Ärztemangel Notruf nach dem Landarzt
Der Provinz droht ein Medizinermangel. Schon sammeln Bürger Unterschriften für ihre Arztpraxen
Wohnen, wo andere Urlaub machen. So hatte sich Johann Hadler seinen Ruhestand vorgestellt. Viel war der ehemalige Bauleiter in der Welt herumgekommen, hatte in Spanien, Australien und Marokko gearbeitet. Den letzten Lebensabschnitt wollte er mit seiner Frau mitten in Deutschland verbringen, im idyllischen Braunlage. In guter Höhenluft winters Ski fahren, im Sommer Waldspaziergänge: Das niedersächsische Städtchen im Harz verfügt über Reize, die jedes Jahr viele Touristen anlocken. Hier würde es ihnen im Alter gut ergehen, dachten die Hadlers und kauften sich eine Eigentumswohnung.
Heute, vier Jahre später, ist sich das Rentnerpaar seiner Entscheidung nicht mehr sicher. Beide sind jetzt Mitte sechzig, und jeder von ihnen hat so seine Wehwehchen. Da erscheint die Wahl ihres Alterssitzes mittlerweile gesundheitsgefährdend: Die »katastrophale ärztliche Versorgung« in Braunlage macht den beiden Angst. Schon seit Jahren gibt es in dem Städtchen keinen Facharzt mehr.
Wer für sein krankes Herz oder Nervenleiden einen Spezialisten benötigt, muss ins 25 Kilometer entfernte Bad Harzburg fahren oder 40 Kilometer bis Goslar. Und auch die beiden Braunlager Hausärzte mit Kassenzulassung werden nicht mehr lange für ihre Patienten da sein. Einer ist der Pensionsgrenze nahe, die Praxis des anderen steht schon zum Verkauf – und trotz intensiver Suche ist kein Nachfolger in Sicht. In seiner Not unternimmt Johann Hadler nun etwas, was er noch nie gemacht hat: Er und seine Mitstreiter ziehen in Braunlage von Haus zu Haus und sammeln Unterschriften für einen Appell an Politiker und ärztliche Standesvertreter: »Tut endlich etwas, sonst ist bald der ganze Oberharz arztfrei.«
Jeder zweite Allgemeinmediziner mit Praxis ist älter als 55 Jahre
Die Angst vor verwaisten Sprechzimmern treibt unzählige Gemeinden um, in Niedersachsen wie im übrigen Deutschland. Bewohner machen mit Bürgerinitiativen politisch Druck; Stadtoberhäupter versprechen Ärzten zinsfreie Kredite und kostenlose Praxisräume; Mediziner erhalten Umsatzgarantien gegen das Risiko der Selbstständigkeit auf dem Land. Angehenden Medizinern wird die Niederlassung leichter gemacht denn je – und nie war es so schwer, einen scheidenden Landarzt zu ersetzen.
Bereits über 3600 freie Arztsitze meldet die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), mehr als die Hälfte von ihnen wartet auf Allgemeinmediziner. Im Deutschen Ärzteblatt füllen Stellenanzeigen inzwischen mehr als drei Viertel jeder Ausgabe. Und die Zahl der unter der Rubrik »Praxisabgaben« geschalteten Inserate wird in Zukunft weiter steigen. Denn mehr als die Hälfte der Hausärzte ist älter als 55 Jahre. »Wenn diese Kollegen in den nächsten Jahren ihre Praxis aufgeben, bekommen wir ein dramatisches Problem«, warnt Ulrich Weigeldt, Präsident des Deutschen Hausärzteverbands.
Der Medizinermangel trifft den Lebensnerv vieler Kommunen. Im Kurörtchen Braunlage kommt die Sorge dazu, Touristen, zumal ältere Stammgäste, könnten bald vom Mangel an medizinischer Vor-Ort-Versorgung abgeschreckt werden. »Schon heute muss man oft stundenlang auf einen Notarzt warten, wenn man nachts oder am Wochenende Hilfe benötigt«, klagt Apotheker Peter Braem, der die Hausarzt-Bürgerinitiative mitbegründet hat.
Die Ärzteknappheit ist nicht mehr nur ein ostdeutsches Problem, sondern ebenso eines vieler westlicher Flächenländer. So scheiden in Schleswig-Holstein in den nächsten fünf Jahren 900 Hausärzte aus, in Bayern schätzungsweise 2500. Viele werden keinen Nachfolger finden. Schon heute gibt es die meisten freien Hausarztstellen nicht in Sachsen-Anhalt oder Mecklenburg-Vorpommern, sondern in Niedersachsen.
Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler kennt die Zahlen aus seiner Zeit als Minister in Hannover – und will handeln. Nach Informationen der ZEIT füllt sein Berliner Ministerium derzeit einen Block von Rezepten gegen den Ärztemangel. Die Medizinerversorung sei, so Rösler, »die wichtigste Herausforderung in der Gesundheitspolitik«.
Soll diese Offensive erfolgreich sein, muss sie Privilegien brechen, Honorare neu verteilen und etablierte Strukturen der Medizinerausbildung verändern. Vor allem aber kommt es darauf an, die Attraktivität des Hausarztes zu erhöhen und die Abwanderung ins Ausland zu verhindern. Vorab fordert Rösler schon ein Umdenken: etwa die engere Zusammenarbeit von Krankenhäusern und niedergelassenen Ärzten oder den erleichterten Zugang zum Medizinstudium.
- Datum 14.03.2010 - 14:39 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 11.03.2010 Nr. 11
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Die Arzteinkommen in Deutschland sind seit 1990 um 50% gesunken (nominell). Inflationsbereinigt dürften es über 70% sein (Quelle: Stern 1/2010).
Ein Besuch im Altenheim am Wochenende nachts mit Untersuchung und Behandlung bringt 50.-€ inkl. der Kilometekosten usw. Ist der Patient beim Eintreffen des Arztes jedoch tot, so fällt die Todesbescheinigung an: 100.-€, der Weg kann gesondert berechnet werden. Da stimmt doch was nicht, wenn eine Todesfeststellung doppelt so hoch honoriert wird wie eine Behandlung.
In Kranenburg/Niederrhein wurden niederlassungswilligen Allgemeinärzten 50.000.-€ Starthilfe angeboten. Resonanz: Null. Warum wohl? Pleite gehen in Kranenburg? Warum dann nicht gut leben in Groesbeck/NL, keine 5 Km entfernt
Wenn nicht bald vernünftige Einkommen in der Kassenmedizin fließen, zumindest eine Verdreifachung der aktuellen Kassenumsätze, ist die Versorgung bald auf medizinische Zentren in den Städten konzentriert. Da nützt den Braunlager Eigentumswohnungskäufern übrigens der Umzug in die Stadt auch nicht, da müssen sie dann Schlange stehen und werden eine drittklassige Medizin bekommen. Umzug ins Ausland ist dann hilfreich und ein Portemonnaie mitnehmen. Billigmedizin so wie hier heute wird es dort nicht geben.
Auf D-land kommen Infrastrukturprobleme (Straßen, Tiefbau, Wasserversorgung, Abwasserentsorgung) zu, die Leitungssysteme sind oftmals 50+ Jahre alt und es gibt bald niemanden mehr der diesen Fachrichtungen studiert (oder abschließt, Abbrecherraten um 50%)und damit auch niemanden der die Aufgaben erfüllen kann. Schon jetzt ringen selbst die großen Unternehmen darum Fachpersonal zu bekommen. Ubd das liegt nicht nur an der Stellung der Bauingenieure in der dt. Gesellschaft, denn jeder nimmt die Versorgung mit Wasser, Strom und ein funktionierendes Straßenwesen als gegeben hin. Und wenn man sich dann noch das Lohngefüge anschaut liegt zwischen 1500 - 2700 Brutto, dann kann man die Ärzte nur bedauern. Aber auch die Praxen werden nicht von Ärzten gebaut und ohne Strom und eine funktionierende Infrastruktur wird es für die armen Ärzte schwer noch zu arbeiten.
Es gab auch in D-land mal Zeiten da wurden Ärzte gar nicht entlohnt, sondern sie bekamen eine Allowance und mussten dem Gemeinwohl zur Verfügung stehen.
Und die Ärzte hier in Canada würden sich ein medizinisches Schlaraffenland wie D-land wünschen, hier wird die Krankenversicherung über Steuern finanziert. Auch wäre es interessant zu sehen wieviel noch Medizin studieren, wenn pro Studienjahr 20000 Euro fällig wären und man am Ende mit 100000+ Euro Schulden da stehen würden und diese erstmal abarbeiten müssten. Aber man nimmt die Benefits der Gesellschaft (aka Steuerzahler) mit und ist nicht bereit diese danach der Gesellschaft zurückzuzahlen.
Als Medizinstudent im 2. Semester kann ich ein wenig über die Stimmung meiner Kommilitonen berichten.
Viele wollen langfristig ins Ausland, da man dort
1. mehr Freizeit hat und
2. mehr Geld pro Stunde verdient
Keiner von uns hat Angst, dass er später zu wenig verdient.
Viele fürchten sich allerdings davor, dass sie für dieses Geld unzumutbar viel Zeit aufopfern müssen.
Die Assistenzärzte mit denen ich gesprochen habe, erzählten mir unisono, dass sie jede Woche 60-70 Wochenstunden arbeiteten, Überstunden seien zumeist unbezahlt.
Um diese schlechten Arbeitsbedingungen zu erreichen, muss man jedoch 6 Jahre auf höchstem Niveau studieren, (plus ein hervorragendes Abitur absolviert haben, um überhaupt studieren zu dürfen)
Persönlich kann ich es also keinem angehenden Arzt verdenken, sich die Arbeitsstelle auszusuchen, wo noch ein Privatleben entstehen kann und die Freizeit nicht gleichbedeutend mit Schlafzeit ist.
Wie kann man nun verhindern, dass Ärzte
a) ins Ausland pilgern?
b) das Land meiden?
Ganz einfach:
1. Durch massive Subventionen seitens des Staates die Bedingungen für Ärzte in Deutschland besser gestalten als im Ausland
2. Dadurch würden nicht nur weniger Ärzte ins Ausland ziehen, sondern es würden sogar ausländische Ärzte migrieren
3. Viele Ärzte in Deutschland--> Genügend Ärzte auf dem Land
Auf D-land kommen Infrastrukturprobleme (Straßen, Tiefbau, Wasserversorgung, Abwasserentsorgung) zu, die Leitungssysteme sind oftmals 50+ Jahre alt und es gibt bald niemanden mehr der diesen Fachrichtungen studiert (oder abschließt, Abbrecherraten um 50%)und damit auch niemanden der die Aufgaben erfüllen kann. Schon jetzt ringen selbst die großen Unternehmen darum Fachpersonal zu bekommen. Ubd das liegt nicht nur an der Stellung der Bauingenieure in der dt. Gesellschaft, denn jeder nimmt die Versorgung mit Wasser, Strom und ein funktionierendes Straßenwesen als gegeben hin. Und wenn man sich dann noch das Lohngefüge anschaut liegt zwischen 1500 - 2700 Brutto, dann kann man die Ärzte nur bedauern. Aber auch die Praxen werden nicht von Ärzten gebaut und ohne Strom und eine funktionierende Infrastruktur wird es für die armen Ärzte schwer noch zu arbeiten.
Es gab auch in D-land mal Zeiten da wurden Ärzte gar nicht entlohnt, sondern sie bekamen eine Allowance und mussten dem Gemeinwohl zur Verfügung stehen.
Und die Ärzte hier in Canada würden sich ein medizinisches Schlaraffenland wie D-land wünschen, hier wird die Krankenversicherung über Steuern finanziert. Auch wäre es interessant zu sehen wieviel noch Medizin studieren, wenn pro Studienjahr 20000 Euro fällig wären und man am Ende mit 100000+ Euro Schulden da stehen würden und diese erstmal abarbeiten müssten. Aber man nimmt die Benefits der Gesellschaft (aka Steuerzahler) mit und ist nicht bereit diese danach der Gesellschaft zurückzuzahlen.
Als Medizinstudent im 2. Semester kann ich ein wenig über die Stimmung meiner Kommilitonen berichten.
Viele wollen langfristig ins Ausland, da man dort
1. mehr Freizeit hat und
2. mehr Geld pro Stunde verdient
Keiner von uns hat Angst, dass er später zu wenig verdient.
Viele fürchten sich allerdings davor, dass sie für dieses Geld unzumutbar viel Zeit aufopfern müssen.
Die Assistenzärzte mit denen ich gesprochen habe, erzählten mir unisono, dass sie jede Woche 60-70 Wochenstunden arbeiteten, Überstunden seien zumeist unbezahlt.
Um diese schlechten Arbeitsbedingungen zu erreichen, muss man jedoch 6 Jahre auf höchstem Niveau studieren, (plus ein hervorragendes Abitur absolviert haben, um überhaupt studieren zu dürfen)
Persönlich kann ich es also keinem angehenden Arzt verdenken, sich die Arbeitsstelle auszusuchen, wo noch ein Privatleben entstehen kann und die Freizeit nicht gleichbedeutend mit Schlafzeit ist.
Wie kann man nun verhindern, dass Ärzte
a) ins Ausland pilgern?
b) das Land meiden?
Ganz einfach:
1. Durch massive Subventionen seitens des Staates die Bedingungen für Ärzte in Deutschland besser gestalten als im Ausland
2. Dadurch würden nicht nur weniger Ärzte ins Ausland ziehen, sondern es würden sogar ausländische Ärzte migrieren
3. Viele Ärzte in Deutschland--> Genügend Ärzte auf dem Land
"Besonders Frauen legen Wert auf geregelte Arbeitszeiten und Freiraum für die Familie. Sie machen mittlerweile mehr als die Hälfte der Medizinabsolventen aus, bei den Studienanfängern schon 70 Prozent, an einigen Universitäten wie etwa Hannover sogar 80 Prozent."
Ergo - Maennerquote in der Medizin wuerde die medizinische Versorgen im laendlichen Raum verbessern. Aber dann haette man ja das Gemeinwohl ueber die Wahlfreiheit des Betriebs/Uni und die Qualifikation der einzelnen Bewerber/-in gestellt...
>Ergo - Maennerquote in der Medizin
>wuerde die medizinische Versorgen
>im laendlichen Raum verbessern.
Nur marginal. Weil nämlich der familiäre Vollservice nicht mehr üblich ist.
Ein Rund-um-die-Uhr-Beruf geht dauerhaft nur, wenn eine Person im Hintergrund alle privaten Dinge regelt, am besten auch noch berufliche Assistenzdienste übernimmt. Auf sich allein gestellt hält kaum ein Mensch so etwas durch.
Der klassische Landarzt benötigt halt die klassische Landarztgattin, die nach der Nachtfahrt Tee und Wärmflasche bereithält.
Dieses Modell ist am Aussterben, ergo nützt die Männerquote nichts. Stattdessen müsste man das Patriarchat wieder etablieren und die Frauen zurück an den Herd schicken. Dann aber mit allem Drum und dran: Unauflöslichkeit der Ehe, Ächtung von ledigen Müttern und "Verführern", strikte Doppelmoral plus mehr Bordelle. Nur so funktioniert das.
>Ergo - Maennerquote in der Medizin
>wuerde die medizinische Versorgen
>im laendlichen Raum verbessern.
Nur marginal. Weil nämlich der familiäre Vollservice nicht mehr üblich ist.
Ein Rund-um-die-Uhr-Beruf geht dauerhaft nur, wenn eine Person im Hintergrund alle privaten Dinge regelt, am besten auch noch berufliche Assistenzdienste übernimmt. Auf sich allein gestellt hält kaum ein Mensch so etwas durch.
Der klassische Landarzt benötigt halt die klassische Landarztgattin, die nach der Nachtfahrt Tee und Wärmflasche bereithält.
Dieses Modell ist am Aussterben, ergo nützt die Männerquote nichts. Stattdessen müsste man das Patriarchat wieder etablieren und die Frauen zurück an den Herd schicken. Dann aber mit allem Drum und dran: Unauflöslichkeit der Ehe, Ächtung von ledigen Müttern und "Verführern", strikte Doppelmoral plus mehr Bordelle. Nur so funktioniert das.
ZU 1
Bedeutet dies, daß zB Orthopäden (heute im Schnitt 152000 Euro Gewinn pA) damals 1990 so etwa eine halbe Million umgerechnete Euro hatten ?
Hat nicht mancher Radiologe heute 1 Million Euro Gewinn mit seiner Praxis ? (Hat mancher.) Neidlose Anerkennung für die richtige Berufswahl - aber dann doch bitte analog zu den Ges.Krankenkassen auch hier ein Ausgleich an den fleißigen aber armen Kollegen vom Land. Liebe Ärzte aller deutschen Gebiete helft euch und euresgleichen doch erst mal selbst und untereinander.
Im Telefonbuch meiner kleinen Großstadt übrigens, mit nur etwa 125000 Einwohnern, finden sich 18 - in Worten: achtzehn - Seiten ausschließlich mit Ärzten. Wir sind natürlich völlig unterversorgt...
Der Hausarzt arbeitet für eine Monatsgebühr von 1o Euro. Davon
kann er weder Miete noch Personal bezahlen, der Patient kann
dafür, so oft er will, den Arzt in Anspruch nehmen. Dieses
System ist absolut einmalig in Europa und zwingt die Ärzte,
mit den Füßen abzustimmen und das Land zu verlassen.
Die bittere´Medizin, die Rösler dem System verordnen sollte:
Weg mit den Kassenärztlichen Vereinigungen, weg mit 200 Kassen
deren Angestellte 14 Monatsgehälter kassieren und deren Chefs
mehr verdienen als Frau Merkel. Und: der Patient braucht eine
Rechnung in die Hand, wie in den meisten benachbarten Ländern.
Die kann er bei seiner (einer einigen) Kasse einreichen.
"Die Zahl der Medizinstudenten zu erhöhen, indem man den Numerus clausus senkt"( S.2)
Ohnehin müsste nach meinem Kenntnisstand die Zahl der Medizinstudenten erhöht werden, um den NC zu senken.
Der Numerus clausus wird nicht willkürlich festgelegt, sondern ergibt sich zu jedem Beginn eines 1. Fachsemesters neu und kann auf jeder Uni anders sein. Angebot und Nachfrage bestimmen ihn, zusammen mit den Abiturnoten der Anwärter.
Bei etwa gleich bleibender Nachfrage und Durschnittsnoten müsste das Angebot an Studienplätzen erhöht werden, um Einfluss auf den NC zu nehmen.
Auf D-land kommen Infrastrukturprobleme (Straßen, Tiefbau, Wasserversorgung, Abwasserentsorgung) zu, die Leitungssysteme sind oftmals 50+ Jahre alt und es gibt bald niemanden mehr der diesen Fachrichtungen studiert (oder abschließt, Abbrecherraten um 50%)und damit auch niemanden der die Aufgaben erfüllen kann. Schon jetzt ringen selbst die großen Unternehmen darum Fachpersonal zu bekommen. Ubd das liegt nicht nur an der Stellung der Bauingenieure in der dt. Gesellschaft, denn jeder nimmt die Versorgung mit Wasser, Strom und ein funktionierendes Straßenwesen als gegeben hin. Und wenn man sich dann noch das Lohngefüge anschaut liegt zwischen 1500 - 2700 Brutto, dann kann man die Ärzte nur bedauern. Aber auch die Praxen werden nicht von Ärzten gebaut und ohne Strom und eine funktionierende Infrastruktur wird es für die armen Ärzte schwer noch zu arbeiten.
Es gab auch in D-land mal Zeiten da wurden Ärzte gar nicht entlohnt, sondern sie bekamen eine Allowance und mussten dem Gemeinwohl zur Verfügung stehen.
Und die Ärzte hier in Canada würden sich ein medizinisches Schlaraffenland wie D-land wünschen, hier wird die Krankenversicherung über Steuern finanziert. Auch wäre es interessant zu sehen wieviel noch Medizin studieren, wenn pro Studienjahr 20000 Euro fällig wären und man am Ende mit 100000+ Euro Schulden da stehen würden und diese erstmal abarbeiten müssten. Aber man nimmt die Benefits der Gesellschaft (aka Steuerzahler) mit und ist nicht bereit diese danach der Gesellschaft zurückzuzahlen.
"Es gab auch in D-land mal Zeiten da wurden Ärzte gar nicht entlohnt, sondern sie bekamen eine Allowance und mussten dem Gemeinwohl zur Verfügung stehen."
Ja, da kann man glücklich sein. Ich frage mich, warum man nicht einfach den Sklavenstatus für Ärzte einführt. Alle Probleme gelöst...
Ihre Ausführung gehen knallhart an der Realität vorbei, werte(r) lepkeb. Mosern, Nörgeln und Studiengebühren sollten Sie in Erwägung ziehen, wenn es zu viele Ärzte gäbe. Generell gibt es aber schon einen Ärztemangel auf dem Land. Im Osten Deutschlands ist in den Kliniken oftmals die Mehrheit der Ärzte nicht mehr aus Deutschland. Arbeitsbedingungen, Ausbildung und Bezahlung sind in vielen europäischen Ländern deutlich besser.
Die Gesellschaft benötigt Ärzte, daher ist die Ausbildung kein Gnadenbrot, für das man in Dankbarkeit den Rest seines Lebens auf den Knien robbend behandeln muss. Wie jeder andere Mensch auch, haben Ärzte das Recht, dort zu arbeiten und in einem Fach zu arbeiten, wo ihnen die beste Kombination aus Bezahlung und Arbeitsbedingungen geboten wird. In dieser Hinsicht sind typische Ärzte-bashing-Artikel wie von Ihnen kein positiver Standortfaktor. Vielleicht findet ein Umdenken statt, wenn Wartezeiten für Fachärzte, elektive Operationen und MRT-Untersuchungen das Niveau von Skandinavien oder dem von Ihnen genannten Beispiel Kanada (zumindest Quebec und Ontario aus eigener Erfahrung) erreicht haben: nämlich bis zu 2 Jahren.
"Es gab auch in D-land mal Zeiten da wurden Ärzte gar nicht entlohnt, sondern sie bekamen eine Allowance und mussten dem Gemeinwohl zur Verfügung stehen."
Ja, da kann man glücklich sein. Ich frage mich, warum man nicht einfach den Sklavenstatus für Ärzte einführt. Alle Probleme gelöst...
Ihre Ausführung gehen knallhart an der Realität vorbei, werte(r) lepkeb. Mosern, Nörgeln und Studiengebühren sollten Sie in Erwägung ziehen, wenn es zu viele Ärzte gäbe. Generell gibt es aber schon einen Ärztemangel auf dem Land. Im Osten Deutschlands ist in den Kliniken oftmals die Mehrheit der Ärzte nicht mehr aus Deutschland. Arbeitsbedingungen, Ausbildung und Bezahlung sind in vielen europäischen Ländern deutlich besser.
Die Gesellschaft benötigt Ärzte, daher ist die Ausbildung kein Gnadenbrot, für das man in Dankbarkeit den Rest seines Lebens auf den Knien robbend behandeln muss. Wie jeder andere Mensch auch, haben Ärzte das Recht, dort zu arbeiten und in einem Fach zu arbeiten, wo ihnen die beste Kombination aus Bezahlung und Arbeitsbedingungen geboten wird. In dieser Hinsicht sind typische Ärzte-bashing-Artikel wie von Ihnen kein positiver Standortfaktor. Vielleicht findet ein Umdenken statt, wenn Wartezeiten für Fachärzte, elektive Operationen und MRT-Untersuchungen das Niveau von Skandinavien oder dem von Ihnen genannten Beispiel Kanada (zumindest Quebec und Ontario aus eigener Erfahrung) erreicht haben: nämlich bis zu 2 Jahren.
"Es gab auch in D-land mal Zeiten da wurden Ärzte gar nicht entlohnt, sondern sie bekamen eine Allowance und mussten dem Gemeinwohl zur Verfügung stehen."
Ja, da kann man glücklich sein. Ich frage mich, warum man nicht einfach den Sklavenstatus für Ärzte einführt. Alle Probleme gelöst...
Ihre Ausführung gehen knallhart an der Realität vorbei, werte(r) lepkeb. Mosern, Nörgeln und Studiengebühren sollten Sie in Erwägung ziehen, wenn es zu viele Ärzte gäbe. Generell gibt es aber schon einen Ärztemangel auf dem Land. Im Osten Deutschlands ist in den Kliniken oftmals die Mehrheit der Ärzte nicht mehr aus Deutschland. Arbeitsbedingungen, Ausbildung und Bezahlung sind in vielen europäischen Ländern deutlich besser.
Die Gesellschaft benötigt Ärzte, daher ist die Ausbildung kein Gnadenbrot, für das man in Dankbarkeit den Rest seines Lebens auf den Knien robbend behandeln muss. Wie jeder andere Mensch auch, haben Ärzte das Recht, dort zu arbeiten und in einem Fach zu arbeiten, wo ihnen die beste Kombination aus Bezahlung und Arbeitsbedingungen geboten wird. In dieser Hinsicht sind typische Ärzte-bashing-Artikel wie von Ihnen kein positiver Standortfaktor. Vielleicht findet ein Umdenken statt, wenn Wartezeiten für Fachärzte, elektive Operationen und MRT-Untersuchungen das Niveau von Skandinavien oder dem von Ihnen genannten Beispiel Kanada (zumindest Quebec und Ontario aus eigener Erfahrung) erreicht haben: nämlich bis zu 2 Jahren.
Ontario und Quebec her haben. Bitte Quellen.
MRI CT durchschnittlich 10 Wochen in Canada. Übrigens hat Ontario die kürzeste Wartezeit, 7.8 Wochen.
Quelle: http://www.cbc.ca/health/...
Es geht nicht ums Ärzte Bashing, bloss die weinerliche Tour von Gutverdienden geht mir auf den Sack. Denn man hört immer die selbe Leier, gebt uns mehr Geld, wir sind so unterbezahlt.
Dann bekommen sie mehr Geld, nein das reicht immer noch nicht aus.
Man bekommt in D-land eine gute Ausbildung für Lau, danach kommt man in ein System, das einem garantierte Einkommen beschert. Wie mir ein Kollege berichtet gibt es in Teilen Niedersachsen ein Umsatzgarantie von 250000 Euro für Landärzte. (http://www.sonntags.zdf.d...) Ja das Leben ist hart.
Und es gibt auch keinen Ärztemangel, sondern ein Großteil geht lieber in die Forschung oder zu Pharmaunternehmen und da stellt sich die Frage ob sie ihren Berufswunsch nicht verfehlt haben.
Da trifft es der letzte Satz in der ZDF Quelle am Besten.
"Das "Gebraucht zu werden" und "das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun" scheint zumindest für viele junge Ärzte als Anreiz nicht zu genügen."
Ontario und Quebec her haben. Bitte Quellen.
MRI CT durchschnittlich 10 Wochen in Canada. Übrigens hat Ontario die kürzeste Wartezeit, 7.8 Wochen.
Quelle: http://www.cbc.ca/health/...
Es geht nicht ums Ärzte Bashing, bloss die weinerliche Tour von Gutverdienden geht mir auf den Sack. Denn man hört immer die selbe Leier, gebt uns mehr Geld, wir sind so unterbezahlt.
Dann bekommen sie mehr Geld, nein das reicht immer noch nicht aus.
Man bekommt in D-land eine gute Ausbildung für Lau, danach kommt man in ein System, das einem garantierte Einkommen beschert. Wie mir ein Kollege berichtet gibt es in Teilen Niedersachsen ein Umsatzgarantie von 250000 Euro für Landärzte. (http://www.sonntags.zdf.d...) Ja das Leben ist hart.
Und es gibt auch keinen Ärztemangel, sondern ein Großteil geht lieber in die Forschung oder zu Pharmaunternehmen und da stellt sich die Frage ob sie ihren Berufswunsch nicht verfehlt haben.
Da trifft es der letzte Satz in der ZDF Quelle am Besten.
"Das "Gebraucht zu werden" und "das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun" scheint zumindest für viele junge Ärzte als Anreiz nicht zu genügen."
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