Debatte mit dem Autor Schärfen statt glätten
In der Krise müssen Manager Kante zeigen und den Wandel erklären
© Mario Tama/Getty Images

Führungskräfte in Unternehmen: Sie sollten vor allem klar und deutlich sein, fordert Bernhard Fischer-Appelt
Wie viel Härte brauchen Manager in der Krise? Heute Nachmittag um 16.00 Uhr wird Bernhard Fischer-Appelt, Chef der Agentur fischerAppelt, in den Kommentaren zu diesem Artikel Ihre Fragen beantworten.Welchen Führungstypus brauchen Unternehmen derzeit? Härte oder Menschlichkeit? Visionen oder Pragmatismus? Schreiben Sie Ihre Fragen jetzt schon in die Kommentare.
Da hilft kein Verdrängen: Die wirklichen Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise stehen uns erst bevor. Das sagen uns die Wirtschaftsweisen. Und wir wissen es. Nur: Wer managt die Krise? Wer übernimmt die Verantwortung? Der Business-Philosoph Tom Peters ist davon überzeugt, dass Management wohl vor allem die Produktion kommunikativer Störungen sei. Was im Umkehrschluss bedeutet: Wer alles in Watte packt und weichspült, wer den Menschen Märchen erzählt, wer Inhalte glättet statt schärft, verliert den Anschluss. Modernes Management muss diese Störungen nicht nur akzeptieren, sondern kultivieren.
In diesen Wochen ziehen viele Konzerne übers Jahr 2009 Bilanz. Einige Manager müssen sich ob ihrer Fehler und bisweilen Verfehlungen rechtfertigen. Etwa dafür, dass sie zur falschen Zeit das Falsche getan haben und ihr Unternehmen in der Finanz-, Wirtschafts- und Vertrauenskrise nicht ruhig und gelassen durch den Sturm lenkten – siehe Toyota.
In Deutschland prägt zunehmend eine unbarocke, unprätentiöse Manager-Generation einen neuen Stil. Weil sie rechtzeitig in Deckung gegangen sind? Sicher nicht. Männer wie René Obermann (Deutsche Telekom), Frank Appel (Deutsche Post) oder Wolfgang Mayrhuber und sein Vize Christoph Franz von der Lufthansa zeigen in den individuellen Krisen klare Kante. Sie handeln pragmatisch. Vor allem haben sie die derzeit notwendige Haltung: Sie stehen zu ihren Prinzipien und Entscheidungen. Ihre Überzeugung ist überraschend einfach. Unangenehmes muss offen ausgesprochen – oder besser stringent abgearbeitet werden.

Bernhard Fischer-Appelt ist Vorstand von FischerAppelt, einer der großen deutschen PR-Agenturen, die unter anderem die Deutsche Telekom beraten hat
Im Dax ist heute fast jeder vierte Vorstandschef Ausländer. Wirtschafts- und Naturwissenschaftler dominieren, und fast zwei Drittel waren beruflich im Ausland. Marketing und operatives Management und damit die Einsicht in Kommunikation als Bestandteil der Unternehmensstrategie gewinnen an Bedeutung. Zumal sich die Kommunikationswelt dank Internet und Social Media so komplex und demokratisch wie nie zuvor präsentiert.
Bei vielen Managern und bei den meisten Unternehmenssprechern und PR-Profis ist dieser Paradigmenwechsel in der Kommunikation jedoch noch nicht angekommen. Dabei sind sie jetzt gefordert, darauf zu reagieren, bevor der öffentliche Meinungsraum an Langeweile und Gleichförmigkeit erstickt.
Stephan A. Jansen, Präsident der Zeppelin University, meinte kürzlich, dass wir es mit einer mediatisierten Gesellschaft der paradoxen Stakeholder-Interessen zu tun hätten und Manager daher schnell zu Künstlern des Weder-noch und des Sowohl-als-auch würden. Um dem zu entkommen, müssen Manager statt dröger und widersprüchlicher Daten, Fakten und Zahlen etwas anderes erzählen – Geschichten. Geschichten, die Dinge in erklärende Zusammenhänge rücken und Klarheit schaffen.
Der moderne Manager muss einen neuen, geschärften Kommunikationsstil pflegen. Für die Arbeit der beteiligten Presseabteilungen und Unternehmenssprecher bedeutet das: Dinge beim Namen nennen und auf den Punkt kommen, Pointen schärfen statt glätten, Konflikte aushalten und sie nicht in scheinheilige Harmonie auflösen wollen.
- Datum 25.02.2010 - 11:10 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 25.02.2010 Nr. 09
- Kommentare 21
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Eine klare Kante ist eine schöne Sache, wenn Sie mit Selbstreflexion verbunden ist.
Sätze wie ...
"Der moderne Manager muss einen neuen, geschärften Kommunikationsstil pflegen"
... zeigen mir aber, dass hier nicht die eigenen Einstellungen, Handlungen oder auch Werte hinterfragt werden, sondern das man angeblich "Schrott" nur "besser verkaufen" soll.
Guten Tag, Selbstreflexion ist wichtig und die Werte ebenfalls. Ich glaube, jeder sollte sich über seine Haltung im Klaren sein und daran auch arbeiten. Kommunikation ist immer dann unglücklich, wenn Inhalt und Darstellung zu weit auseinanderfallen. Aber zu glauben, der pure Inhalt alleine bringe die Welt weiter ist auch ein Trugschluss. An nichts sind die Menschen mehr interessiert als an der öffentlichen Darstellung menschlicher, persönlicher Eigenschaften. Sie wollen sehen wer auf welche Art und Weise hinter den Inhalten und Themen steht. Und sie haben dafür ein gutes Gefühl.
Ihr Bernhard Fischer-Appelt
Guten Tag, Selbstreflexion ist wichtig und die Werte ebenfalls. Ich glaube, jeder sollte sich über seine Haltung im Klaren sein und daran auch arbeiten. Kommunikation ist immer dann unglücklich, wenn Inhalt und Darstellung zu weit auseinanderfallen. Aber zu glauben, der pure Inhalt alleine bringe die Welt weiter ist auch ein Trugschluss. An nichts sind die Menschen mehr interessiert als an der öffentlichen Darstellung menschlicher, persönlicher Eigenschaften. Sie wollen sehen wer auf welche Art und Weise hinter den Inhalten und Themen steht. Und sie haben dafür ein gutes Gefühl.
Ihr Bernhard Fischer-Appelt
Grundsätzlich stimme ich Ihnen zu, ich stosse mich aber an Ihrer Formulierung, Manager und Unternehmensführer seien "die Erklärer und Deuter des Wandels". Das mag oft stimmen, oft sind sie aber auch ganz klar Urheber des Wandels: Wenn ein CEO sagt "Wir sind gezwungen, Umstrukturierungen (sprich: Entlassungen) zu machen", dann ist das nur die halbe Wahrheit: Klar gibt es Marktveränderungen, denen sich ein Unternehmen stellen muss. Aber wie es sich jetzt genau im Detail den Veränderungen stellt, das entscheidet jemand, eine Person, oder eine Gruppe von Personen. Und die tragen dann Verantwortung, weil sie nämlich Dinge in Bewegung setzen, Ziele festlegen usw., und dadurch ganz konkret Wandel herbei führen.
Mich stört, dass sich Unternehmensführer allzu oft als reaktiv, als mit wenig Einfluss über "Märkte" und "Systeme" ausgestattet, letztlich als machtlos darstellen. Und jetz kommen Sie und sagen, Manager seien "Deuter des Wandels". Wer führt denn diesen Wandel überhaupt herbei? Mir ist klar, dass ein Unternehmer nicht einfach nach Gutdünken, abgekapselt von der (dazu noch globalisierten) Welt handeln kann. Aber die mit der meisten Macht und dem grössten Einfluss sind immer noch die Top-Chefs. Und damit tragen sie auch die meiste Verantwortung, "Marktgesetze" hin oder her.
Diejenigen Top-Manager, die dies umsetzen, zeigen meiner Ansicht nach echte "Härte", dann nämlich auch gegenüber sich selbst und ihren Einflussmöglichkeiten.
Ich gebe Ihnen Recht, würde aber noch einen Schritt weiter gehen: Ein Manager, der sich selbst als Treiber oder Urheber des Wandels sieht und diese Rolle für sich selbst annimmt, ist in meinen Augen bereits ziemlich weit vorn. Denn längst nicht alle Top-Manager begreifen die fundamentalen, persönlichen Konsequenzen, die unternehmerische Entscheidungen auf Mitarbeiter, aber auch über die Grenzen des eigenen Unternehmens hinaus, haben können. Diese Veränderungen klar und verständlich zu vermitteln, unangenehmen Fragen nicht auszuweichen und die Dinge in einen erklärenden Zusammenhang zu rücken, ist heute eine ganz entscheidende Aufgabe von Management bzw. Führung – und macht Unternehmenslenker zu Deutern des Wandels.
Gruß
Bernhard Fischer-Appelt
Ich gebe Ihnen Recht, würde aber noch einen Schritt weiter gehen: Ein Manager, der sich selbst als Treiber oder Urheber des Wandels sieht und diese Rolle für sich selbst annimmt, ist in meinen Augen bereits ziemlich weit vorn. Denn längst nicht alle Top-Manager begreifen die fundamentalen, persönlichen Konsequenzen, die unternehmerische Entscheidungen auf Mitarbeiter, aber auch über die Grenzen des eigenen Unternehmens hinaus, haben können. Diese Veränderungen klar und verständlich zu vermitteln, unangenehmen Fragen nicht auszuweichen und die Dinge in einen erklärenden Zusammenhang zu rücken, ist heute eine ganz entscheidende Aufgabe von Management bzw. Führung – und macht Unternehmenslenker zu Deutern des Wandels.
Gruß
Bernhard Fischer-Appelt
aber dieser artikel hätte genauso gut vor 10 jahren da stehen können, abgesehen von modischen formulierungen wie "kante zeigen" und das web 2.0 noch nicht erfunden wurde.ansonsten nix neues von der pr-front :heiße luft sprich inhaltsleeres geschwafel.
mal davon abgesehen lebt denn die ganze pr branche, unter anderem, nicht davon ereignissen einen anderen "spin" zu geben?
der artikel ist ein widerspruch in sich.
Guten Tag,
nein, er hätte nicht so stehen können. Und auch nicht vor 20 oder vor 30 Jahren. Denn das von Ihnen angesprochene „web 2.0“ ist so nebensächlich nicht. Ebenso wenig wie der allgemeine gesellschaftliche Wandel, der auf immer differenzierteren pragmatischen Ansichten fußt. Früher dominierten die gesellschaftliche Debatte große, „letzte“ Fragen - Krieg oder Frieden, Ost oder West, Fortschritt oder Rückschritt, rot oder schwarz. In dieser Zeit hat die Kommunikation versachlicht, was man auch zu Recht oft als „glattbügeln“ bezeichnet hat. Heute aber sind die Einstellungen pragmatisch, modular. Alles geht, nichts muss, fast alle Haltungen sind irgendwie kombinierbar und haben hier und dort etwas dafür und dagegen. Heute muss die Kommunikation schärfen und polarisieren, damit überhaupt klare Positionen bezogen werden, damit überhaupt Relevanz entsteht. Hier muss ein Umdenken stattfinden. Wir brauchen wieder mehr Ecken und Kanten.
Ihr Bernhard Fischer-Appelt
Guten Tag,
nein, er hätte nicht so stehen können. Und auch nicht vor 20 oder vor 30 Jahren. Denn das von Ihnen angesprochene „web 2.0“ ist so nebensächlich nicht. Ebenso wenig wie der allgemeine gesellschaftliche Wandel, der auf immer differenzierteren pragmatischen Ansichten fußt. Früher dominierten die gesellschaftliche Debatte große, „letzte“ Fragen - Krieg oder Frieden, Ost oder West, Fortschritt oder Rückschritt, rot oder schwarz. In dieser Zeit hat die Kommunikation versachlicht, was man auch zu Recht oft als „glattbügeln“ bezeichnet hat. Heute aber sind die Einstellungen pragmatisch, modular. Alles geht, nichts muss, fast alle Haltungen sind irgendwie kombinierbar und haben hier und dort etwas dafür und dagegen. Heute muss die Kommunikation schärfen und polarisieren, damit überhaupt klare Positionen bezogen werden, damit überhaupt Relevanz entsteht. Hier muss ein Umdenken stattfinden. Wir brauchen wieder mehr Ecken und Kanten.
Ihr Bernhard Fischer-Appelt
Fragen:
Mich würde interessieren, ob sie den "Schärfen statt Glätten"-Ansatz auch für die Erfolgsstory von Steve Jobs verantwortlich machen? Uns gilt dieser Ansatz ihrer Ansicht nach auch für Spitzenpolitiker gleicher Maßen?
Der Jobs ist Weltmeister darin, Produktentwicklungen zuzuspitzen. Er hat nicht Technologien erfunden (mp3), sondern ein ganz neues Produkt (iPod) und das vom Anwender her gedacht. Er versteht es, Anwendungen vor allem beim Design zuzuspitzen. Führung durch Design, etwas was man hierzulande oft schmerzlich vermisst. Und ein gekonnter, geradezu genialer Umgang mit Ästhetik. Diese Zuspitung ist auf jeden Fall "scharf". Er versteht es ebenfalls, seine Botschaften so zu verkaufen, dass im die Anhänger an den Lippen hängen, sogar selbst als freiwillige "Evangelisten" sein Lied predigen. Und ich finde, es gibt keine Diskrepanz zwischen der Selsbtdarstellung und dem Inhalt bei Steve Jobs. Das Beispiel zeigt: inhalt und Inszenierung müssen nicht auseinanderfallen.
Gruß Bernhard Fischer-Appelt
Können Politker so kommunizieren wie Steve Jobs?
Sie haben keine Podukte, die zu Marken werden sondern Botschaften, die das Herz erwärmen oder erkälten. In der Politik ist zu wenig Sachverstand und zu viel Technokratie, wenn es um die Vermittlung von Reformbotschaften geht.
Dazu auch folgender Beitrag:
http://tinyurl.com/yclrqmx
Beste Grüße
Bernhard Fischer-Appelt
Der Jobs ist Weltmeister darin, Produktentwicklungen zuzuspitzen. Er hat nicht Technologien erfunden (mp3), sondern ein ganz neues Produkt (iPod) und das vom Anwender her gedacht. Er versteht es, Anwendungen vor allem beim Design zuzuspitzen. Führung durch Design, etwas was man hierzulande oft schmerzlich vermisst. Und ein gekonnter, geradezu genialer Umgang mit Ästhetik. Diese Zuspitung ist auf jeden Fall "scharf". Er versteht es ebenfalls, seine Botschaften so zu verkaufen, dass im die Anhänger an den Lippen hängen, sogar selbst als freiwillige "Evangelisten" sein Lied predigen. Und ich finde, es gibt keine Diskrepanz zwischen der Selsbtdarstellung und dem Inhalt bei Steve Jobs. Das Beispiel zeigt: inhalt und Inszenierung müssen nicht auseinanderfallen.
Gruß Bernhard Fischer-Appelt
Können Politker so kommunizieren wie Steve Jobs?
Sie haben keine Podukte, die zu Marken werden sondern Botschaften, die das Herz erwärmen oder erkälten. In der Politik ist zu wenig Sachverstand und zu viel Technokratie, wenn es um die Vermittlung von Reformbotschaften geht.
Dazu auch folgender Beitrag:
http://tinyurl.com/yclrqmx
Beste Grüße
Bernhard Fischer-Appelt
Guten Tag,
nein, er hätte nicht so stehen können. Und auch nicht vor 20 oder vor 30 Jahren. Denn das von Ihnen angesprochene „web 2.0“ ist so nebensächlich nicht. Ebenso wenig wie der allgemeine gesellschaftliche Wandel, der auf immer differenzierteren pragmatischen Ansichten fußt. Früher dominierten die gesellschaftliche Debatte große, „letzte“ Fragen - Krieg oder Frieden, Ost oder West, Fortschritt oder Rückschritt, rot oder schwarz. In dieser Zeit hat die Kommunikation versachlicht, was man auch zu Recht oft als „glattbügeln“ bezeichnet hat. Heute aber sind die Einstellungen pragmatisch, modular. Alles geht, nichts muss, fast alle Haltungen sind irgendwie kombinierbar und haben hier und dort etwas dafür und dagegen. Heute muss die Kommunikation schärfen und polarisieren, damit überhaupt klare Positionen bezogen werden, damit überhaupt Relevanz entsteht. Hier muss ein Umdenken stattfinden. Wir brauchen wieder mehr Ecken und Kanten.
Ihr Bernhard Fischer-Appelt
Guten Tag, Selbstreflexion ist wichtig und die Werte ebenfalls. Ich glaube, jeder sollte sich über seine Haltung im Klaren sein und daran auch arbeiten. Kommunikation ist immer dann unglücklich, wenn Inhalt und Darstellung zu weit auseinanderfallen. Aber zu glauben, der pure Inhalt alleine bringe die Welt weiter ist auch ein Trugschluss. An nichts sind die Menschen mehr interessiert als an der öffentlichen Darstellung menschlicher, persönlicher Eigenschaften. Sie wollen sehen wer auf welche Art und Weise hinter den Inhalten und Themen steht. Und sie haben dafür ein gutes Gefühl.
Ihr Bernhard Fischer-Appelt
Der Jobs ist Weltmeister darin, Produktentwicklungen zuzuspitzen. Er hat nicht Technologien erfunden (mp3), sondern ein ganz neues Produkt (iPod) und das vom Anwender her gedacht. Er versteht es, Anwendungen vor allem beim Design zuzuspitzen. Führung durch Design, etwas was man hierzulande oft schmerzlich vermisst. Und ein gekonnter, geradezu genialer Umgang mit Ästhetik. Diese Zuspitung ist auf jeden Fall "scharf". Er versteht es ebenfalls, seine Botschaften so zu verkaufen, dass im die Anhänger an den Lippen hängen, sogar selbst als freiwillige "Evangelisten" sein Lied predigen. Und ich finde, es gibt keine Diskrepanz zwischen der Selsbtdarstellung und dem Inhalt bei Steve Jobs. Das Beispiel zeigt: inhalt und Inszenierung müssen nicht auseinanderfallen.
Gruß Bernhard Fischer-Appelt
Sie verweisen in ihrem Artikel auf die Lufthansa. Die Lufthansa-Führung moniert, dass die Piloten sich in das Management der Airline einmischen. Gleichzeitig macht Christoph Franz den Mitarbeitern Angst vor der Zukunft und Konkurrenz.
Hat man hier seine wichtigesten Mitarbeiter (die Piloten) vergessen mitzunehmen und wird die kantige Kommunikation jetzt nicht zum Boomerang, der das Innengefüge zerstört?
Es liegt in der Natur der Sache, dass "kantige Kommunikation" aneckt. Denn gerade dann kann sie - mit klaren Positionen und Haltungen - Menschen mitnehmen. Bei der Lufthansa geht es dabei auch um neue Realitäten. Sie steht in scharfem Wettbewerb mit Billigfliegern und deren günstigeren Pilotengehältern. Und die Billigfluglinien sind in Punkto Sicherheit nicht unterlegen. Ich glaube nicht, dass "kantige Kommunikation" abschreckt. Im Gegenteil, ich mache die Feststellung, dass die Menschen durchaus mit Eindeutigkeit umgehen können. Und sich nach Verantwortlichen in Wirtschaft und Politik sehnen, die den Mut haben, Dinge - auch unbequeme Wahrheiten - auszusprechen. Ein Teil der Faszination von Menschen wie Obama, Steve Jobs oder Wendelin Wiedeking basiert auf deren Fähigkeit, durch kantige Kommunikation Menschen mitzunehmen. Innengefüge von Unternehmen oder gesellschaftliche Strukturen werden dadurch nicht zerstört, sondern aufgebaut.
Beste Grüße
Bernhard Fischer-Appelt
Es liegt in der Natur der Sache, dass "kantige Kommunikation" aneckt. Denn gerade dann kann sie - mit klaren Positionen und Haltungen - Menschen mitnehmen. Bei der Lufthansa geht es dabei auch um neue Realitäten. Sie steht in scharfem Wettbewerb mit Billigfliegern und deren günstigeren Pilotengehältern. Und die Billigfluglinien sind in Punkto Sicherheit nicht unterlegen. Ich glaube nicht, dass "kantige Kommunikation" abschreckt. Im Gegenteil, ich mache die Feststellung, dass die Menschen durchaus mit Eindeutigkeit umgehen können. Und sich nach Verantwortlichen in Wirtschaft und Politik sehnen, die den Mut haben, Dinge - auch unbequeme Wahrheiten - auszusprechen. Ein Teil der Faszination von Menschen wie Obama, Steve Jobs oder Wendelin Wiedeking basiert auf deren Fähigkeit, durch kantige Kommunikation Menschen mitzunehmen. Innengefüge von Unternehmen oder gesellschaftliche Strukturen werden dadurch nicht zerstört, sondern aufgebaut.
Beste Grüße
Bernhard Fischer-Appelt