Ausprobiert Readability Gegen Augenschmerzen

Readability, ein kostenloses Onlineprogramm, löscht per Mausklick alles vom Bildschirm, was vom Lesen ablenken könnte – Werbung, Menüs, Kommentare, Randspalten.

Werbung im Netz lässt sich ausblenden. Man kann sich stattdessen eine leere, weiße Fläche anzeigen lassen. In der analogen Welt funktioniert das nicht

Werbung im Netz lässt sich ausblenden. Man kann sich stattdessen eine leere, weiße Fläche anzeigen lassen. In der analogen Welt funktioniert das nicht

Kennen Sie das Gefühl, dass Sie am liebsten Teile ihres Bildschirmes abkleben würden? Mir geht es in letzter Zeit immer häufiger so, wenn ich Nachrichten im Netz lese. Überall blinkt und blitzt und flackert es – bei manchen Portalen wäre der Warnhinweis angebracht: »Die EG-Gesundheitsminister warnen: Diese Seite kann Augenschäden verursachen.«

Zugegeben, die Webseiten-Macher müssen auch von irgendetwas leben. An das Werbebanner am oberen Seitenrand habe ich mich ja längst gewöhnt. Und auch die Google-Anzeigen, die rechts vom Text Spalier stehen, stören mich nicht. Wenn jedoch mitten im Artikel Werbefilmchen in einer Dauerschleife laufen und miese Werbejingles abgedudelt werden, sobald man sie versehentlich mit der Maus berührt, wird es mir zu bunt.

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ausprobiert
Ausprobiert – jede Woche eine technische Errungenschaft im Alltagstest

Ausprobiert – jede Woche eine technische Errungenschaft im Alltagstest

Den Mitarbeitern der kleinen New Yorker Firma Arc90 ging es offenbar genauso. Sie haben Readability entworfen, ein kostenloses Onlineprogramm, das per Mausklick alles vom Bildschirm löscht, was vom Lesen ablenken könnte – Werbung, Menüs, Kommentare, Randspalten. Übrig bleiben lediglich Text pur und, falls es eines gibt, das passende Foto. Das Ergebnis sieht etwa so aus wie die augenfreundliche Druckansicht, die leider immer weniger Nachrichtenseiten anbieten.

Das Besondere an Readability: Man kann eines von fünf Layouts, Schriftgröße und Spaltenbreite individuell einstellen. Dafür geht man einmal auf die Arc90-Seite, formatiert einen Mustertext und kopiert schließlich einen Link in die Lesezeichenleiste seines Browsers. Beim nächsten Artikel, der wie eine Seite aus dem Mediamarkt-Katalog aussieht, genügt dann ein Klick auf das Lesezeichen, und schon erscheint der Text in Reinform. Praktisch ist das auch für alle, die oft Nachrichten auf ihrem kleinen Handydisplay lesen. Nicht jedes Onlinemedium hat eine gelungene Seite für mobile Geräte. Readability wirkt auch dann wie Augenbalsam. Wundern würde es mich daher nicht, hieße es bald auf der Arc90-Website: »Von führenden Augenärzten empfohlen.«

 
Leser-Kommentare
  1. Wer firefox hat kann sich auch das addon Adblock Plus holen.
    Filtert alle Werbung raus :) ergo schont auch die Augen.
    Außerdem werden die Texte oftmals besser lesbar wie hier.

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    1.) Oben im Menu auf "Extras" klicken

    2.) auf "Add-ons" klicken (Add-on-Fenster geht auf)

    3.) im Add-ons-Fenster auf "Add-ons herunterladen" klicken

    4.) im Suchfenster direkt darunter "Adblock" eingeben

    5.) Adblock Plus wird abgezeigt - auf "Zu Firefox hinzufügen" klicken

    6.) Nach der Installation in Adblock auf "Filter" klicken
    > "Filterabonnement hinzufügen"
    > Eine Abbonement anklicken und mit "Abonnieren" bestätigen.

    Fertig

    Ich nutze Adblock Plus schon seit fast 2 Jahren. Ich sehe nirgends mehr Werbung. Die Webseiten sehen geradezu bereinigt aus.
    Weitere wichtige Plugins (Firefox):

    - Adblock Plus (gegen Werbung)
    - BetterPrivacy (gegen FlashCookies und andere SuperCookies)
    - Cookie Whitelist (Cookieverwaltung auf dem Whitelist Prinzip)
    - Ghostery (WICHTIG: Blockt AdThis, GoogleAnalytics, und hunderte andere Schnüffelcookies)
    - NoScript (Javascript-Blocker auf dem Whitelist Prinzip)

    Auf die Art und Weise werde ich nie durch Werbung belästigt, die Ladezeiten der Webseite verkürzt sich enorm und ich kann mir zu 95% sicher sein, nicht verfolgt zu werden (tracking).

    1.) Oben im Menu auf "Extras" klicken

    2.) auf "Add-ons" klicken (Add-on-Fenster geht auf)

    3.) im Add-ons-Fenster auf "Add-ons herunterladen" klicken

    4.) im Suchfenster direkt darunter "Adblock" eingeben

    5.) Adblock Plus wird abgezeigt - auf "Zu Firefox hinzufügen" klicken

    6.) Nach der Installation in Adblock auf "Filter" klicken
    > "Filterabonnement hinzufügen"
    > Eine Abbonement anklicken und mit "Abonnieren" bestätigen.

    Fertig

    Ich nutze Adblock Plus schon seit fast 2 Jahren. Ich sehe nirgends mehr Werbung. Die Webseiten sehen geradezu bereinigt aus.
    Weitere wichtige Plugins (Firefox):

    - Adblock Plus (gegen Werbung)
    - BetterPrivacy (gegen FlashCookies und andere SuperCookies)
    - Cookie Whitelist (Cookieverwaltung auf dem Whitelist Prinzip)
    - Ghostery (WICHTIG: Blockt AdThis, GoogleAnalytics, und hunderte andere Schnüffelcookies)
    - NoScript (Javascript-Blocker auf dem Whitelist Prinzip)

    Auf die Art und Weise werde ich nie durch Werbung belästigt, die Ladezeiten der Webseite verkürzt sich enorm und ich kann mir zu 95% sicher sein, nicht verfolgt zu werden (tracking).

  2. Die ist nämlich augenkrebsverdächtig. Selbst bei einer Bildschirmbreite von 1280 Pixeln paßt die Seite nicht vollständig ins Fenster (Firefox auf einem MacBook), am oberen Rand wird unmäßig Platz vergeudet (bei meiner üblichen Fenster- und Schriftgröße kann ich noch nicht einmal den Teaser lesen ohne zu scrollen)... Wie das Ding ohne Adblock Plus aussähe, will ich mir gar nicht erst vorstellen.

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    Wenn eine Zeitung in Deutschland es geschafft hat, sich online lesbar zu machen dann Die Zeit. Gerade wegen der Möglichkeit, Artikel auf einer Seite zu lesen, einer ordentlichen Schriftgröße, dezent eingebundener Videos und einer ansprechenden Navigation ist Zeit.de eine der Domains auf der ich readability nicht benutze.
    Klar, manchmal könnte der eine oder andere Link noch dazukommen und Kommentarthreads könnten übersichtlicher dargestellt und besser sortiert werden. Insgesamt ist das Bild aber ein angenehm erfrischendes im sonst so eingestaubten deutschen Onlinedschungel.
    (Soweit ich mich erinnere wurde die Seite von Information Architects redesigned und das sieht man auch)

    Wenn eine Zeitung in Deutschland es geschafft hat, sich online lesbar zu machen dann Die Zeit. Gerade wegen der Möglichkeit, Artikel auf einer Seite zu lesen, einer ordentlichen Schriftgröße, dezent eingebundener Videos und einer ansprechenden Navigation ist Zeit.de eine der Domains auf der ich readability nicht benutze.
    Klar, manchmal könnte der eine oder andere Link noch dazukommen und Kommentarthreads könnten übersichtlicher dargestellt und besser sortiert werden. Insgesamt ist das Bild aber ein angenehm erfrischendes im sonst so eingestaubten deutschen Onlinedschungel.
    (Soweit ich mich erinnere wurde die Seite von Information Architects redesigned und das sieht man auch)

  3. Ich finde es ja sehr schön, dass die Online-, sowie die Druck-Redeaktion immer öfter Themen der digitalen Welt behandeln, aber ein kleiner Tipp für die Zukunft:

    Nutzt die Gegebenheiten des Medium. In diesem Fall, verlinkt zu dem worüber ihr berichtet!

    http://lab.arc90.com/expe...

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    Redaktion

    Danke für den Link! - auch dieses Mal ist der Text der Druck-Zeit entnommen und irgendwie geht dabei immer die BU verloren.

    Redaktion

    Danke für den Link! - auch dieses Mal ist der Text der Druck-Zeit entnommen und irgendwie geht dabei immer die BU verloren.

  4. Mal abgesehen davon, dass ich das Layout und die Lesbarkeit von zeitonline herausragend gut finde, ist readability noch eine Steigerung und für meinen Geschmack nahezu perfekt. Im bookmarklet ist zudem die persönliche Einstellung integriert und somit mit einem Klick immer eine Verbesserung.
    Und um es mal auf den Punkt zu bringen: Euer Layout unterscheidet sich von meiner readability-Darstellung kaum, und das zeigt, wie Ernst ihr Lesbarkeit nehmt. Danke dafür.

  5. Redaktion

    Danke für den Link! - auch dieses Mal ist der Text der Druck-Zeit entnommen und irgendwie geht dabei immer die BU verloren.

    Antwort auf "Es lebe der Hyperlink!"
  6. Ich zahle monatlich über 30 Euro für das Internet. Bin also kein Schmarotzer. Sind Sie einer, weil Sie in der Werbepause im TV pinkeln gehen?!?!

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    • torec
    • 08.03.2010 um 16:39 Uhr

    An andrerae:

    Korrigieren Sie mich, wenn ich falsch liege, aber meines Wissens ist es (auf Anbieterseite) ein enormer Unterschied, ob sie auf Toilette gehen oder Adblock anschalten.

    Adblock fängt nämlich, soweit ich dies verstanden habe, die Werbung schon vor dem Laden der Seite ab und verhindert damit, dass sie jemals angezeigt werden. Das heißt, dass die Werbefenster auch nie melden können, dass sie angezeigt werden und damit der Internetseitenbetreiber auch kein Geld von der Werbeagentur erhält.

    Im Fernsehen dagegen ist es sogar egal, ob sie den Fernseher einschalten oder nicht. Die Senderbetreiber erhalten Pauschalbeträge für die Aussendungen, die unabhängig von der Anzahl der Benutzer ist. Das ist ein ganz anderes Werbemodell.

    Zudem hat der Betreiber einer Internetseite rein gar nichts von ihren 30€, die Sie monatlich an den Provider abdrücken...

    • torec
    • 08.03.2010 um 16:39 Uhr

    An andrerae:

    Korrigieren Sie mich, wenn ich falsch liege, aber meines Wissens ist es (auf Anbieterseite) ein enormer Unterschied, ob sie auf Toilette gehen oder Adblock anschalten.

    Adblock fängt nämlich, soweit ich dies verstanden habe, die Werbung schon vor dem Laden der Seite ab und verhindert damit, dass sie jemals angezeigt werden. Das heißt, dass die Werbefenster auch nie melden können, dass sie angezeigt werden und damit der Internetseitenbetreiber auch kein Geld von der Werbeagentur erhält.

    Im Fernsehen dagegen ist es sogar egal, ob sie den Fernseher einschalten oder nicht. Die Senderbetreiber erhalten Pauschalbeträge für die Aussendungen, die unabhängig von der Anzahl der Benutzer ist. Das ist ein ganz anderes Werbemodell.

    Zudem hat der Betreiber einer Internetseite rein gar nichts von ihren 30€, die Sie monatlich an den Provider abdrücken...

  7. 1.) Oben im Menu auf "Extras" klicken

    2.) auf "Add-ons" klicken (Add-on-Fenster geht auf)

    3.) im Add-ons-Fenster auf "Add-ons herunterladen" klicken

    4.) im Suchfenster direkt darunter "Adblock" eingeben

    5.) Adblock Plus wird abgezeigt - auf "Zu Firefox hinzufügen" klicken

    6.) Nach der Installation in Adblock auf "Filter" klicken
    > "Filterabonnement hinzufügen"
    > Eine Abbonement anklicken und mit "Abonnieren" bestätigen.

    Fertig

    Antwort auf "Adblock Plus reicht"

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