BrettspielSchach

von Helmut Pfleger

Schachaufgabe

Das Kamasutra des Schachs. In einem Interview mit der Schachwebseite Chessbase.com sagte sie: "Beide, Schach und Kamasutra, stammen aus Indien. Man kann Schachstellungen zu solchen aus dem Kamasutra in Beziehung setzen und sich durch Sexchess in der Liebe wie im Schach vervollkommnen." Ja, prima!

Die russische Großmeisterin Natalia Pogonina schreibt an einem Buch

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Daran musste ich denken, als ich vor Kurzem den preisgekrönten und bewegenden Film Die Schachspielerin nach dem Roman von Bertina Henrichs sah. Schon beim Hineingehen sah ich eine Anzeige der Münchner Schachakademie mit der Überschrift "Leben Sie eine Leidenschaft – entdecken Sie neue Fähigkeiten", auf der Großmeister Stefan Kindermann und die internationale Meisterin Dijana Dengler mehr Augen füreinander als für das Schachbrett vor ihnen haben.

Womit ich beim Film bin, in dem das Zimmermädchen Sandrine Bonnaire ein Pärchen beobachtet, das beim Schachspiel Zärtlichkeiten austauscht. Da klingt etwas Vergessenes in ihr an. Sie will dieses Spiel unbedingt erlernen, verfällt dessen Magie mit der Dame als mächtigster Figur und entdeckt dabei ihre Weiblichkeit und ihr Selbstbewusstsein neu. In einer erotisch knisternden Partie besiegt sie schließlich ihren Schachlehrer, den schrulligen Intellektuellen Dr. Kröger (bei der Stellung, die ich nur flüchtig und ausschnittsweise sah, stimmt in jedem Fall das Motiv). Strahlend kündigt sie als Weiße am Zug ein Matt an. Wie?

Schachlösung
Schachlösung aus Nr. 11

Lösung aus Nr. 11:
Die noch "verstopfte" Diagonale b2-h8 sollte sich als tödlich für den Schwarzen erweisen. Mit welchen Nadelstichen gewann Weiß am Zug? Nach 1.e6! gab Schwarz schon auf. Der Bauer droht siegreich nach e7 vorzustoßen; schlägt Schwarz ihn jedoch mit 1…fxe6, so opfert sich sein Spießgeselle mit 2.f7+!, wonach Schwarz nur die betrübliche Wahl zwischen 2…Kxf7 3.Th7+ mit Turmgewinn oder 2…Txf7 3.Th8 matt bleibt

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