Missbrauch an der Odenwaldschule "Was habe ich damit zu tun?"

Der Pädagoge Hartmut von Hentig, Lebensgefährte des früheren Leiters der Odenwaldschule, Gerold Becker, wehrt sich gegen "arglistige Verdächtigung".

Nur selten haben die deutschen Zeitungen so lange, so ausführlich und so einmütig über einen Skandal berichtet wie über den sexuellen Missbrauch erst an katholischen Internaten und dann auch an der Odenwaldschule. Die Spiegel /F.-J.-Strauß-Affäre teilte immerhin die Meinungen.

Was habe ich damit zu tun? Im Februar dieses Jahres haben drei Missbrauchsopfer in einem Brief an Vorstand und Schule behauptet, ich sei als »langjähriger Lebensgefährte« und durch meine »häufigen Besuche an der OSO« (Odenwaldschule) mit den Umgangsformen in der Internatsfamilie des am häufigsten genannten Beschuldigten Gerold Becker »vertraut« gewesen und hätte dessen »berufliche Rehabilitation« seit den ersten Anschuldigungen 1998 »sichtbar unterstützt«, indem ich ihn in einer Publikation als einen meiner »Berater« bezeichne. Von einem weiteren ehemaligen Schüler findet sich in einem Protokoll die Angabe, ich sei oft im Herderhaus (in dem Beckers Familie wohnte) zu Besuch gewesen und hätte auch dort übernachtet. »Er geht auch davon aus, dass er (Hentig) in der Dusche war und dass er vollkommen Bescheid wusste, was in der Familie Becker vor sich ging.«

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Einem unausgesetzten Ansturm der Medien auf meine Wohnung – sie liegt unter der von Gerold Becker – habe ich mich, weil nicht von den gegen ihn erhobenen Beschuldigungen betroffen, durch Entstöpseln des Telefons und Nichtöffnen der Wohnung zu entziehen versucht. Am vierten Tag habe ich dann einem mir empfohlenen Redaktionsmitglied der Süddeutschen Zeitung (SZ) ein Gespräch in meiner Wohnung gewährt, weil meine Abschottung als Teil der »Mauer des Schweigens« und des »aktiven Täterschutzes« ausgelegt wurde.

»Sie sind Beckers Lebensgefährte« – damit nimmt man mich in Sippenhaft

In diesem Gespräch habe ich verneint, etwas von den Becker gemachten Vorwürfen gewusst zu haben. Die mir bei den etwa zwölf Besuchen im Laufe der Jahre 1968 bis zu Beckers Abschied von der OSO 1985 erkennbaren »Umgangsformen« habe ich samt den jeweiligen Situationen geschildert; meine nach Bekanntwerden der Vorwürfe an Becker gerichteten Fragen ergaben Aussagen, die mich vielleicht hätten beunruhigen können (Wecken der Schüler durch eine freundliche Berührung), aber nicht an meiner Überzeugung zweifeln ließen, dass Becker nichts (also auch solche Gesten nicht) gegen den Willen eines Schülers ausgeübt habe. Die Zahl und Ausdehnung meiner Besuche sind nachweisbar. Im Gästezimmer des Herderhauses habe ich nur übernachtet, wenn das »offizielle« Gästezimmer der Schule im Merten-Haus (wo ich schon wegen eines eigenen Bades lieber wohnte) besetzt war. Ein- oder zweimal bin ich auch in einem leer stehenden Schülerzimmer im zweiten Stock des Herderhauses untergebracht worden. Mit anderen Worten: Ich konnte nicht, wie gemutmaßt, einen anderen als den öffentlichen Umgang Beckers mit den Schülern beobachten.

Mein SZ -Gesprächspartner war durch diese Mitteilungen nicht auf seine Kosten gekommen und machte daraus: »Hentig… ist blind vor Liebe und Loyalität« und: »Hentig leugnet, verdrängt, bagatellisiert«. Die gesamte Presse – sie hatte ja keinen anderen Zugang zu mir und meiner Darstellung – wiederholt dies seither und übernimmt die von der SZ erzeugte Vorstellung: Ich hätte die Becker vorgeworfenen Übergriffe geleugnet. Nein, ich habe das mir zur Last gelegte Mitwissen geleugnet. Ich könne nichts leugnen, was ich nicht auch bestätigen könne, habe ich dem Spiegel in einem Interview daraufhin geschrieben und meine Erlebnisse »Becker mit Kindern« erneut geschildert. Trotzdem fragt der Spiegel: »Warum tun sich Zeugen generell so schwer mit der Aufklärung?« Und nennt ausdrücklich den Hentig als einen von diesen.

Bitte: Wie soll ich da was »aufklären«? Aufgrund von Aussagen, die im Gegensatz zu meinen Wahrnehmungen stehen, die ganz offensichtlich Mutmaßungen oder Verallgemeinerungen, ja »Hochrechnungen« sind – und zum Teil ganz plump falsch wie im oben zitierten »Protokoll«? (Hentig sei »ein Bildungsforscher gewesen, der die Sache untersuchte, und Becker gab als Pastor seinen Segen dazu«.)

Also noch einmal die Frage: Was habe ich damit zu tun? »Sie sind Beckers Lebensgefährte«, heißt es. Dies Argument nimmt mich in Sippenhaft für einen Freund, Nachbarn und, weil schwerstkrank, auch Anbefohlenen. Für mein Leugnen des Mitwissens nehme ich entschieden die Unschuldsvermutung in Anspruch. Verdrängen kann ich ebenfalls nur, was ich einmal gewusst habe. Den Vorwurf der Bagatellisierung muss man beweisen. Mit welchem Wort oder Satz hätte ich das getan? Da ist man dann mit dem Konstrukt zur Hand, das alle Zeitungen gern zitieren, die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAS) in der Form: »Der Doyen der deutschen Reformpädagogik, Hartmut von Hentig, hatte den Spieß gleich ganz umgedreht und behauptet, falls es überhaupt zu Vorfällen gekommen sei, dann, weil der Lehrer von Schülern verführt worden wäre.« Aber auch so wird keine Bagatellisierung daraus. Ich meine: In keinem Fall sollte es zu sexuellen Handlungen zwischen Erziehern und Zöglingen kommen. Passiert es, fragt sich der Freund verzweifelt, wie es dazu hat kommen können – und denkt sich etwas aus.

Leser-Kommentare
  1. "Das Leben in unserer Kultur verlangt, dass wir verantwortungsbewusste Bürger sind. Zu solchen werden wir nicht von Natur, nicht durch Belehrung, nicht in der Familie."

    Auf diesen Grundgedanken ist das von Hentigsche Pädagogikgebäude erbaut.
    Es spricht Familien rundweg Fähigkeit und Aufgabe ab, ihre Kinder zu verantwortungsvollen Bürgern zu erziehen.

    Im Grundgesetz heißt es:
    Artikel 6
    (1) Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung.
    (2) Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.
    Artikel 7
    (1) Das gesamte Schulwesen steht unter der Aufsicht des Staates.

    Wenn der Staat - in Form von Hentigscher Prämissen in der Pädagogik öffentlicher Schulen - originäre Elternaufgaben zu seinen macht und originär schulische Aufgaben, Vermittlung von schulischem Grundwissen, zu Aufgaben der Eltern werden, handelt er grundgesetzwidrig.
    Dank Schulpflicht, die in diesem Land sogar mittels Zwangsmaßnahmen durchgesetzt werden kann, hat der Staat eine besondere Sorgfaltspflicht, nicht übergriffig zu handeln.
    Die Reformpädagogik in der von Hentigschen Ausprägung gehört dringend auf den Prüfstand.

  2. it herrn von hentig klar, dass dieser text entlarvender ist als jedes interview?

    "....aber nicht an meiner Überzeugung zweifeln ließen, dass Becker nichts (also auch solche Gesten nicht) gegen den Willen eines Schülers ausgeübt habe."
    was soll man dazu noch sagen - das ist die gängigste aller ausreden der pädophilen.
    und
    ein freund, der sich zu hause "etwas ausdenkt" - ok, zum privaten besserfühlen - aber in dieser position - und öffentlich?
    und
    wenn man von freud usw. nichts versteht (was immer man davon halten mag) sollte man ihn auch nicht zur rechtfertigung verwenden.

    und und und

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    @waldundwiese

    <"....aber nicht an meiner Überzeugung zweifeln ließen, dass Becker nichts (also auch solche Gesten nicht) gegen den Willen eines Schülers ausgeübt habe."

    was soll man dazu noch sagen - das ist die gängigste aller ausreden der pädophilen.>

    Ich finde Ihre Verdachtsrethorik zum Kotzen. "Ich bin unschuldig - das sagen alle Verbrecher" - seit wann folgt daraus, dass jeder, der sich für unschuldig hält, ein Verbrecher ist?

    Ich war Schüler in einem Jungeninternat der Franziskaner. Da gab es einen Präfekten, der mich mochte und beim Wecken meistens ein paar Takte mit mir sprach, mir auch mal über die Haare strich. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, das als Missbrauch zu sehen, und sehe das auch heute nicht so. Ich mochte den Präfekten nicht, das ganze Internat mit seinen rabiaten Erziehungsmethoden ebensowenig, habe also keinen besonderen Grund zur Milde. Ich kann mir aber sehr gut vorstellen, wie Verdachtsexperten solche Handlungen zu sexuellem Missbrauch aufblasen. Vor allem in dem hysterischen Klima, in dem die Missbrauchsdebatte läuft. Die Unschuldsvermutung wird als Luxus betrachtet, Freundeskreise werden abgeklappert, etc.

    Ich befürchte, all diese Verdächtigungsrituale nutzen denen am wenigsten, um die es geht: den Kindern und Jugendlichen. ist am besten mit guter Polizeiarbeit gedient, mit einer besonnenen Wachsamkeit in der Gesellschaft und mit Gesetzen, die wirklich etwas bringen. Darüber könnte man reden, statt mit Herrn von Hentig Hühnchen zu rupfen.

    es ging hier nicht darum dass jemand sagt dass er unschuldig ist. sondern darum, wie auch in anderen kommentaren hier, dass die rechtfertigung in richtung freiwilligkeit des opfers zielt.

    @waldundwiese

    <"....aber nicht an meiner Überzeugung zweifeln ließen, dass Becker nichts (also auch solche Gesten nicht) gegen den Willen eines Schülers ausgeübt habe."

    was soll man dazu noch sagen - das ist die gängigste aller ausreden der pädophilen.>

    Ich finde Ihre Verdachtsrethorik zum Kotzen. "Ich bin unschuldig - das sagen alle Verbrecher" - seit wann folgt daraus, dass jeder, der sich für unschuldig hält, ein Verbrecher ist?

    Ich war Schüler in einem Jungeninternat der Franziskaner. Da gab es einen Präfekten, der mich mochte und beim Wecken meistens ein paar Takte mit mir sprach, mir auch mal über die Haare strich. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, das als Missbrauch zu sehen, und sehe das auch heute nicht so. Ich mochte den Präfekten nicht, das ganze Internat mit seinen rabiaten Erziehungsmethoden ebensowenig, habe also keinen besonderen Grund zur Milde. Ich kann mir aber sehr gut vorstellen, wie Verdachtsexperten solche Handlungen zu sexuellem Missbrauch aufblasen. Vor allem in dem hysterischen Klima, in dem die Missbrauchsdebatte läuft. Die Unschuldsvermutung wird als Luxus betrachtet, Freundeskreise werden abgeklappert, etc.

    Ich befürchte, all diese Verdächtigungsrituale nutzen denen am wenigsten, um die es geht: den Kindern und Jugendlichen. ist am besten mit guter Polizeiarbeit gedient, mit einer besonnenen Wachsamkeit in der Gesellschaft und mit Gesetzen, die wirklich etwas bringen. Darüber könnte man reden, statt mit Herrn von Hentig Hühnchen zu rupfen.

    es ging hier nicht darum dass jemand sagt dass er unschuldig ist. sondern darum, wie auch in anderen kommentaren hier, dass die rechtfertigung in richtung freiwilligkeit des opfers zielt.

  3. Mal abgesehen, daß neben fast jedem Kindsmißbraucher eine Ehefrau steht, die jahrelang nie etwas bemerkt haben will, wie kann jemand sich zum Pädagogen und damit zum Experten für Kinder aufschwingen, der nicht mitkriegt, wenn sie gequält werden? Müssen Pädagogen nicht besonders gute Beobachter sein? Müssen Pädagogen nicht einen aufmerksamen Blick und ein geschärftes Ohr dafür haben, was mit Kindern los ist.
    Vollends widerlich ist der Verweis auf die Mißbrauchsfälle bei den katholischen Einrichtungen: Was soll das werden? Die andern haben auch oder die andern haben mehr? Kindesmißbrauch ist normal?
    Das Hentigsche Konzept ist eben Guru-Pädagogik: Zwischen Lehrer und Schüler familiäre Beziehungen zu installieren als Gegenentwurf zur Familie ist auch schon ein Übergriff. Ein Internat ist kein SOS-Kinderdorf.

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    Von Hentig hat sein Konzept als Gegenentwurf zur Familie eben nicht nur an Internaten installiert.
    In puncto Übergriffigkeit stimme ich völlig überein, Allein wird die Unterbringung auf Internaten in der Regel von Eltern, die sich das Konzept zuvor anschauen können, frei gewählt.

    Via Laborschule Bielefeld wurde das von Hentigsche Konzept aber Bestandteil der Lehrpläne fast aller Bundesländer. Lehrpläne können sich Eltern nicht mehr - oder nur durch Umzug - aussuchen.
    Hauptbestandteil elterlicher Klagen ist die mangelnde Schulbildung durch die Schule: die Kinder spielen in der Schule Polis, in das Familienleben wird massiv durch den häuslichen Zwang zur Abarbeitung eigentlich schulischer Aufgaben eingegriffen. Das ist in meinen Augen der eigentliche Skandal.
    Ausgerechnet die Bundesländer, die von Hentigsche Komponenten nicht in ihre Lehrpläne übernommen haben, sind konstant PISA- und IGLU-Sieger.

    Von Hentig hat sein Konzept als Gegenentwurf zur Familie eben nicht nur an Internaten installiert.
    In puncto Übergriffigkeit stimme ich völlig überein, Allein wird die Unterbringung auf Internaten in der Regel von Eltern, die sich das Konzept zuvor anschauen können, frei gewählt.

    Via Laborschule Bielefeld wurde das von Hentigsche Konzept aber Bestandteil der Lehrpläne fast aller Bundesländer. Lehrpläne können sich Eltern nicht mehr - oder nur durch Umzug - aussuchen.
    Hauptbestandteil elterlicher Klagen ist die mangelnde Schulbildung durch die Schule: die Kinder spielen in der Schule Polis, in das Familienleben wird massiv durch den häuslichen Zwang zur Abarbeitung eigentlich schulischer Aufgaben eingegriffen. Das ist in meinen Augen der eigentliche Skandal.
    Ausgerechnet die Bundesländer, die von Hentigsche Komponenten nicht in ihre Lehrpläne übernommen haben, sind konstant PISA- und IGLU-Sieger.

  4. Von Hentig hat sein Konzept als Gegenentwurf zur Familie eben nicht nur an Internaten installiert.
    In puncto Übergriffigkeit stimme ich völlig überein, Allein wird die Unterbringung auf Internaten in der Regel von Eltern, die sich das Konzept zuvor anschauen können, frei gewählt.

    Via Laborschule Bielefeld wurde das von Hentigsche Konzept aber Bestandteil der Lehrpläne fast aller Bundesländer. Lehrpläne können sich Eltern nicht mehr - oder nur durch Umzug - aussuchen.
    Hauptbestandteil elterlicher Klagen ist die mangelnde Schulbildung durch die Schule: die Kinder spielen in der Schule Polis, in das Familienleben wird massiv durch den häuslichen Zwang zur Abarbeitung eigentlich schulischer Aufgaben eingegriffen. Das ist in meinen Augen der eigentliche Skandal.
    Ausgerechnet die Bundesländer, die von Hentigsche Komponenten nicht in ihre Lehrpläne übernommen haben, sind konstant PISA- und IGLU-Sieger.

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    @Johanna Redlich, was meinen Sie, wenn Sie sagen:

    "Via Laborschule Bielefeld wurde das von Hentigsche Konzept aber Bestandteil der Lehrpläne fast aller Bundesländer."

    Könnten Sie dem bitte ein paar Fakten nachschieben!?

    @Johanna Redlich, was meinen Sie, wenn Sie sagen:

    "Via Laborschule Bielefeld wurde das von Hentigsche Konzept aber Bestandteil der Lehrpläne fast aller Bundesländer."

    Könnten Sie dem bitte ein paar Fakten nachschieben!?

  5. Auch nicht unter Pädagogen.
    So gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder man kann Herrn v. Hentig Teilnahme oder Mitwisserschaft an Straftaten nachweisen; dann sollte man zur Staatsanwaltschaft gehen. Oder man kann nichts nachweisen; dann sollte man schweigen.

    • Zapfen
    • 29.03.2010 um 14:59 Uhr

    Der Pädagoge Hentig hat es nicht gelernt, sauber mit Begriffen zu arbeiten, weil er wohl nicht weiß, was ein Begriff ist:
    Er arbeitet in dem Text nur mit innersozialer Symbolik, wie es die alten Griechen taten und vor aller german.- christl. Kultur auch nur konnten. Das ist nun typisch für alle antik- humanistisch Orientierten.
    Dennoch nutzt er forsch moderne Begriffe wie
    DIE GESELLSCHAFT (seit 1820 erst mehr als die alte unmediale Versammlung der Handwerksgesellen).
    Er verwechselt dabei Gesellschaft und Gemeinschaft bzw. setzt diese Gegenpole gleich, hält die antike POLIS für eine Gesellschaft(ist aber ein germanischer Rechtsbegriff), mischt den EU-Bürger unter die Mitglieder des elitären Polis- Verbandes und bereitet so Gedankenchaos:
    Und so jemand gilt als Topmann d. Pädagogik!!!
    Er spricht davon, dass das Internat hier "als Großraum gebaut" wurde: Räume lassen sich aber nicht bauen, sind kein Bauwerke! Bei "Alle sehen immer alles"- erinnert an George Orwell "1984".
    Warum waren große Teile der deutschen Bildungselite von diesem Internat angetan?
    Weil diese oft genug esoterisch denkt.
    Über Esoterik kann man sich ELITÄR fühlen,die Cohn- Bendits, Frieds, von Weizäckers usw.
    Diese Haltung hat sich seit den 80er auch in der akad. Mittelklasse ausgebreitet- ein Volk aus Akademikern ist ein Volk, das voll abgehoben hat.Die Demut hierfür möchte man - oft besonders frau - nicht mehr aufbringen- sie bringt ja keine Kohle und auch kein schnelles Prestige.

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    Auch Sie sollten Begriffe richtig verwenden. Die moderne Architektur hat den Raum entdeckt! Dieser wird gebaut, der "gebaute Raum" ist das zentrale Thema der zeitgenössischen Architektur. Dieser ist, wie Heidegger feststellt, die Konsequenz unseres Denkens.

    Auch Sie sollten Begriffe richtig verwenden. Die moderne Architektur hat den Raum entdeckt! Dieser wird gebaut, der "gebaute Raum" ist das zentrale Thema der zeitgenössischen Architektur. Dieser ist, wie Heidegger feststellt, die Konsequenz unseres Denkens.

    • honett
    • 29.03.2010 um 14:59 Uhr

    Nichtsdestotrotz (um mal die stelzige Ausdrucksweise von Hentig zu versuchen) sagen seine Worte ganz klar, dass er Becker befragt hat, und dass Becker's Aussagen ihn beunruhigt haben 'sollten'!!

    .. meine nach Bekanntwerden der Vorwürfe an Becker gerichteten Fragen ergaben AUSSAGEN, die mich 'VIELLEICHT' hätten beunruhigen können (Wecken der Schüler durch eine freundliche Berührung), ..
    .. (Wecken der Schüler durch eine freundliche Berührung), aber nicht an meiner Überzeugung zweifeln ließen, dass Becker nichts (also auch solche Gesten nicht) 'GEGEN DEN WILLEN' eines Schülers ausgeübt habe ..

    Wenn eine freundliche Beruehrung nicht den Intimbereich betrifft, wieso sollte das dann die Frage aufwerfen, gegen den Willen stattzufinden? Weshalb soll man Hentig glauben? Seine komplizierte Rechtfertigung sagt nicht ein einziges Mal, dass er fuer Regeln ist, die so etwas verhindern!

    Und seine komplizierte Aussage wann er wo im welchem Schlafzimmer uebernachted hat, 'dokumentierbar', Unsinn.

    Hentig schiesst voll and den Tatsachen vorbei! Hat er schon von dem Spruch gehoert: "Sag mir wer Deine Freunde sind, und ich sage Dir, wer Du bist!" Und es ist sicher die Aufgabe von Journalisten, auch mit 'Freunden' zu reden.

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    @honnet

    "Weshalb soll man Hentig glauben? Seine komplizierte Rechtfertigung sagt nicht ein einziges Mal, dass er fuer Regeln ist, die so etwas verhindern!

    Und seine komplizierte Aussage wann er wo im welchem Schlafzimmer uebernachted hat, 'dokumentierbar', Unsinn"

    Mich würde interessieren, wie kompliziert *Ihre* Aussagen ausfielen, wenn Horden von Hobbydetektiven eifrig registrieren würden, was Sie alles nicht sagen und Ihnen daraus einen Strick drehten.

    @honnet

    "Weshalb soll man Hentig glauben? Seine komplizierte Rechtfertigung sagt nicht ein einziges Mal, dass er fuer Regeln ist, die so etwas verhindern!

    Und seine komplizierte Aussage wann er wo im welchem Schlafzimmer uebernachted hat, 'dokumentierbar', Unsinn"

    Mich würde interessieren, wie kompliziert *Ihre* Aussagen ausfielen, wenn Horden von Hobbydetektiven eifrig registrieren würden, was Sie alles nicht sagen und Ihnen daraus einen Strick drehten.

  6. ...das können sich auch die Hohepriester der anderen betroffenen Kirche fragen. Eine ganze Menge. Wer ein falsches Menschenbild propagiert, das letztlich die sexuelle und bürgerliche Autonomie des Einzelnen - auch des jungen Einzelnen - untergräbt, wer um sich herum einen Kult um gewöhnliche Menschen duldet, der Institutionen zur 'Familie' erklärt, der schafft regressive 'elitäre' Strukturen, die den Einzelnen nicht fördern, sondern dem Kollektiv und falschen Autoritäten ausliefern. Gerade, wenn diese 'Hirten' als sanfte oder gar Heilige (Pseudo-)Väter daherkommen, wirds gefährlich.

    Witzig ist, dass den Kritikern dieser Heilsbringer gerne 'Spießertum' vorgeworfen wird. Nun, der Spießer war seither ein Verteidiger städtischer und bürgerlicher Freiheit. Spießig währt am Längsten!

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