Contra höhere StudentenquoteBrauchen wir mehr Studenten?Seite 2/2

Am besten wäre es freilich, die Universitäten würden die Verberuflichung ihrer Studiengänge zurücknehmen und sich in ihrer Lehre auf das besinnen, wozu sie etabliert wurden, nämlich die Gestaltung und Organisation wissenschaftlicher Bildung.

Felix Rauner, 68, leitet die Forschungsgruppe Berufliche Bildung an der Uni Bremen

Lesen Sie hier die Gegenmeinung von Jutta Allmendinger , Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin

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Leserkommentare
  1. Wir brauchen vor allem mehr Studentinnen!

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    -Frauen werden schon vom Gesetz bevorzugt
    - Bei Einstellungen
    - Bekommen geschlechtsspezifische Förderungen
    - etc

    Trotzdem schaffen sie es nicht!

    Männer müssen mittlerweile viel mehr leisten als Frauen, um das selbe zu erreichen.

  2. Es war einmal, da war ein Hauptschulabschluss eine gute bis notwendige Voraussetzung für eine Lehre; heute machen viele nach dem Abitur eine Lehre, während Hauptschule nichts mehr wert ist. Bald wird der Bachelor die Voraussetzung für eine Lehrstelle sein.

    • chrisi
    • 15. März 2010 11:44 Uhr

    Wollen Sie aus Deutschland die Werkbank Europas machen? Sollen alle jetzt ihr Studium abbrechen und eine Lehre machen?
    Außerdem ist es grotesk das Sie den Bachelorn die Berufsqualifizierung einfach absprechen wollen. Einfach mal schreiben: "wurde nachgewiesen" zeugt von keiner guten wissenschaftlichen Denkweise!
    Now I have a bachelor degree, but I don’t have any skills : Dem setze ich mal DAS Abimotto entgegen: Nichts gerafft und doch geschafft. Wer mit solchen Sätzen seinen Standpunkt stärken will...

    Was das Thema angeht: Soweit ich weiss werden Meister nicht so einfach zugelassen in Deutschland. Ich hatte in meinem Jahrgang (Maschinenbau, Bachelor) einen Meister der mit einer Sondergenehmigung studieren durfte. Studium für alle um jeden Preis ist natürlich Quatsch, aber wir sollten uns meiner Meinung wirklich bemühen die Schüler besser zu fördern um nach Möglichkeit viele Schüler an die Unis zu schaffen. (Allerdings in vernünftige Studiengänge, da hat der Autor recht). Aber wollen wir wirklich ein Land von Facharbeitern werden? Ist nicht negativ gemeint, hab selber ne Lehre gemacht. Die Qualität unsere Produkte schaffen die Facharbeiter, aber Innovationen? MP3 wurde bestimmt nicht von einem Radio- und Fernsehtechniker erfinden, sonder vonj Leuten die mal was von Fourier gehört haben.

  3. Also ich bin eher auf der Seite von Felix Rauner, als auf der von Jutta Allmendinger. Ich bin zwar der Meinung, dass Flexibilität eines Arbeitnehmers zunehmen sollte, aber die fachliche Kompetenz ist für mich deutlich wichtiger. Klar ist es wichtig sich an bestimmte Situationen anzupassen, aber es können eben viele Berufe nur von Spezialisten ausgeübt werden. Jeder der eine breite Bildung hat, muss sich danach erst einmal spezifizieren, um diesen ansprüchen zu genügen. Viele Studenten müssen sich ja erst einmal mit Praktika als "arbeitstauglich" erweisen, wenn ihr Studium nicht schon viele, der Berufswelt zugewante Praktika hatte (Chemie, Physik, Biologie). Da ist das duale System einfach schneller und besser an die Bedürfnisse eines normalen Arbeitnehmers angepasst. Außerdem gefällt mir der Gedanke, des spezifischen Masters.
    Ich muss aber auch sagen, wenn man die Idee des Bachlor-Master-Systems besser umgesetzt hätte, wäre es eine ernstzunehmende Alternative für die Breite. Aber solange ein Absolvent nach seinem Abschluss nicht direkt arbeiten kann, ist dieser Bachlor sinnlos. Entweder man hätte ihn so konzipiert, dass nach dem Bachlor ein Master folgen "muss" (dann aber 2 Jahre Bachlor und 2 Jahre Master) oder spezieller und berufsnäher gestalten müssen.

  4. Vielleicht sollten die Universitäten nur noch Studenten für die Forschung und Entwicklung bilden, und Führungskräfte vor allem für die Politik.

  5. @Felix

    Auf jeden Fall interessante Ideen. Die Universitäten könnten komplett auf die Bildung von Personal für Forschung/Enwicklung sich konzentrieren. (Dann muss die ganzen Berufsbefähigung raus)

    Die Fachhochschulen machen eine Art höhere Ausbildung. Dazu müssen sie noch mehr praxisorientiert sein. Vielleicht sogar sowas wie eine Berufsakademie.

    • etiam
    • 15. März 2010 15:39 Uhr

    Elektroingenieur vs. Soziologin
    diskutieren was man fürs Erwerbsleben in der Wirtsachaft braucht.
    Damit ist bereits alles gesagt.
    Chapeau Herr Rauner - besser hätte man es nicht sagen können!

    • Caccio
    • 15. März 2010 15:47 Uhr

    So misst, ich hab'n Bachelor. Hätte ich mal besser ne Ausbildung zum Strassenfeger gemacht, dann hätte ich jetzt was in der Hand. Und den Master den ich diesen Sommer abschließe hätte ich mir auch sparen können. Das einzige was heute noch was Wert hat, wenn es von der Uni kommt, ist ein forschender Akademiker.

    Die Unis sollten nur noch Wissenschaftler ausbilden - unter Einhaltung von Quoten.

    Alle anderen sollten ne Ausbildung/ Lehre machen.

    Ach, und den Meister sollte noch einen Master machen damit er dann der forschende Handwerker wird.

    Herr Rauner, finde ich super das ihrer Meinung nach mein Bachelor für den Ar*** ist. Mein Master wird auch nicht mehr wert sein. Diplom Studiengänge sind wohl das einzige "Berufsqualifizierende" Studium? Ich werde mir Ihre Weisheit zu Herzen nehmen und jetzt schon mal einen Antrag auf Hartz IV stellen - für nach dem Studium. Dann werde ich vielleicht eine Ausbildung vom Staat finanziert kriegen und kann dann "berufsqualifiziert" ins Arbeitsleben. So mit 30 Jahren.

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    • PW
    • 26. März 2010 16:09 Uhr

    Wie kann man eigentlich ohne sichere Beherrschung der deutschen Orthographie und Grammatik einen Abschluß schaffen? Sind die Ansprüche für Bachelor und Masterstudenten wirklich so niedrig? Ich bin immer wieder entsetzt, wer alles angeblich "hochschulreif" sein soll.

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