Wirtschaftskrise Die dritte Stufe der Eskalation
Erst mussten die Banken gerettet werden, dann Industrieunternehmen, jetzt ganze Staaten, und Berlin merkt: Das Geld ist alle, doch die Krise geht weiter.
© Aris Messinis/AFP/Getty Images

Banken unter Schutz: Das Geld für den Kampf gegen die Krise wird knapp
Er hat nie verheimlicht, dass er an Größeres denkt. Dass er die Krise nutzen könnte, um etwas Neues zu schaffen. Und dass dieses Neue für ihn in Europa liegt. Es ist der 8. Februar 2010, ein Montagnachmittag, in Athen stemmt sich die griechische Regierung gegen den drohenden Staatsbankrott, und in Berlin hat der deutsche Finanzminister kurz Zeit für ein Gespräch. Wolfgang Schäuble sitzt am großen Konferenztisch seines Büros, beugt sich leicht nach vorn, beide Hände in den Schoß gelegt. Er spricht leise, fast monoton. Nur wenn ihm etwas wichtig ist, hebt er bei einzelnen Wörtern die Stimme. Schäuble redet über seine Rolle im Kabinett, über Loyalität und Unabhängigkeit, über sich. »Ich engagiere mich für ein starkes Europa«, sagt er, »über den Kurs meiner Partei und meiner Regierung hinaus.« Und: »In europäischen Fragen bin ich für manche ein visionärer Spinner.« Die Wörter »über« und »visionär« schleudert er laut heraus.
Heute, sechs Wochen später, ist die Vision so konkret geworden, dass sie die Regierungen überall in Europa beschäftigt. Einen Europäischen Währungsfonds will Schäuble, was sich nur vordergründig so anhört, als ginge es um eine neue Institution oder Behörde. Tatsächlich würden die Länder der Euro-Zone noch enger zusammenrücken, aus der Währungsunion könnte eine Gemeinschaft werden, die einem Bundesstaat näher wäre als einem Staatenbund. Es ist weit mehr, als sich Schäubles CDU oder die Bundesregierung lange vorstellen konnten.
Schäuble definiert Europa neu. Und das hat einen Grund.
Wäre die weltweite Krise ein Computerspiel, eine virtuelle Wirtschaftsschlacht mit Schurken und Rettern, dann könnte man sagen: Wir haben die dritte Eskalationsstufe erreicht. Erst ging es darum, die Banken zu retten. Dann die Unternehmen. Jetzt aber drohen ganze Länder zu kippen. Zwei Jahre dauert die Krise bereits, doch ihre dritte Stufe lässt die ersten Retter zweifeln: Was, wenn es niemals endet? Bislang dachte man, die Staaten müssten nur genug Geld ausgeben, dann käme alles wieder ins Lot. Nun jedoch geht den ersten Staaten das Geld aus – und die Probleme bleiben.
So gefährlich ist die dritte Eskalationsstufe, so dramatisch, dass nun auch über grundlegend neue Regeln debattiert wird, speziell innerhalb der Euro-Zone. Wer muss künftig für wen einstehen? Wie müsste die Währungsgemeinschaft konstruiert sein, um Staatsbankrotte gar nicht erst aufkommen zu lassen? Schäubles Idee eines Europäischen Währungsfonds hat vor allem die Regierungen in Frankreich und Großbritannien verunsichert – und erstmals in der Krise sind sich nicht einmal mehr die deutschen Retter einig. Auch das ist ein Merkmal der dritten Phase.
Das Einzige, was rekordverdächtig wächst, ist der Schuldenberg
Unglaubliche 25 Prozent ihrer jährlichen Wirtschaftsleistung hat die Staatengemeinschaft für die Rettung der Finanzwirtschaft aufs Spiel gesetzt – und doch stehen noch jede Menge Problemkredite in den Bilanzen, während die Investmentbanker schon wieder zocken, als sei nichts geschehen. Zig Milliarden Euro haben die Regierungen für die Konjunktur aufgewendet – und doch springt die Wirtschaft nur zögerlich an. Um schlappe 1,3 Prozent wird sie in den Industrieländern nach Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) in diesem Jahr wachsen – das ist deutlich weniger als vor der Krise.
Das Einzige, was rekordverdächtig wächst, ist der Schuldenberg. Nach Berechnungen der Europäischen Zentralbank (EZB) werden die Staatsschulden in Europa ohne neue Sparpakete bis zum Jahr 2026 auf 150 Prozent der Wirtschaftsleistung steigen (siehe Grafik). Erlaubt sind maximal 60 Prozent. Schon jetzt bekommt ein stark verschuldetes Land wie Griechenland von den internationalen Investoren nur noch gegen sehr hohe Zinsen Geld geliehen – was die griechische Verschuldung weiter ansteigen lässt. Und die amerikanische Rating-Agentur Moody’s schockierte jüngst die Märkte mit der Warnung, auch Großbritannien und die Vereinigten Staaten könnten weniger kreditwürdig sein, als man bislang annahm.
- Datum 19.03.2010 - 13:55 Uhr
- Seite 1 | 2 | 3 | 4 | Auf einer Seite lesen
- Quelle DIE ZEIT, 18.03.2010 Nr. 12
- Kommentare 56
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:




und die Wirtschaft lenkt.
Dier Finanzwirtschaft lenkt uns alle ins Verberben.
Die Handlanger aus der Politik fühlen sich auch noch stark, mit dem überkandidelten Gehabe ist die ganze Weisheit veloren gegangen.
Nun merken endlich mal die Medien, dass das große Drama im Anmarsch ist.
Es wird schlimm ausgehen, dessen bin ich mir sicher.
Orpheus
Ich glaube, dass es gelingen wird, die Zocker, die unsere Lebensgrundlagen verzocken, zu bändigen, indem wir sie der Umsatzsteuer unterwerfen.
Ich glaube, dass die Weisheit zu- und die selbsterfüllenden Prophezeihungen des Untergangs abnehmen werden. Wenn jemand untergehen muss, dann doch bitte die verantwortungslosen Zocker.
Ich glaube, dass es immer mehr Leute an den Schaltstellen gibt, die sich besser fühlen, wenn ihre Entscheidung vernünftig sind und auch das Gemeinwohl im Auge haben.
Wollt ihr denn wirklich reiche, zynische Egoisten sein? Ein gräßlicher Untergang erwartet euch. Wollt ihr Liebende sein? Nur ein Guter Mensch kann glücklich sein!
....nicht, die uns "ins Verderben" lenkt. Es sind schlechte Regeln, die die Staaten den Akteuren vorgaben und schlechte Kontrollen der Finanzinstitute, die die Beamten und Politiker schlampig und zT korrupt betrieben und eine mangelhafte Nutzung der von der Finanzwirtschaft den Behörden übermittelten Daten auf makro-ökonomischer Ebene, die es erlaubten, dass die Finanzkrise so entstand.
PS: Wer über Kapitalismus argumentiert müsste schon auch sagen, was er da denn meint. Kapitalismus ist nämlich etwas altertümlich und wissenschaftlich kaum verwendbar, weil der Begriff eine utopische Gesellschaftsstruktur und Menschenbild beschreibt, die nie existierten und zu den heutigen Strukturen und Verhaltensmustern nur in wenigen Teilaspekten und in geringem Umfang Berührpunkte haben.
Ich glaube, dass es gelingen wird, die Zocker, die unsere Lebensgrundlagen verzocken, zu bändigen, indem wir sie der Umsatzsteuer unterwerfen.
Ich glaube, dass die Weisheit zu- und die selbsterfüllenden Prophezeihungen des Untergangs abnehmen werden. Wenn jemand untergehen muss, dann doch bitte die verantwortungslosen Zocker.
Ich glaube, dass es immer mehr Leute an den Schaltstellen gibt, die sich besser fühlen, wenn ihre Entscheidung vernünftig sind und auch das Gemeinwohl im Auge haben.
Wollt ihr denn wirklich reiche, zynische Egoisten sein? Ein gräßlicher Untergang erwartet euch. Wollt ihr Liebende sein? Nur ein Guter Mensch kann glücklich sein!
....nicht, die uns "ins Verderben" lenkt. Es sind schlechte Regeln, die die Staaten den Akteuren vorgaben und schlechte Kontrollen der Finanzinstitute, die die Beamten und Politiker schlampig und zT korrupt betrieben und eine mangelhafte Nutzung der von der Finanzwirtschaft den Behörden übermittelten Daten auf makro-ökonomischer Ebene, die es erlaubten, dass die Finanzkrise so entstand.
PS: Wer über Kapitalismus argumentiert müsste schon auch sagen, was er da denn meint. Kapitalismus ist nämlich etwas altertümlich und wissenschaftlich kaum verwendbar, weil der Begriff eine utopische Gesellschaftsstruktur und Menschenbild beschreibt, die nie existierten und zu den heutigen Strukturen und Verhaltensmustern nur in wenigen Teilaspekten und in geringem Umfang Berührpunkte haben.
ich bin mir sicher, daß die Tendenz von Politik und Konzernwirtschaft sich immer weiter zu konzentrieren und zu zenralisieren, der falsche Weg ist.
Ja, die Produktivität einer zentralistischen Organisation ist sehr hoch und dadurch effizient, aber sie gefährdet dadurch die Grundprinzipien einer offenen Gesellschaft - auch indem sie ihre schiere Größe und Macht einsetzt, um sich weitere Wettbewerbsvorteile zu verschaffen!
Der fortschreitende politische Zentralismus, wie er sich in den letzten beiden Jahrzehnten in der EU herauskristallisiert hat, beginnt das "Friedensprojekt Europa" erstmals wirklich zu gefährden - aber Hauptsache Deutschland zückt wieder einmal das Scheckbuch (seiner Bürger!) und finanziert ihn aich noch!
... seh ich ganz genauso!
....einen zentralen Punkt an. Auch denke ich, dass das Problem zwar auch auf der EU Ebene besteht und sich enorm zuspitzt, aber bereits auch der Ebene der Einzelstaaten Verwerfungen erheblicher Größe erzeugt hat. Symptome des von Ihnen angesprochenen Problems sind das Versagen der Renten- und Krankenkassen und so unterschiedlicher Systeme wie der Arbeitslosenversicherung, der Familienförderung, der Integration, der sozialen Mobilität oder der Bildung. Hier hatten sich zentrale Starren gebildet, die an paradigmatischen Vorstellungen festhielte, bis die Realität so große Gegenkräfte entwickelten, dass die Gesellschaft sie nicht mehr aufrecht erhalten konnte.
... seh ich ganz genauso!
....einen zentralen Punkt an. Auch denke ich, dass das Problem zwar auch auf der EU Ebene besteht und sich enorm zuspitzt, aber bereits auch der Ebene der Einzelstaaten Verwerfungen erheblicher Größe erzeugt hat. Symptome des von Ihnen angesprochenen Problems sind das Versagen der Renten- und Krankenkassen und so unterschiedlicher Systeme wie der Arbeitslosenversicherung, der Familienförderung, der Integration, der sozialen Mobilität oder der Bildung. Hier hatten sich zentrale Starren gebildet, die an paradigmatischen Vorstellungen festhielte, bis die Realität so große Gegenkräfte entwickelten, dass die Gesellschaft sie nicht mehr aufrecht erhalten konnte.
Egal, welcher Partei ein Bundesbürger zuneigt, alle - bis auf die Handvoll Profiteure - wollen diese Blutsauger in die Schranken verwiesen wissen. Warum tut man es nicht? Ich kann es mir nur durch Korruption erklären.
Genauso wie in DT. national dereguliert wurde, könnte man jetzt auch wieder regulieren. Die Vernunft würde die Euro-Zone auflösen und zu den alten Währungen zurück gehen.. Das wollen die großen Konzerne aber nicht.
Apropos Wachstum - es gibt im ökologischen Bereich ein gewaltiges Potential an Wachstum, dem steht aber das Interesse der großen Konzerne gegenüber. Ein gutes Beispiel dafür sind die Energiekonzerne, die eine Dezentralisierung des Strommarktes um jeden Preis verhindern wollen.
Sie gehen davon aus, dass die Regierungen die Wirtschaft lenken. Diese Grundannahme ist falsch. Es ist genau anders herum. All die Merkels und Sarkosys sind nichts weiter als "angestellte" Pressesprecher, die dem Volk möglichst plausibel erklären sollen warum es bitter nötig ist Opfer zu bringen.
Sie gehen davon aus, dass die Regierungen die Wirtschaft lenken. Diese Grundannahme ist falsch. Es ist genau anders herum. All die Merkels und Sarkosys sind nichts weiter als "angestellte" Pressesprecher, die dem Volk möglichst plausibel erklären sollen warum es bitter nötig ist Opfer zu bringen.
"Erst mussten die Banken gerettet werden, dann Industrieunternehmen, jetzt ganze Staaten, und Berlin merkt: Das Geld ist alle, doch die Krise geht weiter."
wenn man die probleme nicht angeht, sondern nur kosmetik betreibt, na dann kann es nur so ausgehen wie es ausgeht, nämlich dem totalen chaos, im prinzip kommt der totale untergang doch erst, weil was hat sich verändert?? nichts, es wird genau so weiter gemacht wie bisher, und ein wenig geredet, wenn man als patient bzw als behandelnder arzt bei einem krebspatienten auch so lange wartet und nur herumquasselt, bis man dann endlich behandlungsmethoden anwendet, na dann ist der krebspatient eben nach der zeit tot, oder man kann nur noch lebensverlängernde methoden einsetzen, weil der krebs schon im ganzen körper Metastasen gebildet hat, genau das problem hat man bei der wirtschaftskrisenbewältigung gemacht
Für mich sind die Visionäre jene, die einst predigten udn heute noch predigen, dass der Kapitalismus (mit seinem menschenverachtendem Zinssystem) nicht funktionieren kann. Um einen Namen als Beispiel zu nennen: Dr. Bernd Senf.
Aber jene Menschen werden von denen, denen der Kapitalismus die Macht gewährleistet einfach (und das ist für die weiklich sehr einfach) als "linke Spinner" abgetan. Diese "Mächtigen" haben auch noch tatsächlich willige Helfer im "Volk". Man lese sich nur in gewissen Foren und Kommentarecken zu Artikeln dieser Themen um.
In der Geschichte ging ab einem gewissen Punkt von genau diesen Leuten als erstes die blanke, rohe Gewalt aus. Diesmal aber, sind wir gewarnt. Das hoffe ich zumindest.
..... predigten udn heute noch predigen, dass der Kapitalismus (mit seinem menschenverachtendem Zinssystem) nicht funktionieren kann. "
Für mich sind es Leute, die sich nie die Mühe machten, die Wirtschaftstheorie nachzuvollziehen.
..... predigten udn heute noch predigen, dass der Kapitalismus (mit seinem menschenverachtendem Zinssystem) nicht funktionieren kann. "
Für mich sind es Leute, die sich nie die Mühe machten, die Wirtschaftstheorie nachzuvollziehen.
Eine "Überschuldung" einer Volkswirtschaft tritt dann ein wenn auch durch interne Umverteilung (üblicherweise über Steuern) keine Bedienung der Verpflichtungen mehr möglich ist.
Dafür ist weder das öffentliche Defizit noch der öffentliche Schuldenstand entscheidend sondern die gesamtvolkswirtschaftliche Betrachtung aller Defizite und Vermögen von Staat, Bürgern und Unternehmen. Eine "Bilanz" wenn man so will.
Was das angeht steht kaum ein westliches Flächenland so gut wie die Bundesrepublik da. Und manche Länder über die bisher gar nicht so sehr gesprochen wird noch deutlich schlechter, andere dafür solider. Paradebeispiel Griechenland: nach allen Berichten ist dort vor allem die Umverteilung ein Problem, die durchaus vorhandenen Privatvermögen und Privateinkommen werden unzureichend (teils auch einfach gar nicht) besteuert.
Ich warte nur noch darauf, dass die beiden großen Blasen in den USA (Kreditblase) und in China platzen. Dann geht es erst recht rund.
Bis dahin hat die schwarz/gelbe Regierung unseren Staat soweit ruiniert, dass sie diesmal nicht mehr so einfach hunderte Milliarden für Rettungsaktionen verschenken kann.
Wann ist eigentlich der Punkt erreicht, an dem auch mal in Deutschland die Leute mal richtig auf die Straße gehen?
Bisher haben die Bürger sich eigentlich schon zu viel gefallen lassen, ohne dagegen aufzumucken und zu protestieren.
Die Regierungen sind bestenfalls mit der Situation überfordert. Die Profiteure, Geld ist nie "verloren" es ist nur im Besitz von jemand anderem, auch das Geld was in die "Bankenrettungen" investiert wurde, sitzen auch nicht in irgendwelchen Ministerien oder Regierungszentralen. Dafür, pardon, verdient auch ein Bundeskanzler schlicht zu wenig. Wer Millionen in der City of London machen kann halst sich doch nicht den ganzen Stress mit launischen Wählern und ständiger Rechtfertigungspflicht auf.
Und wenn man jetzt vor irgendwelchen Bankzentralen protestiert wird das a) dort niemand interessieren und b) weilt die Chefetage dann wohl eh in den schweizer Bergen und lässt es sich gut gehen.
Gut, wer unbedingt seinen Frust irgendwie abbauen will und sich dann besser fühlt...viel Spaß beim "auf die Straße gehen", Transparente hochhalten und sich heiser schreien. "Urschreitherapie" sozusagen. Eine konstruktive Lösung sehe ich so bald auch nicht aber ich hab meine Familie, meinen Schatzi und an sich ein gutes und angenehmes Leben. Mag sein dass die Krise auch irgendwann im deutschen Mittelstand "ankommt", umso wichtiger die Dinge zu genießen solange wir sie haben. So seh ich das, ganz pragmatisch, unaufgeregt und hedonistisch.
Die Regierungen sind bestenfalls mit der Situation überfordert. Die Profiteure, Geld ist nie "verloren" es ist nur im Besitz von jemand anderem, auch das Geld was in die "Bankenrettungen" investiert wurde, sitzen auch nicht in irgendwelchen Ministerien oder Regierungszentralen. Dafür, pardon, verdient auch ein Bundeskanzler schlicht zu wenig. Wer Millionen in der City of London machen kann halst sich doch nicht den ganzen Stress mit launischen Wählern und ständiger Rechtfertigungspflicht auf.
Und wenn man jetzt vor irgendwelchen Bankzentralen protestiert wird das a) dort niemand interessieren und b) weilt die Chefetage dann wohl eh in den schweizer Bergen und lässt es sich gut gehen.
Gut, wer unbedingt seinen Frust irgendwie abbauen will und sich dann besser fühlt...viel Spaß beim "auf die Straße gehen", Transparente hochhalten und sich heiser schreien. "Urschreitherapie" sozusagen. Eine konstruktive Lösung sehe ich so bald auch nicht aber ich hab meine Familie, meinen Schatzi und an sich ein gutes und angenehmes Leben. Mag sein dass die Krise auch irgendwann im deutschen Mittelstand "ankommt", umso wichtiger die Dinge zu genießen solange wir sie haben. So seh ich das, ganz pragmatisch, unaufgeregt und hedonistisch.
Die Regierungen sind bestenfalls mit der Situation überfordert. Die Profiteure, Geld ist nie "verloren" es ist nur im Besitz von jemand anderem, auch das Geld was in die "Bankenrettungen" investiert wurde, sitzen auch nicht in irgendwelchen Ministerien oder Regierungszentralen. Dafür, pardon, verdient auch ein Bundeskanzler schlicht zu wenig. Wer Millionen in der City of London machen kann halst sich doch nicht den ganzen Stress mit launischen Wählern und ständiger Rechtfertigungspflicht auf.
Und wenn man jetzt vor irgendwelchen Bankzentralen protestiert wird das a) dort niemand interessieren und b) weilt die Chefetage dann wohl eh in den schweizer Bergen und lässt es sich gut gehen.
Gut, wer unbedingt seinen Frust irgendwie abbauen will und sich dann besser fühlt...viel Spaß beim "auf die Straße gehen", Transparente hochhalten und sich heiser schreien. "Urschreitherapie" sozusagen. Eine konstruktive Lösung sehe ich so bald auch nicht aber ich hab meine Familie, meinen Schatzi und an sich ein gutes und angenehmes Leben. Mag sein dass die Krise auch irgendwann im deutschen Mittelstand "ankommt", umso wichtiger die Dinge zu genießen solange wir sie haben. So seh ich das, ganz pragmatisch, unaufgeregt und hedonistisch.
Gratuliere,
dann haben Sie vielleicht ja noch aus der Umverteilung der Mittel, von Unten nach Oben, der letzten Jahre profitieren können.
Leider ist aber bald nichts mehr aus den Prekariat heraus zu pressen. Was glauben Sie wohl, wer bei der nächsten Finanzkriese als erster bluten wird? - Genau, die Mittelschicht. Mag sein, dass Sie ein Haus haben, privat versichert sind und Rücklagen haben.
Nur,sind Sie sicher, dass die Versicherungen oder andere finanzielle Rücklagen dann noch bestehen, wenn der nächste große Knall kommt? Wenn Sie aus Verzweiflung nach einem Jahr ALG1 dann Ihr Haus verkaufen müssen, ist es fraglich ob Sie, das hat ja die letzte Kriese schon gezeigt,überhaupt loswerden oder noch 35% des heutigen Wertes dafür bekommen.
Achso ... auch Schatzis sind nie garantiert, auch die können von einem Tag auf den anderen verschwinden ... aber das ist eine andere Geschichte ...
... naja, Sie sind ja Pragmatiker - Viel Erfolg damit. ;-)
ist ein Instrumentarium, dessen Nutzung im Ermessen jeder Regierung steht.
Jedoch ist so ein Instrumentarium, über welches zu entscheiden gewiss nicht durch die von lobbyistischer Fesselung (man kann es auch materiell Abhängigkeit oder Korruption nennen) fixierten Parlamentariern des Deutschen Bundestages oder solcher Personen wie den versammelten durch und durch "motivierten" Ministerialdirigenten und Staatssekratären vom Schlage eins Herrn Jörg Asmussen, dessen Fundamentalopportunismus ihn zu einem der Organisatioren des heute in Deutschland real-existierenden Finanzspekulationskonzentrationslager gemacht hat, nutzbar zu machen.
Wir müssen nur danach schauen, welche Konzepte von attac, lobbycontrol, transparency international, der Gerwerkschaft der Steuerbeamten usw. usw. zur Verfügung gestellt werden.
Dann braucht es nur noch politische Fantasie und durch die Abgabe der Wahlstimme für Abgeordnete die nicht der politischen Interessengemeinschaft der Lobbypolitiker angehören und Parteien, die NOCH nicht korrupmiert sind, kann eine solche Erschütterung der ständisch-korporativen Seilschaften der deutschen Kaderfunktionärs AG ausgelöst werden, dass wir wieder dort wären, wo Walter Eucken die Grundsätze der Wirtschaftspolitik niedergeschrieben und Ludwig Erhard zur sozialen Marktwirtschaft inspiriert hat:
Am Ende einer Terrordiktatur - Der Diktatur des Investorismus.
Gratuliere,
dann haben Sie vielleicht ja noch aus der Umverteilung der Mittel, von Unten nach Oben, der letzten Jahre profitieren können.
Leider ist aber bald nichts mehr aus den Prekariat heraus zu pressen. Was glauben Sie wohl, wer bei der nächsten Finanzkriese als erster bluten wird? - Genau, die Mittelschicht. Mag sein, dass Sie ein Haus haben, privat versichert sind und Rücklagen haben.
Nur,sind Sie sicher, dass die Versicherungen oder andere finanzielle Rücklagen dann noch bestehen, wenn der nächste große Knall kommt? Wenn Sie aus Verzweiflung nach einem Jahr ALG1 dann Ihr Haus verkaufen müssen, ist es fraglich ob Sie, das hat ja die letzte Kriese schon gezeigt,überhaupt loswerden oder noch 35% des heutigen Wertes dafür bekommen.
Achso ... auch Schatzis sind nie garantiert, auch die können von einem Tag auf den anderen verschwinden ... aber das ist eine andere Geschichte ...
... naja, Sie sind ja Pragmatiker - Viel Erfolg damit. ;-)
ist ein Instrumentarium, dessen Nutzung im Ermessen jeder Regierung steht.
Jedoch ist so ein Instrumentarium, über welches zu entscheiden gewiss nicht durch die von lobbyistischer Fesselung (man kann es auch materiell Abhängigkeit oder Korruption nennen) fixierten Parlamentariern des Deutschen Bundestages oder solcher Personen wie den versammelten durch und durch "motivierten" Ministerialdirigenten und Staatssekratären vom Schlage eins Herrn Jörg Asmussen, dessen Fundamentalopportunismus ihn zu einem der Organisatioren des heute in Deutschland real-existierenden Finanzspekulationskonzentrationslager gemacht hat, nutzbar zu machen.
Wir müssen nur danach schauen, welche Konzepte von attac, lobbycontrol, transparency international, der Gerwerkschaft der Steuerbeamten usw. usw. zur Verfügung gestellt werden.
Dann braucht es nur noch politische Fantasie und durch die Abgabe der Wahlstimme für Abgeordnete die nicht der politischen Interessengemeinschaft der Lobbypolitiker angehören und Parteien, die NOCH nicht korrupmiert sind, kann eine solche Erschütterung der ständisch-korporativen Seilschaften der deutschen Kaderfunktionärs AG ausgelöst werden, dass wir wieder dort wären, wo Walter Eucken die Grundsätze der Wirtschaftspolitik niedergeschrieben und Ludwig Erhard zur sozialen Marktwirtschaft inspiriert hat:
Am Ende einer Terrordiktatur - Der Diktatur des Investorismus.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren