Wirtschaftskrise Die dritte Stufe der EskalationSeite 4/4

Entsprechend aufgeregt sind die Reaktionen. »Alle für einen, einer für alle«, jubelt die spanische Zeitung El País . Jean-Claude Trichet, der Präsident der EZB, signalisiert Interesse. Trichets Landsfrau Christine Lagarde wiederum, die französische Finanzministerin, braucht eine geschlagene Woche, um sich überhaupt zu äußern, so überrascht ist sie. Und die britische Regierung lehnt Schäubles Vorstoß rundweg ab: Großbritannien, ohnehin kein Mitglied der Euro-Zone, fürchtet, bei einem engeren Zusammenwachsen des Währungsgebiets noch stärker an den Rand Europas gedrängt zu werden. Besonders die Idee, finanzschwache Länder zur Not aus der Euro-Zone zu werfen, stößt auf Kritik. Je kleiner das Währungsgebiet, desto größer der Einfluss Deutschlands, so die Angst.

In Deutschland ist die Reaktion regelrecht vernichtend. Der langjährige EZB-Chefökonom Otmar Issing geißelt den »klaren Verstoß gegen die No-bail-out-Klausel«, also das Verbot staatlicher Hilfsaktionen für angeschlagene Länder. Es sei schädlich, »über einen Plan B« zu diskutieren, sagte Bundesbankpräsident Axel Weber. Die Bundesbank war über die Pläne des Finanzministers nicht einmal informiert. Auch die Währungsfachleute im Kanzleramt machen aus ihrer Skepsis kein Geheimnis. Erstmals seit Ausbruch der Krise ist das deutsche Rettungsteam zerstritten.

Man ist sich nicht einig, ob gerettet werden muss – geschweige denn, wie.

Schäuble wird damit gerechnet haben. Schon immer war Europa den Notenbankern und Ministerialbürokraten suspekt. So gäbe es den Euro bis heute nicht – hätten seine Schöpfer auf ihre ökonomischen Berater in Bundesbank und Ministerien gehört. Bereits der damalige Bundeskanzler Helmut Schmidt wusste, dass der »Widerwillen der Techniker des Geldes« überwunden werden müsse, als er gegen den Rat der Bundesbank Ende der Siebziger die europäischen Währungen in ein Korsett zwängte. Als Helmut Kohl und François Mitterrand später die Währungsunion vorantreiben wollten, mussten sie mit viel diplomatischer Finesse den Widerstand der Bundesbanker brechen.

Als habe Wolfgang Schäuble mit seinem Vorstoß ein Ventil geöffnet, machen jetzt jeden Tag neue Ideen zur Zukunft Europas die Runde. Geht es nach Finanzministerin Lagarde, dann würde die EU in Zukunft nicht nur Krisenstaaten retten, sondern die Wirtschaft insgesamt stärker kontrollieren.

Aus französischer Sicht sind nicht nur die überschuldeten Griechen an den Problemen der Währungsunion schuld, sondern auch die sparsamen Deutschen. Die hiesigen Unternehmen jagen ihren Konkurrenten Marktanteile ab, während die Konsumenten kaum Produkte aus dem Ausland einkaufen. Deutschland, so Lagarde, betreibe »Wachstum auf Kosten anderer« – und müsse schleunigst seine Binnennachfrage ankurbeln, etwa durch höhere Löhne. Für die Franzosen ist ein Europäischer Währungsfonds in erster Linie ein Instrument, um doch noch die seit Jahren geforderte Wirtschaftsregierung durchzusetzen. So weit würden die Deutschen nie gehen, zumindest nicht offiziell.

Als Jean-Claude Juncker am Montagabend dieser Woche in Brüssel vor die Presse tritt, ist er erkennbar müde. Der Vorsitzende der europäischen Finanzministergruppe hat schon viele Verhandlungen geleitet. Wenige waren so kompliziert wie jene, die er gerade hinter sich hat. Aber die Welt will Ergebnisse sehen, und so sagt Juncker, seine Finanzministerkollegen und er hätten die »technischen Modalitäten« einer möglichen Hilfe für Griechenland geklärt. Das klingt nach Entschlossenheit, auf die vor allem die südlichen Länder der Euro-Zone drängen. Sie wissen: Je klarer das Unterstützungssignal aus Brüssel, desto größer die Chance, dass sich die Märkte beruhigen. Desto günstiger können sich Griechen, Italiener und Spanier Geld leihen.

Zu Beginn der Krise ging es um Wirtschaft – jetzt geht es um Politik

Was Juncker nicht sagt: Von einer einheitlichen Position ist Europa weit entfernt. Das gilt nicht nur für die Meinung zu Schäubles neuer Institution. Im Kanzleramt in Berlin bringt man auf einmal doch wieder den IWF als potenziellen Retter für Griechenland ins Spiel, obwohl Schäuble strikt dagegen ist. Die Kanzlerin fürchtet den Zorn des Volkes, falls die deutsche Regierung Geld nach Athen überweist. Ihre Berater bezweifeln, dass eine Rettung überhaupt mit der Verfassung vereinbar sei.

Auf den ersten Eskalationsstufen der Krise ging es um Wirtschaft – jetzt geht es um Politik. Wie wollen die Staaten künftig zusammenarbeiten? Wo werden die Entscheidungen gefällt? Nur auf den ersten Blick sieht es so aus, als hätten sich die Bedenkenträger durchgesetzt. Tatsächlich ist ein Bankrott Griechenlands – und damit eine schnelle finanzielle Hilfe durch andere Länder Europas – nicht vom Tisch. In deutschen Regierungskreisen heißt es, die Verhandlungen über langfristig neue Regeln für die Euro-Zone seien »nach wie vor offen«.

So spielen die Staaten auf Zeit – in einem Moment, in dem die Krise weiter eskaliert.

 
Leser-Kommentare
  1. und die Wirtschaft lenkt.
    Dier Finanzwirtschaft lenkt uns alle ins Verberben.
    Die Handlanger aus der Politik fühlen sich auch noch stark, mit dem überkandidelten Gehabe ist die ganze Weisheit veloren gegangen.

    Nun merken endlich mal die Medien, dass das große Drama im Anmarsch ist.

    Es wird schlimm ausgehen, dessen bin ich mir sicher.

    Orpheus

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    • rajo1
    • 19.03.2010 um 12:00 Uhr

    Ich glaube, dass es gelingen wird, die Zocker, die unsere Lebensgrundlagen verzocken, zu bändigen, indem wir sie der Umsatzsteuer unterwerfen.
    Ich glaube, dass die Weisheit zu- und die selbsterfüllenden Prophezeihungen des Untergangs abnehmen werden. Wenn jemand untergehen muss, dann doch bitte die verantwortungslosen Zocker.
    Ich glaube, dass es immer mehr Leute an den Schaltstellen gibt, die sich besser fühlen, wenn ihre Entscheidung vernünftig sind und auch das Gemeinwohl im Auge haben.

    Wollt ihr denn wirklich reiche, zynische Egoisten sein? Ein gräßlicher Untergang erwartet euch. Wollt ihr Liebende sein? Nur ein Guter Mensch kann glücklich sein!

    • joG
    • 19.03.2010 um 13:07 Uhr

    ....nicht, die uns "ins Verderben" lenkt. Es sind schlechte Regeln, die die Staaten den Akteuren vorgaben und schlechte Kontrollen der Finanzinstitute, die die Beamten und Politiker schlampig und zT korrupt betrieben und eine mangelhafte Nutzung der von der Finanzwirtschaft den Behörden übermittelten Daten auf makro-ökonomischer Ebene, die es erlaubten, dass die Finanzkrise so entstand.

    PS: Wer über Kapitalismus argumentiert müsste schon auch sagen, was er da denn meint. Kapitalismus ist nämlich etwas altertümlich und wissenschaftlich kaum verwendbar, weil der Begriff eine utopische Gesellschaftsstruktur und Menschenbild beschreibt, die nie existierten und zu den heutigen Strukturen und Verhaltensmustern nur in wenigen Teilaspekten und in geringem Umfang Berührpunkte haben.

    • rajo1
    • 19.03.2010 um 12:00 Uhr

    Ich glaube, dass es gelingen wird, die Zocker, die unsere Lebensgrundlagen verzocken, zu bändigen, indem wir sie der Umsatzsteuer unterwerfen.
    Ich glaube, dass die Weisheit zu- und die selbsterfüllenden Prophezeihungen des Untergangs abnehmen werden. Wenn jemand untergehen muss, dann doch bitte die verantwortungslosen Zocker.
    Ich glaube, dass es immer mehr Leute an den Schaltstellen gibt, die sich besser fühlen, wenn ihre Entscheidung vernünftig sind und auch das Gemeinwohl im Auge haben.

    Wollt ihr denn wirklich reiche, zynische Egoisten sein? Ein gräßlicher Untergang erwartet euch. Wollt ihr Liebende sein? Nur ein Guter Mensch kann glücklich sein!

    • joG
    • 19.03.2010 um 13:07 Uhr

    ....nicht, die uns "ins Verderben" lenkt. Es sind schlechte Regeln, die die Staaten den Akteuren vorgaben und schlechte Kontrollen der Finanzinstitute, die die Beamten und Politiker schlampig und zT korrupt betrieben und eine mangelhafte Nutzung der von der Finanzwirtschaft den Behörden übermittelten Daten auf makro-ökonomischer Ebene, die es erlaubten, dass die Finanzkrise so entstand.

    PS: Wer über Kapitalismus argumentiert müsste schon auch sagen, was er da denn meint. Kapitalismus ist nämlich etwas altertümlich und wissenschaftlich kaum verwendbar, weil der Begriff eine utopische Gesellschaftsstruktur und Menschenbild beschreibt, die nie existierten und zu den heutigen Strukturen und Verhaltensmustern nur in wenigen Teilaspekten und in geringem Umfang Berührpunkte haben.

    • martje
    • 19.03.2010 um 11:31 Uhr

    ich bin mir sicher, daß die Tendenz von Politik und Konzernwirtschaft sich immer weiter zu konzentrieren und zu zenralisieren, der falsche Weg ist.

    Ja, die Produktivität einer zentralistischen Organisation ist sehr hoch und dadurch effizient, aber sie gefährdet dadurch die Grundprinzipien einer offenen Gesellschaft - auch indem sie ihre schiere Größe und Macht einsetzt, um sich weitere Wettbewerbsvorteile zu verschaffen!

    Der fortschreitende politische Zentralismus, wie er sich in den letzten beiden Jahrzehnten in der EU herauskristallisiert hat, beginnt das "Friedensprojekt Europa" erstmals wirklich zu gefährden - aber Hauptsache Deutschland zückt wieder einmal das Scheckbuch (seiner Bürger!) und finanziert ihn aich noch!

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    ... seh ich ganz genauso!

    • joG
    • 19.03.2010 um 13:19 Uhr

    ....einen zentralen Punkt an. Auch denke ich, dass das Problem zwar auch auf der EU Ebene besteht und sich enorm zuspitzt, aber bereits auch der Ebene der Einzelstaaten Verwerfungen erheblicher Größe erzeugt hat. Symptome des von Ihnen angesprochenen Problems sind das Versagen der Renten- und Krankenkassen und so unterschiedlicher Systeme wie der Arbeitslosenversicherung, der Familienförderung, der Integration, der sozialen Mobilität oder der Bildung. Hier hatten sich zentrale Starren gebildet, die an paradigmatischen Vorstellungen festhielte, bis die Realität so große Gegenkräfte entwickelten, dass die Gesellschaft sie nicht mehr aufrecht erhalten konnte.

    ... seh ich ganz genauso!

    • joG
    • 19.03.2010 um 13:19 Uhr

    ....einen zentralen Punkt an. Auch denke ich, dass das Problem zwar auch auf der EU Ebene besteht und sich enorm zuspitzt, aber bereits auch der Ebene der Einzelstaaten Verwerfungen erheblicher Größe erzeugt hat. Symptome des von Ihnen angesprochenen Problems sind das Versagen der Renten- und Krankenkassen und so unterschiedlicher Systeme wie der Arbeitslosenversicherung, der Familienförderung, der Integration, der sozialen Mobilität oder der Bildung. Hier hatten sich zentrale Starren gebildet, die an paradigmatischen Vorstellungen festhielte, bis die Realität so große Gegenkräfte entwickelten, dass die Gesellschaft sie nicht mehr aufrecht erhalten konnte.

  2. Egal, welcher Partei ein Bundesbürger zuneigt, alle - bis auf die Handvoll Profiteure - wollen diese Blutsauger in die Schranken verwiesen wissen. Warum tut man es nicht? Ich kann es mir nur durch Korruption erklären.
    Genauso wie in DT. national dereguliert wurde, könnte man jetzt auch wieder regulieren. Die Vernunft würde die Euro-Zone auflösen und zu den alten Währungen zurück gehen.. Das wollen die großen Konzerne aber nicht.
    Apropos Wachstum - es gibt im ökologischen Bereich ein gewaltiges Potential an Wachstum, dem steht aber das Interesse der großen Konzerne gegenüber. Ein gutes Beispiel dafür sind die Energiekonzerne, die eine Dezentralisierung des Strommarktes um jeden Preis verhindern wollen.

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    Sie gehen davon aus, dass die Regierungen die Wirtschaft lenken. Diese Grundannahme ist falsch. Es ist genau anders herum. All die Merkels und Sarkosys sind nichts weiter als "angestellte" Pressesprecher, die dem Volk möglichst plausibel erklären sollen warum es bitter nötig ist Opfer zu bringen.

    Sie gehen davon aus, dass die Regierungen die Wirtschaft lenken. Diese Grundannahme ist falsch. Es ist genau anders herum. All die Merkels und Sarkosys sind nichts weiter als "angestellte" Pressesprecher, die dem Volk möglichst plausibel erklären sollen warum es bitter nötig ist Opfer zu bringen.

  3. "Erst mussten die Banken gerettet werden, dann Industrieunternehmen, jetzt ganze Staaten, und Berlin merkt: Das Geld ist alle, doch die Krise geht weiter."

    wenn man die probleme nicht angeht, sondern nur kosmetik betreibt, na dann kann es nur so ausgehen wie es ausgeht, nämlich dem totalen chaos, im prinzip kommt der totale untergang doch erst, weil was hat sich verändert?? nichts, es wird genau so weiter gemacht wie bisher, und ein wenig geredet, wenn man als patient bzw als behandelnder arzt bei einem krebspatienten auch so lange wartet und nur herumquasselt, bis man dann endlich behandlungsmethoden anwendet, na dann ist der krebspatient eben nach der zeit tot, oder man kann nur noch lebensverlängernde methoden einsetzen, weil der krebs schon im ganzen körper Metastasen gebildet hat, genau das problem hat man bei der wirtschaftskrisenbewältigung gemacht

  4. Für mich sind die Visionäre jene, die einst predigten udn heute noch predigen, dass der Kapitalismus (mit seinem menschenverachtendem Zinssystem) nicht funktionieren kann. Um einen Namen als Beispiel zu nennen: Dr. Bernd Senf.

    Aber jene Menschen werden von denen, denen der Kapitalismus die Macht gewährleistet einfach (und das ist für die weiklich sehr einfach) als "linke Spinner" abgetan. Diese "Mächtigen" haben auch noch tatsächlich willige Helfer im "Volk". Man lese sich nur in gewissen Foren und Kommentarecken zu Artikeln dieser Themen um.

    In der Geschichte ging ab einem gewissen Punkt von genau diesen Leuten als erstes die blanke, rohe Gewalt aus. Diesmal aber, sind wir gewarnt. Das hoffe ich zumindest.

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    • joG
    • 19.03.2010 um 12:56 Uhr

    ..... predigten udn heute noch predigen, dass der Kapitalismus (mit seinem menschenverachtendem Zinssystem) nicht funktionieren kann. "

    Für mich sind es Leute, die sich nie die Mühe machten, die Wirtschaftstheorie nachzuvollziehen.

    • joG
    • 19.03.2010 um 12:56 Uhr

    ..... predigten udn heute noch predigen, dass der Kapitalismus (mit seinem menschenverachtendem Zinssystem) nicht funktionieren kann. "

    Für mich sind es Leute, die sich nie die Mühe machten, die Wirtschaftstheorie nachzuvollziehen.

  5. Eine "Überschuldung" einer Volkswirtschaft tritt dann ein wenn auch durch interne Umverteilung (üblicherweise über Steuern) keine Bedienung der Verpflichtungen mehr möglich ist.

    Dafür ist weder das öffentliche Defizit noch der öffentliche Schuldenstand entscheidend sondern die gesamtvolkswirtschaftliche Betrachtung aller Defizite und Vermögen von Staat, Bürgern und Unternehmen. Eine "Bilanz" wenn man so will.

    Was das angeht steht kaum ein westliches Flächenland so gut wie die Bundesrepublik da. Und manche Länder über die bisher gar nicht so sehr gesprochen wird noch deutlich schlechter, andere dafür solider. Paradebeispiel Griechenland: nach allen Berichten ist dort vor allem die Umverteilung ein Problem, die durchaus vorhandenen Privatvermögen und Privateinkommen werden unzureichend (teils auch einfach gar nicht) besteuert.

  6. Ich warte nur noch darauf, dass die beiden großen Blasen in den USA (Kreditblase) und in China platzen. Dann geht es erst recht rund.
    Bis dahin hat die schwarz/gelbe Regierung unseren Staat soweit ruiniert, dass sie diesmal nicht mehr so einfach hunderte Milliarden für Rettungsaktionen verschenken kann.

    Wann ist eigentlich der Punkt erreicht, an dem auch mal in Deutschland die Leute mal richtig auf die Straße gehen?
    Bisher haben die Bürger sich eigentlich schon zu viel gefallen lassen, ohne dagegen aufzumucken und zu protestieren.

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    Die Regierungen sind bestenfalls mit der Situation überfordert. Die Profiteure, Geld ist nie "verloren" es ist nur im Besitz von jemand anderem, auch das Geld was in die "Bankenrettungen" investiert wurde, sitzen auch nicht in irgendwelchen Ministerien oder Regierungszentralen. Dafür, pardon, verdient auch ein Bundeskanzler schlicht zu wenig. Wer Millionen in der City of London machen kann halst sich doch nicht den ganzen Stress mit launischen Wählern und ständiger Rechtfertigungspflicht auf.

    Und wenn man jetzt vor irgendwelchen Bankzentralen protestiert wird das a) dort niemand interessieren und b) weilt die Chefetage dann wohl eh in den schweizer Bergen und lässt es sich gut gehen.

    Gut, wer unbedingt seinen Frust irgendwie abbauen will und sich dann besser fühlt...viel Spaß beim "auf die Straße gehen", Transparente hochhalten und sich heiser schreien. "Urschreitherapie" sozusagen. Eine konstruktive Lösung sehe ich so bald auch nicht aber ich hab meine Familie, meinen Schatzi und an sich ein gutes und angenehmes Leben. Mag sein dass die Krise auch irgendwann im deutschen Mittelstand "ankommt", umso wichtiger die Dinge zu genießen solange wir sie haben. So seh ich das, ganz pragmatisch, unaufgeregt und hedonistisch.

    Die Regierungen sind bestenfalls mit der Situation überfordert. Die Profiteure, Geld ist nie "verloren" es ist nur im Besitz von jemand anderem, auch das Geld was in die "Bankenrettungen" investiert wurde, sitzen auch nicht in irgendwelchen Ministerien oder Regierungszentralen. Dafür, pardon, verdient auch ein Bundeskanzler schlicht zu wenig. Wer Millionen in der City of London machen kann halst sich doch nicht den ganzen Stress mit launischen Wählern und ständiger Rechtfertigungspflicht auf.

    Und wenn man jetzt vor irgendwelchen Bankzentralen protestiert wird das a) dort niemand interessieren und b) weilt die Chefetage dann wohl eh in den schweizer Bergen und lässt es sich gut gehen.

    Gut, wer unbedingt seinen Frust irgendwie abbauen will und sich dann besser fühlt...viel Spaß beim "auf die Straße gehen", Transparente hochhalten und sich heiser schreien. "Urschreitherapie" sozusagen. Eine konstruktive Lösung sehe ich so bald auch nicht aber ich hab meine Familie, meinen Schatzi und an sich ein gutes und angenehmes Leben. Mag sein dass die Krise auch irgendwann im deutschen Mittelstand "ankommt", umso wichtiger die Dinge zu genießen solange wir sie haben. So seh ich das, ganz pragmatisch, unaufgeregt und hedonistisch.

  7. Die Regierungen sind bestenfalls mit der Situation überfordert. Die Profiteure, Geld ist nie "verloren" es ist nur im Besitz von jemand anderem, auch das Geld was in die "Bankenrettungen" investiert wurde, sitzen auch nicht in irgendwelchen Ministerien oder Regierungszentralen. Dafür, pardon, verdient auch ein Bundeskanzler schlicht zu wenig. Wer Millionen in der City of London machen kann halst sich doch nicht den ganzen Stress mit launischen Wählern und ständiger Rechtfertigungspflicht auf.

    Und wenn man jetzt vor irgendwelchen Bankzentralen protestiert wird das a) dort niemand interessieren und b) weilt die Chefetage dann wohl eh in den schweizer Bergen und lässt es sich gut gehen.

    Gut, wer unbedingt seinen Frust irgendwie abbauen will und sich dann besser fühlt...viel Spaß beim "auf die Straße gehen", Transparente hochhalten und sich heiser schreien. "Urschreitherapie" sozusagen. Eine konstruktive Lösung sehe ich so bald auch nicht aber ich hab meine Familie, meinen Schatzi und an sich ein gutes und angenehmes Leben. Mag sein dass die Krise auch irgendwann im deutschen Mittelstand "ankommt", umso wichtiger die Dinge zu genießen solange wir sie haben. So seh ich das, ganz pragmatisch, unaufgeregt und hedonistisch.

    Antwort auf "Bald geht's los"
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    Gratuliere,
    dann haben Sie vielleicht ja noch aus der Umverteilung der Mittel, von Unten nach Oben, der letzten Jahre profitieren können.
    Leider ist aber bald nichts mehr aus den Prekariat heraus zu pressen. Was glauben Sie wohl, wer bei der nächsten Finanzkriese als erster bluten wird? - Genau, die Mittelschicht. Mag sein, dass Sie ein Haus haben, privat versichert sind und Rücklagen haben.
    Nur,sind Sie sicher, dass die Versicherungen oder andere finanzielle Rücklagen dann noch bestehen, wenn der nächste große Knall kommt? Wenn Sie aus Verzweiflung nach einem Jahr ALG1 dann Ihr Haus verkaufen müssen, ist es fraglich ob Sie, das hat ja die letzte Kriese schon gezeigt,überhaupt loswerden oder noch 35% des heutigen Wertes dafür bekommen.

    Achso ... auch Schatzis sind nie garantiert, auch die können von einem Tag auf den anderen verschwinden ... aber das ist eine andere Geschichte ...
    ... naja, Sie sind ja Pragmatiker - Viel Erfolg damit. ;-)

    ist ein Instrumentarium, dessen Nutzung im Ermessen jeder Regierung steht.

    Jedoch ist so ein Instrumentarium, über welches zu entscheiden gewiss nicht durch die von lobbyistischer Fesselung (man kann es auch materiell Abhängigkeit oder Korruption nennen) fixierten Parlamentariern des Deutschen Bundestages oder solcher Personen wie den versammelten durch und durch "motivierten" Ministerialdirigenten und Staatssekratären vom Schlage eins Herrn Jörg Asmussen, dessen Fundamentalopportunismus ihn zu einem der Organisatioren des heute in Deutschland real-existierenden Finanzspekulationskonzentrationslager gemacht hat, nutzbar zu machen.

    Wir müssen nur danach schauen, welche Konzepte von attac, lobbycontrol, transparency international, der Gerwerkschaft der Steuerbeamten usw. usw. zur Verfügung gestellt werden.

    Dann braucht es nur noch politische Fantasie und durch die Abgabe der Wahlstimme für Abgeordnete die nicht der politischen Interessengemeinschaft der Lobbypolitiker angehören und Parteien, die NOCH nicht korrupmiert sind, kann eine solche Erschütterung der ständisch-korporativen Seilschaften der deutschen Kaderfunktionärs AG ausgelöst werden, dass wir wieder dort wären, wo Walter Eucken die Grundsätze der Wirtschaftspolitik niedergeschrieben und Ludwig Erhard zur sozialen Marktwirtschaft inspiriert hat:

    Am Ende einer Terrordiktatur - Der Diktatur des Investorismus.

    Gratuliere,
    dann haben Sie vielleicht ja noch aus der Umverteilung der Mittel, von Unten nach Oben, der letzten Jahre profitieren können.
    Leider ist aber bald nichts mehr aus den Prekariat heraus zu pressen. Was glauben Sie wohl, wer bei der nächsten Finanzkriese als erster bluten wird? - Genau, die Mittelschicht. Mag sein, dass Sie ein Haus haben, privat versichert sind und Rücklagen haben.
    Nur,sind Sie sicher, dass die Versicherungen oder andere finanzielle Rücklagen dann noch bestehen, wenn der nächste große Knall kommt? Wenn Sie aus Verzweiflung nach einem Jahr ALG1 dann Ihr Haus verkaufen müssen, ist es fraglich ob Sie, das hat ja die letzte Kriese schon gezeigt,überhaupt loswerden oder noch 35% des heutigen Wertes dafür bekommen.

    Achso ... auch Schatzis sind nie garantiert, auch die können von einem Tag auf den anderen verschwinden ... aber das ist eine andere Geschichte ...
    ... naja, Sie sind ja Pragmatiker - Viel Erfolg damit. ;-)

    ist ein Instrumentarium, dessen Nutzung im Ermessen jeder Regierung steht.

    Jedoch ist so ein Instrumentarium, über welches zu entscheiden gewiss nicht durch die von lobbyistischer Fesselung (man kann es auch materiell Abhängigkeit oder Korruption nennen) fixierten Parlamentariern des Deutschen Bundestages oder solcher Personen wie den versammelten durch und durch "motivierten" Ministerialdirigenten und Staatssekratären vom Schlage eins Herrn Jörg Asmussen, dessen Fundamentalopportunismus ihn zu einem der Organisatioren des heute in Deutschland real-existierenden Finanzspekulationskonzentrationslager gemacht hat, nutzbar zu machen.

    Wir müssen nur danach schauen, welche Konzepte von attac, lobbycontrol, transparency international, der Gerwerkschaft der Steuerbeamten usw. usw. zur Verfügung gestellt werden.

    Dann braucht es nur noch politische Fantasie und durch die Abgabe der Wahlstimme für Abgeordnete die nicht der politischen Interessengemeinschaft der Lobbypolitiker angehören und Parteien, die NOCH nicht korrupmiert sind, kann eine solche Erschütterung der ständisch-korporativen Seilschaften der deutschen Kaderfunktionärs AG ausgelöst werden, dass wir wieder dort wären, wo Walter Eucken die Grundsätze der Wirtschaftspolitik niedergeschrieben und Ludwig Erhard zur sozialen Marktwirtschaft inspiriert hat:

    Am Ende einer Terrordiktatur - Der Diktatur des Investorismus.

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