Meeresschutz Verspeist
Der delikate Rote Thunfisch soll global geschützt und der Handel mit ihm verboten werden. Das wäre das Aus für ein Milliardengeschäft – und ein Eingeständnis des Scheiterns.
© Jose Luis Roca/AFP/Getty Images

Delikatesse am Haken: In Japan ist der Rote Thun besonders beliebt für Sushi
Diese »Ungerechtigkeit«, die regt ihn am meisten auf. Christian Paitrault führt die »Silberschuppe«, einen Fischstand in den Markthallen von Saint-Jean-de-Luz. Das Städtchen, ein Badeort am äußersten Südwestzipfel Frankreichs, lockt jeweils im Juli die Urlauber zum Thunfischfest. »Denn für den Thunfisch sind wir bekannt«, sagt Paitrault. Und zwar für den Roten Thunfisch.
Dieser bedrohte Gigant unter den Fischen, bis zu vier Meter lang, 700 Kilogramm schwer und pfeilschnell, wird besonders geschätzt in Sushibars. Er ist nicht zu verwechseln mit seinem kleinen Bruder, dem Weißen Thun, der überwiegend in Dosen landet (»Hühnchen der Meere«). Der delikate Rote Thun, der meist im Atlantik lebt und zum Laichen ins Mittelmeer schwimmt, ist selten geworden. Weil er überfischt wird, und zwar radikal. Der Fischhändler Paitrault wird darüber gelegentlich von Touristen belehrt.
- Zuchterfolge
Zahlreiche, erst 15 Tage alte Thun-Larven verdanken ihr Leben dem EU-Forschungsprojekt Selfdott zur Ökozucht von Rotem Thun. Bisher mästen Dutzende Aquafarmen Jungfische aus Wildfang. Sie müssten bei einem globalen Thun-Schutz schließen. Nach jahrzehntelangen Mühen können inzwischen Forscher der EU und der japanischen Kinki University von wenigen Tieren HunderteMillionen Eier gewinnen, sie befruchten und daraus fingergroße, masttaugliche Thune päppeln. Noch ist die Aufzucht der empfindlichen »Fingerlinge« heikel. Der Sprecher der Selfdott-Forscher, Christopher Bridges von der Uni Düsseldorf, hält eine nachhaltige Thunzucht in wenigen Jahren für realisierbar: »Das ist nur noch eine Frage des Preises.« Auch der sehr hohe Futtereinsatz – 20 Kilo Fischmehl pro Kilo Thunfisch – lasse sich auf etwa ein Zehntel senken.
Es ist halb acht Uhr morgens, die Stände sind aufgebaut. Fangfrische Petersfische und Doraden, Rochen und Seehechte, Meeraale und Knurrhähne glänzen in der aufgehenden Sonne. Thunfisch hat noch keine Saison. Die Frauen übernehmen die Kassen, die Männer gehen frühstücken. Also, Monsieur, wie war das eben gemeint mit der Ungerechtigkeit?
»Jahrzehntelang haben die Großfischer im Mittelmeer mit ihren Riesennetzen das dicke Geld mit dem Thunfisch verdient«, sagt Paitrault, »bis sie ihn fast ausgerottet haben. Und wenn er bald nicht mehr gehandelt werden darf, dann sind unsere kleinen Fischer hier an der baskischen Küste auch dran. Obwohl sie doch nichts dafür können.«
In diesen Wochen entscheidet sich für viele in Saint-Jean-de-Luz die Zukunft. Und für die Sushirestaurants der ganzen Welt – müssen sie künftig etwa die Nigiris mit rotem maguro (japanischer Thunfisch) von der Speisekarte streichen? Das Urteil fällt ein Behördenapparat, der mehr als 1000 Kilometer nördlich residiert, mitten in Brüssel. Dort propagiert die Europäische Kommission globalen Schutz für den Roten Thun – und ein komplettes Fangverbot. Das stellt nicht nur die bisherige laxe EU-Fischereipolitik auf den Kopf, es gefährdet auch die Existenz kleiner Fischer. Ein brisanter Präzedenzfall – der Rote Thun wäre der erste Speisefisch von globaler Bedeutung, der vollständig vom Teller verbannt würde.
Seit Februar amtiert die neue EU-Kommission. Von ihr geht die Initiative aus, den Roten Thun aufzulisten im strengen Anhang 1 des Washingtoner Artenschutzübereinkommens Cites (Convention on International Trade in Endangered Species). Für alle Arten in Anhang 1 gilt ein internationales Handelsverbot. Für Maria Damanaki wird die Zeit knapp. Der neuen EU-Kommissarin aus Griechenland bleiben nur noch wenige Tage, um eine Mehrheit der Mitgliedsstaaten hinter sich zu bringen.
Deren Regierungen sind oft gespalten: Die meisten Umweltminister fordern den unbedingten Schutz des Thuns, viele Fischereiexperten in den Agrarministerien sind dagegen. So wird in den Staaten wie in Brüssel um eine gemeinsame Position für das Cites-Jahrestreffen gerungen. Die zweiwöchige Konferenz beginnt bereits an diesem Samstag in Doha. Bis Redaktionsschluss der ZEIT Nr. 11 hatte die EU noch keine gemeinsame Linie gefunden.
Fischer und Mitgliedsstaaten hat der Brüsseler Vorstoß überrascht. Schließlich gefiel sich Damanakis Vorgänger, der Malteser Joe Borg, eher in der Rolle eines Lobbyisten der Fischereiindustrie. Die Warnungen vieler Experten und Verbände vor Überfischung und Gefährdung ganzer Arten ignorierte er, so gut es ging. Auf Malta ist die Fischerei einer der wichtigsten Wirtschaftszweige. Auch spanische und italienische Großfischer verdienen mit dem Fang und der Mast von Thunfischen in Aquafarmen glänzend – der globale Thunhandel ist ein Milliardengeschäft.
Neunzig Prozent des in Europa gefangenen Thunfischs stammen aus seinem Laichgebiet, dem Mittelmeer. Dort wird ihm industriell nachgestellt: Nur 35 Boote bringen fast den gesamten Fang ein. Sie kreisen Fischschwärme mit Ringwaden ein, zwei Kilometer langen Netzen, die von der Wasseroberfläche bis zu 250 Meter tief hinabhängen, sich ringförmig schließen und von unten zuziehen lassen. Hochtechnisierte Spezialschiffe, etwa 40 Meter lang, rund drei Millionen Euro teuer, sind dafür nötig. Bis vor Kurzem rentierten sie sich schnell, zumal die EU Subventionen zahlte.
- Das Cites-Abkommen
Viele Tiere und Pflanzen sind durch den internationalen Handel vom Aussterben bedroht. Das Washingtoner Artenschutzübereinkommen wurde 1973 ins Leben gerufen, um den Handel mit bedrohten Arten zu begrenzen oder ganz zu verbieten. Auf Englisch ist das Abkommen unter dem Namen Cites (Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora) bekannt. Inzwischen hat es 175 Mitgliedsländer.
- Geschützte Tiere und Pflanzen
In das Abkommen sind bislang mehr als 5000 Tier- und rund 29.000 Pflanzenarten aufgenommen worden. Sie werden in drei Anhängen gelistet:
Anhang I enthält vom Aussterben bedrohte Arten wie Großwale, Menschenaffen, Tiger und – mit Ausnahmen für einige Länder – Elefanten. Mit diesen Arten oder ihren Produkten darf international nicht gehandelt werden.
Anhang II umfasst etwa Geckos und einige Affenarten. Der Handel mit ihnen unterliegt strengen Auflagen. Die Art darf dadurch nicht weiter gefährdet werden. Die meisten der gelisteten Arten stehen in diesem Anhang.
Anhang III verzeichnet Arten, die von einem Land in seinem Hoheitsbereich unter Schutz gestellt wurden. (Quelle: dpa)
Ganze Schwärme verschwanden so in den Netzen, die Bestände schrumpften massiv. Entsprechend wuchs über die vergangenen Jahren der politische Druck, den Roten Thun zu schützen. So berichteten die Experten in der Generaldirektion Fischerei der EU, dass die Population im Nordostatlantik seit 1950 um 85 Prozent geschrumpft sei. Der WWF warnt vor einer Ausrottung der Bestände bis 2012. Der Sushi-Trend ließ die Preise steigen, einzelne Exemplare wurden in Japan schon für mehr als 100.000 US-Dollar versteigert.
Selbst Borg konnte all das nicht ignorieren. Im November unterstützte er die Internationale Kommission für den Erhalt des Atlantischen Thuns (ICCAT, ihr gehören 48 Länder an) bei der Festlegung strengerer Fangquoten für 2010. Nur noch vom 15. Mai bis zum 15. Juni dürfen in diesem Jahr Spezialschiffe mit Ringwaden den Roten Thun fangen, insgesamt 13.500 Tonnen, 40 Prozent weniger als noch 2009.
Doch nun droht Borgs Nachfolgerin Damanaki mit der Nullquote: »Wir suchen nach Lösungen, wie wir vom Fangverbot betroffene Betriebe unterstützen können, zum Beispiel im Rahmen des europäischen Fischereifonds.« Mit derart vagen Aussagen werden sich die französischen Fischer kaum abspeisen lassen. Sie wollen nicht mit der industriellen Ringwadenfischerei über einen Kamm geschoren werden. »Mit uns hat das alles nichts zu tun«, sagt David Milly, der Chef von Capsud, der größten Fischereigenossenschaft in Saint-Jean-de-Luz. »Unsere 72 Mitgliedsboote sind traditionelle Angler, davon eignen sich etwa 20 für den Thunfischfang.« Sie können weit hinaus in den Atlantik fahren und bis zu 15 Angelruten in Stellung bringen, versehen mit lebenden Ködern.
Capsud verwaltet die Fangquoten. »Jedes Boot hat seine eigene Quote«, sagt Milly, »wir kontrollieren das alles, sehen jeden Fang an. Und der Thunfisch, ach.« Milly wirkt melancholisch. In diesem Jahr dürfen die 20 Boote nur 70 Tonnen Roten Thun fangen, »das ist die Hälfte dessen, was ein einziges Schiff schaffen könnte.« Im Vorjahr war die Quote noch doppelt so hoch, früher waren es sogar 400 Tonnen. »Eigentlich«, sagt Milly, »ist das Fangverbot nur der Schlusspunkt.«
Dabei hatte sich Frankreichs Umweltminister ausbedungen, das Verbot müsse die »kleine Fischerei« seines Landes aussparen. »Was heißt hier klein?«, fragt Milly. »Das ist doch alles unkonkret. Ist ein Boot bestimmter Größe gemeint, eine kurze Schleppangel, der Fang nur in Küstennähe?« Doch solche Ausnahmen sind juristisch nicht erlaubt, wenn der Rote Thun wirklich in die Liste des Artenschutzabkommens eingetragen wird. Nun verlangt Frankreich erst einmal 18 Monate Aufschub, um Klarheit bei der Bestandsentwicklung zu schaffen. Umweltschützer argwöhnen, dass die Frist zwei Fangperioden sichern solle, damit die Umstellung nicht so wehtue.
»Umstellung worauf?«, kontert da Milly. Die hiesigen Boote fingen je nach Saison eine Art nach der anderen, zwischendurch ernteten sie auch mal Algen für die Pharmabranche. »Das ist eine Kette«, sagt er, »und der Rote Thunfisch ist ihr kostbarstes Glied.« Für manche Fischer mache er drei Viertel des Umsatzes aus. »Ein paar hundert Arbeitsplätze« hingen in Saint-Jean-de-Luz daran.
Andererseits: Weil das Geschäft mit dem Roten Thun so lukrativ ist, hielt sich bisher kaum ein Großbetrieb an die strengen Quoten. Dabei bleibe es auch, fürchten Europaparlamentarier wie Werner Kuhn. »Bei einem Kilopreis bis zu 35 Euro kriegen wir das nur schwer in den Griff«, sagt der Fischereiexperte der konservativen EVP-Fraktion. Zuletzt seien allein die Exporte nach Japan – dem weltweit wichtigsten Thunfischmarkt – größer gewesen als die gesamte erlaubte Fangmenge der europäischen Flotte.
Die EU-Kommission gibt zu, dass Quotenverstöße viel zu lasch bestraft würden. Fischer zahlen dafür im Durchschnitt nur 1548 Euro Strafe. Insgesamt berappe der Fischereisektor für Sanktionen nur ungefähr zwei Tausendstel des Wertes vom gesamten Fang. Einige Mitgliedsstaaten verteilten bei neun von zehn aufgedeckten Verstößen nur einfache Verwarnungen – da könnte man die Quoten auch gleich wieder streichen.
»Die einzige Antwort darauf kann nur ein totales Handelsverbot des Roten Thun sein«, sagt Susan Lieberman von der PEW Environmental Group: »Alles andere wäre eine Schande für die Europäische Union.« Sie begleitet die Cites-Verhandlungen seit 1987, war jahrelang wissenschaftliche Beraterin der US-Regierung. Seit vergangener Woche unterstützen die USA offiziell ein Verbot des Thunfischhandels. Umgehend sollten sich die EU-Staaten nun anschließen, fordert Lieberman. Sie ist wütend, weil auch die neue Fischereikommissarin auf Zeit spiele. Denn Damanakis macht sich zwar für ein Handelsverbot stark, aber nur für den Fall, dass die ICCAT im November die Fangquoten fürs kommende Jahr nicht weiter verschärfen sollte. »Wir geben der ICCAT eine letzte Chance«, heißt es aus der Kommission.
Umweltschützer erzürnt das. Viele Fachleute können dem Zögern der Griechin aber durchaus etwas abgewinnen. So warnte Ende Februar die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen, FAO: Ein strikter Cites-Schutz des Roten Thuns gefährde die weitere Beurteilung seiner Bestandsentwicklung, weil wichtige Zahlen von Fischern erhoben werden. Außerdem verdoppelte sich nach jüngsten Beobachtungen von Forschern, die früher für Fangverbote eintraten, inzwischen der Jungfischbestand in großen Gebieten wieder.
Ökologisch wäre ein Totalverbot zwar am besten. Doch es könnte übers Ziel hinausschießen. Ein mahnendes Beispiel ist der Elfenbeinhandel. Als er verboten wurde, litten afrikanische Nationalparks mit vorbildlich geführten Elefantenbeständen, die vom Verkauf kleiner Elfenbeinmengen lebten. Die Parallele zu den Familienbetrieben von Saint-Jean-de-Luz springt ins Auge.
In der Tat wären zeitlich und lokal begrenzte Fangverbote, etwa im Mittelmeer, flexibler als ein globaler Cites-Schutz. Voraussetzung dafür wäre jedoch, dass Verbote auch rigoros durchgesetzt und Überschreitungen konsequent geahndet würden. Erfahrungsgemäß sterben weiträumig ziehende Meeresfische nicht vollends aus, denn ihr Lebensraum ist ungleich größer als jener von Panda, Tiger & Co. Daher ist unter Meeresbiologen unstrittig: Bei gezielter Schonung und striktem Management können sich Fischbestände wieder erholen.
Noch bevor feststeht, was es mit der Umkehr der EU-Politik genau auf sich hat, zeigt diese bereits Wirkung: Die Eigentümer großer Thun-Fangschiffe im Mittelmeer, mit EU-Hilfe reich geworden, haben begonnen, Abwrackprämien von 2 bis 2,5 Millionen Euro pro Schiff zu kassieren. Den kleinen Bootsbesitzern in Saint-Jean-de-Luz steht bisher keine Hilfe zu.
Wer fragt da nach Gerechtigkeit?
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- Datum 10.03.2010 - 16:53 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 11.03.2010 Nr. 11
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Ein Handelsbannspruch über CITES wäre in der Tat ein radikaler Ansatz, um das Problem der schon seit Jahren diskutierten Überfischung des Roten Thunfisches in den Griff zu bekommen.
Die Fischereilobby hat sich bisher stets gegen Beschränkungen gewehrt. Seit Jahren werden die Fangquoten unter Nichtbeachtung der wissenschaftlichen Empfehlungen festgelegt. Die Überfischungsproblematik ist ein altbekanntes Problem!
Wer sich gegen ein CITES-Handelsverbot ausspricht, hat das Argument auf seiner Seite, dass ein solcher Bannspruch als ein unverhältnismäßig weitreichender Eingriff aufgefasst werden kann.
Gleichwohl mögen die Gegner eines Moratoriums bitte gleichermaßen erfolgversprechende Maßnahmen vorschlagen, die das Überleben dieser Fischart sicherstellen. Es ist verständlich, wenn man radikale Lösungsansätze ablehnt, weil es gleichermaßen erfolgversprechende gibt, die in geringerem Maße in die Rechte der Fischer eingreifen. Leider gibt es hier keine zielführenden Alternativen!
Andererseits ist selbst im Falle eines kompletten Handelsverbots fraglich, ob und wie nachhaltig der Bestand sich erholen wird. Die Problematik des ungewollten Beifangs bleibt offen. Thunfische sterben eventuell auch dann in großer Zahl in Fischernetzen, wenn man ihnen nicht gezielt nachstellt.
Von daher muss eventuell darüber nachgedacht werden, wie man Rahmenbedingungen für eine dauerhaft nachhaltige Fischerei für alle Arten gestalten könnte. Fangquoten sind offenbar nicht die Lösung!
die sonst immer für tierschutz, ökologie, nachhaltigkeit, menschenrechte, kinderrechte eintreten, aber bei jeder gelegenheit werbung für sushi machten??
ja ja so ist es wenn man immer mit der mode geht, nicht nachdenkt und nur das ausspricht was gerade als politische korrekt gilt
"Der delikate Rote Thunfisch soll global geschützt und der Handel mit ihm verboten werden. Das wäre das Aus für ein Milliardengeschäft"
man kann ja auch auf dieses fangverbot bzw das handelsverbot verzichten, es dürfte nur eine frage der zeit sein, bis auch der "letzte fisch" aus dem meer geholt wurde - nur dann ist das milliardengeschäft aber für immer vorbei
Es ist absolut widerlich, wie die Menschheit alles, aber auch wirklich alles auf der Erde ausbeutet, vergiftet, rodet, abfackelt, verschwendet, ausrottet, manipuliert, totschlägt und auffrißt, Hauptsache, es ist Geld damit zu machen.
Das betrifft alles, seien es Bodenschätze, Tierarten, Regenwälder, Völker, einzelne Menschen oder eine lebenswerte Umwelt. Und es gibt so ziemlich niemanden, den daran keine Schuld trifft; sei es, weil auch er unbedingt alles haben will, alles sehen und persönlich erleben muss, oder weil er blöde ignoriert und/ oder verleugnet, was vorgeht in der Welt.
Nach meiner Erfahrung gibt es durchaus Menschen mit erheblich kleinerem Anteil an der Natur- und Umweltzerstörung als der Durchschnitt. Bislang ist es nur so, dass diese Personen (doch doch, normalverdienend) dafür regelmäßig mit "Heuchler"-Unterstellungen und Aggressionen gegen "Ökos" beziehungsweise "Gutmenschen (iieh!)" konfrontiert werden. Da könnte man ja auch mal ansetzen, gesellschaftlich oder so, statt wieder nur der gesamten Spezies Mensch die verbale Keule auf den Kopf zu knallen.
Ich gehe mal davon aus, dass sie ihrem Anspruch auch selber gerecht werden. Wenn ich aber noch mal drüber nachdenke, kommen mir doch Zweifel. Nichts gegen sie persönlich, aber leben in einer westlichen Industrienation macht es sicherlich nicht einfacher für sie. Nichts für ungut, aber so einfach ist das Leben einfach nicht.
Nach meiner Erfahrung gibt es durchaus Menschen mit erheblich kleinerem Anteil an der Natur- und Umweltzerstörung als der Durchschnitt. Bislang ist es nur so, dass diese Personen (doch doch, normalverdienend) dafür regelmäßig mit "Heuchler"-Unterstellungen und Aggressionen gegen "Ökos" beziehungsweise "Gutmenschen (iieh!)" konfrontiert werden. Da könnte man ja auch mal ansetzen, gesellschaftlich oder so, statt wieder nur der gesamten Spezies Mensch die verbale Keule auf den Kopf zu knallen.
Ich gehe mal davon aus, dass sie ihrem Anspruch auch selber gerecht werden. Wenn ich aber noch mal drüber nachdenke, kommen mir doch Zweifel. Nichts gegen sie persönlich, aber leben in einer westlichen Industrienation macht es sicherlich nicht einfacher für sie. Nichts für ungut, aber so einfach ist das Leben einfach nicht.
Nach meiner Erfahrung gibt es durchaus Menschen mit erheblich kleinerem Anteil an der Natur- und Umweltzerstörung als der Durchschnitt. Bislang ist es nur so, dass diese Personen (doch doch, normalverdienend) dafür regelmäßig mit "Heuchler"-Unterstellungen und Aggressionen gegen "Ökos" beziehungsweise "Gutmenschen (iieh!)" konfrontiert werden. Da könnte man ja auch mal ansetzen, gesellschaftlich oder so, statt wieder nur der gesamten Spezies Mensch die verbale Keule auf den Kopf zu knallen.
Ich gehe mal davon aus, dass sie ihrem Anspruch auch selber gerecht werden. Wenn ich aber noch mal drüber nachdenke, kommen mir doch Zweifel. Nichts gegen sie persönlich, aber leben in einer westlichen Industrienation macht es sicherlich nicht einfacher für sie. Nichts für ungut, aber so einfach ist das Leben einfach nicht.
Ich nehme mich nicht davon aus, schließlich habe ich ja auch geschrieben, was "die Menschheit" alles anrichtet. Allerdings verkneife ich mir aus meinen Überlegungen heraus deutlich mehr, als der Durchschnittsmensch unseres Kulturkreises. Und ich mache mir auch deutlich mehr Gedanken als dieser, wie bestehende Probleme gelöst werden könnten, oder was "wir alle" falsch machen. Ein Ökospinner bin ich deshalb aber nicht, ich stehe weit genug im Leben, um die Zusammenhänge zu sehen, und um zu wissen, dass es nicht nur schwarz und weiss gibt.
Mir ist einfach die absolute Ignoranz, Stumpfheit und Kurzsichtigkeit innerhalb vieler Systeme zuwider, mit der sie Dinge tun, die ihnen im Augenblick zwar Geld in die Hände geben, uns allen langfristig aber schaden.
Vielen Dank für die Erkenntnis, dass das Leben so einfach nicht ist; so komplex kann ich leider nicht denken.
Ich nehme mich nicht davon aus, schließlich habe ich ja auch geschrieben, was "die Menschheit" alles anrichtet. Allerdings verkneife ich mir aus meinen Überlegungen heraus deutlich mehr, als der Durchschnittsmensch unseres Kulturkreises. Und ich mache mir auch deutlich mehr Gedanken als dieser, wie bestehende Probleme gelöst werden könnten, oder was "wir alle" falsch machen. Ein Ökospinner bin ich deshalb aber nicht, ich stehe weit genug im Leben, um die Zusammenhänge zu sehen, und um zu wissen, dass es nicht nur schwarz und weiss gibt.
Mir ist einfach die absolute Ignoranz, Stumpfheit und Kurzsichtigkeit innerhalb vieler Systeme zuwider, mit der sie Dinge tun, die ihnen im Augenblick zwar Geld in die Hände geben, uns allen langfristig aber schaden.
Vielen Dank für die Erkenntnis, dass das Leben so einfach nicht ist; so komplex kann ich leider nicht denken.
Ich nehme mich nicht davon aus, schließlich habe ich ja auch geschrieben, was "die Menschheit" alles anrichtet. Allerdings verkneife ich mir aus meinen Überlegungen heraus deutlich mehr, als der Durchschnittsmensch unseres Kulturkreises. Und ich mache mir auch deutlich mehr Gedanken als dieser, wie bestehende Probleme gelöst werden könnten, oder was "wir alle" falsch machen. Ein Ökospinner bin ich deshalb aber nicht, ich stehe weit genug im Leben, um die Zusammenhänge zu sehen, und um zu wissen, dass es nicht nur schwarz und weiss gibt.
Mir ist einfach die absolute Ignoranz, Stumpfheit und Kurzsichtigkeit innerhalb vieler Systeme zuwider, mit der sie Dinge tun, die ihnen im Augenblick zwar Geld in die Hände geben, uns allen langfristig aber schaden.
Vielen Dank für die Erkenntnis, dass das Leben so einfach nicht ist; so komplex kann ich leider nicht denken.
gerade heute kam ein Bericht in den Radionachrichten, dass seit dem aussterben der Dinosaurier nicht mehr so viele Arten binnen kurzer Zeit gestorben ist. Aber wie sollen wir reagieren? Kommt nur mir dass so vor, dass die Ausbeutung der Natur dort am größten ist, wo der Staat/die Gesellschaft vergleichsweise wenig präsent ist? Also in den Weltmeeren, im unzugänglichen Amazonasgebieten (Sojaanbau, illegale Minen), etc. Wie kann es sein, dass einige wenige mit dem Ausbeuten unser Lebensgrundlagen viel Geld machen, während unsere Kinder mit den Folgen zu kämpfen haben? ( Siehe auch http://www.sushi-tuna.com ).
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