Internetgeschäft Telekom auf Partnersuche
Der Konzern präsentiert seine Zukunftsstrategie: Das klassische Telefongeschäft soll wichtig bleiben. Expandieren aber will Telekom-Chef Obermann im Netz.
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Die Telekom-Zentrale in Bonn
Konzernchef René Oberman will die Deutsche Telekom in neue Märkte führen. Unter dem Motto »Verbessern, verändern, erneuern« stellte er am Mittwoch die Strategie für die nächsten Jahre vor. Demnach soll das Stammgeschäft, also Festnetz- und Mobilfunkanschlüsse, zwar weiter wichtig bleiben. Umsatz sollen künftig jedoch vor allem andere Geschäftsfelder liefern. So will Obermann beispielsweise den Internetvertrieb von Musik, Spielen und Software ausbauen.
Zudem möchte er die Telekom in Deutschland zum Marktführer für Bezahlfernsehen machen; unter der Marke Entertain betreibt der Konzern bereits eine auf Internettechnik basierende TV-Plattform. Obermann strebt ferner Partnerschaften »im Energie-, Software- oder Medienbereich« an. Gemeinsam mit Energieversorgern könne man intelligente Stromzähler anbieten, mit denen sich der Verbrauch einzelner Geräte im Haushalt individuell steuern ließe. Und mit internetfähigen Handys könne sich die medizinische Betreuung von Patienten verbessern.
Bei ihrer neuen Strategie setzt die Telekom voraus, dass der mobile Datenverkehr weiter stark wächst. Dafür müsste sie jedoch ihre Funknetze aufrüsten. Spannend wird es daher am 12. April, wenn die Bundesnetzagentur neue Frequenzen versteigert, auf denen sich Daten schneller transportieren lassen. Die Funktechnik LTE soll den zehn Jahre alten Standard UMTS ablösen.
- Datum 17.03.2010 - 15:14 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 18.03.2010 Nr. 12
- Kommentare 1
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"Internetvertrieb von Musik, Spielen und Software ausbauen"
die sind doch noch nicht mal in der Lage in Großstädten DSL anzubieten. Da müßtem an ja investieren, das tun sie aber nicht.
Die machen Werbung für ihr schnelles Internet (beigelegt im Brief mit der Telefonrechnung!) und wenn man anruft und bestellen will, dann sagen sie: Tut uns leid, technisch nicht möglich. Wenn man zurückfragt: Wann wird es möglich sein? Dann die Antwort: Nicht absehbar.
Und das in einer deutschen Großstadt (~300.000 Einwohner).
Soviel zur Geschäftspolitk dieses Konzerns.
Mit Verlaub, aber die Telecom wird immer lächerlicher ...
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