Ärztemangel Notruf nach dem Landarzt

Der Provinz droht ein Medizinermangel. Schon sammeln Bürger Unterschriften für ihre Arztpraxen

Wohnen, wo andere Urlaub machen. So hatte sich Johann Hadler seinen Ruhestand vorgestellt. Viel war der ehemalige Bauleiter in der Welt herumgekommen, hatte in Spanien, Australien und Marokko gearbeitet. Den letzten Lebensabschnitt wollte er mit seiner Frau mitten in Deutschland verbringen, im idyllischen Braunlage. In guter Höhenluft winters Ski fahren, im Sommer Waldspaziergänge: Das niedersächsische Städtchen im Harz verfügt über Reize, die jedes Jahr viele Touristen anlocken. Hier würde es ihnen im Alter gut ergehen, dachten die Hadlers und kauften sich eine Eigentumswohnung.

Heute, vier Jahre später, ist sich das Rentnerpaar seiner Entscheidung nicht mehr sicher. Beide sind jetzt Mitte sechzig, und jeder von ihnen hat so seine Wehwehchen. Da erscheint die Wahl ihres Alterssitzes mittlerweile gesundheitsgefährdend: Die »katastrophale ärztliche Versorgung« in Braunlage macht den beiden Angst. Schon seit Jahren gibt es in dem Städtchen keinen Facharzt mehr.

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Wer für sein krankes Herz oder Nervenleiden einen Spezialisten benötigt, muss ins 25 Kilometer entfernte Bad Harzburg fahren oder 40 Kilometer bis Goslar. Und auch die beiden Braunlager Hausärzte mit Kassenzulassung werden nicht mehr lange für ihre Patienten da sein. Einer ist der Pensionsgrenze nahe, die Praxis des anderen steht schon zum Verkauf – und trotz intensiver Suche ist kein Nachfolger in Sicht. In seiner Not unternimmt Johann Hadler nun etwas, was er noch nie gemacht hat: Er und seine Mitstreiter ziehen in Braunlage von Haus zu Haus und sammeln Unterschriften für einen Appell an Politiker und ärztliche Standesvertreter: »Tut endlich etwas, sonst ist bald der ganze Oberharz arztfrei.«

Jeder zweite Allgemeinmediziner mit Praxis ist älter als 55 Jahre

Die Angst vor verwaisten Sprechzimmern treibt unzählige Gemeinden um, in Niedersachsen wie im übrigen Deutschland. Bewohner machen mit Bürgerinitiativen politisch Druck; Stadtoberhäupter versprechen Ärzten zinsfreie Kredite und kostenlose Praxisräume; Mediziner erhalten Umsatzgarantien gegen das Risiko der Selbstständigkeit auf dem Land. Angehenden Medizinern wird die Niederlassung leichter gemacht denn je – und nie war es so schwer, einen scheidenden Landarzt zu ersetzen.

Bereits über 3600 freie Arztsitze meldet die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), mehr als die Hälfte von ihnen wartet auf Allgemeinmediziner. Im Deutschen Ärzteblatt füllen Stellenanzeigen inzwischen mehr als drei Viertel jeder Ausgabe. Und die Zahl der unter der Rubrik »Praxisabgaben« geschalteten Inserate wird in Zukunft weiter steigen. Denn mehr als die Hälfte der Hausärzte ist älter als 55 Jahre. »Wenn diese Kollegen in den nächsten Jahren ihre Praxis aufgeben, bekommen wir ein dramatisches Problem«, warnt Ulrich Weigeldt, Präsident des Deutschen Hausärzteverbands.

Der Medizinermangel trifft den Lebensnerv vieler Kommunen. Im Kurörtchen Braunlage kommt die Sorge dazu, Touristen, zumal ältere Stammgäste, könnten bald vom Mangel an medizinischer Vor-Ort-Versorgung abgeschreckt werden. »Schon heute muss man oft stundenlang auf einen Notarzt warten, wenn man nachts oder am Wochenende Hilfe benötigt«, klagt Apotheker Peter Braem, der die Hausarzt-Bürgerinitiative mitbegründet hat.

Die Ärzteknappheit ist nicht mehr nur ein ostdeutsches Problem, sondern ebenso eines vieler westlicher Flächenländer. So scheiden in Schleswig-Holstein in den nächsten fünf Jahren 900 Hausärzte aus, in Bayern schätzungsweise 2500. Viele werden keinen Nachfolger finden. Schon heute gibt es die meisten freien Hausarztstellen nicht in Sachsen-Anhalt oder Mecklenburg-Vorpommern, sondern in Niedersachsen.

Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler kennt die Zahlen aus seiner Zeit als Minister in Hannover – und will handeln. Nach Informationen der ZEIT füllt sein Berliner Ministerium derzeit einen Block von Rezepten gegen den Ärztemangel. Die Medizinerversorung sei, so Rösler, »die wichtigste Herausforderung in der Gesundheitspolitik«.

Soll diese Offensive erfolgreich sein, muss sie Privilegien brechen, Honorare neu verteilen und etablierte Strukturen der Medizinerausbildung verändern. Vor allem aber kommt es darauf an, die Attraktivität des Hausarztes zu erhöhen und die Abwanderung ins Ausland zu verhindern. Vorab fordert Rösler schon ein Umdenken: etwa die engere Zusammenarbeit von Krankenhäusern und niedergelassenen Ärzten oder den erleichterten Zugang zum Medizinstudium. 

Dabei ist die Lage so dramatisch wie paradox: In Deutschland gibt es deutlich mehr Ärzte pro Einwohner als im internationalen Durchschnitt. Seit 1990 hat sich ihre Zahl gar um ein Drittel erhöht. Nirgendwo gehen die Menschen öfter zum Arzt als hierzulande, und nur in wenigen Ländern gibt es mehr Krankenhausbetten. Das alles klingt nach Ärzteschwemme – wie passt der Mangel in dieses Bild, den Menschen wie die Hadlers in Braunlage am eigenen Leib erfahren müssen?

Man muss sich die Ärzteknappheit als Ungleichgewicht vorstellen: Wie Medikamente oder Therapien werden auch Mediziner nicht immer richtig eingesetzt, neben Überfluss herrscht Mangel. Wenig sinnvoll erscheint da, was der schwarz-gelben Koalition vorschwebt: Die Zahl der Medizinstudenten zu erhöhen, indem man den Numerus clausus senkt, dürfte die Lage kaum bessern. Nicht das Angebot an Jungmedizinern ist das Problem, sondern ihre Verteilung.

In vielen Metropolen ballen sich die Arztpraxen, während es immer schwerer fällt, die ärztliche Betreuung auf dem Land zu sichern. Beispiel Göttingen: Hier ließe sich jeder fünfte Mediziner einsparen, ohne die Gesundheitsversorgung zu gefährden. Die niedersächsische Großstadt gilt – wie die meisten anderen auch – als überversorgt. Zwei Autostunden weiter nördlich hingegen, im Landkreis Gifhorn, sind nur vier von fünf Arztstellen besetzt. Es fehlen Hausärzte, Orthopäden, Internisten und Augenärzte. Aber auch in Kleinstädten wie Wolfenbüttel und selbst in Wolfsburg sind die Wege der Patienten zum Doktor in den vergangenen Jahren länger geworden und die Wartezeiten auf einen Termin ebenso.

»Die Ärzte können sich heute eben aussuchen, wohin sie gehen«, sagt Stefan Hofmann von der zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung im Bezirk Braunschweig. Und da ist die Universitätsstadt Göttingen eben attraktiver als die Autokommune Wolfsburg. Selbst innerhalb der Großstädte zeigt sich mittlerweile das soziale Gefälle: Während kranke Berliner in Bezirken mit vielen Privatpatienten wie Zehlendorf oder Prenzlauer Berg zwischen mehreren Medizinern in Fußnähe wählen können, wird das Ärztenetz im Ostberliner Hochhausbezirk Marzahn löchrig.

Wer Medizin studiert, geht nach der Universität als Assistenzarzt ins Krankenhaus. Wer dort nicht bleibt, lässt sich danach nieder. Ärzte, die in der Stadt keine Praxis übernehmen können, zieht es an die Ränder oder aufs Land: Jahrzehntelang funktionierte diese Versorgungskette. Doch nun reißen selbst in den Städten überall Lücken auf. Auch 5000 Stellen in Krankenhäusern konnten 2009 nicht besetzt werden, heißt es in einer Analyse des Deutschen Krankenhausinstituts. Drei Jahre zuvor waren es nur 1300. Viele Hospitäler müssen Fachkräfte aus dem Ausland oder sogenannte Honorarärzte anheuern. Diese Leihmediziner arbeiten – ohne Arbeitsplatzsicherheit, aber mit guten Honoraren – mal hier, mal da und helfen vielerorts, den Betrieb aufrechtzuerhalten.

Im daraus folgenden Wettbewerb um die begehrten Mediziner haben es Kleinstädte wie Braunlage besonders schwer. Wenn nicht, wie in den letzten Wochen, der Schnee die Häuser und Straßen einkleidet, wirkt die Stadt trist und grau. Es gibt kein Kino im Ort, für einen Theaterbesuch muss man bis nach Goslar oder Braunschweig fahren – wenige Anreize für einen Arzt und seine Familie, sich in der Stadt niederzulassen.

Viel freie Zeit bleibt dem Mediziner ohnehin nicht. Bis zu 3000 Patienten müssen Landarztpraxen versorgen, in Spitzenzeiten behandeln sie schon einmal 150 Kranke am Tag. Wenn das Wartezimmer leer ist, warten Hausbesuche, für die man oft kilometerweit fahren muss. »Diese Arbeit geht an die Substanz«, weiß Hausärztepräsident Weigeldt.

Gerade junge Mediziner nehmen diese Entbehrungen nicht mehr auf sich. Sie wollen eine geregelte Freizeit, einen Job für den Ehepartner sowie einen Platz in Kita oder Schule fürs Kind – und auch nicht unbedingt jede dritte Nacht wegen eines Notfalls aus dem Bett geklingelt werden.

Bei einer Erhebung der Universität Bochum unter angehenden Ärzten antworteten drei von vier Befragten vor zwei Jahren, sie könnten sich vorstellen, nach dem Examen ins Ausland zu gehen und einen Job außerhalb des Medizinbetriebs zu suchen. Der Hauptgrund: schlechte Arbeitsbedingungen im Inland. Es könne nicht sein, dass Ärzte ihr eigenes Privatleben und die Familienplanung hintanstellen müssten, das mache auf die Dauer unglücklich, schrieb einer der Befragten. KBV-Chef Andreas Köhler bringt es auf den Punkt: »Den klassischen Landarzt, der über seiner Praxis wohnt und 24 Stunden für seine Patienten da ist, wird es in Zukunft nicht mehr geben.« Der Mediziner als aufopfernder Samariter – nur noch ein Klischee fürs Fernsehen. 

Besonders Frauen legen Wert auf geregelte Arbeitszeiten und Freiraum für die Familie. Sie machen mittlerweile mehr als die Hälfte der Medizinabsolventen aus, bei den Studienanfängern schon 70 Prozent, an einigen Universitäten wie etwa Hannover sogar 80 Prozent. Die Feminisierung der Medizin treibt eine Entwicklung voran, die den Beruf des niedergelassenen Arztes grundlegend verändert: weg vom Einzelkämpfer, der auf eigene Rechnung behandelt, hin zum angestellten Mediziner, der gegen festes Gehalt in einer Gemeinschaftspraxis oder in einem medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) arbeitet.

1400 MVZs existieren mittlerweile in Deutschland, viele geführt von Krankenhäusern oder Hospitalketten. Sie erinnern an die Polikliniken der DDR, da sie Mediziner vieler Fachrichtungen unter einem Dach versammeln. Die Ärzte tragen kein unternehmerisches Risiko, und das Zentrum nimmt ihnen die lästige Verwaltungsarbeit ab, viele Doktoren arbeiten nur tageweise. Ein solches Gesundheitszentrum möchten nun auch die Bürger von Braunlage haben. Im 40 Kilometer entfernten Schladen – 5000 Einwohner in vier Ortsteilen – gibt es bereits eines. Jeden Tag kommt hier ein anderer Mediziner in die Praxis, am Montag der Augenarzt, am Mittwoch der Gynäkologe, donnerstags der HNO-Kollege, und versorgt die Patienten der Region. Auch Allgemeinmediziner gehören in manchen MVZs dazu. Sie könnten einen Teil der aussterbenden Hausärzte ersetzen, wenn sich ausreichend Nachwuchsärzte für diese Rolle erwärmen.

Bisher wird ihnen die Allgemeinmedizin im Studium augenscheinlich eher madig gemacht: Eine Studie der Universität Jena zeigte, dass in den ersten Semestern die Medizin nah am Patienten in der Hausarztpraxis unter den angehenden Ärzten noch hoch im Kurs stand. Im Laufe der Ausbildung halbiert sich jedoch die Zahl jener, die Allgemeinmediziner werden wollen. Nicht verwunderlich – das Fach kommt in der Ausbildung der angehenden Ärzte kaum vor: Ganze drei Wochen in sechs Jahren Studium sind der Allgemeinmedizin gewidmet. Nicht einmal die Hälfte aller deutschen Medizinfakultäten verfügt überhaupt über einen eigenen Lehrstuhl für diese Fachrichtung. Und auch die praktische Lehre findet im Krankenhaus statt, wo die Gerätemedizin dominiert und dramatische Fälle den Arbeitsalltag bestimmen. »Das prägt das Berufsbild der angehenden Ärzte«, sagt Eva Hummers-Pradier, Allgemeinmedizinerin an der Medizinischen Hochschule Hannover.

Wie bringt man Ärzte aufs Land – oder die Leute vom Land zum Arzt?

Sie schlägt vor, dass alle Studenten nach ihrer Ausbildung ein halbes Jahr in einer Hausarztpraxis verbringen müssen. Andere Länder wie Dänemark haben damit gute Erfahrungen gemacht: »Wer einmal in der Allgemeinmedizin gearbeitet hat, bleibt häufiger dabei«, meint Hummers-Pradier. Das wäre der Weg über die Vorschrift, eine staatliche Regelung. Gesundheitsminister Rösler dagegen lobt Bundesländer wie Sachsen, wo Medizinstudenten Stipendien gewährt werden, wenn sie später eine gewisse Zeit in der Region bleiben: Wenn die Anreize stimmten, werde die Verteilung im Gesundheitsmarkt schon besser werden. Werbende Kommunen und lockende Bürgermeister haben da bislang ganz andere Erfahrungen gemacht.

Weder Johann Hadler und seine Mitstreiter in Braunlage noch über Ärztemangel besorgte Bürger andernorts sollten sich allzu große Hoffnungen auf schnelle Besserung machen. Auch weil die Bevölkerung älter wird, in von Fortzug geprägten ländlichen Gegenden noch stärker als im Bundesschnitt. So wird die Frage in vielen Landstrichen langfristig nicht mehr lauten: Wie bekomme ich die Ärzte zum Patienten, sondern umgekehrt: Wie bekomme ich die Patienten in die Praxis? Dann muss ein Taxiservice oder der Shuttlebus den Weg zum nächsten Mediziner überbrücken. Und die ärztliche Versorgung wird eine Frage der Verkehrsplanung.

 
Leser-Kommentare
  1. Die Arzteinkommen in Deutschland sind seit 1990 um 50% gesunken (nominell). Inflationsbereinigt dürften es über 70% sein (Quelle: Stern 1/2010).

    Ein Besuch im Altenheim am Wochenende nachts mit Untersuchung und Behandlung bringt 50.-€ inkl. der Kilometekosten usw. Ist der Patient beim Eintreffen des Arztes jedoch tot, so fällt die Todesbescheinigung an: 100.-€, der Weg kann gesondert berechnet werden. Da stimmt doch was nicht, wenn eine Todesfeststellung doppelt so hoch honoriert wird wie eine Behandlung.

    In Kranenburg/Niederrhein wurden niederlassungswilligen Allgemeinärzten 50.000.-€ Starthilfe angeboten. Resonanz: Null. Warum wohl? Pleite gehen in Kranenburg? Warum dann nicht gut leben in Groesbeck/NL, keine 5 Km entfernt

    Wenn nicht bald vernünftige Einkommen in der Kassenmedizin fließen, zumindest eine Verdreifachung der aktuellen Kassenumsätze, ist die Versorgung bald auf medizinische Zentren in den Städten konzentriert. Da nützt den Braunlager Eigentumswohnungskäufern übrigens der Umzug in die Stadt auch nicht, da müssen sie dann Schlange stehen und werden eine drittklassige Medizin bekommen. Umzug ins Ausland ist dann hilfreich und ein Portemonnaie mitnehmen. Billigmedizin so wie hier heute wird es dort nicht geben.

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    • lepkeb
    • 14.03.2010 um 20:07 Uhr

    Auf D-land kommen Infrastrukturprobleme (Straßen, Tiefbau, Wasserversorgung, Abwasserentsorgung) zu, die Leitungssysteme sind oftmals 50+ Jahre alt und es gibt bald niemanden mehr der diesen Fachrichtungen studiert (oder abschließt, Abbrecherraten um 50%)und damit auch niemanden der die Aufgaben erfüllen kann. Schon jetzt ringen selbst die großen Unternehmen darum Fachpersonal zu bekommen. Ubd das liegt nicht nur an der Stellung der Bauingenieure in der dt. Gesellschaft, denn jeder nimmt die Versorgung mit Wasser, Strom und ein funktionierendes Straßenwesen als gegeben hin. Und wenn man sich dann noch das Lohngefüge anschaut liegt zwischen 1500 - 2700 Brutto, dann kann man die Ärzte nur bedauern. Aber auch die Praxen werden nicht von Ärzten gebaut und ohne Strom und eine funktionierende Infrastruktur wird es für die armen Ärzte schwer noch zu arbeiten.
    Es gab auch in D-land mal Zeiten da wurden Ärzte gar nicht entlohnt, sondern sie bekamen eine Allowance und mussten dem Gemeinwohl zur Verfügung stehen.
    Und die Ärzte hier in Canada würden sich ein medizinisches Schlaraffenland wie D-land wünschen, hier wird die Krankenversicherung über Steuern finanziert. Auch wäre es interessant zu sehen wieviel noch Medizin studieren, wenn pro Studienjahr 20000 Euro fällig wären und man am Ende mit 100000+ Euro Schulden da stehen würden und diese erstmal abarbeiten müssten. Aber man nimmt die Benefits der Gesellschaft (aka Steuerzahler) mit und ist nicht bereit diese danach der Gesellschaft zurückzuzahlen.

    Als Medizinstudent im 2. Semester kann ich ein wenig über die Stimmung meiner Kommilitonen berichten.

    Viele wollen langfristig ins Ausland, da man dort
    1. mehr Freizeit hat und
    2. mehr Geld pro Stunde verdient

    Keiner von uns hat Angst, dass er später zu wenig verdient.
    Viele fürchten sich allerdings davor, dass sie für dieses Geld unzumutbar viel Zeit aufopfern müssen.

    Die Assistenzärzte mit denen ich gesprochen habe, erzählten mir unisono, dass sie jede Woche 60-70 Wochenstunden arbeiteten, Überstunden seien zumeist unbezahlt.

    Um diese schlechten Arbeitsbedingungen zu erreichen, muss man jedoch 6 Jahre auf höchstem Niveau studieren, (plus ein hervorragendes Abitur absolviert haben, um überhaupt studieren zu dürfen)

    Persönlich kann ich es also keinem angehenden Arzt verdenken, sich die Arbeitsstelle auszusuchen, wo noch ein Privatleben entstehen kann und die Freizeit nicht gleichbedeutend mit Schlafzeit ist.

    Wie kann man nun verhindern, dass Ärzte
    a) ins Ausland pilgern?
    b) das Land meiden?

    Ganz einfach:
    1. Durch massive Subventionen seitens des Staates die Bedingungen für Ärzte in Deutschland besser gestalten als im Ausland
    2. Dadurch würden nicht nur weniger Ärzte ins Ausland ziehen, sondern es würden sogar ausländische Ärzte migrieren
    3. Viele Ärzte in Deutschland--> Genügend Ärzte auf dem Land

    • lepkeb
    • 14.03.2010 um 20:07 Uhr

    Auf D-land kommen Infrastrukturprobleme (Straßen, Tiefbau, Wasserversorgung, Abwasserentsorgung) zu, die Leitungssysteme sind oftmals 50+ Jahre alt und es gibt bald niemanden mehr der diesen Fachrichtungen studiert (oder abschließt, Abbrecherraten um 50%)und damit auch niemanden der die Aufgaben erfüllen kann. Schon jetzt ringen selbst die großen Unternehmen darum Fachpersonal zu bekommen. Ubd das liegt nicht nur an der Stellung der Bauingenieure in der dt. Gesellschaft, denn jeder nimmt die Versorgung mit Wasser, Strom und ein funktionierendes Straßenwesen als gegeben hin. Und wenn man sich dann noch das Lohngefüge anschaut liegt zwischen 1500 - 2700 Brutto, dann kann man die Ärzte nur bedauern. Aber auch die Praxen werden nicht von Ärzten gebaut und ohne Strom und eine funktionierende Infrastruktur wird es für die armen Ärzte schwer noch zu arbeiten.
    Es gab auch in D-land mal Zeiten da wurden Ärzte gar nicht entlohnt, sondern sie bekamen eine Allowance und mussten dem Gemeinwohl zur Verfügung stehen.
    Und die Ärzte hier in Canada würden sich ein medizinisches Schlaraffenland wie D-land wünschen, hier wird die Krankenversicherung über Steuern finanziert. Auch wäre es interessant zu sehen wieviel noch Medizin studieren, wenn pro Studienjahr 20000 Euro fällig wären und man am Ende mit 100000+ Euro Schulden da stehen würden und diese erstmal abarbeiten müssten. Aber man nimmt die Benefits der Gesellschaft (aka Steuerzahler) mit und ist nicht bereit diese danach der Gesellschaft zurückzuzahlen.

    Als Medizinstudent im 2. Semester kann ich ein wenig über die Stimmung meiner Kommilitonen berichten.

    Viele wollen langfristig ins Ausland, da man dort
    1. mehr Freizeit hat und
    2. mehr Geld pro Stunde verdient

    Keiner von uns hat Angst, dass er später zu wenig verdient.
    Viele fürchten sich allerdings davor, dass sie für dieses Geld unzumutbar viel Zeit aufopfern müssen.

    Die Assistenzärzte mit denen ich gesprochen habe, erzählten mir unisono, dass sie jede Woche 60-70 Wochenstunden arbeiteten, Überstunden seien zumeist unbezahlt.

    Um diese schlechten Arbeitsbedingungen zu erreichen, muss man jedoch 6 Jahre auf höchstem Niveau studieren, (plus ein hervorragendes Abitur absolviert haben, um überhaupt studieren zu dürfen)

    Persönlich kann ich es also keinem angehenden Arzt verdenken, sich die Arbeitsstelle auszusuchen, wo noch ein Privatleben entstehen kann und die Freizeit nicht gleichbedeutend mit Schlafzeit ist.

    Wie kann man nun verhindern, dass Ärzte
    a) ins Ausland pilgern?
    b) das Land meiden?

    Ganz einfach:
    1. Durch massive Subventionen seitens des Staates die Bedingungen für Ärzte in Deutschland besser gestalten als im Ausland
    2. Dadurch würden nicht nur weniger Ärzte ins Ausland ziehen, sondern es würden sogar ausländische Ärzte migrieren
    3. Viele Ärzte in Deutschland--> Genügend Ärzte auf dem Land

    • Puzi
    • 14.03.2010 um 16:59 Uhr

    "Besonders Frauen legen Wert auf geregelte Arbeitszeiten und Freiraum für die Familie. Sie machen mittlerweile mehr als die Hälfte der Medizinabsolventen aus, bei den Studienanfängern schon 70 Prozent, an einigen Universitäten wie etwa Hannover sogar 80 Prozent."

    Ergo - Maennerquote in der Medizin wuerde die medizinische Versorgen im laendlichen Raum verbessern. Aber dann haette man ja das Gemeinwohl ueber die Wahlfreiheit des Betriebs/Uni und die Qualifikation der einzelnen Bewerber/-in gestellt...

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    >Ergo - Maennerquote in der Medizin
    >wuerde die medizinische Versorgen
    >im laendlichen Raum verbessern.

    Nur marginal. Weil nämlich der familiäre Vollservice nicht mehr üblich ist.
    Ein Rund-um-die-Uhr-Beruf geht dauerhaft nur, wenn eine Person im Hintergrund alle privaten Dinge regelt, am besten auch noch berufliche Assistenzdienste übernimmt. Auf sich allein gestellt hält kaum ein Mensch so etwas durch.
    Der klassische Landarzt benötigt halt die klassische Landarztgattin, die nach der Nachtfahrt Tee und Wärmflasche bereithält.

    Dieses Modell ist am Aussterben, ergo nützt die Männerquote nichts. Stattdessen müsste man das Patriarchat wieder etablieren und die Frauen zurück an den Herd schicken. Dann aber mit allem Drum und dran: Unauflöslichkeit der Ehe, Ächtung von ledigen Müttern und "Verführern", strikte Doppelmoral plus mehr Bordelle. Nur so funktioniert das.

    >Ergo - Maennerquote in der Medizin
    >wuerde die medizinische Versorgen
    >im laendlichen Raum verbessern.

    Nur marginal. Weil nämlich der familiäre Vollservice nicht mehr üblich ist.
    Ein Rund-um-die-Uhr-Beruf geht dauerhaft nur, wenn eine Person im Hintergrund alle privaten Dinge regelt, am besten auch noch berufliche Assistenzdienste übernimmt. Auf sich allein gestellt hält kaum ein Mensch so etwas durch.
    Der klassische Landarzt benötigt halt die klassische Landarztgattin, die nach der Nachtfahrt Tee und Wärmflasche bereithält.

    Dieses Modell ist am Aussterben, ergo nützt die Männerquote nichts. Stattdessen müsste man das Patriarchat wieder etablieren und die Frauen zurück an den Herd schicken. Dann aber mit allem Drum und dran: Unauflöslichkeit der Ehe, Ächtung von ledigen Müttern und "Verführern", strikte Doppelmoral plus mehr Bordelle. Nur so funktioniert das.

  2. ZU 1
    Bedeutet dies, daß zB Orthopäden (heute im Schnitt 152000 Euro Gewinn pA) damals 1990 so etwa eine halbe Million umgerechnete Euro hatten ?
    Hat nicht mancher Radiologe heute 1 Million Euro Gewinn mit seiner Praxis ? (Hat mancher.) Neidlose Anerkennung für die richtige Berufswahl - aber dann doch bitte analog zu den Ges.Krankenkassen auch hier ein Ausgleich an den fleißigen aber armen Kollegen vom Land. Liebe Ärzte aller deutschen Gebiete helft euch und euresgleichen doch erst mal selbst und untereinander.

  3. Im Telefonbuch meiner kleinen Großstadt übrigens, mit nur etwa 125000 Einwohnern, finden sich 18 - in Worten: achtzehn - Seiten ausschließlich mit Ärzten. Wir sind natürlich völlig unterversorgt...

  4. Der Hausarzt arbeitet für eine Monatsgebühr von 1o Euro. Davon
    kann er weder Miete noch Personal bezahlen, der Patient kann
    dafür, so oft er will, den Arzt in Anspruch nehmen. Dieses
    System ist absolut einmalig in Europa und zwingt die Ärzte,
    mit den Füßen abzustimmen und das Land zu verlassen.
    Die bittere´Medizin, die Rösler dem System verordnen sollte:
    Weg mit den Kassenärztlichen Vereinigungen, weg mit 200 Kassen
    deren Angestellte 14 Monatsgehälter kassieren und deren Chefs
    mehr verdienen als Frau Merkel. Und: der Patient braucht eine
    Rechnung in die Hand, wie in den meisten benachbarten Ländern.
    Die kann er bei seiner (einer einigen) Kasse einreichen.

    Eine Leser-Empfehlung
  5. "Die Zahl der Medizinstudenten zu erhöhen, indem man den Numerus clausus senkt"( S.2)

    Ohnehin müsste nach meinem Kenntnisstand die Zahl der Medizinstudenten erhöht werden, um den NC zu senken.
    Der Numerus clausus wird nicht willkürlich festgelegt, sondern ergibt sich zu jedem Beginn eines 1. Fachsemesters neu und kann auf jeder Uni anders sein. Angebot und Nachfrage bestimmen ihn, zusammen mit den Abiturnoten der Anwärter.
    Bei etwa gleich bleibender Nachfrage und Durschnittsnoten müsste das Angebot an Studienplätzen erhöht werden, um Einfluss auf den NC zu nehmen.

    • lepkeb
    • 14.03.2010 um 20:07 Uhr

    Auf D-land kommen Infrastrukturprobleme (Straßen, Tiefbau, Wasserversorgung, Abwasserentsorgung) zu, die Leitungssysteme sind oftmals 50+ Jahre alt und es gibt bald niemanden mehr der diesen Fachrichtungen studiert (oder abschließt, Abbrecherraten um 50%)und damit auch niemanden der die Aufgaben erfüllen kann. Schon jetzt ringen selbst die großen Unternehmen darum Fachpersonal zu bekommen. Ubd das liegt nicht nur an der Stellung der Bauingenieure in der dt. Gesellschaft, denn jeder nimmt die Versorgung mit Wasser, Strom und ein funktionierendes Straßenwesen als gegeben hin. Und wenn man sich dann noch das Lohngefüge anschaut liegt zwischen 1500 - 2700 Brutto, dann kann man die Ärzte nur bedauern. Aber auch die Praxen werden nicht von Ärzten gebaut und ohne Strom und eine funktionierende Infrastruktur wird es für die armen Ärzte schwer noch zu arbeiten.
    Es gab auch in D-land mal Zeiten da wurden Ärzte gar nicht entlohnt, sondern sie bekamen eine Allowance und mussten dem Gemeinwohl zur Verfügung stehen.
    Und die Ärzte hier in Canada würden sich ein medizinisches Schlaraffenland wie D-land wünschen, hier wird die Krankenversicherung über Steuern finanziert. Auch wäre es interessant zu sehen wieviel noch Medizin studieren, wenn pro Studienjahr 20000 Euro fällig wären und man am Ende mit 100000+ Euro Schulden da stehen würden und diese erstmal abarbeiten müssten. Aber man nimmt die Benefits der Gesellschaft (aka Steuerzahler) mit und ist nicht bereit diese danach der Gesellschaft zurückzuzahlen.

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    "Es gab auch in D-land mal Zeiten da wurden Ärzte gar nicht entlohnt, sondern sie bekamen eine Allowance und mussten dem Gemeinwohl zur Verfügung stehen."

    Ja, da kann man glücklich sein. Ich frage mich, warum man nicht einfach den Sklavenstatus für Ärzte einführt. Alle Probleme gelöst...

    Ihre Ausführung gehen knallhart an der Realität vorbei, werte(r) lepkeb. Mosern, Nörgeln und Studiengebühren sollten Sie in Erwägung ziehen, wenn es zu viele Ärzte gäbe. Generell gibt es aber schon einen Ärztemangel auf dem Land. Im Osten Deutschlands ist in den Kliniken oftmals die Mehrheit der Ärzte nicht mehr aus Deutschland. Arbeitsbedingungen, Ausbildung und Bezahlung sind in vielen europäischen Ländern deutlich besser.
    Die Gesellschaft benötigt Ärzte, daher ist die Ausbildung kein Gnadenbrot, für das man in Dankbarkeit den Rest seines Lebens auf den Knien robbend behandeln muss. Wie jeder andere Mensch auch, haben Ärzte das Recht, dort zu arbeiten und in einem Fach zu arbeiten, wo ihnen die beste Kombination aus Bezahlung und Arbeitsbedingungen geboten wird. In dieser Hinsicht sind typische Ärzte-bashing-Artikel wie von Ihnen kein positiver Standortfaktor. Vielleicht findet ein Umdenken statt, wenn Wartezeiten für Fachärzte, elektive Operationen und MRT-Untersuchungen das Niveau von Skandinavien oder dem von Ihnen genannten Beispiel Kanada (zumindest Quebec und Ontario aus eigener Erfahrung) erreicht haben: nämlich bis zu 2 Jahren.

    "Es gab auch in D-land mal Zeiten da wurden Ärzte gar nicht entlohnt, sondern sie bekamen eine Allowance und mussten dem Gemeinwohl zur Verfügung stehen."

    Ja, da kann man glücklich sein. Ich frage mich, warum man nicht einfach den Sklavenstatus für Ärzte einführt. Alle Probleme gelöst...

    Ihre Ausführung gehen knallhart an der Realität vorbei, werte(r) lepkeb. Mosern, Nörgeln und Studiengebühren sollten Sie in Erwägung ziehen, wenn es zu viele Ärzte gäbe. Generell gibt es aber schon einen Ärztemangel auf dem Land. Im Osten Deutschlands ist in den Kliniken oftmals die Mehrheit der Ärzte nicht mehr aus Deutschland. Arbeitsbedingungen, Ausbildung und Bezahlung sind in vielen europäischen Ländern deutlich besser.
    Die Gesellschaft benötigt Ärzte, daher ist die Ausbildung kein Gnadenbrot, für das man in Dankbarkeit den Rest seines Lebens auf den Knien robbend behandeln muss. Wie jeder andere Mensch auch, haben Ärzte das Recht, dort zu arbeiten und in einem Fach zu arbeiten, wo ihnen die beste Kombination aus Bezahlung und Arbeitsbedingungen geboten wird. In dieser Hinsicht sind typische Ärzte-bashing-Artikel wie von Ihnen kein positiver Standortfaktor. Vielleicht findet ein Umdenken statt, wenn Wartezeiten für Fachärzte, elektive Operationen und MRT-Untersuchungen das Niveau von Skandinavien oder dem von Ihnen genannten Beispiel Kanada (zumindest Quebec und Ontario aus eigener Erfahrung) erreicht haben: nämlich bis zu 2 Jahren.

  6. 8. Hm...

    "Es gab auch in D-land mal Zeiten da wurden Ärzte gar nicht entlohnt, sondern sie bekamen eine Allowance und mussten dem Gemeinwohl zur Verfügung stehen."

    Ja, da kann man glücklich sein. Ich frage mich, warum man nicht einfach den Sklavenstatus für Ärzte einführt. Alle Probleme gelöst...

    Ihre Ausführung gehen knallhart an der Realität vorbei, werte(r) lepkeb. Mosern, Nörgeln und Studiengebühren sollten Sie in Erwägung ziehen, wenn es zu viele Ärzte gäbe. Generell gibt es aber schon einen Ärztemangel auf dem Land. Im Osten Deutschlands ist in den Kliniken oftmals die Mehrheit der Ärzte nicht mehr aus Deutschland. Arbeitsbedingungen, Ausbildung und Bezahlung sind in vielen europäischen Ländern deutlich besser.
    Die Gesellschaft benötigt Ärzte, daher ist die Ausbildung kein Gnadenbrot, für das man in Dankbarkeit den Rest seines Lebens auf den Knien robbend behandeln muss. Wie jeder andere Mensch auch, haben Ärzte das Recht, dort zu arbeiten und in einem Fach zu arbeiten, wo ihnen die beste Kombination aus Bezahlung und Arbeitsbedingungen geboten wird. In dieser Hinsicht sind typische Ärzte-bashing-Artikel wie von Ihnen kein positiver Standortfaktor. Vielleicht findet ein Umdenken statt, wenn Wartezeiten für Fachärzte, elektive Operationen und MRT-Untersuchungen das Niveau von Skandinavien oder dem von Ihnen genannten Beispiel Kanada (zumindest Quebec und Ontario aus eigener Erfahrung) erreicht haben: nämlich bis zu 2 Jahren.

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    • lepkeb
    • 14.03.2010 um 22:15 Uhr

    Ontario und Quebec her haben. Bitte Quellen.

    MRI CT durchschnittlich 10 Wochen in Canada. Übrigens hat Ontario die kürzeste Wartezeit, 7.8 Wochen.

    Quelle: http://www.cbc.ca/health/...

    Es geht nicht ums Ärzte Bashing, bloss die weinerliche Tour von Gutverdienden geht mir auf den Sack. Denn man hört immer die selbe Leier, gebt uns mehr Geld, wir sind so unterbezahlt.
    Dann bekommen sie mehr Geld, nein das reicht immer noch nicht aus.

    Man bekommt in D-land eine gute Ausbildung für Lau, danach kommt man in ein System, das einem garantierte Einkommen beschert. Wie mir ein Kollege berichtet gibt es in Teilen Niedersachsen ein Umsatzgarantie von 250000 Euro für Landärzte. (http://www.sonntags.zdf.d...) Ja das Leben ist hart.
    Und es gibt auch keinen Ärztemangel, sondern ein Großteil geht lieber in die Forschung oder zu Pharmaunternehmen und da stellt sich die Frage ob sie ihren Berufswunsch nicht verfehlt haben.
    Da trifft es der letzte Satz in der ZDF Quelle am Besten.
    "Das "Gebraucht zu werden" und "das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun" scheint zumindest für viele junge Ärzte als Anreiz nicht zu genügen."

    • lepkeb
    • 14.03.2010 um 22:15 Uhr

    Ontario und Quebec her haben. Bitte Quellen.

    MRI CT durchschnittlich 10 Wochen in Canada. Übrigens hat Ontario die kürzeste Wartezeit, 7.8 Wochen.

    Quelle: http://www.cbc.ca/health/...

    Es geht nicht ums Ärzte Bashing, bloss die weinerliche Tour von Gutverdienden geht mir auf den Sack. Denn man hört immer die selbe Leier, gebt uns mehr Geld, wir sind so unterbezahlt.
    Dann bekommen sie mehr Geld, nein das reicht immer noch nicht aus.

    Man bekommt in D-land eine gute Ausbildung für Lau, danach kommt man in ein System, das einem garantierte Einkommen beschert. Wie mir ein Kollege berichtet gibt es in Teilen Niedersachsen ein Umsatzgarantie von 250000 Euro für Landärzte. (http://www.sonntags.zdf.d...) Ja das Leben ist hart.
    Und es gibt auch keinen Ärztemangel, sondern ein Großteil geht lieber in die Forschung oder zu Pharmaunternehmen und da stellt sich die Frage ob sie ihren Berufswunsch nicht verfehlt haben.
    Da trifft es der letzte Satz in der ZDF Quelle am Besten.
    "Das "Gebraucht zu werden" und "das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun" scheint zumindest für viele junge Ärzte als Anreiz nicht zu genügen."

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