Affenversuche und Massentierhaltung Respekt!
Der Kampf gegen Tierversuche ist heuchlerisch. In unserem Alltag nehmen wir tausendfaches Leid in Kauf. Dagegen hilft kein strengeres Gesetz, sondern ein Bewusstseinswandel.
© Ralph Orlowski/Getty Images

Schlachthaus in Deutschland: Die meisten Tierquälereien passieren dort, wo der Verbraucher nicht hinschaut
Einen Folterer hat man ihn genannt. Einen Verbrecher. Einen Perversen. Man hat ihm öffentlich gedroht, seinen kleinen Sohn zu entführen und als Versuchstier einzusetzen. Seine Familie steht regelmäßig unter Polizeischutz.
Andreas Kreiter ist ordentlicher Professor in Bremen. Er führt Versuche mit Halbaffen durch. Was er tut, ist behördlich genehmigt. Kreiter betreibt Grundlagenforschung. Vielleicht, so hofft er, kann seine Arbeit einmal dazu beitragen, Epilepsie oder Demenz besser zu verstehen. Vielleicht. Bei Grundlagenforschung weiß man das nie so genau.
Für einige seiner Kritiker ist Kreiter schlicht das Böse. Der Streit um seine Versuche währt seit Jahren. Er verliert sich tief im Detail und ist doch sehr grundsätzlich: Ist es unbedenklich, Elektroden in ein Gehirn zu stechen, wenn dies keine Schmerzen verursacht? Ist es zumutbar, wenn die Affen nichts zu trinken bekommen, damit sie für ihre Mitarbeit nach Belohnung in Form von Apfelsaft dürsten? Oder ist das alles zu viel Qual für zu wenig Erkenntnis?
Der Streit steht exemplarisch dafür, wie in Deutschland über Tierschutz nachgedacht wird. Tierversuche werden erbittert bekämpft. Dabei finden sie unter streng kontrollierten Bedingungen statt. Manchmal scheint es, als würde dieser Krieg stellvertretend geführt – wegen unser aller Unbehagen im Umgang mit dem Tier.
Der Kasus Kreiter liefert die idealen Bilder: Affen, die mit großen Augen in die Kamera schauen. Steckt nicht ein gerüttelt Maß Mensch in ihnen? Er zeigt einen nicht allein mit Nützlichkeitserwägungen aufzulösenden Konflikt, den zwischen der Würde der Kreatur und der Suche nach Erkenntnis. Dürfen dafür Tiere leiden? Er beschwört große Fragen herauf. Nach der Heiligkeit von Zweck und Mitteln. Nach Personalität und Würde. Nach dem Trennenden zwischen Mensch und Tier.
Jahrzehntelang hat die Tierrechtsbewegung jene Unterscheidung infrage gestellt, die das Tier zum Gegenstand erklärte: käuflich, nutzbar, seelenlos. Argumente lieferte die Forschung, sie hat die Sonderstellung des Homo sapiens demontiert. Haben wir allein ein Bewusstsein? Weit gefehlt. Selbstlosigkeit, Mitgefühl und Hinterlist, Strategie und Sprache: Welches Merkmal man sich auch vornimmt, die Grenze verläuft niemals trennscharf zwischen Mensch und Tier. Also sind auch die Rechte von Tieren in ihrer Empfindsamkeit begründet, in der Art ihrer Wahrnehmung, in ihrer Intelligenz. Tiere zu schützen ist kein gnädiger Akt, sondern ein Gebot der Natur.
Bewusst machen wir uns das nur selten, wenn wir nämlich ausnahmsweise hinsehen. Vielleicht ist der Streit um die Bremer Affen auch deshalb so heftig, weil er in Wahrheit nicht zum Ziel führt, sondern ablenkt. Ablenkt vom Alltag. Tiere mögen Rechte haben, doch ihre Qual nehmen viele Menschen Tag für Tag gedankenlos in Kauf.
Eisbären in Gefangenschaft rufen nationales Entzücken hervor
Gegen Tierversuche wettern auch jene, die sich von den Stupsnasen ihrer Rassehunde entzücken lassen und dabei vergessen, dass die über Generationen herangezüchtete Kurzköpfigkeit den Tieren das Atmen schwer macht, dass sie eine Qualzüchtung Gassi führen. Ob Freunde des Pferdesports wissen wollen, wie grausam manche Springer und Galopper trainiert werden? Fragen sich Zoobesucher, wie artgerecht die Exoten direkt vor ihren Augen leben?
Affen im Labor rufen unsere Abscheu hervor. Zoo-Eisbären wie Knut (Berlin), Flocke (Nürnberg) oder Wilbär (Stuttgart) sorgen hingegen für nationales Entzücken – solange sie unserem zutiefst menschlichen Kindchenschema entsprechen. Gegen diese Gefühlsduselei sind Kritiker chancenlos, wenn sie mahnen, dass in Gefangenschaft verhätschelten Raubtieren schwere Verhaltensstörungen drohen.
Auch gegen niedliche Möpse haben wir nichts einzuwenden. Vor vermutlich 14.000 Jahren hat der Mensch den Wolf domestiziert, den Hund aus ihm gezüchtet. Seither ist er Jagdwerkzeug, Nahrungsquelle, Wächter, Spielzeug für das Kind – und immer mehr bloße Zierde. Resultate dieser Entwicklung sind pittoreske Kreaturen, die kaum gehen, gucken und atmen können. Motorische und geistige Krüppel sind in den Straßen zu bewundern: fettsüchtige Sabberpumpen, beißwütige Terrier oder unterzuckerte, herzkranke Mini-Chihuahuas mit deformierten Köpfen.
Der wegen hängender Ohren und trauriger Augen von Kindern besonders geliebte Basset neigt als genetischer Krüppel nicht nur zu Zwergwuchs, Scheinschwangerschaft, Harnsteinbildung und Arthrose. Häufig leidet er auch an grünem Star, Bindehautentzündung und Leistenbruch. Im Winter bescheren ihm die Stummelbeine Hodensack- und Vorhauterfrierungen. Manchem Shar Pei im faltigen Pelz, manchem Cavalier King Charles Spaniel (das Hirn eingepfercht im zu engen Schädel) mag man da wünschen: Wärst du doch Wolf geblieben!
Der vermeintliche Hundefreund nimmt am Leid seines Schützlings genauso selten Anstoß wie der durchschnittliche Fleischesser am Schicksal seines Eiweißlieferanten. Die meisten greifen am liebsten nach Schnitzeln zu Schleuderpreisen. Durchschnittlich 88,4 Kilogramm Fleisch verbraucht jeder Bundesbürger im Jahr. Nicht alles davon essen die Deutschen selbst, einiges verfüttern sie gleich weiter. 2,6 Milliarden Euro geben sie jährlich für Tierfutter aus, das meiste davon, um ihre 5,5 Millionen Hunde und 8,2 Millionen Katzen satt zu kriegen.
Wir lieben und essen sie, unsere Tiere. Dass das in ihrem Alltag viel Grausamkeit bedeuten kann, wird uns erst bewusst, wenn wir wieder einmal mit Bildern eines Tierhaltungs- oder Schlachtskandals konfrontiert werden.
Wie vergangene Woche in den Tagesthemen. Ein deutscher Schlachthof. Bis zu 600 Schweine pro Stunde verschlingt die Produktionsstraße, die Tiere säuberlich zu Ware zerlegt. An ihrem Anfang sticht ein Mann jeder Sau mit einem Hohlmesser ins Herz oder in die Hauptschlagader. Nur wenige Sekunden hat der »Stecher« dafür – und das reicht oft nicht aus, um gründlich genug zu töten. Dann können die betäubten Tiere noch einmal im Siedebad erwachen, wo ihnen Haut und Borsten abgebrüht werden. Eine Qual. An den Gesetzen mangelt es nicht. »Wir haben im Prinzip ausreichende Vorschriften«, sagt Klaus Troeger vom Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel, der den Tod im Siedebad öffentlich gemacht hat. Die deutsche Schlachtverordnung gehe sogar über geltendes EU-Recht hinaus. Es fehle, klagt Troeger, schlicht an Kontrollen.
Und ganz offenbar am Bewusstsein des Konsumenten. Welches Schicksal sich unter der Schutzfolie der Wurstverpackung verbirgt, unter welchen Bedingungen ein Tier gehalten, transportiert oder geschlachtet worden ist, erkennt der Kunde nicht. Er sieht vor allem auf den Preis. Industrielle Produktion ist nicht per se schlecht. Aber in Verbindung mit krimineller Energie begünstigt die anonyme Massentierhaltung das Leiden in großem Maßstab.
Und gegen die Discounterpreise kann kein Metzger bestehen, der seinem Kunden noch gern berichtet, von welchen Höfen in der Umgebung seine Würste und Schnitzel stammen. Bio-Erzeugnisse – die meist für bessere Haltung stehen – bilden bisher nur eine kleine Marktnische. »Es gibt im Lebensmittelmarkt keinen Qualitätswettbewerb, weil die Transparenz fehlt«, sagt Martin Rücker, Sprecher der Verbraucherorganisation Foodwatch. »Es gibt nur einen Preiswettbewerb.«
Den Nutzen möglichst billig, Schutz nicht um jeden Preis – dieser bigotte Umgang mit dem Tier ist nicht neu. Mit der Erfindung der Religionen erlangten Tiere in vielen Kulturen den Status von Gottheiten. Dass man den Heiligen im Alltag mit Ehrfurcht begegnet wäre, ist nicht überliefert. Erst im römischen Recht wurden Tiere vom juristischen Nichts zum Gegenstand des Rechtsverkehrs – wie übrigens auch die Sklaven. Paragrafen, die das Quälen der Sache Tier verboten hätten, kannte Rom aber nicht. Humanismus, Aufklärung und Pietismus führten erst im 19. Jahrhundert zum ethisch begründeten Tierschutz. Der Elsässer Arzt und Theologe Albert Schweitzer predigte die Ehrfurcht vor dem Mitgeschöpf: »Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will.«
Der 1822 in England verabschiedete Martin’s Act gilt als erster Erlass der Welt, der Tiere um ihrer selbst willen schützt. Vorreiter in Deutschland war 1838 das Königreich Sachsen. Es stellte in Artikel 310 des Kriminalgesetzbuchs Tierquälerei unter Strafe. Württemberg, Hessen-Darmstadt, Schwarzburg-Sonderhausen, Bremen und Bayern folgten. Im 20. Jahrhundert entwickelten die meisten europäischen Länder nationale Tierschutzgesetze. Europarat und Europäische Union erließen staatenübergreifende Regelungen. Um die Novellierung der EU-Tierversuchsrichtlinie wird gegenwärtig heftig gerungen. Die letzte gründliche Überarbeitung des deutschen Tierschutzgesetzes datiert von 1998. Vier Jahre später wurde der Tierschutz als Staatsziel ins Grundgesetz geschrieben. Damit ist er jetzt juristisch ein »überragend wichtiges Gemeinschaftsgut«.
Während der Mensch seinen Mitgeschöpfen endlich zugestand, keine bloßen Gegenstände zu sein, liefen immer weniger davon durch sein Blickfeld. In den fünfziger Jahren hatten viele Deutsche noch täglichen Kontakt zu Nutztieren. Eigene Hühner- oder Kaninchenställe, gar Hausschweine waren keine Seltenheit, auch in den Arbeitersiedlungen der Städte nicht. Fleisch machte noch Geräusche, hatte Augen und Fell oder Federn.
Allein in Deutschland leben heute rund 27 Millionen Schweine, knapp 50 Millionen Hennen und Küken, dazu Millionen Schlachtrinder – für den Konsumenten praktisch unsichtbar. Und die meisten Nutztiere leben nicht allzu lange. Die Mastzeit eines Hähnchens beträgt sechs bis acht Wochen, die eines Kalbs drei Monate. Ein Schwein ist oft gerade mal ein halbes Jahr alt, wenn es zur Schlachtbank geführt wird. Zucht, Mast, Schlachtung – sie sind im industriellen Maßstab organisiert und konzentriert. Und zwar weltweit.
Wer wissen will, wie sich die Lebens- und Todesumstände der Nutztiere entwickeln werden, muss in die Schwellen- und Entwicklungsländer schauen. Die Menschen dort essen heute fünf Mal so viele Eier und drei Mal so viel Fleisch wie vor fünfzig Jahren. Kein Land legt in der Tiernutzung rasanter zu als China. Heute ist es der größte Schweineproduzent der Welt – und muss dennoch Fleisch importieren.
Bevölkerungswachstum und Verstädterung werden die Industrialisierung der Fleischproduktion weiter vorantreiben. Mit allen Schrecken, die in Europa mühsam verdrängt worden sind: in Drahtbatterien gesperrte Hühner; Schweine mit von Gitterböden deformierten Füßen; Dauerstress durch Lärm, Schmutz und Enge, wenn in Hallen Zehntausende, gar Hunderttausende Tiere untergebracht sind. Die Maßstäbe im Tierschutz drohen global weiter auseinanderzuklaffen. Zwar bestimmten Standards bei der Haltung, beim Transport und bei der Schlachtung von Tieren in reichen Staaten zunehmend über den Zugang zu Märkten, schreiben die Autoren des jüngsten FAO-Agrarberichts. Aber: »In einigen Entwicklungsländern wächst die Sorge, dass Tierschutz zu einer weiteren Hürde für sie werden könnte.«
»Nichts wird die Chance auf ein Überleben auf der Erde so steigern wie der Schritt zur vegetarischen Ernährung«, wird Albert Einstein zitiert – eine Hypothese, die sicher nicht dem experimentellen Test unterzogen werden wird, ganz offenbar ist die Fleischeslust zu groß.
Als möglicher Ausweg gilt Fleisch, das ohne Tier heranwächst, im Laborgefäß: Muskelzellen, die in Nährflüssigkeit, stimuliert von Stromstößen und Roboterbewegungen, zum Retortensteak erwachsen. Mark Post, Physiologe an der Universität Maastricht, arbeitet an dieser Zukunft. »Wahrscheinlich wird es zunächst Fleischprodukte wie Würstchen oder Hamburger geben«, sagt er über das künftige Kunstfleisch. »Das Ziel ist aber, es so aussehen, schmecken und sich anfühlen zu lassen wie echtes Schwein oder Rind.« Vielleicht, irgendwann. Wann genau? »Fünf Jahre sind sicher nicht realistisch«, sagt Post, »Fortschritt und Umfang der gegenwärtigen Forschung sind dafür zu gering.«
Das könnte sich ändern, wenn sich ein Trend auf den Lebensmittelsektor überträgt, der den Alltag im Forschungslabor prägt. Wissenschaftler suchen dort längst nach Alternativen. 3R lautet die Formel. Sie steht für replacement, reduction, refinement – Tierversuche werden ersetzt, in ihrer Zahl reduziert oder wenigstens tiergerechter gestaltet.
So dürfen von 2013 an nur Kosmetikprodukte auf dem europäischen Markt angeboten werden, für die keine Experimente an Tieren durchgeführt wurden. Medikamente werden an Zellkulturen getestet, Umweltverträglichkeitsprüfungen an Fischeiern statt an Fischen vorgenommen, Biologiestudenten am Computermodell statt am Tier ausgebildet.
Transparenz und Kontrolle sind die wichtigsten Forderungen an den Tierschutz. Nicht neue Gesetze sind notwendig, sondern Bewusstseinswandel. In der Schweiz treibt der Jurist Antoine Goetschel diesen Wandel voran, der weltweit einzige »Tieranwalt«. Er kämpft auch für jene, die ohne öffentliche Kontrolle schutzlos ihren Besitzern ausgeliefert sind, die Heimtiere. Mit Erfolg zog er gegen eine Frau vor Gericht, die unter erbärmlichen Bedingungen 149 Katzen in ihrer Wohnung gehalten hatte. Es ist sein Verdienst, dass der Schweizer Nationalzirkus die Delfinabteilung seines Kinderzoos in Rapperswil schloss. Vielen würden wohl weitere Fälle für Goetschel einfallen.
Ungesühnt aber bleibt millionenfaches Leid, das sich jenseits unserer Wahrnehmung abspielt – und das für den überwältigenden Teil der Qualen steht, die Menschen Tieren zufügen. Über die Affenversuche von Andreas Kreiter wird bald ein Gericht befinden. Auf die Anklagebank gehören andere, doch die sind nur schwer dingfest zu machen. Sie quälen ihre Tiere hinter zugezogenen Wohnzimmergardinen. Oder sie greifen zum billigsten Schnitzel, zahlen und gehen.
Mitarbeit: Stefan Schmitt und Urs Willmann
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- Datum 08.04.2010 - 11:12 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 08.04.2010 Nr. 15
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Eine schoene Zusammenfassung der aktuellen Verhaeltnisse. Ich bin gespannt, wann der erste Aufschrei ertoent und mich zum Vegetarier machen moechte (nicht war liebe Deftone).
puzi, ich teile deine ansicht, dass der artikel unaufgeregt verfasst worden ist. aber deine anschließende bemerkung über die da kommen, um dich zum vegetarier zu machen, finde ich nicht putzig, sondern naja, so gewöhnlich wie nur was.
....ohne Ledersitze?
puzi, ich teile deine ansicht, dass der artikel unaufgeregt verfasst worden ist. aber deine anschließende bemerkung über die da kommen, um dich zum vegetarier zu machen, finde ich nicht putzig, sondern naja, so gewöhnlich wie nur was.
....ohne Ledersitze?
Endlich werden hier alle Formen des Umgangs mit Tieren miteinander in Verbindung gebracht (Zucht, Verzehr, medizinische Forschung …) und endlich wird auf die fragwürdige, willkürliche Unterteilung der Tierwelt (in »menschenähnlich, schützenswert, respektierbar« und »Nutztier, unattraktiv, quälbar«) verwiesen.
Ein hervorragender Artikel. Vielen Dank.
ja, der artikel ist gut geschrieben. das bemerkte auch schon puzi.
aber der artikel hat doch auch einen inhalt, fas(s)t eine botschaft.
und wo bleibt das negative?
ja, der artikel ist gut geschrieben. das bemerkte auch schon puzi.
aber der artikel hat doch auch einen inhalt, fas(s)t eine botschaft.
und wo bleibt das negative?
Massentierhaltung gibt es auch zur Produktion von beispielsweise Milch, und nur weil die Tiere nicht geschlachtet werden, bedeutet das für sie keinesfalls weniger Qualen.
Die einzige logische Konsequenz, wenn man überhaupt keine Tiere quälen will, ist entsprechend der Veganismus. So konsequent sind allerdings nur die wenigsten.
Das eigentlich Schlimme am Fleischkonsum ist, dass die Preise durch Subventionen so unglaublich gedrückt werden. Dadurch zahlt *jeder* EU-Bürger für die Quälerei der Tiere, egal ob er will oder nicht. Das ist der eigentliche Skandal. Wen kümmert es, wenn die Fleischindustrie den Bach runter geht?! Subventionen abstellen, und zwar sofort!
Der Fleischkonsum hat einfach jedes Maß verloren. Früher hat man vielleicht einmal im Monat Fleisch gegessen und war sich des vollen Schlachtungsprozesses bewusst. Wer weiß heute schon noch, wie ekelhaft ein ausblutendes Schwein aussieht und stinkt?
Man muss gar nicht fordern, dass alle nur noch Vegetarier oder gar Veganer sind. Das wäre wohl auch unrealistisch. Aber Fleisch sollte eben nicht subventioniert, sondern im Gegenteil mit hohen Steuern versehen sein - wie Tabak und Alkohol eben. Denn wer kann ernsthaft bezweifeln, dass Fleisch bei den Massen an Nahrung und Wasser, welche die Produktion verschlingt, ein Luxusgut ist?
Ich kaufe mein Fleisch im Biomarkt, als armer Student. Daher eben nicht oft. 75g Schinken für vier Euro. So gewinnt man das realistische Gefühl zurück, was Fleisch eigentlich wert ist.
Auch ich habe in den letzten Jahren meinen Fleischkonsum um über 80% reduziert, Tiererzeugnisse werden nur noch in Bio-Läden (oder entsprechenden Abteilungen in den Supermärkten)gekauft. Sicherlich ist es dort teurer, aber wenn ich irgendwo lese, dass es das Kilo Gehacktes zwischen 2-3 Euro gibt, dann kann da etwas nicht stimmen.
Auch ist die Qualität bei Bio einfach besser. Ich und meine Frau haben mit Frikadellen den Versuch gemacht:
Bio- und Normal-Gehacktes in gleiche Größen geformt, gleiche Bratpfanne und los: Beim normalen Gehacktem kam am ende wesentlich mehr Wasser aus dem Fleisch und es schmeckte im Vergleich zum Bio-Gehacktem - welches einen tollen, nussigen Eigengeschmack hatte - nach nichts.
Auch davon abgesehen dass Bio-Fleisch nicht in dem Maße mit Schadstoffen belastet ist wie normales Fleisch.
Wenn man das Wasser berücksichtigt, ist Bio-Fleisch am Ende nicht so viel teurer wie es auf dem ersten Blick scheint. Zudem muss man auch wieder das Gefühl dafür bekommen, dass Fleisch nichts selbstverständliches ist, jedes mal ist ein Tier dafür gestorben.
Ich selber könnte nie auf Fleisch verzichten, ich esse es zu gerne, zum anderen bin ich gegen Fleischersätze hochgradig allergisch. Aber ich kann dafür sorgen dass es nur einmal die Woche Fleisch gibt, aber dafür vernünftiges. Auch kann ich nicht verlangen, dass andere auf Fleisch verzichten. Aber ein verantwortungsvoller Umgang würde schon vieles ändern...
Auch ich bin nach 8 Jahren Vegetarismus wieder zum Fleisch zurueckgekehrt, aber eben nur von Bauernhoefen, die ich kenne oder in Bio-qualitaet - und daher gibt es aus Preisgruenden Wurst, Fisch oder Fleisch hoechstens 2 mal die Woche. Bei regionalen Produkten wie Kartoffeln, Karotten oder Aepfeln lege ich auf Bio-Qualitaet weniger wert - da kann man viel sparen, aber bei Fleisch ist es aus ethischen Gruenden essentiell.
Man kann auch eine grosse Familie von Bio-Fleisch satt bekommen, indem man einfach in der Lasagne den Hackfleischanteil reduziert und den Gemuese/Zwiebel/Tomaten-Anteil erhoeht. Kein Verstaendnig habe ich jedenfalls fuer Konsumenten, die aus Preisgreunden Billigfleisch kaufen, dann aber yugleich unnoetig viel Geld fuer Fertigprodukte ausgeben.
tja, armer student, du siehst, dass armut hilfreich sein kann. nur, wer hat dir eingeredet, dass du schinken auf dem brot brauchst? die leidige tradition oder gewohnheit natürlich. ich hab ja schließlich auch mal sowas gegessen und später auch mal gekauft als armer student. heute bin ich kein armer student mehr und brauche kein einziges gramm fleisch mehr.
deine vorschläge zur europäischen subventionierung sind so richtig wie eitel in diesem wildwuchsmarkt ohne kontrolle. die nächste krise, die ganz gewiss schon in vorbereitung ist, wird das richten. leider mit sehr wahlloser wucht.
....ob Studenten Biofleisch sollten essen dürfen. Das sollten nur Erwachsene.
Jeder sollte etwas gegen das unendliche Leiden der Tiere tun.
Aufklärung tut Not. Bei www.Peta.da kann sich jeder ein Bild machen, was wir Tag ein Tag aus da essen. Hormonverseuchtes Fleisch und Fisch von leidenden Tieren. Und, wem bekannt ist, dass manchen Tieren, das Fell bei lebendigen Leibe abgezogen wurde, wird bestimmt keinen Pelzmantel mehr kaufen oder tragen. Oder verstehen, wenn Tierliebhaber ihn auf der Strasse schräng anschauen. Mit Pelz tragen, zeigst du deine Verachtung und Nichtwertschätzung gegenüber anderen Lebewesen. Hilf mit und iss weniger oder kein Fleisch. Gehe mit deinen Kinder in keinen Zoo oder Zirkus mit Wildtieren.
Schau nicht weg.. Toll wenn solche Zeitungen berichten. Wir brachen in Berlin keine 1000000 Büros mehr, welche lehr stehen. Die Vögel brauchen Platz zum brüten. Was währe Berlin ohne den Sperling, welcher auch schon gefärdet ist ?
Hier kann ich Pyr nur zustimmen. Fleisch ist ein Luxusprodukt und ich habe für mich entschieden, dass ich darauf verzichten kann. Ich tue dies auch in dem Bewusstesein, dass ich damit einen kleinen Ausgleich schaffen kann, gegen all die Menschen, die selbstgerecht und ignorant den Fleischkonsum verherrlichen und sich selbst beweisen müssen, indem sie ein 600g-Steak essen.
Auch ich habe in den letzten Jahren meinen Fleischkonsum um über 80% reduziert, Tiererzeugnisse werden nur noch in Bio-Läden (oder entsprechenden Abteilungen in den Supermärkten)gekauft. Sicherlich ist es dort teurer, aber wenn ich irgendwo lese, dass es das Kilo Gehacktes zwischen 2-3 Euro gibt, dann kann da etwas nicht stimmen.
Auch ist die Qualität bei Bio einfach besser. Ich und meine Frau haben mit Frikadellen den Versuch gemacht:
Bio- und Normal-Gehacktes in gleiche Größen geformt, gleiche Bratpfanne und los: Beim normalen Gehacktem kam am ende wesentlich mehr Wasser aus dem Fleisch und es schmeckte im Vergleich zum Bio-Gehacktem - welches einen tollen, nussigen Eigengeschmack hatte - nach nichts.
Auch davon abgesehen dass Bio-Fleisch nicht in dem Maße mit Schadstoffen belastet ist wie normales Fleisch.
Wenn man das Wasser berücksichtigt, ist Bio-Fleisch am Ende nicht so viel teurer wie es auf dem ersten Blick scheint. Zudem muss man auch wieder das Gefühl dafür bekommen, dass Fleisch nichts selbstverständliches ist, jedes mal ist ein Tier dafür gestorben.
Ich selber könnte nie auf Fleisch verzichten, ich esse es zu gerne, zum anderen bin ich gegen Fleischersätze hochgradig allergisch. Aber ich kann dafür sorgen dass es nur einmal die Woche Fleisch gibt, aber dafür vernünftiges. Auch kann ich nicht verlangen, dass andere auf Fleisch verzichten. Aber ein verantwortungsvoller Umgang würde schon vieles ändern...
Auch ich bin nach 8 Jahren Vegetarismus wieder zum Fleisch zurueckgekehrt, aber eben nur von Bauernhoefen, die ich kenne oder in Bio-qualitaet - und daher gibt es aus Preisgruenden Wurst, Fisch oder Fleisch hoechstens 2 mal die Woche. Bei regionalen Produkten wie Kartoffeln, Karotten oder Aepfeln lege ich auf Bio-Qualitaet weniger wert - da kann man viel sparen, aber bei Fleisch ist es aus ethischen Gruenden essentiell.
Man kann auch eine grosse Familie von Bio-Fleisch satt bekommen, indem man einfach in der Lasagne den Hackfleischanteil reduziert und den Gemuese/Zwiebel/Tomaten-Anteil erhoeht. Kein Verstaendnig habe ich jedenfalls fuer Konsumenten, die aus Preisgreunden Billigfleisch kaufen, dann aber yugleich unnoetig viel Geld fuer Fertigprodukte ausgeben.
tja, armer student, du siehst, dass armut hilfreich sein kann. nur, wer hat dir eingeredet, dass du schinken auf dem brot brauchst? die leidige tradition oder gewohnheit natürlich. ich hab ja schließlich auch mal sowas gegessen und später auch mal gekauft als armer student. heute bin ich kein armer student mehr und brauche kein einziges gramm fleisch mehr.
deine vorschläge zur europäischen subventionierung sind so richtig wie eitel in diesem wildwuchsmarkt ohne kontrolle. die nächste krise, die ganz gewiss schon in vorbereitung ist, wird das richten. leider mit sehr wahlloser wucht.
....ob Studenten Biofleisch sollten essen dürfen. Das sollten nur Erwachsene.
Jeder sollte etwas gegen das unendliche Leiden der Tiere tun.
Aufklärung tut Not. Bei www.Peta.da kann sich jeder ein Bild machen, was wir Tag ein Tag aus da essen. Hormonverseuchtes Fleisch und Fisch von leidenden Tieren. Und, wem bekannt ist, dass manchen Tieren, das Fell bei lebendigen Leibe abgezogen wurde, wird bestimmt keinen Pelzmantel mehr kaufen oder tragen. Oder verstehen, wenn Tierliebhaber ihn auf der Strasse schräng anschauen. Mit Pelz tragen, zeigst du deine Verachtung und Nichtwertschätzung gegenüber anderen Lebewesen. Hilf mit und iss weniger oder kein Fleisch. Gehe mit deinen Kinder in keinen Zoo oder Zirkus mit Wildtieren.
Schau nicht weg.. Toll wenn solche Zeitungen berichten. Wir brachen in Berlin keine 1000000 Büros mehr, welche lehr stehen. Die Vögel brauchen Platz zum brüten. Was währe Berlin ohne den Sperling, welcher auch schon gefärdet ist ?
Hier kann ich Pyr nur zustimmen. Fleisch ist ein Luxusprodukt und ich habe für mich entschieden, dass ich darauf verzichten kann. Ich tue dies auch in dem Bewusstesein, dass ich damit einen kleinen Ausgleich schaffen kann, gegen all die Menschen, die selbstgerecht und ignorant den Fleischkonsum verherrlichen und sich selbst beweisen müssen, indem sie ein 600g-Steak essen.
Es gab in Frankreich vor kurzer Zeit einen Aufschrei als eine Burgerkette bekannt gab, in der Gegend um Marseille nur noch Fleichbrätlinge anzubieten die "Hallal" sind. Da dachte ich mir schon "Seit wann interessieren sich die Leute für die Schlachtmethode bei Fastfood Burgern?"
Seltsam, seltsam... Ich esse gerne Fleisch, versuche aber den Genuss in Grenzen zu halten und haupsächlich beim Metzger meines Vertrauens zu kaufen. Dafür arbeite ich in einem Labor in dem natürlich auch Tierversuche durchgeführt werden, allerdings wird bei uns fast jede Maus gewissenhafter umgebracht als Schweine und Rinder in der Schlachtung. Trotzdem stehen Autos mit Bildern von zerfetzen Katzen vor der Uni, mahnen vor Tierversuchen und sehen irgendwie nach Schlachthaus aus.
Wer gibt Ihnen das Recht, mit Mäusen so umzugehen? Haben sich die Mäuse freiwillig gemeldet?
Verstehen Sie mich nicht falsch, ich möchte keine plumpen Terischützer-Sprüche ablassen, aber so etwas kommt mir dann immer als erstes in den Kopf...woher nehmen wir uns das Recht?
Fleisch essen ist die eine Sache, das ist natürlich, aber Tierversuche?
Wer gibt den Mäusen das Recht einen Wurm zu essen? Hatte der Wurm sich freiwillig gemeldet?
Natur ist alles andere als lieb und friedlich. Jedes Lebewesen kämpft um den Fortbestand seiner Gene und ist dabei wenn es kann maßlos.
Im übrigen tun Menschen Menschen wesentlich grausamere Dinge an als Tieren. Und solange sich das nicht ändert, wird sich auch die Einstellung der Menschen zu den Tieren nicht ändern.
Wer gibt Ihnen das Recht, mit Mäusen so umzugehen? Haben sich die Mäuse freiwillig gemeldet?
Verstehen Sie mich nicht falsch, ich möchte keine plumpen Terischützer-Sprüche ablassen, aber so etwas kommt mir dann immer als erstes in den Kopf...woher nehmen wir uns das Recht?
Fleisch essen ist die eine Sache, das ist natürlich, aber Tierversuche?
Wer gibt den Mäusen das Recht einen Wurm zu essen? Hatte der Wurm sich freiwillig gemeldet?
Natur ist alles andere als lieb und friedlich. Jedes Lebewesen kämpft um den Fortbestand seiner Gene und ist dabei wenn es kann maßlos.
Im übrigen tun Menschen Menschen wesentlich grausamere Dinge an als Tieren. Und solange sich das nicht ändert, wird sich auch die Einstellung der Menschen zu den Tieren nicht ändern.
ist Pflicht!
wohl nicht nur g.b.hindert, g.b.hindert, was?
*lol*
Ich kann mich nur anschließen. Allein der Name disqualifiziert.
wohl nicht nur g.b.hindert, g.b.hindert, was?
*lol*
Ich kann mich nur anschließen. Allein der Name disqualifiziert.
Ich bin zwar Vegetarier doch auch Realist.
Tiere sollten vor dem Schlachten auch tot sein, egal wenn das die Akkordarbeit behindert und zusätzl. Arbeitslohn kostet. Am Endprodukt Fleisch wird das sicher nur wenige Cent je kg ausmachen. Es wird sowieso zu viel Fleisch gegessen, zu viele Tiere getötet und jeder könnte mit viel weniger auskommen.
Biofleisch ist zwar besser weil diese Tiere wärend ihrer Zucht artgerecht gehalten wurden, aber es kommt auch bei Bioschlachthöfen vor dass Tiere lebend weiterverarbeitet werden.
Mehr zum ganzen Thema bei:
www.albert-schweitzer-sti...
natürlich sind die verhältnisse so, das zeigt der artikel deutlich, dass sie geändert werden müssten. und wer bitteschön fängt damit an?
natürlich sind die verhältnisse so, das zeigt der artikel deutlich, dass sie geändert werden müssten. und wer bitteschön fängt damit an?
Auch ich habe in den letzten Jahren meinen Fleischkonsum um über 80% reduziert, Tiererzeugnisse werden nur noch in Bio-Läden (oder entsprechenden Abteilungen in den Supermärkten)gekauft. Sicherlich ist es dort teurer, aber wenn ich irgendwo lese, dass es das Kilo Gehacktes zwischen 2-3 Euro gibt, dann kann da etwas nicht stimmen.
Auch ist die Qualität bei Bio einfach besser. Ich und meine Frau haben mit Frikadellen den Versuch gemacht:
Bio- und Normal-Gehacktes in gleiche Größen geformt, gleiche Bratpfanne und los: Beim normalen Gehacktem kam am ende wesentlich mehr Wasser aus dem Fleisch und es schmeckte im Vergleich zum Bio-Gehacktem - welches einen tollen, nussigen Eigengeschmack hatte - nach nichts.
Auch davon abgesehen dass Bio-Fleisch nicht in dem Maße mit Schadstoffen belastet ist wie normales Fleisch.
Wenn man das Wasser berücksichtigt, ist Bio-Fleisch am Ende nicht so viel teurer wie es auf dem ersten Blick scheint. Zudem muss man auch wieder das Gefühl dafür bekommen, dass Fleisch nichts selbstverständliches ist, jedes mal ist ein Tier dafür gestorben.
Ich selber könnte nie auf Fleisch verzichten, ich esse es zu gerne, zum anderen bin ich gegen Fleischersätze hochgradig allergisch. Aber ich kann dafür sorgen dass es nur einmal die Woche Fleisch gibt, aber dafür vernünftiges. Auch kann ich nicht verlangen, dass andere auf Fleisch verzichten. Aber ein verantwortungsvoller Umgang würde schon vieles ändern...
du kannst wirklich nicht von anderen tiervertilgern verlangen, dass sie es sein lassen sollen, solange du selbst dich nicht aus dem wahn des unersetzlichen fleisches lösen kannst. das ist ethisch logisch.
"Darwins's nightmare"
"Earthlings"
"Captain Paul Watson"
"Eating animal" by Jonathan Safran Foer
Wer die DVD "Earthlings" gesehen und durchgestanden hat - härter als jede Everestbesteigung, der darf reden. Im Grunde nur dann.
Lederschuhe, Lederjacken, Ledergürtel, Portemonnaies, teure Damenhandtaschen, Sandalen, Louboutin-Schuhe, Jimmy Choo-Schüchchen, Reisetaschen, Lederriemchen, Uhrenarmbänder, Stiftetuis, Visitenkarteneutuis, Ledersofas, Lederfreischwinger, Autositze, Fensterleder (glauben wir immer noch an die Unantatsbarkeit der heiligen Kühe Indiens?). Wundern wir uns nicht über die billigen Schuhe und Lederwaren? Kaviar, Käse, Milch, Joghurt, Eier, Eiernudeln, Daunenjacken, Daunendecken (denken wir denn, die Daunen fallen den Enten einfach aus?), Wollpullis (Merinoschafe - "meulsing"), Wollsocken, Seide (millionen gekochter Raupen), Sushi...
Milliarden Menschen wollen ewig leben, reproduzieren und haben Angst, das, was sie gesund oder "schön" machen soll, an sich selbst zu testen. Wer fragt die Tiere, die das alles NIE brauchen? Wie kommen wir dazu, alles zu vernichten, zu verachten, Spinnen, Ameisen, Bienen, Schlangen etc, so oder so zu finden? Wer sind wir? Wir sind vollständig gedankenlos, gierig, grenzenlos rücksichtslos. Und leider einfach dumm.
du kannst wirklich nicht von anderen tiervertilgern verlangen, dass sie es sein lassen sollen, solange du selbst dich nicht aus dem wahn des unersetzlichen fleisches lösen kannst. das ist ethisch logisch.
"Darwins's nightmare"
"Earthlings"
"Captain Paul Watson"
"Eating animal" by Jonathan Safran Foer
Wer die DVD "Earthlings" gesehen und durchgestanden hat - härter als jede Everestbesteigung, der darf reden. Im Grunde nur dann.
Lederschuhe, Lederjacken, Ledergürtel, Portemonnaies, teure Damenhandtaschen, Sandalen, Louboutin-Schuhe, Jimmy Choo-Schüchchen, Reisetaschen, Lederriemchen, Uhrenarmbänder, Stiftetuis, Visitenkarteneutuis, Ledersofas, Lederfreischwinger, Autositze, Fensterleder (glauben wir immer noch an die Unantatsbarkeit der heiligen Kühe Indiens?). Wundern wir uns nicht über die billigen Schuhe und Lederwaren? Kaviar, Käse, Milch, Joghurt, Eier, Eiernudeln, Daunenjacken, Daunendecken (denken wir denn, die Daunen fallen den Enten einfach aus?), Wollpullis (Merinoschafe - "meulsing"), Wollsocken, Seide (millionen gekochter Raupen), Sushi...
Milliarden Menschen wollen ewig leben, reproduzieren und haben Angst, das, was sie gesund oder "schön" machen soll, an sich selbst zu testen. Wer fragt die Tiere, die das alles NIE brauchen? Wie kommen wir dazu, alles zu vernichten, zu verachten, Spinnen, Ameisen, Bienen, Schlangen etc, so oder so zu finden? Wer sind wir? Wir sind vollständig gedankenlos, gierig, grenzenlos rücksichtslos. Und leider einfach dumm.
Wer gibt Ihnen das Recht, mit Mäusen so umzugehen? Haben sich die Mäuse freiwillig gemeldet?
Verstehen Sie mich nicht falsch, ich möchte keine plumpen Terischützer-Sprüche ablassen, aber so etwas kommt mir dann immer als erstes in den Kopf...woher nehmen wir uns das Recht?
Fleisch essen ist die eine Sache, das ist natürlich, aber Tierversuche?
Ich hatte kürzlich eine interessante Diskussion darüber, was "natürlich" eigentlich bedeutet. Es kam dabei heraus, dass, egal, wie ich meinen Grundbegriff "Natur" definiere, kein qualitativer Unterschied zwischen dem Handeln von Menschen und dem Handeln von allem anderen feststellbar ist. Dies aber nur am Rande.
Was also unterscheidet Fleischkonsum von Tierversuchen?
Im einen Fall töte ich ein Tier, um mein eigenes Leben über Nahrungsaufnahme zu verlängern. Im anderen Fall töte ich (im schlimmsten Fall) ein Tier, um mein eigenes Leben durch getestete Medikamente oder neue Operations- und Behandlungsmethoden zu verlängern. Das Ziel ist also dasselbe. Den einzigen Unterschied, den ich feststellen kann, ist, dass meine Lebensverlängerung im ersten Fall unmittelbar, im zweiten mittelbar über die zu testende These geschieht. Soviel zum qualitativen Unterschied. Einen Quantitativen kann ich aber auch feststellen, indem ich beachte, dass ein getötetes und verzehrtes Schwein vielleicht zehn Menschen für fünf Tage am Leben erhält, danach muss ich ein Weiteres töten. Ein Schwein, welches beispielsweise in der Alzheimerforschung getötet wird, erhält aber potentiell beliebig viele Menschen für Jahre am Leben.
Legen wir also qualitative Maßstäbe an, so sind Tierversuche genauso vertretbar wie Fleischkonsum, legen wir quantitative Maßstäbe an, so wäre es logisch und ethisch eher vertretbar, den Fleischkonsum völlig einzustellen, als Tierversuche zu verbieten.
Jede Maus meldet sich so freiwillig wie das Rind in der Schlachtanlage.
Bevor die Maus allerdings getötet wird, sind Grund und Notwendigkeit sorgfältig durchdacht.
Ich zweifle, dass in einer modernen Schlachtanlage über die Tötung eines Kalbs nachgedacht wird, weil noch 10 zerlegte Kälber unverkauft in der Kühltheke liegen. Ich sehe damit die Notwendigkeit zur Tötung nicht mehr gegeben. Warum wird hier weitergetötet?
Man könnte den Artikel über kriminelle Produktionsmethoden beliebig verallgemeinern. Ich werde wahrscheinlich nie verstehen warum sich Einzelne nur dem Tierschutz verschreiben, fragwürdige Herstellungsmethoden in anderen Industriezweigen aber nicht hinterfragen.
Ich glaube noch nicht einmal, dass 1kg Mehl für 25 Cent kann im Einklang mit der Natur hergestellt werden kann. Das macht ja nur 250 € pro Tonne die sich Einzelhandel, Spediteur, Müller und Landwirt für Herstellung, Transport und zum Leben teilen.
wenn tierversuche unnatürlich sind, heißt das noch nicht, dass fleisch zu essen natürlich ist. stell dir doch nur mal vor, lapje, wir müssten die tiere, die vertilgt werden, selbst fangen und schlachten; dann ist vielleicht klar, wie natürlich sowas ist.
Ich hatte kürzlich eine interessante Diskussion darüber, was "natürlich" eigentlich bedeutet. Es kam dabei heraus, dass, egal, wie ich meinen Grundbegriff "Natur" definiere, kein qualitativer Unterschied zwischen dem Handeln von Menschen und dem Handeln von allem anderen feststellbar ist. Dies aber nur am Rande.
Was also unterscheidet Fleischkonsum von Tierversuchen?
Im einen Fall töte ich ein Tier, um mein eigenes Leben über Nahrungsaufnahme zu verlängern. Im anderen Fall töte ich (im schlimmsten Fall) ein Tier, um mein eigenes Leben durch getestete Medikamente oder neue Operations- und Behandlungsmethoden zu verlängern. Das Ziel ist also dasselbe. Den einzigen Unterschied, den ich feststellen kann, ist, dass meine Lebensverlängerung im ersten Fall unmittelbar, im zweiten mittelbar über die zu testende These geschieht. Soviel zum qualitativen Unterschied. Einen Quantitativen kann ich aber auch feststellen, indem ich beachte, dass ein getötetes und verzehrtes Schwein vielleicht zehn Menschen für fünf Tage am Leben erhält, danach muss ich ein Weiteres töten. Ein Schwein, welches beispielsweise in der Alzheimerforschung getötet wird, erhält aber potentiell beliebig viele Menschen für Jahre am Leben.
Legen wir also qualitative Maßstäbe an, so sind Tierversuche genauso vertretbar wie Fleischkonsum, legen wir quantitative Maßstäbe an, so wäre es logisch und ethisch eher vertretbar, den Fleischkonsum völlig einzustellen, als Tierversuche zu verbieten.
Jede Maus meldet sich so freiwillig wie das Rind in der Schlachtanlage.
Bevor die Maus allerdings getötet wird, sind Grund und Notwendigkeit sorgfältig durchdacht.
Ich zweifle, dass in einer modernen Schlachtanlage über die Tötung eines Kalbs nachgedacht wird, weil noch 10 zerlegte Kälber unverkauft in der Kühltheke liegen. Ich sehe damit die Notwendigkeit zur Tötung nicht mehr gegeben. Warum wird hier weitergetötet?
Man könnte den Artikel über kriminelle Produktionsmethoden beliebig verallgemeinern. Ich werde wahrscheinlich nie verstehen warum sich Einzelne nur dem Tierschutz verschreiben, fragwürdige Herstellungsmethoden in anderen Industriezweigen aber nicht hinterfragen.
Ich glaube noch nicht einmal, dass 1kg Mehl für 25 Cent kann im Einklang mit der Natur hergestellt werden kann. Das macht ja nur 250 € pro Tonne die sich Einzelhandel, Spediteur, Müller und Landwirt für Herstellung, Transport und zum Leben teilen.
wenn tierversuche unnatürlich sind, heißt das noch nicht, dass fleisch zu essen natürlich ist. stell dir doch nur mal vor, lapje, wir müssten die tiere, die vertilgt werden, selbst fangen und schlachten; dann ist vielleicht klar, wie natürlich sowas ist.
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