Deutsche PostEin gestörter Riese

Milliarden verschwendet, Millionen verärgert: Die Post hat bei den Deutschen einen miesen Ruf. Doch nun wendet sie sich ihren Kunden zu. von  und Karin Ceballos Betancur

Ordentlich aufgereiht: Briefmarken liegen in einer kleinen Postfiliale in Berlin zum Verkauf aus

Ordentlich aufgereiht: Briefmarken liegen in einer kleinen Postfiliale in Berlin zum Verkauf aus  |  © Sean Gallup/Getty Images

Die Geschichte beginnt mit einem Umschlag, der an einem Donnerstagabend gegen 18 Uhr in der Voltastraße, 60486 Frankfurt, in einem gelben Briefkasten verschwindet. Sein Ziel ist die Zugspitze , genauer gesagt Deutschlands höchstgelegene Postfiliale, auf 2600 Metern, knapp unterhalb des Gipfels. Wer dem Brief auf seinem Weg folgt und mit den Menschen spricht, die ihn transportieren, lernt viel über Zeitdruck, über eine Zweiklassengesellschaft und den Frust der Arbeitnehmer. Wer den Brief begleitet, spürt, wie gestört das Verhältnis der Deutschen zu ihrer Post ist.

Die Deutsche Post bringt Briefe auf hohe Berge und unwegsame Almen, liefert Pakete noch auf die letzte Hallig. Sie sichert eine Grundversorgung, ihre Filialen sind Ortsmarken – wie Kirchen und Rathäuser. Über die Jahrhunderte hat sich eine tiefe Beziehung zwischen Post und Mensch entwickelt. Sie ist Liebesbote. Strafzettelzusteller. Und sie bringt die Weihnachtsgeschenke. Das Posthorn ist fester Bestandteil des kollektiven Gedächtnisses. Ebenso der Briefträger in seiner Joppe, der Sendungen zustellt – selbst wenn die Hunde hinter ihm her sind. Er wurde in Filmen verewigt und in Liedern besungen. Es ist diese Welt aus Stempelkissen, bunten Sondermarken und geregelten Öffnungszeiten.

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Lieferzeit

Viele Bürger glauben, die Deutsche Post arbeite immer schlechter. Diese aber beteuert stets, 95 Prozent aller Briefe erreichten am nächsten Tag ihr Ziel. Ein Widerspruch? Drei Erklärungen: 95 Prozent ist der Zielwert der Post. Jeden Monat lässt sie ein Hamburger Institut bis zu 70.000 Briefe durchs Land schicken, in einem repräsentativen Mix aus Formaten, Gewichten und Strecken. Nun entfällt, erstens, das Gros aller Briefe auf Strecken wie Frankfurt–Hamburg. Da können viele Briefe von Garmisch nach Leer drei Tage brauchen, für den Bundesschnitt spielt das kaum eine Rolle. Zweitens gilt die Vorgabe »im Jahresdurchschnitt«. Da kann in ganz Hamburg die Post eine Woche lang ausbleiben – die 95 Prozent sind drin. Drittens beginnt die Messung der Post erst, wenn der Brief im Zustellnetz ist, etwa mit Leerung des Briefkastens, nicht mit dem Einwerfen des Briefes. Und, ach ja: »Nächster Tag« kann auch heißen »nächster Tag, 15 Uhr«. Wer redet von 10 Uhr?

Universaldienst

Als Universaldienst bezeichnet das Postgesetz das Mindestangebot an Postdienstleistungen, das »flächendeckend« und »zu einem erschwinglichen Preis« zu erbringen ist. Eine Verordnung legt Details fest: So muss es mindestens 12.000 stationäre Einrichtungen, vulgo Filialen, geben, die gemäß klarer Kriterien zu verteilen sind. Briefkästen müssen in bebauten Gebieten binnen 1000 Metern zu erreichen sein, 80 Prozent aller Briefe am Folgetag am Ziel sein und werktäglich zugestellt werden, also sechs Tage die Woche. Filialen sind »nachfragegerecht« zu öffnen und Briefkästen gemäß den »Bedürfnissen des Wirtschaftslebens« zu leeren. Wachen über den Universaldienst muss die Bundesnetzagentur. Seit dem Fall des Briefmonopols am 1. Januar 2008 erbringt die Post den Dienst freiwillig. Nur wünscht sie in Zeiten von E-Mail, SMS und Facebook mehr Flexibilität. Zumal der Konzern in den Privathaushalten vor allem Empfänger sieht. Seine Kunden sind die zahlenden Absender, und das sind zu 85 Prozent Geschäftskunden.

Mit ihrer Geschichte von 500 Jahren verkörpert die Post die Erinnerung an eine Zeit, in der alles noch seine Ordnung hatte. Doch diese Zeit ist vorbei. Und diese Post gibt es nicht mehr.

Alle zu versorgen war lange Jahre die Pflicht einer Behörde namens Deutsche Bundespost – seit 2008 ist es eine freiwillige Leistung des privaten Konzerns Deutsche Post DHL. Eines Unternehmens, das fünf Prozent aller globalen Handelsströme organisiert und 46 Milliarden Euro Umsatz macht. Die Postoberen haben sich diese Geschäfte erschlossen und weltweit mehr als 100 Firmen zusammengekauft. Von ihrem 162 Meter hohen, vollverglasten Bonner Post Tower aus, den der Stararchitekt Helmut Jahn entworfen hat, haben die Manager die ganz großen Ziele im Visier: Sie bewegen Frachtcontainer und Dokumente, Küken und Schiffsschrauben – von China bis nach Hawaii. Im Expressgeschäft sehen sie sich in Asien und Lateinamerika an Nummer eins, bei Luft- und Schiffsfracht gar weltweit als Marktführer.

Unten, auf dem deutschen Boden, hat sich derweil tiefer Groll ausgebreitet: über Briefkästen, die abmontiert wurden, über Briefe, die mehrere Tage brauchen, über Postfilialen, in denen die Warteschlangen so lang sind wie an Skiliften. Viele Deutsche haben das Gefühl, sie seien der Post lästig.

Ende 2008 rügt die Gewerkschaft ver.di ein bundesweites »Zustellchaos«, sie beklagt Personalmangel, Überstunden und Postmengen, die nicht mehr zu bewältigen seien. 10.000 neue Briefzusteller, so ihre Forderung, müssten auf der Stelle her.

Im Sommer 2009 bringt die Post viele Bürger gegen sich auf, weil sie ohne offizielle Ankündigung sonntags die Arbeit in einigen Briefzentren reduziert und montags weniger Zusteller losschickt. Sie testet, wie sie ein paar Millionen sparen kann.

In den nächsten Monaten nun entscheidet sich, ob die Bonner den Abbau fortsetzen dürfen. Berlin wird festlegen, was künftig noch zur Grundversorgung, dem sogenannten Universaldienst, gehört.

Leserkommentare
  1. Zu dem Beitrag fällt mir doch glatt der Erlebnisbericht von einem guten Freund ein. Mit der Überschrift: "Deutsche Post - nimm das Konto du Luder" berichtete er über seine Erlebnisse im Postfinanzcenter, als er einen Brief abgeben wollte und nach den Preisen für einen Paketversand nachfragte.

    Ich hoffe mal, dass dies jetzt nicht zu dreist ist aber seinen Erlebnisbericht findet ihr unter:
    http://www.ploync.de/verm...

  2. Die neoliberale Ideologie hat auch in Deutschland zur Zerschlagung staatlicher Infrastruktur geführt. Post, Telekom und Bahn, ein einziges Trauerspiel. Die Marktideologen haben bis heute nicht den Nachweis erbracht, wieso ein privates Monopol besser sein soll als ein staatliches. Und bei netzgebundener Infrastruktur gibt es zwangsläufig Monopole. Wieviel Firmen sollen denn die Bahnstrecke München-Hamburg bedienen? Wer macht den Fahrplan? Wer bucht um bei Verspätungen? Wohin dieser Irrsinn führt, ist bei British Rail zu besichtigen. Netzgebundene Infrastruktur muss monopolistisch sein, und damit ist kein Markt zu organisieren. Außerdem muss in jedem Netz der Anschluß abgelegener Gebiete quersubventioniert werden. Im Mobilfunknetz können sich verschiedene Anbieter tummeln, im Schienennetz nicht. Und warum sollen sich im Postverkehr Private die Rosinen rauspicken dürfen, während die Post den Betrieb für die Fläche aufrecht erhalten muss. Mein Postfiliale wurde dicht gemacht. Die neue Filiale entlockte mir spontan den Kommentar "Gutes Versteck.".
    Und warum muß mit Infrastruktur Gewinn gemacht werden? Schulen und Kindergärten werfen auch keinen Gewinn ab, der entsteht an anderer Stelle. Und angesichts der enormen externen Kosten unseres Autoverkehrs haben wir allen Anlass, den öffentlichen Nahverkehr zu subventionieren.

    Wir haben kein Öl in Deutschland. Nur Bildung und Infrastruktur. Warum ist beides im freien Fall?

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    • wizcom
    • 13. März 2010 15:17 Uhr

    "Netzgebundene Infrastruktur muss monopolistisch sein, und damit ist kein Markt zu organisieren."

    Hier liegen Sie falsch. Natürlich führt eine Netzinfrastruktur zu einem natürlichen Monopol. Das bedeutet jedoch nicht, dass mittels Regulierung nicht Wettbewerb zu organisieren ist. Bestes Beispiel hierfür leifert der Telekommunikationsmarkt. Das der Wettbewerb im Strombereich noch nicht recht in Gang gekommen zu sein scheint liegt hauptsächlich an der unzureichenden Regulierungstätigkeit sowie der geringen Wechselbereitschaft der Stromkunden. Ein Schritt in die richtige Richtung wäre hier m.E. die strikte eigentumsrechtl. Trennung der Bereiche Stromübertragung und Stromproduktion.

    "Außerdem muss in jedem Netz der Anschluß abgelegener Gebiete quersubventioniert werden."

    Nein, die Quersubventionierung durch die anderen Netzteilnehmer ist nicht die Lösung. Wenn der Staat gleichwertige Lebensverhältnisse gewährleisten will, ist die Bereitstellung von Infrastruktur in entlegenen Gebieten eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und daher durch Steuermittel zu realisieren. So könnten private Anbieter Steuermittel für diese Dienstleistung erhalten.

    "Die neue Filiale entlockte mir spontan den Kommentar "Gutes Versteck."."

    Auch die Postfiliale in unserer Region wurde geschlossen. Jetzt befindet sie sich integriert in einem großen Einkaufsmarkt (längere Öffnungszeiten, bessere Zufahrtmöglichkeit durch die bequeme Mitnutzung der bestehenden Parkplätze). Sie sehen, es geht auch anders.

  3. hat sich neben der grauen auch die gelbe Post unter den Nagel gerissen. Es wurden schon ordentliche Boni, Beratervertrage usw. gezahlt. Jetzt wird man die letzten Filialen verkaufen. Dann gibt es nur noch die Menschen, die man weiter ausquetschen kann, damit der Gewinn stimmt.

    • Ranjit
    • 13. März 2010 14:28 Uhr

    Wozu genau nochmal Post? Vor allem in dieser Form.

    Wie wärs mit Geschäfts- und Amtsbriefen, die digital übermittelt und dann ortsnah und zeitnah gedruckt und dann zugestellt werden? Völlige digitalisierung ist natürlich nicht drin, bei der großen Zahl Menschen ohne Internetzugang in der BRD.

    Soweit ich weiß ist so ein halbdigitaler Brief nur für den Privatbereich geplant und da sehe ich keinen Zukunftsmarkt.

    Allein schon aus Umweltgründen müssen wir und überlegen, wie lange wir uns noch leisten wollen tote Bäume quer über die Landkarte zu karren.

    • wizcom
    • 13. März 2010 15:17 Uhr

    "Netzgebundene Infrastruktur muss monopolistisch sein, und damit ist kein Markt zu organisieren."

    Hier liegen Sie falsch. Natürlich führt eine Netzinfrastruktur zu einem natürlichen Monopol. Das bedeutet jedoch nicht, dass mittels Regulierung nicht Wettbewerb zu organisieren ist. Bestes Beispiel hierfür leifert der Telekommunikationsmarkt. Das der Wettbewerb im Strombereich noch nicht recht in Gang gekommen zu sein scheint liegt hauptsächlich an der unzureichenden Regulierungstätigkeit sowie der geringen Wechselbereitschaft der Stromkunden. Ein Schritt in die richtige Richtung wäre hier m.E. die strikte eigentumsrechtl. Trennung der Bereiche Stromübertragung und Stromproduktion.

    "Außerdem muss in jedem Netz der Anschluß abgelegener Gebiete quersubventioniert werden."

    Nein, die Quersubventionierung durch die anderen Netzteilnehmer ist nicht die Lösung. Wenn der Staat gleichwertige Lebensverhältnisse gewährleisten will, ist die Bereitstellung von Infrastruktur in entlegenen Gebieten eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und daher durch Steuermittel zu realisieren. So könnten private Anbieter Steuermittel für diese Dienstleistung erhalten.

    "Die neue Filiale entlockte mir spontan den Kommentar "Gutes Versteck."."

    Auch die Postfiliale in unserer Region wurde geschlossen. Jetzt befindet sie sich integriert in einem großen Einkaufsmarkt (längere Öffnungszeiten, bessere Zufahrtmöglichkeit durch die bequeme Mitnutzung der bestehenden Parkplätze). Sie sehen, es geht auch anders.

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    • NoG
    • 13. März 2010 16:02 Uhr

    ganz schluessig ist ihre gegenargumentation aber nicht.

    zum einen...was nuetzt die postfiliale in einem einkaufsmarkt,
    wenn dieser (wie so oft) nicht durch oepnv sinnvoll angesteuert wird. besser sind da die postagenturen, auch wenn sie nicht alle leistunegn anbieten (duerfen).

    die paketdienste und deren partner-systeme kann man teilweise in der pfeife rauchen. wer moechte sein paket schon in einem abgelegenen zentrallager abholen oder sich mit dem zusteller verabreden?

    und ob die subventionierung aus steuermitteln dem staat/ steuerzahler letztlich weniger kostet, ist doch eher zweifelhaft.
    von quersubventionierung der anderen anbieter steht uebrigens nichts da. gemeint war vermutlich eine mischkalkulation der preise, wie sie logischerweise jeder anbieter (auch der monopolanbieter) vornehmen muss.

  4. ein Brief mus nicht nach einem Tag ankommen. Wer so knapp plant, dem ist auch nicht mehr zu helfen. Früher hat es eben zwei Tage gedauert. Die Packstationen sind nicht schlecht. Schlimm ist die Werbung. Wir haben jeden Sa. eine ganze Schubkarre von diesen Werbeprospekten im Flur liegen, die keiner bestellt hat. Ich habe drei Mal einen Brief im Kasten gehabt, der für jemand anderen bestimmt war und dessen Name keine Ähnlichkeit mit meinem hatte. Einmal war sogar eine SIM-Karte drin, was ich erst gemerkt habe, als ich den Brief aufgemacht habe und feststellen musste, dass das Teil für jemand anderen war. Übel, Übel

    • NoG
    • 13. März 2010 16:02 Uhr

    ganz schluessig ist ihre gegenargumentation aber nicht.

    zum einen...was nuetzt die postfiliale in einem einkaufsmarkt,
    wenn dieser (wie so oft) nicht durch oepnv sinnvoll angesteuert wird. besser sind da die postagenturen, auch wenn sie nicht alle leistunegn anbieten (duerfen).

    die paketdienste und deren partner-systeme kann man teilweise in der pfeife rauchen. wer moechte sein paket schon in einem abgelegenen zentrallager abholen oder sich mit dem zusteller verabreden?

    und ob die subventionierung aus steuermitteln dem staat/ steuerzahler letztlich weniger kostet, ist doch eher zweifelhaft.
    von quersubventionierung der anderen anbieter steht uebrigens nichts da. gemeint war vermutlich eine mischkalkulation der preise, wie sie logischerweise jeder anbieter (auch der monopolanbieter) vornehmen muss.

    Antwort auf "@ Kurt Kraus"
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    • wizcom
    • 13. März 2010 18:15 Uhr

    Meine Argumente sind sehr wohl schlüssig:

    "was nuetzt die postfiliale in einem einkaufsmarkt,
    wenn dieser (wie so oft) nicht durch oepnv sinnvoll angesteuert wird"

    Nun ja, hier ist das Problem die Anbindung an den OPNV. Eine derartige Anbindung ist, da haben Sie recht, vorteilhaft. Nur war im vorliegenden Fall auch die herkömmliche Postfiliale nicht angeschlossen. Somit kommt dieses Argument hier (in diesem subjektiven Beispiel) nicht zum tragen.

    "wer moechte sein paket schon in einem abgelegenen zentrallager abholen oder sich mit dem zusteller verabreden"

    Dies habe ich ja gar nicht postuliert. Ich denke der Wettbewerb wird dies regeln und ggf. auch wieder für eine Marktbereinigung sorgen. Kein Widerspruch. Doch deswegen muss man doch den Wettbewerb nicht unterbinden, oder?

    "ob die subventionierung aus steuermitteln dem staat/ steuerzahler letztlich weniger kostet, ist doch eher zweifelhaft"

    Dem Staat kostet es auf alle Fälle mehr, da ihn die andere Lösung nichts kostet, zahlen in diesem Fall ja die anderen Postkunden. Allerdings müssten unter Gerechtigkeitsgesichtspunkten gesamtgesellschaftliche Aufgaben auch von der gesamten Gesellschaft getragen werden, nicht nur von den Postkunden

    Ich bezog mich in der Tat auf eine Mischkalkulation der Preise. Leider ist mir der Zwang zur Mischk. nicht ersichtlich. Eine unternehmensinterne "Quersubventionierung" ist sogar bedenklich,da mit Monopolgewinnen aus einem Bereich der Wettbew. in einem anderen Bereich verzerrt würde.

  5. Der Service ist heute viel schlechter.
    (1) Ein Nachsendungsantrag ist heute Unfug, weil er nur für die deutsche Post und nicht für andere Postdienstleister gilt. (2) Wenn man einen Brief erhält, dessen Empfänger man nicht ist und der Brief wurde nicht durch die "Deutsche Post" überbracht, weiß man nicht, wie man ihn wieder los wird.

    Warum es billiger sein soll, wenn mich heute 5 Briefträger bedienen und früher war es einer, kann mir auch niemand schlüssig erklären. Beim Telefon gehört der letzte Rest der Leitung ab dem Verteiler der Post. Nicht jede Telefongesellschaft muss ein Kabel bis vor meine Haustür legen. Bei der Briefpost wird die Verteilung durch alle Postunternehmen bis zum Endkunden durchgeführt. Das kann überhaupt nicht günstiger sein.

    Die "Postdienstleister" sind Rosinenpicker. Nur bestimmte Leute können sich der Postdienstleister bedienen und sie bringen die Briefe nur in eine bestimmte Region. Trotzdem werden die Mitarbeiter viel schlechter bezahlt als bei der "Deutschen Post". Dies ist kaum erklärbar. Viele Mitarbeiter der Postdienstleister sind sogar Aufstocker. Sie bekommen einen Teil ihres Gehaltes aus dem Steuersäckel. Damit also bestimmte Firmen günstige Posttarife bekommen, muss ich mehr Steuern bezahlen. Da hört der Spaß eigentlich auf. Ich muss praktisch einen Teil der Briefkosten für diese Firmen bezahlen.

    Ein Hr. Westerwelle findet dies als Fortschritt. Der Mann hat von Volkswirtschaft leider keine Ahnung.

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