"Luftfahrt ist eine besondere Branche"
ZEIT: Welche Schlüsse ziehen sie daraus?
Enders: In unserem Geschäft kann man nur überleben, wenn es eine Balance gibt zwischen der gut laufenden Serienproduktion, bei uns die A320- und die A330-Familie, und den Neuentwicklungen. Und wenn man dazu noch ein gesundes Verteidigungsgeschäft hat, hilft das natürlich auch.
ZEIT: Es ist erstaunlich, wie sich die Managementfehler bei Airbus im Vergleich zu Konzernen in anderen reifen Industrien häufen.
Enders: Das ist jetzt einfach so eine Behauptung. Fehler machen andere auch.
ZEIT: Und wann verdienen Sie Geld?
Enders: Wenn ein Produkt reif ist und sich die Fertigung sozusagen im eingeschwungenen Zustand befindet, dann sind unsere Programme in der Regel sehr profitabel.
ZEIT: Trotzdem. Bei Daimler werden nie vergleichbare gravierende Managementfehler bekannt. Ist der Flugzeugbau so besonders, oder ist die Auswahl Ihres Topmanagements so schlecht?
Enders: Also, zu Daimler sage ich nichts. Die sind schließlich ein wichtiger Aktionär bei uns (lacht!). Aber Luftfahrt ist eine besondere Branche, und Luftfahrttechnologien sind einzigartig. Anders als die Autoindustrie wechseln wir nicht alle paar Jahre das Produkt, sondern nur alle 25 oder 30 Jahre.
ZEIT: Sie können das Wissen in so langen Zeiträumen also nur schwer im Konzern halten.
Enders: Ja, das ist heutzutage eine große Herausforderung, wo die Mobilität der Menschen auch zwischen den Industrien hoch ist. Ein weiterer Grund ist, dass es angesichts der Komplexität des Flugzeugs immer weniger Ingenieure gibt, die das System »Flugzeug« insgesamt verstehen: Struktur, Aerodynamik, Motoren, Avionik, Navigation, Kabine, Wartung und so weiter.
ZEIT: Das nehmen Sie hin?
Enders: Wir arbeiten hart daran, Leute auszubilden und aufzubauen, mit dem Ziel, das ganze Flugzeug zumindest annähernd verstehen zu können. Wir investieren viel in Training und brauchen die richtige Mischung aus jungen Leuten und erfahrenen Ingenieuren, beispielsweise beim A380. Wer das überlebt hat und nicht ausgebrannt ist nach vier, fünf Jahren, hat natürlich ein profundes Wissen. So jemand müssen wir unbedingt halten.
ZEIT: Erhöht Ihre Fertigung in China die Komplexität nicht noch?
Enders: Natürlich. Aber China zeigt eben auch, dass wir so etwas können. Als ich vor drei Jahren anfing, war das meine größte Sorge: Wir steckten mitten in dem A380-Schlamassel, und zu allem Überfluss mussten wir jetzt eine Endfertigung für den A320 in China aufbauen. Ich gebe zu, ich hatte da große Zweifel. Aber wir haben es exzellent geschafft. Hunderte chinesischer Kollegen sind bei uns in Hamburg ausgebildet worden. Und die Qualität der Airbus-Flieger aus Tianjin ist heute genauso gut wie der aus Toulouse oder Hamburg.
ZEIT: Nicht wenige deutsche Mittelständler verlassen China gerade wieder, weil Ihnen zu viel Know-how gestohlen wird.
Enders: Wir haben dort eine Endfertigungslinie aufgebaut. Wenn Sie Flugzeuge zusammenbauen können, dann sind Sie aber noch lange nicht in der Lage, die Flugzeuge auch zu entwickeln, zu testen und zu zertifizieren. Wir wissen sehr gut, wie wir unser schützenswertes Know-how auch tatsächlich schützen. Der Konzern kann aber nur erfolgreich sein, wenn er sich nicht in Europa einigelt.
ZEIT: Gleichwohl fördern Sie damit auch chinesische Wettbewerber?
Enders: Ganz vermeiden lässt sich das sicher nicht. Aber wir haben uns zu Recht für eine offensive China-Strategie entschieden. Denn wer wie die Chinesen Menschen in den Weltraum bringen kann und sie gesund zurückholt, der kann eines Tages auch große und moderne Flugzeuge bauen. Außerdem boomt der chinesische Luftfahrtmarkt: Selbst im Krisenjahr 2009 hat der Luftverkehr dort um gut 20 Prozent zugenommen. Bald wird China ein größerer Markt sein als die USA. Da ist durchaus Platz für zwei oder drei Hersteller. Ganz provokant gesagt: Unser Ziel muss es sein, in China auch als chinesische Firma gesehen zu werden, weil wir dort viele Hightech-Arbeitsplätze schaffen.
Die Fragen stellten Götz Hamann und Claas Tatje
- Datum 10.03.2010 - 17:43 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 11.03.2010 Nr. 11
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für wie gut durchdacht hat die eads das geschäfft gehalten??
wieviele bestechungsgelder sind de da geflossen das sie sich dermasen drauf verlassen haben??
das war doch jedem normal denkenden menschen klar das diese firma niemals einen us rüstungsauftrag in diesem umfang erhält. wen ein inländischer hersteller dies auch anbietet.
ich sehe die herrn manager denken nicht wirklich weit. ich empfehle hierzu ein paar gute bücher die sich mit der rüsstungsindustrie und ihrer geschichte auseinandersetzen.
mfg
Da kann ich "revolvermann" nur absolut zustimmen, wie dumm naiv muß man eigentlich sein, wenn man glaubt, daß die Amerikaner einen so umfangreichen Rüstungsauftrag an ein ausländisches Unternehmen vergeben!? Faire Ausschreibungen, Handelsschrankenabbau, alles nur etwas für die dummen naiven Europäer!Ich lach mich krumm...
Da kann ich "revolvermann" nur absolut zustimmen, wie dumm naiv muß man eigentlich sein, wenn man glaubt, daß die Amerikaner einen so umfangreichen Rüstungsauftrag an ein ausländisches Unternehmen vergeben!? Faire Ausschreibungen, Handelsschrankenabbau, alles nur etwas für die dummen naiven Europäer!Ich lach mich krumm...
Mal ehrlich, wer trauert schon einem Rüstungskonzern hinterher, jeder Rheinmetall Mitarbeiter ist im Laufe seiner "Karriere" für über 100 Morde mitverantwortlich. Wer einem Mörder eine Waffe beschafft wird wegen Mittäterschaft angeklagt, warum werden die Produzenten nicht zur Verantwortung gezogen? Weil sie Steuern zahlen?
Es wird Zeit Unternehmen, die so krass und so direkt am Leid von Millionen von Menschen verdienen das Wasser abgraben. Airbus hat die versprochenen Vertragsbedingungen aufgrund eigener Verfehlungen nicht eingehalten, also sollte man das Produkt auch nicht nehmen.
ja nicht, was sie in einem Tankflugzeug für eine Waffe sehen? Es hiilft lediglich die Kampfjets auf ihrer Reise ins Feindesland zu betanken. Klar, trägt es in dem Sinne auch zur Vernichtung bei, aber wenn sie so anfagenzu argumentieren, dann müsseten sie auch alle Erdölkonzerne anprangern, die ja das Kerosin herstellen. Am besten auch gleich die Erde, weil die hat das Erdöl ja bereitgestllt. -.-
Mfg
ja nicht, was sie in einem Tankflugzeug für eine Waffe sehen? Es hiilft lediglich die Kampfjets auf ihrer Reise ins Feindesland zu betanken. Klar, trägt es in dem Sinne auch zur Vernichtung bei, aber wenn sie so anfagenzu argumentieren, dann müsseten sie auch alle Erdölkonzerne anprangern, die ja das Kerosin herstellen. Am besten auch gleich die Erde, weil die hat das Erdöl ja bereitgestllt. -.-
Mfg
ja nicht, was sie in einem Tankflugzeug für eine Waffe sehen? Es hiilft lediglich die Kampfjets auf ihrer Reise ins Feindesland zu betanken. Klar, trägt es in dem Sinne auch zur Vernichtung bei, aber wenn sie so anfagenzu argumentieren, dann müsseten sie auch alle Erdölkonzerne anprangern, die ja das Kerosin herstellen. Am besten auch gleich die Erde, weil die hat das Erdöl ja bereitgestllt. -.-
Mfg
Na dann sag ich mal, daß es ja auch eigentlich gar keine gefährlichen Waffen gibt. Die durchgeladene Pumpgun ist die Harmlosigkeit "in Person", solange niemand den Abzug drückt.
Na dann sag ich mal, daß es ja auch eigentlich gar keine gefährlichen Waffen gibt. Die durchgeladene Pumpgun ist die Harmlosigkeit "in Person", solange niemand den Abzug drückt.
Ja, warum wird das schöne Geld immernoch in Rüstungsprojekte investiert und nicht in Bildung und Frieden - in neue Märkte und soziale Aufgaben?
Weil die Welt halt nicht 68 ist...
Weil die Welt halt nicht 68 ist...
....und den Vertrag mit den Amerikanern nicht riskiert. Darin war nämlich ein Festpreis für die Flugzeuge angegeben und EADS kann, anders als die deutsche und französische Regierungen, nicht politisch unter Druck setzen.
Andererseits war es offenbar Northrop Grumman die zurücktrat. Die Fixpreisvereinbarung trauten sie vielleicht EADS nicht zu?
Sie vergleichen immer Äpfel mit Birnen.
Hier geht es um ein Flugzeug, dass längst flieg und sich bewährt hat.
Der A400M als Zelle ist auch nicht das Probleme, man will aber unbedingt diese bestimmten Triebwerke haben.
Wenn man da ein paar ordentliche Fans dran montieren würde könnte das dingen in einem halben Jahr oder so in Serie gehen.
Diese Triebwerke sind aber unbedingt von den Auftraggebern gewollt.
Sie vergleichen immer Äpfel mit Birnen.
Hier geht es um ein Flugzeug, dass längst flieg und sich bewährt hat.
Der A400M als Zelle ist auch nicht das Probleme, man will aber unbedingt diese bestimmten Triebwerke haben.
Wenn man da ein paar ordentliche Fans dran montieren würde könnte das dingen in einem halben Jahr oder so in Serie gehen.
Diese Triebwerke sind aber unbedingt von den Auftraggebern gewollt.
Weil die Welt halt nicht 68 ist...
Na dann sag ich mal, daß es ja auch eigentlich gar keine gefährlichen Waffen gibt. Die durchgeladene Pumpgun ist die Harmlosigkeit "in Person", solange niemand den Abzug drückt.
Da kann ich "revolvermann" nur absolut zustimmen, wie dumm naiv muß man eigentlich sein, wenn man glaubt, daß die Amerikaner einen so umfangreichen Rüstungsauftrag an ein ausländisches Unternehmen vergeben!? Faire Ausschreibungen, Handelsschrankenabbau, alles nur etwas für die dummen naiven Europäer!Ich lach mich krumm...
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