Henning Mankell "Wer zur Hölle bin ich?"Seite 5/5

ZEITmagazin: Sie glauben nicht an Gott?

Mankell: Nein. Ich respektiere Menschen, die es tun, ob sie nun an Allah glauben oder an den christlichen Gott. Doch ich glaube, das große Abenteuer am Leben ist ja, dass es nur ein Mal stattfindet. Man kann keinen Schritt zurückgehen. Die Idee des ewigen Lebens kann ich nicht teilen.

ZEITmagazin: Sie haben also wirklich keine Angst vor dem Sterben?

Mankell: Nein, ich habe eine andere Angst, eigentlich ist es lächerlich: Für mich ist es erschreckend, dass ich so lange tot sein werde, dass ich Millionen von Jahren tot sein werde. Ich mag diesen Gedanken nicht.

Das Gespräch führte Christine Meffert

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Leser-Kommentare
    • Guido3
    • 21.03.2010 um 19:44 Uhr

    Tolles Interview.

    • hagego
    • 29.03.2010 um 14:48 Uhr

    Dieses von Christine Meffert mit Henning Mankell geführte Interview ist ein wahres und rares Kleinod! Mein Kompliment!

    Frau Meffert, zwei Fragen möchte ich Ihnen via ZEIT-Kommentar stellen, wenn Sie erlauben:

    Erstens,
    "was hat denn Henning Mankell konkret auf Ihrem Notizblock gezeichnet oder gescribbelt?"

    Zweitens,
    "konnten Sie durch Ihr Interview in Erfahrung bringen, welcher der drei Wallander-Schauspieler (Rolf Lassgard; Krister Henriksson; Kenneth Branagh) den Vorstellungen des Autors Henning Mankell am nächsten kommt?"

    -

    Was Henning Mankell in diesem Interview von sich preisgegeben hat, finde ich beachtlich. Es macht ihn nur noch sympathischer. Wichtig für ein solch gelungenes Interview ist sicherlich auch die Atmosphäre, eine gewisse "beiderseitige Empathie" und eine nicht allzu aufdringliche Neugierde der Journalistin.

    Da ja die Schauspielerin Johanna Sällström Anfang 2007 überraschend im Alter von 32 Jahren gestorben ist, wird es in der letzten Wallander-Krimi-Verfilmung quasi eine neue Tochter geben müssen. Schade, nachdem schon ihrem Film-Freund Stefan Lindman (Schauspieler: Ola Rapace)) ein spektakuläres Film-Ende ins Drehbuch geschrieben wurde.

  1. henning mankell ist auch einer von den menschen, die man wirklich in der politik (besonders in der internationalen) gebrauchen könnte. andrerseits sorgt vielleicht gerade auch dieser abstand, der zwischen politik und kultur besteht das, was ihn so faszinierend und zeitlos macht.

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    Menschen wie Henning Mankell, die sich durch Verabtwortungsbewusstsein, Kompetenz, Moral und Mut auszeichnen, bräuchte es auch dringend in der Politik, und vor allem auch in der Wirtschaft (hier vor allem solche mit VERANTWORTUNGSGEFÜHL und MORAL). Im dt. Bundestag würden mir als herausragende Personen mit diesen Eigenschaften spontan nur Hans-Christian Ströbele, Claudia Roth und Gregor Gysi einfallen.
    Mankells Engagement für Afrika und unsere Demokratie, dass sich durch alle seine Romane zieht, ob nun Wallander oder nicht, ist bewundernswert. Und auch literarisch ist er ein Meister seiner Kunst, er schafft es, spannende Kriminalromane zu schreiben, die aber stechend gut und hintergründig formuliert sind, zudem zieht sich die Verteidigung der Demokratie und des Rechtsstaates als zentrales Element durch seine Bücher!

    Menschen wie Henning Mankell, die sich durch Verabtwortungsbewusstsein, Kompetenz, Moral und Mut auszeichnen, bräuchte es auch dringend in der Politik, und vor allem auch in der Wirtschaft (hier vor allem solche mit VERANTWORTUNGSGEFÜHL und MORAL). Im dt. Bundestag würden mir als herausragende Personen mit diesen Eigenschaften spontan nur Hans-Christian Ströbele, Claudia Roth und Gregor Gysi einfallen.
    Mankells Engagement für Afrika und unsere Demokratie, dass sich durch alle seine Romane zieht, ob nun Wallander oder nicht, ist bewundernswert. Und auch literarisch ist er ein Meister seiner Kunst, er schafft es, spannende Kriminalromane zu schreiben, die aber stechend gut und hintergründig formuliert sind, zudem zieht sich die Verteidigung der Demokratie und des Rechtsstaates als zentrales Element durch seine Bücher!

  2. Menschen wie Henning Mankell, die sich durch Verabtwortungsbewusstsein, Kompetenz, Moral und Mut auszeichnen, bräuchte es auch dringend in der Politik, und vor allem auch in der Wirtschaft (hier vor allem solche mit VERANTWORTUNGSGEFÜHL und MORAL). Im dt. Bundestag würden mir als herausragende Personen mit diesen Eigenschaften spontan nur Hans-Christian Ströbele, Claudia Roth und Gregor Gysi einfallen.
    Mankells Engagement für Afrika und unsere Demokratie, dass sich durch alle seine Romane zieht, ob nun Wallander oder nicht, ist bewundernswert. Und auch literarisch ist er ein Meister seiner Kunst, er schafft es, spannende Kriminalromane zu schreiben, die aber stechend gut und hintergründig formuliert sind, zudem zieht sich die Verteidigung der Demokratie und des Rechtsstaates als zentrales Element durch seine Bücher!

    Antwort auf "beeindruckender mann"

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