Populismus Die bellen doch nur
Doppelpass, Jugendgewalt, Hartz-IV-Kritik: Eine kleine Geschichte des zeitgenössischen Populismus
Koch 1998/99
Vielleicht hatte der Schock des Machtverlustes etwas Entfesselndes. Jedenfalls kam es im Dezember 1998 eher überraschend, dass eine Partei, die zuvor 16 Jahre lang regiert hatte, plötzlich auf basisoppositionelle Strategien setzte, um ihre Nachfolger zu bekämpfen. Weder passte die Unterschriftenkampagne gegen die doppelte Staatsbürgerschaft zum institutionell geprägten Selbstverständnis der CDU noch zu ihrem neuen Vorsitzenden Wolfgang Schäuble. Sie demonstrierte vor allem wilde Entschlossenheit, sich mit dem Machtverlust nicht abzufinden.
Waschkörbeweise wurden danach im hessischen Landtagswahlkampf Unterschriften gesammelt, die Kampagne mobilisierte die Anhängerschaft, und sie weckte ausländerfeindliche Ressentiments. Statt für die komplizierten Fragen des Staatsbürgerschaftsrechtes oder die politisch korrekte Parteiprosa zur Ausländerintegration interessierte sich ein Teil der Mobilisierten doch eher für die handfesteren Aspekte des Themas: »Wo kann man hier gegen Ausländer unterschreiben?«, das war eine häufige Frage an den Ständen, die den hässlichen Unterstrom der ganzen Aktion verriet.
Der lange als chancenlos angesehene CDU-Nachwuchspolitiker Roland Koch besiegte mit seiner Kampagne Rot-Grün in Hessen. Und gerade weil das damals eine echte Überraschung war, schien der Erfolg auch die Mittel zu rechtfertigen, mit denen er erzielt worden war. Dass sich Koch gegen massive Kritik aus Medien und Politik durchgesetzt hatte, erschien wie eine Art höherer Legitimation. Alle, die sich seither als Verfechter eines unmittelbaren Volkswillens gerieren, nehmen die Kritik an ihren scharfen Kampagnen als eine Art Auszeichnung, als Nachweis ihrer Entschlossenheit. Im Kampf für die Interessen des »kleinen Mannes«, der »Mitte«, der »schweigenden Mehrheit« scheuen sie keinen Konflikt mit der politischen und publizistischen Gegenmacht.
Die populistische Kampagne erkennt man an ihrer Form. Genauer gesagt am Missverhältnis zwischen dem anklagenden, oft brüllenden Ton, mit dem die Probleme thematisiert werden, und der Kargheit der Vorschläge, die zu ihrer Lösung dienen sollen. Der Populismus profitiert von der Skandalisierung, nicht von der Aussicht, den Skandal durch sinnvolle Maßnahmen zu beenden. Er braucht den Missstand, den er angeblich bekämpft, weil die Empörung den Stoff liefert, mit dem er befeuert wird.
Jahrelang hatte die Union während der neunziger Jahre die drängende Reform des Staatsbürgerschaftsrechts verweigert. Das war der Skandal. Aber skandalisiert wurde mit der Unterschriftenkampagne der rot-grüne Gesetzentwurf. Er geriet zum Anlass für einen Kulturkampf. Als ginge es um die Rettung des christlichen Abendlandes.
Der Populismus lebt nicht nur von Fehlentwicklungen, sondern auch von denen, die sie angeblich verursachen, von den vermeintlichen Schuldigen: Sozialschmarotzern, kriminellen Ausländern, geldgierige Bankern, korrupten Politiker. Oder Juden.
- Datum 28.02.2010 - 12:43 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 25.02.2010 Nr. 09
- Kommentare 95
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Der Artikel stimmt in der Zusammenschau, aber:
mal ganz ehrlich, Politik ohne Populismus? Wie wollte man da Wahlen gewinnen?
"Wo kann man da gegen Ausländer unterschreiben?::" kam ja schliesslich vom Volk.... die BILD-Zeitung hat auch nicht umsonst eine so hohe Auflage...
Wir müssen uns damit abfinden: der Mensch ist nicht rational und Vernunft ist ein Konstrukt fürs Philosophiebuch. Er lernt nicht aus seiner Geschichte und Zusammenhalt entsteht nur dann, wenn's allen schlecht geht.
So gesehen können sich Koch und Konsorten durchaus legitimiert fühlen, vielen Dank dafür, Bundsbürger.
Sie verkackeiern die Philosophie und argumentieren dann doch philosophisch. Das sit als würden sie gegen Fussball wettern, mit dem argument sie könnten besser Tore schießen. Wenn sie derMeinung sind, dass Vernunft nicht der entscheidende Faktor ist der den Menschen ausmacht, dann ist das eine philosophische Asusage. Sie müssten sie nur noch begründen. Derartige Theorien geba es schon in der Geshcichte der Philosophie. Hier in Deutschland sind wir aber, ob wir es wissne ode rnicht, durch Kant geprägt, eshalb wir Vernunft als oberstes Gut ansehen.
Vernunft haben bedeutet aber nicht Vernunf tbesitzen. Und hier könnte ihr Kritik anfangen: Der Mensch benutzt seine Vernuft nicht, sondern lässt sich durch Populisten einfangen. Sollange BILD die am häufigsten gelesene Zeitung ist, wird sich das auch nicht ändern. Das ist aber ein Problem des Bildugssystems und nicht der Anthropologie.
Noch was: Lafontaine gehört nicht ind iese Liste. Er ist nicht in einer reihe mit Koch. Ich kenne keinen politiker, der nicht populistisch, das heisst inhaltsleer und opportunistisch argumentiert, ohne dabei auf tatsächliche Sbtanz zählen zu können. Manche sind schlimmer (Koch, Westerwelle) manche sind besser (Katja Kipping, Vollker Beck)
Die witzigste Art von populismus hat aber immernoch unsere Kanzlerin drauf. Sie verschaukelt ihr Volk indem sie lediglich Stichwörter verwendet, die vernünftig scheinen, sagt dabei aber nichts essentielles. Tut nichts essentielles. Sie ist die oberpopulistin.
Sie schreiben: "Politik ohne Populismus? Wie wollte man da Wahlen gewinnen?"
Zitat: "Bei den Neuwahlen im November 1972 wurde die Regierung Brandt bestätigt und verfügte nunmehr über eine handlungsfähige Mehrheit im Bundestag. Die SPD wurde mit 45,8 % der Stimmen erstmals stärkste Bundestagsfraktion, ein Ergebnis, das auch im Ausland als Volksabstimmung über die Ostverträge verstanden wurde" (http://de.wikipedia.org/w...)
Der Volksmund sagt dazu: Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es zurück.
"Wo kann man da gegen Ausländer unterschreiben?::" kam ja schliesslich vom Volk...."
Nein, nicht vom Volk - von einem für Vorurteile und politische Hetze anfälligen Teil des Volkes. Je nach Thema kann sich dieser Teil unterschiedlich zusammensetzen.
Sie schreiben: "Wir müssen uns damit abfinden: der Mensch ist nicht rational und Vernunft ist ein Konstrukt fürs Philosophiebuch."
Der Mensch? Welcher Mensch? Je nach Zeit, Ort, Geschichte, Tradition, Kultur, gegenwärtigen Problemfeldern ... verhalten Menschen sich anders. Nein, nicht immer nur rational, aber auch nicht immer nur irrational. Da Menschen Gruppenwesen sind, neigen sie zu Gruppenverhalten, d. h., sie verhalten sich mehrheitlich so, wie sie vermuten, dass die Mehrheit sich verhalten würde. Man nennt so etwas Zeitgeist.
Deshalb ist die Frage wichtig, wer oder was prägt den Zeitgeist? Und da wird jede Form von Populismus zur Gefahr.
Sie verkackeiern die Philosophie und argumentieren dann doch philosophisch. Das sit als würden sie gegen Fussball wettern, mit dem argument sie könnten besser Tore schießen. Wenn sie derMeinung sind, dass Vernunft nicht der entscheidende Faktor ist der den Menschen ausmacht, dann ist das eine philosophische Asusage. Sie müssten sie nur noch begründen. Derartige Theorien geba es schon in der Geshcichte der Philosophie. Hier in Deutschland sind wir aber, ob wir es wissne ode rnicht, durch Kant geprägt, eshalb wir Vernunft als oberstes Gut ansehen.
Vernunft haben bedeutet aber nicht Vernunf tbesitzen. Und hier könnte ihr Kritik anfangen: Der Mensch benutzt seine Vernuft nicht, sondern lässt sich durch Populisten einfangen. Sollange BILD die am häufigsten gelesene Zeitung ist, wird sich das auch nicht ändern. Das ist aber ein Problem des Bildugssystems und nicht der Anthropologie.
Noch was: Lafontaine gehört nicht ind iese Liste. Er ist nicht in einer reihe mit Koch. Ich kenne keinen politiker, der nicht populistisch, das heisst inhaltsleer und opportunistisch argumentiert, ohne dabei auf tatsächliche Sbtanz zählen zu können. Manche sind schlimmer (Koch, Westerwelle) manche sind besser (Katja Kipping, Vollker Beck)
Die witzigste Art von populismus hat aber immernoch unsere Kanzlerin drauf. Sie verschaukelt ihr Volk indem sie lediglich Stichwörter verwendet, die vernünftig scheinen, sagt dabei aber nichts essentielles. Tut nichts essentielles. Sie ist die oberpopulistin.
Sie schreiben: "Politik ohne Populismus? Wie wollte man da Wahlen gewinnen?"
Zitat: "Bei den Neuwahlen im November 1972 wurde die Regierung Brandt bestätigt und verfügte nunmehr über eine handlungsfähige Mehrheit im Bundestag. Die SPD wurde mit 45,8 % der Stimmen erstmals stärkste Bundestagsfraktion, ein Ergebnis, das auch im Ausland als Volksabstimmung über die Ostverträge verstanden wurde" (http://de.wikipedia.org/w...)
Der Volksmund sagt dazu: Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es zurück.
"Wo kann man da gegen Ausländer unterschreiben?::" kam ja schliesslich vom Volk...."
Nein, nicht vom Volk - von einem für Vorurteile und politische Hetze anfälligen Teil des Volkes. Je nach Thema kann sich dieser Teil unterschiedlich zusammensetzen.
Sie schreiben: "Wir müssen uns damit abfinden: der Mensch ist nicht rational und Vernunft ist ein Konstrukt fürs Philosophiebuch."
Der Mensch? Welcher Mensch? Je nach Zeit, Ort, Geschichte, Tradition, Kultur, gegenwärtigen Problemfeldern ... verhalten Menschen sich anders. Nein, nicht immer nur rational, aber auch nicht immer nur irrational. Da Menschen Gruppenwesen sind, neigen sie zu Gruppenverhalten, d. h., sie verhalten sich mehrheitlich so, wie sie vermuten, dass die Mehrheit sich verhalten würde. Man nennt so etwas Zeitgeist.
Deshalb ist die Frage wichtig, wer oder was prägt den Zeitgeist? Und da wird jede Form von Populismus zur Gefahr.
....ist ein Zeichen systemischen Versagens der Erziehung, der Bildung und der weiteren Informationsprozesse einer Gesellschaft und ist Symptom von Schwächen einer Kultur.
Eine Kultur ist ein sehr komplexes Wesen in dem die Folgen einzelner Komponenten in unerwarteter Weise sich gegenseitig beeinflussen und Wirkungen hervorrufen, die man kaum erwartet. Beim heutigen Stand unseres Verständnisses kann man da auch nur sehr bedingt Änderungen planen, um berechenbare Folgen zu erreichen. Da Kulturen über Einstellungen und Gefühle durch die Kinderstube von einer Generation auf die nächste weitergegeben werden und Bevölkerungen Homogenisierungskräften der Einstellungen ausgesetzt sind, sind dies Schwächen nur sehr langsam veränderbar.
Sie schreiben: "Für jemanden, der für Populismus nichts übrig hat, aber eine Berichterstattung und konstruktive und differenzierte Debatte erwartet, ergibt sich zum Weg der Implementierung von Hartz kein Unterschied zu den vom Autor zu Recht kritisierten Methoden."
Aus der Geschichte der SPD (und Deutschlands) gibt es Erfahrungen, die sich mit der Durchsetzung der Agende 2010 vergleichen lassen:
- In der Verfassung der Weimarer Republik von 1919 wurde gegen heftigen Widerstand durch die SPD zu derem Schaden den Frauen in Deutschland das volle Wahlrecht eingeräumt. Erst liefen die Frauen dann dem Braunen hinterher, später wählten sie bis 1974 mehrheitlich schwarz.
- Als einzige Partei stimmte die SPD 1933 gegen das Ermächtigungsgesetz. Zum Dank dafür musste sie sich mit Schwachsinnsparolen wie "Freiheit statt Sozialismus" rumschlagen. Diese Parolen wurden von den Parteien (CDU, CSU, FDP) geprägt bzw. mitgetragen, die 1933 gegen die Freiheit und gegen das demokratisch-parlamentarische System gestimmt hatten.
Manchmal sind Politiker gefordert, um des Gemeinwohls willen oder auch nur darum, ein Zeichen setzen, Entscheidungen fällen, für die es in der Bevölkerung keine Mehrheit gäbe oder die sogar - wie die Agenda 210 - heftigsten Widerstand hervorrufen.
Ich meine, die Agenda 2010 sei bei allen kritikwürdigen Details eine solche Entscheidung und anders nicht durchzusetzen gewesen: ein Zeichen, das Umdenken gefordert sei, wollten wir die Zukunft bestehen.
Mein Beitrag war eigenlich als Antwort auf Beitrag 8 geacht. Pardon für die Verwechslung.
Sie schreiben: "Für jemanden, der für Populismus nichts übrig hat, aber eine Berichterstattung und konstruktive und differenzierte Debatte erwartet, ergibt sich zum Weg der Implementierung von Hartz kein Unterschied zu den vom Autor zu Recht kritisierten Methoden."
Aus der Geschichte der SPD (und Deutschlands) gibt es Erfahrungen, die sich mit der Durchsetzung der Agende 2010 vergleichen lassen:
- In der Verfassung der Weimarer Republik von 1919 wurde gegen heftigen Widerstand durch die SPD zu derem Schaden den Frauen in Deutschland das volle Wahlrecht eingeräumt. Erst liefen die Frauen dann dem Braunen hinterher, später wählten sie bis 1974 mehrheitlich schwarz.
- Als einzige Partei stimmte die SPD 1933 gegen das Ermächtigungsgesetz. Zum Dank dafür musste sie sich mit Schwachsinnsparolen wie "Freiheit statt Sozialismus" rumschlagen. Diese Parolen wurden von den Parteien (CDU, CSU, FDP) geprägt bzw. mitgetragen, die 1933 gegen die Freiheit und gegen das demokratisch-parlamentarische System gestimmt hatten.
Manchmal sind Politiker gefordert, um des Gemeinwohls willen oder auch nur darum, ein Zeichen setzen, Entscheidungen fällen, für die es in der Bevölkerung keine Mehrheit gäbe oder die sogar - wie die Agenda 210 - heftigsten Widerstand hervorrufen.
Ich meine, die Agenda 2010 sei bei allen kritikwürdigen Details eine solche Entscheidung und anders nicht durchzusetzen gewesen: ein Zeichen, das Umdenken gefordert sei, wollten wir die Zukunft bestehen.
Mein Beitrag war eigenlich als Antwort auf Beitrag 8 geacht. Pardon für die Verwechslung.
Ist die Quintessenz dieses Artikels das Probleme am besten nicht mehr benannt werden dürfen?
Was soll auch diese Vermischung der Themengebiete? Die haben nichts miteinander zu tun!
Was soll die grundlose Nennung der Juden?
Ist das eine Anspielung auf den Mossad-Mord und der Versuch diesen zu relativieren indem er mit den anderen Dingen auf eine Ebene gehoben wird?
Ganz im Sinne von "Ihr seid doch eh alle in Wirklichkeit Nazis, also findet euch damit ab alles in Kauf zu nehmen"?
Etwas anderes lässt sich aus diesem schlechten Artikel nicht entnehmen.
Da hatte wohl jemand mal wieder Frust.
Ihr Kommentar lässt darauf schließen, das Sie den Artikel nicht mit der gebotenen Sorgfalt gelesen haben.
Ihr Kommentar lässt darauf schließen, das Sie den Artikel nicht mit der gebotenen Sorgfalt gelesen haben.
Diese Empfänglichkeit für dieses Stimmungsmachend Geschwätz, hat auch etwas mit politischer Bildung zu tun. Viele die darauf rein fallen kennen den neuesten Handytyp ,aber ihren/ihre Kanzleren nicht. Viele wissen nicht welche Parteien von wem finanziert (bestochen) wird. Es gibt auch welche die wählen CDU, weil sie nie anderst gewählt haben (info aus dem Altersheim). Ja und viele denken nicht über ihren Tellerrand hinaus und lassen sich so richtig beinflussen.
Matthias Geis vergleicht populistische Politiker mit Zauberlehrlingen - ihm schwebt also Goethes Ballade vor, in der der unreife, als Persönlichkeit noch ungefestigte Zauberlehrling Kräfte beschwört, die ihm über den Kopf wachsen - modern gesagt: eine Eigendynamik entfalten, die sich nicht mehr beherrschen lässt und - wie Naturgewalten - zerstörerisch wirken. Solche Emotionen dürfe man nicht "entfesseln", was verstanden werden kann: solche Emotionen müssten unterdrückt gehalten, tabuisiert werden. Hier erhebe ich Einspruch vom Standpunkt der Psychoanalyse: Am Beispiel der Sexualität, die von vielen verklemmten Menschen früher als gefährliche, teuflische Naturgewalt gefürchtet und unterdrückt wurde, zeigte Freud, dass Verdrängtes, Unterdrücktes nicht unschädlich gemacht ist, sondern sich andere Wege zur Wirksamkeit sucht. Debattiert wird das zur Zeit am Beispiel der Sexualität katholischer Priester. Was lehrt uns Goethe in seiner Ballade als Ausweg:
In die Ecke,
Besen! Besen!
Seid's gewesen!
Denn als Geister
Ruft euch nur, zu seinem Zwecke,
Erst hervor der alte Meister
Für Themen wie Migratengewalt zum Beispiel brauchen wir alte Hexenmeister, keine populistischen Zauberlehrlinge, aber auch keine volkskpädagogischen Verdränger!
Und wie sieht es mit der Inländerkriminalität aus? Anscheinend macht die dem populus nicht halb so viel Sorgen, dabei ist die Wahrscheinlichkeit, ihr zum Opfer zu fallen, um einiges größer. Womit wir beim Handwerkszeug des Populismus wären: bestimmte Probleme großzureden, andere hingegen zu leugnen oder ignorieren.
Und wie sieht es mit der Inländerkriminalität aus? Anscheinend macht die dem populus nicht halb so viel Sorgen, dabei ist die Wahrscheinlichkeit, ihr zum Opfer zu fallen, um einiges größer. Womit wir beim Handwerkszeug des Populismus wären: bestimmte Probleme großzureden, andere hingegen zu leugnen oder ignorieren.
Gibt es Belege für diese "häufigen Fragen, wo man gegen Ausländer unterschreiben wollte?"
Ich finde es zum kotzen, dass Deutschland ständig als latent radikales Land hingestellt wird, wo es doch das Land ist, welches am meisten für die EU zahlt und auch direkt bereit ist den Griechen zu helfen, wobei denen nichts besseres einfällt als erstmal die Hakenkreuzoffensive zu starten, weil sie nicht mit dem Geld auskommen.
Darüber hinaus haben hier andere Religionen mehr Freiheiten als in allen anderen Ländern.
Die Toleranz geht hier so weit, dass dadurch Migrationsprobleme entstehen (Jugendkriminalität, HartzIV usw).
Die Toleranz der vergangenen 30 Jahre ist im Grunde der beste Beweis, dass damit kein "Blumentopf" mehr gewonnen werden kann.
Erstaunlicherweise haben das mal wieder alle bis auf Deutschland erkannt.
"Die Toleranz der vergangenen 30 Jahre ist im Grunde der beste Beweis, dass damit kein "Blumentopf" mehr gewonnen werden kann.
Erstaunlicherweise haben das mal wieder alle bis auf Deutschland erkannt."
Genauer gesagt, die Eliten in Medien und Politik. Den Leuten kann man in der Beziehung schon lange nichts mehr vormachen. Nicht umsonst erscheinen immer häufiger volkspädagogisch intendierte Artikel wie diese. Das Volk ("populus")soll ideologisch wieder an die Kandare genommen werden. "Mit eurer Vergangenheit und eurer genetisch verankerten Veranlagung für Nazismus, Rassismus, Nationalismus und wie all die anderen -ismen heißen habt ihr nicht mehr das Recht, gegen Sozialmißbrauch, Migrantengewalt und Islamisierung mehr zu protestieren" ist die all diesen Artikeln unterliegende Botschaft.
Deren Verfasser und Auftraggeber werden sich bald ein neues Volk wählen müssen.
Natürlich gibt es keine Belege dafür, dass irgendjemand seinerzeit gefragt haben soll, wo man «gegen Ausländer unterschreiben» könne. Mit Verlaub, das müssen Sie wissen: es gehört zu den Grundtechniken des politischen Journalismus harte Fakten mit nicht-überprüfbaren Geschichtchen zu würzen (z.B. «ein hochrangiger DIplomat meinte dazu...» o.ä.) Die Zote von den Ausländerhassern im Zusammenhang mit Kochs Unterschriftensammlung gegen das System doppelte Staatsbürgerschaft gehört in diese Kategorie. Oder haben Sie in all den Jahren in denen dieses Märchen kolportiert wird jemals den Namen der Person und/oder Ort und Zeit, wann sie das gesagt haben soll zu Ohren bekommen?
"Die Toleranz der vergangenen 30 Jahre ist im Grunde der beste Beweis, dass damit kein "Blumentopf" mehr gewonnen werden kann.
Erstaunlicherweise haben das mal wieder alle bis auf Deutschland erkannt."
Genauer gesagt, die Eliten in Medien und Politik. Den Leuten kann man in der Beziehung schon lange nichts mehr vormachen. Nicht umsonst erscheinen immer häufiger volkspädagogisch intendierte Artikel wie diese. Das Volk ("populus")soll ideologisch wieder an die Kandare genommen werden. "Mit eurer Vergangenheit und eurer genetisch verankerten Veranlagung für Nazismus, Rassismus, Nationalismus und wie all die anderen -ismen heißen habt ihr nicht mehr das Recht, gegen Sozialmißbrauch, Migrantengewalt und Islamisierung mehr zu protestieren" ist die all diesen Artikeln unterliegende Botschaft.
Deren Verfasser und Auftraggeber werden sich bald ein neues Volk wählen müssen.
Natürlich gibt es keine Belege dafür, dass irgendjemand seinerzeit gefragt haben soll, wo man «gegen Ausländer unterschreiben» könne. Mit Verlaub, das müssen Sie wissen: es gehört zu den Grundtechniken des politischen Journalismus harte Fakten mit nicht-überprüfbaren Geschichtchen zu würzen (z.B. «ein hochrangiger DIplomat meinte dazu...» o.ä.) Die Zote von den Ausländerhassern im Zusammenhang mit Kochs Unterschriftensammlung gegen das System doppelte Staatsbürgerschaft gehört in diese Kategorie. Oder haben Sie in all den Jahren in denen dieses Märchen kolportiert wird jemals den Namen der Person und/oder Ort und Zeit, wann sie das gesagt haben soll zu Ohren bekommen?
Aber sicher. Warum sich auch mit Problemen beschäftigen, mit denen sich die nicht-privilegierte Schicht tagtäglich herumplagen muss.
Da ist es doch viel einfacher, populistisch alles als populistisch zu diffamieren, was Populist nicht versteht.
Das Sein bestimmt das Bewusstsein.. Würde ich auch in einer stuckbesetzten Altbauwohnung im gutsituierten Wohnviertel einer größeren Stadt wohnen, oder gleich in eigener apparter Villa ---- wer weiss, vielleicht würde ich dann auch so denken?
Grusel.
In der Tat, so geschah das nicht.
Aber es war auch nicht Gegenstand eines Wahlkampfs, wie die (natürlich unakzeptable) Aktion von Koch bezüglich der ausländischen Mitbürger.
Also keine Form der politischen Erregung aber die zum Zeugen für solche Veränderungen Berufenen haben sehr wohl kampangnenartige Hilfe geleistet. In Talk Shows, hauptsächlich in der sonntäglichen Abendshow und Medien wurde ständig für die Aufgabe von Besitzständen plädiert.
Die Besitzstandswahrung war am lautesten krtisiertes Merkmal Deutschlands und für das aktuelle Übel knapper Kassen verantwortlich. Und man merkte, wer eigentlich gemeint war, nämlich beileibe nicht die Plädierer, sondern, die, die eh wenig hatten. Und es gab es keine Diskussion darüber.
Für jemanden, der für Populismus nichts übrig hat, aber eine Berichterstattung und konstruktive und differenzierte Debatte erwartet, ergibt sich zum Weg der Implementierung von Hartz kein Unterschied zu den vom Autor zu Recht kritisierten Methoden.
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