Das Essen hinunterzuschlingen ist nicht gesund, so predigen es Eltern ihren Kindern seit Generationen. Aber macht schnelles Essen auch dick? Und wird man, umgekehrt, satter, wenn man sich mehr Zeit lässt?

Vor ein paar Wochen erschien im Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism eine Untersuchung zu diesem Thema. Forscher an der Universität von Athen gaben 17 männlichen Testpersonen Eis zu essen – eine ordentliche Portion von 300 Millilitern, die 675 Kilokalorien enthielt. Jeder Proband sollte einmal das Eis binnen fünf Minuten herunterschlingen, danach in einer zweiten Sitzung in 30 Minuten (welche Konsistenz das Eis dabei annahm, steht nicht in dem Artikel).

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Nach jeder Mahlzeit maßen die Forscher bei den Probanden die Konzentration zweier "Sattheits-Hormone", die dem Körper signalisieren, die Nahrungsaufnahme einzustellen. Nach dem 30-Minuten-Mahl waren die Werte eindeutig höher. Außerdem gaben die Testpersonen in einem Fragebogen an, satter zu sein.

Das bestätigt frühere Studien – etwa jene, in der 3000 Personen nach ihrem Esstempo befragt wurden und die Schnellesser durchweg dicker waren. Also: Bei Langsamessern profitieren Verdauung und Figur zugleich. 

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