Exzellenzinitiative "Nur Druck schafft Bewegung"Seite 4/4
ZEIT: Kritiker sagen, die Sieger stünden bereits fest, weil der Wettbewerb vorhandene Unterschiede in der Finanzausstattung zementiere.
Strohschneider: Wie sollte man solche Kritik völlig vermeiden können? Dass die Akzeptanz von Förderentscheidungen bei den Geförderten höher ist als bei denen, die kein Geld bekommen, ist ja nicht überraschend. Aber keine Sorge: Die Gutachter werden die Fortsetzungsanträge daraufhin abklopfen, ob die Universitäten die Versprechungen, die sie vor fünf Jahren gemacht haben, auch erfüllen konnten. Es lässt sich ja beurteilen, ob zum Beispiel ein Forschungskolleg gut funktioniert oder eher eine Art von gehobener Cafeteria ist. Ebenso wird gegebenenfalls geprüft werden, ob sich zum Beispiel Berufungsverfahren verbessert und beschleunigt haben. Solcherart harte Daten müssen dann mit den Ideen von Neuanträgen verglichen werden. Es ist deswegen ganz offen, ob es ein Fortsetzungsantrag schwerer oder leichter haben wird als ein Neuantrag.
ZEIT: Können denn künftig die Anträge auf Deutsch eingereicht werden?
Kleiner: Die verbindliche Antragssprache bleibt Englisch, weil wir Gutachter aus der ganzen Welt in die Verfahren einbinden werden. Aber die Hochschulen sollen in der nächsten Runde ihre Zukunftskonzepte zusätzlich auf Deutsch einreichen. Da kommen wir den Kritikern entgegen.
ZEIT: Ist die jetzige Ausschreibung die letzte Chance für die Unis, sich Geld zu holen?
Strohschneider: Die Exzellenzinitiative soll einen Impuls setzen, sie kann nicht ewig laufen. Aber ein Ende des Wettbewerbs heißt nicht, dass man nicht einzelne Elemente weiterführen könnte.
Kleiner: Die Graduiertenschulen und die Exzellenzcluster haben sich als außerordentlich erfolgreiche Instrumente erwiesen.
Strohschneider: Klar ist ebenso, dass die Strategiefähigkeit der Hochschulen sich weiter verbessern muss – und dazu bedarf es auch der Hilfe des Bundes. Dass die Bundesrepublik gerade jetzt in der Wirtschaftskrise sehr viel zusätzliches Geld in die Hochschulen investiert, ist ein großer Erfolg der Wissenschaftspolitik.
Kleiner: Was die Hochschulen in vielen anderen Ländern in Europa und der Welt zurzeit nicht von sich behaupten können. Schon jetzt ist in einigen Fächern wie etwa der Physik abzusehen, wie sich Deutschland bei den Veröffentlichungen stetig nach vorne schiebt. Diese insgesamt sehr positive Entwicklung wird weitergehen. Da bin ich mir sicher.
Das Gespräch führten Martin Spiewak und Jan-Martin Wiarda
- Datum 18.03.2010 - 12:29 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 18.03.2010 Nr. 12
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"In der neuen Ausschreibung nehmen wir die forschungsorientierte Lehre in jeder Phase des Antrags mit in den Blick."
" Ich will die individuelle Betreuung neben dem Seminar intensivieren. Und ich überlege mir, wie man die intellektuelle Verbindlichkeit der Lehre erhöhen könnte: Präsenz zum Beispiel ist ja nicht eine körperliche, sondern eine intellektuelle Kategorie."
Respekt!! endlich mal mutige, klare Ansagen, die junge Forscher erfreuen werden. Präsenz ist auch eine intellektuelle Kategorie. Wieder was gelernt.
Zitat: ”Kleiner: Für einen Ingenieur ist die Antwort ganz einfach: Nur Dampf schafft Druck, und nur Druck schafft Bewegung.”
Was glauben sie, wieviele Bäume ich fällen mußte,
um Feuer zu machen,
um ihnen Dampf zu machen,
damit der richtige Arbeitsdruck entsteht,
damit sie sich in Bewegung setzen???
1.000de Angestellte und Budget in Millionhöhe, um einen einzigen Mittel-Finger zu bewegen. Sie sind mir zu teuer. Die Welt ist faßt untergegangen, und erst jetzt fangen sie sich an zu bewegen?
Die Schöpfungskraft der Leere, eines Loches führt “per angusta ad augusta”, durch daß Leiden der Anderen zum Vergnügen, Lust und Loberren der anderen.
Durch Erniedrigung der anderen, zur Erhöhung von sich selbst.
Hee sie Pfeife, soll ich ihnen Dampf machen??
Nein, kann auch so pfeifen!!!!
Herr Profesor können sie die Wirklichkeit warnehmen?
Nein, mein Wissen verhindert es.
Vergessen wir bitte nicht den “fair play”,
vergessen wir bitte nicht unseren Gerechtigskeitsinn und Allgemeinsinn.
Es existiert in diesen Jahren eine Disoziation zwischen Inteligenz und Weisheit. Vor allem durch “Gedanken”-Diebe.
Es gibt künstliche Inteligenz, nicht aber künstliche Weisheit.
saque-pluma
"Kleiner: Für einen Ingenieur ist die Antwort ganz einfach: Nur Dampf schafft Druck, und nur Druck schafft Bewegung."
Schuster, bleib bei deinem Leisten! Für einen Ingenieur ist die Antwort sicher ganz einfach, aber leider halt um Grössenordnungen zu einfach, wenn es um Fragen der Kultur geht. Seit es Universitäten gibt, war man immer der Auffassung, dass die etwas damit zu tun haben. Ingenieure hat man erst seit etwa einem halben Jahrhundert reingelassen. Das war vielleicht ein Fehler. Jetzt glauben Sie zu Dingen eine Meinung haben zu dürfen, die weit jenseits ihres Horizonts liegen.
Welche Arroganz spricht aus Ihren Worten!
By the way: Ingenieure läßt "man" schon seit ca 150 Jahren an die Universitäten, und durch 1 Ingenieur wird häufig mehr bewegt als durch Dutzende von Leuten Ihres Schlages...
Welche Arroganz spricht aus Ihren Worten!
By the way: Ingenieure läßt "man" schon seit ca 150 Jahren an die Universitäten, und durch 1 Ingenieur wird häufig mehr bewegt als durch Dutzende von Leuten Ihres Schlages...
Welche Arroganz spricht aus Ihren Worten!
By the way: Ingenieure läßt "man" schon seit ca 150 Jahren an die Universitäten, und durch 1 Ingenieur wird häufig mehr bewegt als durch Dutzende von Leuten Ihres Schlages...
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