    Lesen wir doch einmal, was Ihr Autor Uri Averny zu Morden an Kollobarateuren durch die Hamas (zum Beispiel an Fatah-Anhängern etc) im Gaza-Streifen sagt:
    „Natürlich gab es Morde an Kollaborateuren. Kollaborateure sind Verräter. [...] Wer seine Kameraden an eine feindliche Besatzung ausliefert, ist nach den Spielregeln militärischer Verbände, zumal im Untergrund, ein Verräter und wird umgebracht. [...] Ich war ein Terrorist, als ich ein junger Mann war. [...] Auch wir haben unsere Kollaborateure umgebracht, die unsere Kameraden an die englische Kolonialregierung ausgeliefert haben.“:
    und vergleichen wir das innige Verständnis, daß er solchen Taten entgegenbringt mit seinen Äußerungen zu Dubai etc.
    Da haben Sie sich aber einen zweifelhaften Kronzeugen erwählt - ganz im Sinne von: "was kümmert mich Moral, wenn sie mir nichts nutzt"; ethischer Utilitarismus der übleren Sorte, weil zudem noch unehrlich und voll von Heuchelei.

    • Elpis
    • 26.02.2010 um 22:13 Uhr

    Lesen wir doch einmal, was Ihr Autor Uri Averny zu Morden an Kollobarateuren durch die Hamas (zum Beispiel an Fatah-Anhängern etc) im Gaza-Streifen sagt:
    „Natürlich gab es Morde an Kollaborateuren. Kollaborateure sind Verräter. [...] Wer seine Kameraden an eine feindliche Besatzung ausliefert, ist nach den Spielregeln militärischer Verbände, zumal im Untergrund, ein Verräter und wird umgebracht. [...] Ich war ein Terrorist, als ich ein junger Mann war. [...] Auch wir haben unsere Kollaborateure umgebracht, die unsere Kameraden an die englische Kolonialregierung ausgeliefert haben.“:
    und vergleichen wir das innige Verständnis, daß er solchen Taten entgegenbringt mit seinen Äußerungen zu Dubai etc.
    Da haben Sie sich aber einen zweifelhaften Kronzeugen erwählt - ganz im Sinne von: "was kümmert mich Moral, wenn sie mir nichts nutzt"; ethischer Utilitarismus der übleren Sorte, weil zudem noch unehrlich und voll von Heuchelei.

  5. Scheint wohl , dass die Kriegsallianz ( USA and the coaltion of the KILLING ) an Momentum verloren hat und sich dem Abenteuer eines Anrgiffskrieges gegen den Iran entzieht.
    Liebermann und Co. werden vor Wut kochen , und Israel wird eine herbe Niederlage einstecken müssen , hatte man doch so viel Hoffnung den Iran von der Weltoberfläche zu 'tilgen '.

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    • rudi07
    • 27.02.2010 um 4:12 Uhr

    ...

    • joG
    • 27.02.2010 um 12:18 Uhr

    Eigentlich ist das Vielen vermutlich peinlich, wenn Sie unter diesem Alias solches Zeug schreiben.

    • rudi07
    • 27.02.2010 um 4:12 Uhr

    ...

    • joG
    • 27.02.2010 um 12:18 Uhr

    Eigentlich ist das Vielen vermutlich peinlich, wenn Sie unter diesem Alias solches Zeug schreiben.

    • Elpis
    • 26.02.2010 um 22:13 Uhr

    Lesen wir doch einmal, was Ihr Autor Uri Averny zu Morden an Kollobarateuren durch die Hamas (zum Beispiel an Fatah-Anhängern etc) im Gaza-Streifen sagt:
    „Natürlich gab es Morde an Kollaborateuren. Kollaborateure sind Verräter. [...] Wer seine Kameraden an eine feindliche Besatzung ausliefert, ist nach den Spielregeln militärischer Verbände, zumal im Untergrund, ein Verräter und wird umgebracht. [...] Ich war ein Terrorist, als ich ein junger Mann war. [...] Auch wir haben unsere Kollaborateure umgebracht, die unsere Kameraden an die englische Kolonialregierung ausgeliefert haben.“:
    und vergleichen wir das innige Verständnis, daß er solchen Taten entgegenbringt mit seinen Äußerungen zu Dubai etc.
    Da haben Sie sich aber einen zweifelhaften Kronzeugen erwählt - ganz im Sinne von: "was kümmert mich Moral, wenn sie mir nichts nutzt"; ethischer Utilitarismus der übleren Sorte, weil zudem noch unehrlich und voll von Heuchelei.

    Antwort auf "Gezielte Morde !"
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    Was hat ein Furz mit der Schläfe zu tun ??

    ... dann weiß man natürlich auch nicht, dass alle israelischen Staatsgründer Terroristen gewesen sind. Insofern ist Ihr Diskreditierungsversuch da zu ende, wo Menschen denken können. Für die anderen wird es langen.

    Was hat ein Furz mit der Schläfe zu tun ??

    ... dann weiß man natürlich auch nicht, dass alle israelischen Staatsgründer Terroristen gewesen sind. Insofern ist Ihr Diskreditierungsversuch da zu ende, wo Menschen denken können. Für die anderen wird es langen.

  6. Was hat ein Furz mit der Schläfe zu tun ??

    Antwort auf "Schwacher Zeuge"
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    • Elpis
    • 27.02.2010 um 16:00 Uhr

    Sowohl inhaltlich wie in der Wortwahl eine "überzeugende" Antwort - jeder nach seinen Fähigkeiten.

    • Elpis
    • 27.02.2010 um 16:00 Uhr

    Sowohl inhaltlich wie in der Wortwahl eine "überzeugende" Antwort - jeder nach seinen Fähigkeiten.

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