Schlafforschung Aus dem Takt gebracht

Unser Schlaf gibt Forschern noch viele Rätsel auf. Klar aber ist: Die Sommerzeit stört.

Nur jeder fünfte schläft ohne Probleme

Nur jeder fünfte schläft ohne Probleme

Damals in der Savanne… Nur im Schutz der Gruppe hätten unsere Vorfahren geschlafen. Alle paar Minuten sei ein anderer aufgewacht, habe gelauscht. Ein Knacken im Busch, ein Heulen in der Dunkelheit? Das archaische Überbleibsel dieser Wachsamkeit wecke uns durchschnittlich 28 Mal pro Nacht auf. Schwer zu glauben? Doch, doch. Wachepisoden, kürzer als drei Minuten, seien am Morgen bereits vergessen. Alles völlig normal.

Ein Raunen geht durchs Publikum im Regensburger Turmtheater. Jürgen Zulley lächelt schelmisch, als seine Geschichte Widerhall findet. Er vorn an der Bühnenkante im schwarzen Anzug, hinter ihm zwei Männer in gestreiften Pyjamas in einem senkrecht stehenden Bett. Sie tun so, als schlummerten sie. Es sind zwei Kabarettisten, mit deren Hilfe der Professor sein Forschungsgebiet auf die Bühne bringt. Den Schlaf.

Anzeige

Jeder zweite Deutsche klagt über Probleme damit, so lautet das Fazit einer Studie der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK) vom Anfang des Jahres. Zwölf Millionen Menschen leiden unter behandlungsbedürftigen Schlafstörungen. Und wer bislang verschont geblieben ist, der kommt spätestens an diesem Wochenende aus dem Takt: wenn eine Stunde Nachtschlaf der Sommerzeit geopfert wird. Seit 30 Jahren gibt es die Zeitumstellung jetzt schon in Deutschland.

Kerzenverbrauch

Bei Benjamin Franklin klang es noch nach Satire, als er 1784 im »Journal de Paris« akkurat den Kerzenverbrauch hochrechnete: Wie viel Geld ließe sich doch an den Abenden der Sommermonate sparen, verwendete man anstelle von Kerzen-kostenloses Sonnenlicht!

Daylight Saving Time

1907 schlug der Brite William Willett als Erster ernsthaft eine Daylight Saving Time vor – zunächst mit mäßigem Erfolg. Nachdem aber im Ersten Weltkrieg die Deutschen ihre Zeit sommers umgestellt hatten, zogen die Briten nach.

Zeitumstellung

In Deutschland führten die Nationalsozialisten die Zeitumstellung 1940 erneut ein. In der jungen Bundesrepublik wollte man entsprechend lange nichts von ihr wissen. Auch nicht, als die ersten Nachbarländer sie nach der Ölkrise als Energiesparmaßnahme aufgriffen. Erst 1978 beschloss der Bundestag: Vom 6. April 1980 an wird sechs Monate lang früher aufgestanden.

MESZ

Bis in die neunziger Jahre gab es unterschiedliche Termine in den europäischen Ländern – aber nicht alle stellten um. Erst 1996 endete mit der Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) das Durcheinander, seit 2001 ist eine siebenmonatige Sommerzeit für alle EU-Staaten verbindlich. Global stellen rund 1,6 Milliarden Menschen die Uhr um. Viele Länder haben die Zeitumstellung wieder abgeschafft – auch teilweise, in Provinzen oder Bundesstaaten. Frühere Kolonien verbinden die Sommerzeit mit fremder Besatzung.

Zwei, drei Tage lang werden die Leute alles Mögliche mit ihr entschuldigen, von Verspätungen bis zur geistigen Abwesenheit. Indes, die Störung im Kalender verschlimmert nur einen dauerhaften Missstand, unser verkrampftes Verhältnis zum Schlaf an sich. So erkrankten laut DAK im Jahr 2009 über 60 Prozent mehr Menschen an quälender Schlaflosigkeit (»Insomnie«) als noch vier Jahre zuvor. Daten aus Großbritannien, Taiwan und den USA zeigen Ähnliches. Die österreichische Gesellschaft für Schlafmedizin und Schlafforschung hatte im 15-Jahres-Abstand repräsentativ Menschen gefragt, ob diese sich im Schlaf irgendwie gestört fühlten. Vergangene Woche veröffentlichte sie das Ergebnis: Schliefen in den neunziger Jahren noch drei Viertel der Befragten ungestört, behauptet dies nun nur noch jeder Fünfte.

»Die Leute lesen mehr und wissen mehr über den Schlaf«, sagt die Studienleiterin, die Neurologin Birgit Högl von der Universität Innsbruck – das sensibilisiere. Zunehmend, muss man also schließen, wachen die Menschen über ihren Schlaf. Sie problematisieren ihn.

Allerlei verspricht Abhilfe: Ratgeber und Mittelchen ohne apothekenrelevanten Wirkinhalt; Kissen mit eingebauten Lautsprechern für seichte Schlafmusik; Matratzen, die den Partner durchrütteln, sobald dieser zum Schnarchen ansetzt. Die Mühe mit dem Schlaf ist längst ein Geschäft. Doch viele seiner Rätsel sind noch ungelöst. 

Das Nachtlager der Versuchspersonen in dem kleinen Zimmer in der Regensburger Bezirks- und Uni-Klinik überwacht eine Videokamera. Anstelle eines Nachtschränkchens steht neben dem Bett ein hüfthoher Turm von Gerätschaften, denen unzählige Kabel entspringen. Sie führen zum Kopf des Schläfers, zu seinem Kehlkopf, zum Brustkorb. In einer benachbarten Kammer zeigen Bildschirme an, was die Kamera aufzeichnet und die Messgeräte festhalten.

Jürgen Zulley betrachtet – anders als auf der Kabarettbühne jetzt ganz ernst – mit krauser Stirn Hunderte blaue, schwarze und violette gezackte Linien auf einem der Monitore. Für ihn ist dies das Protokoll einer Nacht unter Beobachtung. Zacken nach unten. »Hier hat sich der Patient umgedreht«, sagt er. Zacken nach oben. »Hier hat er gerade keine Luft bekommen, fast eine Minute lang.« Die Diagnose: »Schlafapnoe« – eine von derzeit 88 bekannten Schlafstörungen.

Wir Menschen verbringen rund ein Drittel unseres Lebens im Schlaf, in einem Zustand der Bewusstlosigkeit, wehrlos. Weshalb dieses Risiko? Um Energie zu sparen, dachte man, bis sich herausstellte: Der schlafende Körper verbrennt ähnlich viele Kalorien wie ein wacher. Höchstens den Energiegehalt einer Scheibe Brot spart ein Schläfer pro Nacht. Der Schlaf muss also einen anderen, immensen Vorteil bieten, sonst wäre er im Lauf der Evolution abgeschafft worden. Aber es schlafen eben alle Tiere (selbst wenn wie beim Delfin stets nur eine Gehirnhälfte ruht). Giraffen schlafen zuweilen bloß 20 Minuten, Elefanten und Kühe drei bis vier Stunden, Fledermäuse hängen ganze 20 Stunden kopfüber.

Was passiert während dieser Zeit? »Warum wir schlafen, ist vielleicht die größte offene Frage der Biologie«, glaubt der Psychiater Allan Rechtschaffen aus Chicago, einer der Pioniere der Schlafforschung. »Wir wissen nur, was passiert, wenn wir nicht schlafen«, entgegnet Zulley. Ratten, Fliegen und selbst die als Überlebenskünstler geltenden Schaben sterben nach Schlafentzug. Auch Menschen erginge es bei fortgesetzter Wach-Folter nicht anders.

Schlafforschung ist eine Wissenschaft des Umkehrschlusses: Was im Regensburger Labor an Patienten mit Schlafmangel auffällt, liefert Rückschlüsse auf den Normalzustand. Der Lübecker Endokrinologe Jan Born vergleicht ausgeschlafene und übermüdete Studenten miteinander (siehe nebenstehendes Interview). Und US-Forscher erkannten jüngst in der statistischen Gegenüberstellung: Wer weniger als sieben Stunden in der Nacht schläft, erkrankt dreimal so häufig an einer Erkältung als andere.

Zellbildung und Wundheilung, Lernen und Erinnern, Stoffwechsel und Verdauung – für all das ist die natürliche Nachtruhe vonnöten. Schlafen macht gesund, klug und hält schlank. Folglich ist der Schlafmangel eine Bedrohung weit über bleierne Müdigkeit hinaus. Er macht uns krank, dumm und dick.

Angesichts dessen stimmt der langjährige Trend bedenklich. Derzeit schlafen die Deutschen im Durchschnitt jede Nacht sieben Stunden und vierzehn Minuten lang – über eine Stunde weniger als noch im Jahr 1991. Experten schätzen, dass Anfang des letzten Jahrhunderts noch mehr als neun Stunden die Regel waren. Unser Alltag und das Schlafverhalten unserer Savannenvorfahren, sie vertragen sich einfach nicht.

Frühmorgens ist die Luft in der flughafengroßen Halle schon durchsetzt von Plastikgeruch und Staub. Männer in blauer Schutzkleidung hieven hier riesige Kupferstränge auf Schienenfahrzeuge. Kraftwerkspumpen, U-Boot-Motoren und Turbinen werden im Berliner Siemenswerk gebaut. Tag und Nacht wird hier gefräst, geschweißt, geschliffen, jeder einzelne Handgriff ist zeitlich exakt festgelegt. Da kann jeder Fehler im Ablauf teuer werden. Ein Mann mit Rucksack und beigem Leinenjackett grüßt die Arbeiter, hält kurz Schwätzchen. Till Roenneberg ist Stammgast hier. Siemens hat ihn um Rat gebeten, nachdem in der Firma aufgefallen war: Unausgeschlafene Arbeiter machen mehr Fehler, Schichtarbeiter erkranken signifikant häufiger als andere. Das zu ändern ist nun Roennebergs Projekt. Der Münchner Professor erforscht wie kein Zweiter in Deutschland unsere innere Uhr, die »Chronobiologie«.

»Alles in unserem Körper schwankt im 24-Stunden-Rhythmus«, sagt Roenneberg. Unsere Organe, die Leistung des Gehirns, die Ausschüttung von Hormonen. Doch die Rhythmen seien individuell verschoben, eine Typfrage, abhängig von »Genen und Sonnenlicht«. Je nach »Chronotyp« unterscheidet Roenneberg früh aufstehende »Lerchen« und spätaktive »Eulen«. In Berlin analysierte er die Chronotypen von 320 Arbeitern, damit diese besser den unterschiedlichen Schichten zugeteilt werden können.

Roenneberg hat auch jenen Wechsel untersucht, der uns am kommenden Wochenende bevorsteht, an 50 Menschen in jeweils vier Wochen vor und vier Wochen nach der Zeitumstellung. Gar 55.000 weitere befragte er nach ihrem Einschlaf- und Aufwachverhalten. Keiner hat die Auswirkungen der Sommerzeit so ausführlich erkundet wie er. Über hundert Beiträge veröffentlichte er in Fachzeitschriften, in seinem neuen Buch Wie wir ticken fasst Roenneberg zusammen: Unsere innere Uhr, insbesondere diejenige der »Eulen«, passe sich kaum an die Zeitverschiebung an. Denn obwohl wir morgens eine Stunde früher aufstünden, gingen wir abends nicht früher zu Bett. So schlafen aufgrund der Sommerzeit die meisten Menschen weniger – und zwar bis zum Herbst hindurch.

»Es würde unserer Biologie eher entsprechen, in der Winterzeit zu bleiben«, folgert auch Zulley. Eine Untersuchung des finnischen Gesundheitsministeriums hat im Jahr 2006 ergeben, dass der Wechsel in die Sommerzeit kurzfristig nicht nur die Schlafdauer der Menschen mindert, sondern auch ihre Fähigkeit, sich im Schlaf zu erholen. Und aus einer DAK-Untersuchung vom vergangenen Frühjahr geht hervor, dass in den ersten drei Tagen nach der Zeitumstellung ein Viertel mehr Menschen mit Herzinfarkt im Krankenhaus landen als im Jahresdurchschnitt. Schlafforscher sind sich einig: Die Sommerzeit stört unseren natürlichen Rhythmus. Und damit kann sie uns langfristig krank machen. 

Politisch infrage stellt die Sommerzeit deshalb aber fast niemand. Oder genauer gesagt, nur ein Einziger, Herbert Reul aus dem Bergischen Land. »Es gibt kein Thema, bei dem ich so viele Zuschriften, E-Mails, Anrufe und Hinweise kriege wie bei der Sommerzeit« – der CDU-Europaabgeordnete ist der Sommerzeitkritiker vom Dienst. Alle europäischen Regierungschefs habe er wegen der »unnötigen Umstellerei« schon angeschrieben. Immerhin steht Reul ja im Brüsseler Parlament dem Ausschuss für Energie vor: »Und Energie sparen wir mit der Sommerzeit jedenfalls nicht.«

Genau das aber war in den siebziger Jahren unter dem Eindruck der Ölkrise das Argument (siehe Kasten). Eine Studie an 230.000 Haushalten und über 400.000 Bewohnern, die im US-Bundesstaat Indiana bei der Umstellung auf die Sommerzeit (Daylight Saving Time, kurz DST) begleitet wurden, belegt inzwischen jedoch: Was abends an Lichtenergie gespart wird, geht morgens zum Heizen wieder drauf. Die viel zitierte Studie von Ende 2008 gilt als Referenz, eine entsprechende empirische Verteidigung von DST oder MESZ existiert hingegen nicht. Im vergangenen Jahr erklärte das deutsche Umweltbundesamt freimütig: »Durch das Vor- und Zurückstellen der Uhren sparen wir keine Energie.«

Der Rückhalt in der Bevölkerung für den »von oben diktierten Eingriff in unser biologisches Zeitsystem« (Roenneberg) schwindet. Wann immer in den vergangenen Jahren ein Radiosender oder eine Tageszeitung die Deutschen befragen ließ, kam heraus: Über die Hälfte der Menschen ist die Zeitumstellung inzwischen leid. Repräsentative forsa-Umfragen belegen über die Jahre zunehmende Ablehnung. Darin erschöpft sich die Erregung aber auch schon. Denn Grüppchen wie die »Initiative Sonnenzeit« sammeln seit Jahren Unterschriften, ohne damit ein nennenswertes Echo hervorzurufen. Seit Kurzem existieren auf Facebook Gruppen wie »Abschaffung der Sommerzeit« oder »Scheiß Zeitverschiebung« – mit mickriger Unterstützerzahl. Sie alle dürften ähnlich erfolglos bleiben wie der einsame Sommerzeitgegner Reul.

Als dieser – schon in der letzten Legislaturperiode – den damaligen Bundesinnenminister und den EU-Kommissionspräsidenten auf Unsinn und Schaden der Zeitumstellung ansprach, verwiesen diese schlicht auf den »gemeinsamen Markt«. Er brauche eine einheitliche Regelung. So hat die MESZ ihre Letztbegründung gefunden: Sie soll bleiben, einfach weil sie sich europaweit durchgesetzt hat.

Was für eine schwache Rechtfertigung für den alljährlichen Eingriff in die innere Uhr! »Es gibt einfach keinen überzeugenden Grund, die Sommerzeit zu behalten«, sagt die Neurologin Högl. »Richtig gewöhnen wir uns daran nie«, sagt der Chronobiologe Roenneberg. In den nächsten Jahren werden die Forscher dem Schlaf wohl viele Geheimnisse entreißen. Genug medizinische Argumente für ein Urteil über die Sommerzeit haben sie bereits jetzt: Weg damit! »Ich halte sie nicht nur für überflüssig«, fasst Jürgen Zulley zusammen, »sondern auch für schädlich.«

Diesen Artikel finden Sie als Audiodatei im Premiumbereich unter www.zeit.de/audio

 
Leser-Kommentare
  1. Aber wo kämen wir da hin, wenn "Experten" und Politiker einmal zugeben müssten, dass sie Mist gemacht haben, dass Abermillionen an Steuergeldern für diesen Schwachsinn ausgegeben wurden?
    Und: War das nicht im vorletzten Jahr, dass in den elenden USA die Sommerzeit um einen Monat verlängert wurde, weil dadurch die Spielwarenindustrie an diesem idiotischen Halloween-Tag eine Stunde länger den "Verbrauchern" ihren Schrott andrehen konnte?
    Bei mir heißt die Sommerzeit "Spaßidiotenzeit".

    • Laber
    • 25.03.2010 um 14:26 Uhr

    Mein Gott, jedes Jahr das selbe Geseiere mit der Zeitumstellung. Ich kann es nicht mehr hören. Ich bin froh, daß ich, wenn ich um 20.30/21.00 Uhr Feierabend habe, noch bei Tageslicht Sport machen kann.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Ganz meiner Meinung. Erst waren es nur die Kühe nun haben "Forscher" natürlich auch den Menschen analysiert und die Ergebnisse sind wie bei so vielen medizinschen Themen extrem dünn und wenig schlagkräftig. Natürlich gibt es 1000 Gründe für Schlafstörungen aber die Sommerzeit ist sicherlich das kleinste Uebel dabei.
    Und wieso ich im Juli morgens mehr Energie für Heizen verbrauche leuchtet mir auch nicht ganz ein...?

    "Natürlich gibt es 1000 Gründe für Schlafstörungen aber die Sommerzeit ist sicherlich das kleinste Uebel dabei."

    "Sicherlich"... Aha. Ich bin beeindruckt wie Sie die Auflistung etlicher gegenteiliger wissenschaftlicher Erkenntnisse, die im Artikel angerissen wurden, mit nur einem einzigen Wort zweifelsfrei widerlegen konnten. Aber sicher doch, so macht Wissenschaft Spaß.

    Ganz meiner Meinung. Erst waren es nur die Kühe nun haben "Forscher" natürlich auch den Menschen analysiert und die Ergebnisse sind wie bei so vielen medizinschen Themen extrem dünn und wenig schlagkräftig. Natürlich gibt es 1000 Gründe für Schlafstörungen aber die Sommerzeit ist sicherlich das kleinste Uebel dabei.
    Und wieso ich im Juli morgens mehr Energie für Heizen verbrauche leuchtet mir auch nicht ganz ein...?

    "Natürlich gibt es 1000 Gründe für Schlafstörungen aber die Sommerzeit ist sicherlich das kleinste Uebel dabei."

    "Sicherlich"... Aha. Ich bin beeindruckt wie Sie die Auflistung etlicher gegenteiliger wissenschaftlicher Erkenntnisse, die im Artikel angerissen wurden, mit nur einem einzigen Wort zweifelsfrei widerlegen konnten. Aber sicher doch, so macht Wissenschaft Spaß.

    • samyka
    • 25.03.2010 um 14:56 Uhr

    Wenn ich im Sommer bei Verwandten im Harz (wohne im Rheinland) bin, stört es mich maßlos, dass schon so früh die Sonne scheint. Was habe ich von einem Sonnanaufgang um halb vier, wenn ich dann gern noch drei Stunden schlafen möchte? Dafür kann man dann abends um halb neun den Mond mit der Stange weiterschieben. Auch im Winter wäre es angenehmer, wenn es nachmittags länger hell bleibt. Morgens ist es mir ziemlich egal, wann es hell wird, weil ich dann sowieso zur Arbeit muss.
    Also kann es doch nur eine Lösung geben. Immer Sommerzeit. Winterzeit resp. Normalzeit abschaffen! Abends eine Stunde länger hell bedeutet einfach mehr Lebensqualität!

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    dass es im Winter kälter wird?
    dass ein Apfel, den man loslässt, zu Boden fällt?
    dass Sie alle paar Sekunden atmen müssen?
    dass Sie irgendwann sterben werden?

    dass es im Winter kälter wird?
    dass ein Apfel, den man loslässt, zu Boden fällt?
    dass Sie alle paar Sekunden atmen müssen?
    dass Sie irgendwann sterben werden?

  2. dass es im Winter kälter wird?
    dass ein Apfel, den man loslässt, zu Boden fällt?
    dass Sie alle paar Sekunden atmen müssen?
    dass Sie irgendwann sterben werden?

  3. Ganz meiner Meinung. Erst waren es nur die Kühe nun haben "Forscher" natürlich auch den Menschen analysiert und die Ergebnisse sind wie bei so vielen medizinschen Themen extrem dünn und wenig schlagkräftig. Natürlich gibt es 1000 Gründe für Schlafstörungen aber die Sommerzeit ist sicherlich das kleinste Uebel dabei.
    Und wieso ich im Juli morgens mehr Energie für Heizen verbrauche leuchtet mir auch nicht ganz ein...?

    Antwort auf "Tageslicht"
  4. Ein Schlafforscher auf Deutschland Radio Kultur meinte, der Mensch braucht etwa eine Woche, um sich an die Sommerzeit zu gewöhnen. Eine Woche und was diese popelige Woche doch für hitzige Diskussionen über Sinn und Unsinn der Sommerzeit auslöst! Unglaublich. Alle Jahre wieder die gleichen langweiligen Themen. Steigende Benzinpreise zur Ferienzeit, Umstellung auf die Sommerzeit. Und täglich grüßt das Murmeltier.

    Ich freue mich, dass die Uhren umgestellt werden. Es macht keinen Sinn, aber das ist mir wurscht. Endlich abends länger hell. Für mich eine deutliche Steigerung der Lebensqualität. Da überlese ich gerne auch die ewigen Meckereien über die Sommerzeit.

  5. Hört das Geseier über die Sommerzeit denn nie auf? Nein, die Sommerzeit macht keinen Sinn. Aber sie steigert mein Wohlbefinden. Ich kann im Sommer länger Aktivitäten nachgehen, die ich bei früherer Dunkelheit weniger nachgehen könnte. Z.B. Sport im Freien. Und das steigert mein Wohlbefinden. Da sehe ich großzügig darüber hinweg, ob es evt. negative Auswirkungen auf meinen Schlaf haben könnte, was ich bisher nicht feststellen konnte. Wenn ich schlecht schlafe, dann auch im Winter und da gibt es keine Sommerzeit. Alles hat negative wie positive Auswirkungen. Es gibt nichts, was nur positiv ist. Die Frage ist, was einem wichtig ist und welche Wechselwirkungen etwas hat. Und da kann die Lebensfreude über längere Freizeitaktivitäten im Freien durchaus die negativen Seiten der Sommerzeit aufwiegen.

  6. Ich persönlich finde die Sommerzeit gut ich mag es abends gerne hell. Die Zeitumstellung hat man ja auch wenn man in andere Zeitzonen fährt - offensichtlich eine bislang völlig unterschätzte Gefahr für die Gesundheit - jeder Urlaub nach Griechenland, oder ein Wochenende in London ein Schritt zur Lebenszeitverkürzung...
    Wesentlich interessanter wäre der Artikel wenn er Lösungsvorschläge für Schichtarbeit-Geplagte aufzeigen würde... dieses Thema halte ich für bedeutend problematischer.

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service