Fachkräfte Bewerbermangel?
Wie findet man den richtigen Mitarbeiter? In Zeiten des Fachkräftemangels ist das eine Frage, die besonders kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) schier verzweifeln lässt. »Unsere Strategie, Bewerber über Inserate in der Tagespresse zu finden, funktioniert einfach nicht mehr. Besonders wenn wir junge Ingenieure suchen«, sagt Olaf Schulenberg, Leiter der Entwicklung bei dem mittelständischen Ventilhersteller Herose. Die wenigen Jungingenieure, die zuletzt überhaupt zum Gespräch gekommen seien, hätten alle einen größeren Konkurrenten vorgezogen.
Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) bietet daher gezielte Beratung an, die den Führungskräften der Mittelständler helfen soll, bei Bewerbern besser anzukommen. »Sie sollten sich auf Imagepflege konzentrieren und die Vorteile betonen, die es hat, bei einem Mittelständler zu arbeiten«, rät Simone Hofer, die beim VDMA das Projekt MatchING betreut. Jungingenieure finde man heute eher auf Hochschulmessen als über eine Anzeige.
Aber auch ältere Ingenieure werden weiter gebraucht. Gerade weil es für kleinere Unternehmen manchmal schwierig ist, genügend Nachwuchs zu finden, haben erfahrene Ingenieure besonders gute Chancen auf eine neue Stelle. Denn generell gilt: Wenn Neulinge und erfahrene Mitarbeiter mit viel Berufspraxis ihr Wissen teilen, ist das gut für das ganze Unternehmen.
- Datum 12.04.2010 - 18:54 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 08.04.2010 Nr. 15
- Kommentare 9
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:








Leute über 40 hätten eine Chance? Dann scheint es ja wirklich Personalmangel zu sein, oder ist das Gehalt 2000 Euro brutto?
Es gibt keine cleveren Ingenieure, da wer clever ist, nicht Ingenieur wird. Wenn man Glück hat, man ist faktisch besserer Angestellter, immer in der Furcht vom Controlling als gro0e Kostenstelle outgesourct zu werden.
PS: ich hab zwar das Ing-Studium nicht bereut, hätte aber gleich was ordentliches wie Informatik oder BWL, Jura, Arzt machen sollen. Schade.
Ich denke, daß eher "Idealisten" Ingenieur werden. Da steht wohl der Spaß im Vordergrund und das Gehalt ist erstmal zweitrangig. Wobei ich mich nach meinem Studium auch erstmal sehr gewundert habe, als die Bewerbungsphase losging und ich erstaunt sah, was man mir da für lächerliche Gehälter anbot. Da fragte ich mich, ob es nicht sinnvoller gewesen wäre in meinem alten Beruf als Schreiner zu bleiben...
Informatik ist wohl doch nicht was "ordentliches", was das Gehalt angeht. Ich habe nämlich Softwaretechnik studiert. Man hört zwar allerortens, daß gerade in der IT-Branche ein Fachkräftemangel herrscht, aber verwundert bin ich nicht gerade darüber. Für das Gehalt, was da teilweise geboten wird, hat wohl offensichtlich kein Ingenieur, der etwas auf sich hält, Lust zu arbeiten. Das mit den 2000 brutto ist nicht einmal so weit hergeholt. Mir hat man teilweise das in etwa geboten. Kein Witz! Das ist dann schon ein derber Schlag ins Gesicht, wenn man in manchen Manager-Magazinen liest, daß man als Einstiegsgehalt so in etwa 42000 pro Jahr und darüber erwarten kann...
Mein Studium habe ich auch (noch) nicht bereut. Im Gegenteil, ich mache zur Zeit den Master. Und wenn mir dann keiner ein gescheites Gehalt anbietet, gehe ich ins Ausland. Laut Erlebnisberichten anderer wird dort die Arbeit eines Ingenieurs noch tatsächlich geschätzt und auch dementsprechend entlohnt.
Ich denke, daß eher "Idealisten" Ingenieur werden. Da steht wohl der Spaß im Vordergrund und das Gehalt ist erstmal zweitrangig. Wobei ich mich nach meinem Studium auch erstmal sehr gewundert habe, als die Bewerbungsphase losging und ich erstaunt sah, was man mir da für lächerliche Gehälter anbot. Da fragte ich mich, ob es nicht sinnvoller gewesen wäre in meinem alten Beruf als Schreiner zu bleiben...
Informatik ist wohl doch nicht was "ordentliches", was das Gehalt angeht. Ich habe nämlich Softwaretechnik studiert. Man hört zwar allerortens, daß gerade in der IT-Branche ein Fachkräftemangel herrscht, aber verwundert bin ich nicht gerade darüber. Für das Gehalt, was da teilweise geboten wird, hat wohl offensichtlich kein Ingenieur, der etwas auf sich hält, Lust zu arbeiten. Das mit den 2000 brutto ist nicht einmal so weit hergeholt. Mir hat man teilweise das in etwa geboten. Kein Witz! Das ist dann schon ein derber Schlag ins Gesicht, wenn man in manchen Manager-Magazinen liest, daß man als Einstiegsgehalt so in etwa 42000 pro Jahr und darüber erwarten kann...
Mein Studium habe ich auch (noch) nicht bereut. Im Gegenteil, ich mache zur Zeit den Master. Und wenn mir dann keiner ein gescheites Gehalt anbietet, gehe ich ins Ausland. Laut Erlebnisberichten anderer wird dort die Arbeit eines Ingenieurs noch tatsächlich geschätzt und auch dementsprechend entlohnt.
gut anschauen.
"Gerade weil es für kleinere Unternehmen manchmal schwierig ist, genügend Nachwuchs zu finden, haben erfahrene Ingenieure besonders gute Chancen auf eine neue Stelle."
Also weil man keine billigen junge Ingenieure mehr findet, dann kann man ja auch mal erfahrene alte Ing. nehmen, das ist ja an Schizophrenie nicht mehr zu überbieten. Berufserfahrung, die nur mit Alter kommen kann, ist in D-land ein Makel.
"Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) bietet daher gezielte Beratung an, die den Führungskräften der Mittelständler helfen soll, bei Bewerbern besser anzukommen."
Das Problem lässt sich einfach lösen, man muss konkurrenzfähige Gehälter bezahlen und nicht glauben die eierlegende Wollmilchsau für die von #1 in den raumgestellten 2000 Brutto zu bekommen. Und diese nicht 23 Jahre alt ist, 10 Jahre Auslanderfahrung und 20 Jahre Berufserfahrung hat.
Offiziell gab es Ende Januar dieses Jahres 27000 (siebenundzwanzigtausend) arbeitslose Ingenieure. Die Dunkelziffer dürfte noch einige mehr ausweisen.
Wenn angesichts dieses Überangebots keine Vermittlung zustande kommt, dann kann das Problem nur bei den Abeilungsleitern liegen. Anstatt den 'richtigen' oder den 'passenden' Ingenieur zu suchen, sollte man wie früher einen geeigneten Ingenieur suchen und diesen passend machen! Aber dies geht nicht mit einer Imagepflege der Unternehmen, die implizit unterstellt, daß die Arbeitslosen (hier oder dort oder an sich) nicht arbeiten wollen. Und dies geht nicht solange man die Lüge des Fachkräftemangels verbreitet und sich in Selbstmitleid ergießt und in Medien bedauern läßt. Wie gesagt: es gibt 27000 arbeitslose Ingenieure die von den Unternehmen nicht übernommen werden!
Ich denke, daß eher "Idealisten" Ingenieur werden. Da steht wohl der Spaß im Vordergrund und das Gehalt ist erstmal zweitrangig. Wobei ich mich nach meinem Studium auch erstmal sehr gewundert habe, als die Bewerbungsphase losging und ich erstaunt sah, was man mir da für lächerliche Gehälter anbot. Da fragte ich mich, ob es nicht sinnvoller gewesen wäre in meinem alten Beruf als Schreiner zu bleiben...
Informatik ist wohl doch nicht was "ordentliches", was das Gehalt angeht. Ich habe nämlich Softwaretechnik studiert. Man hört zwar allerortens, daß gerade in der IT-Branche ein Fachkräftemangel herrscht, aber verwundert bin ich nicht gerade darüber. Für das Gehalt, was da teilweise geboten wird, hat wohl offensichtlich kein Ingenieur, der etwas auf sich hält, Lust zu arbeiten. Das mit den 2000 brutto ist nicht einmal so weit hergeholt. Mir hat man teilweise das in etwa geboten. Kein Witz! Das ist dann schon ein derber Schlag ins Gesicht, wenn man in manchen Manager-Magazinen liest, daß man als Einstiegsgehalt so in etwa 42000 pro Jahr und darüber erwarten kann...
Mein Studium habe ich auch (noch) nicht bereut. Im Gegenteil, ich mache zur Zeit den Master. Und wenn mir dann keiner ein gescheites Gehalt anbietet, gehe ich ins Ausland. Laut Erlebnisberichten anderer wird dort die Arbeit eines Ingenieurs noch tatsächlich geschätzt und auch dementsprechend entlohnt.
"Industrie sucht händeringend nach 1- Euro Sklaven"
Warum traut sich die "freie Presse nicht, das Mau* aufzumachen!?
Die Situation IST offensichtlich!
Nur noch Praktikanten als Tippsen engagiert?
...Selbst der "Wirtschaft-geht´s wieder aufwärts" -Meldung kann ich nichts abgewinnen, wenn man währenddessen zu 10Eur/Std in Arbeit und Brot steht!
"Industrie sucht händeringend nach 1- Euro Sklaven"
Warum traut sich die "freie Presse nicht, das Mau* aufzumachen!?
Die Situation IST offensichtlich!
Nur noch Praktikanten als Tippsen engagiert?
...Selbst der "Wirtschaft-geht´s wieder aufwärts" -Meldung kann ich nichts abgewinnen, wenn man währenddessen zu 10Eur/Std in Arbeit und Brot steht!
Liebe ZEIT-Redaktion: Wäre es möglich auch einmal (abgesehen vom Beruf der Woche) die Tätigkeitsfelder und Berufschancen anderer Arbeitnehmer zu beleuchten anstatt ständig den großen Bedarf an Ingenieuren zu wiederholen? Diese Berufe sind wichtig, das sehe ich ein, aber es befinden sich in ihrer Leserschaft auch Menschen, die wie ich etwas anderes gelernt haben bzw. lernen und es wäre daher sehr zu begrüßen, wenn sie den Fokus nicht nur einseitig auf Ingenieure richten würden.
Mit freundlichem Gruß
Bin Informatiker, also in einer Ingenieursdisziplin unterwegs, die noch einigermaßen krisenresistent gilt, und war in der Entwicklungshilfe im Kongo (mitten in einer Krisenregion, also mehr als genug "Tellerrand") mit einer qualifizierten Tätigkeit beschäftigt.
Ich war dort mit Aufgaben, Arbeitsklima & Bezahlung sehr zufrieden (habe ein Managementinformationssystem entwickelt und epidemiologische Studien durchgeführt) und viele wertvolle, Erfahrungen gemacht (also "Softskills" en masse).
Wieder in Deutschland musste ich mich erstmal wieder an die Engstirnigkeit der deutschen Firmen gewöhnen. Kommentare wie "Afrika? - verschwendete Zeit, dafür haben wir ja Sozialarbeiter!" oder - frei nach unserem Außenminister "Englisch, Franzöisch fließend - brauchen wir nicht, es ist Deutschland hier!" siind leider keine Seltenheit.
Was mich vor allem irritiert hat: das waren meistens junge Stadtleute, die selbst im Ausland waren, also keineswegs: "die ältere Generation im ländlichen Raum"!
Zudem die Heuchelei der BITKOM: "Wir suchen händeringend IT-Fachleute!" - mein Eindruck: aber bitte 25 Jahre, mit langjähriger Berufserfahrung in mind. 5 Technologien, möglichst als Praktikant und vor allem: ohne die Fähigkeit international zu denken oder gar den Makel zu haben, 2 Fremdsprachen fliessend zu sprechen.
Für alle ohne ausreichend Vitamin B: verlasst dieses Entwicklungsland solange es noch geht und arbeitet dort, wo man euch was zu tun gibt, angemessen bezahlt und Euch willkommen heisst!
Ich habe mich mit 12 Jahren Berufserfahrung (Informatiker, Uni) Anfang dieses Jahr in den Bewerbungsprozess begeben müssen. Ein großer Konzern hatte 2 komplette IT-Abteilungen vor die Tür gesetzt (Fachkräftemangel?). Interesse bei Firmen war nur sehr verhalten vorhanden. Bei einigen Gesprächen wurden Gehälter von 1850,- bis 2200,- EUR geboten. Der Gipfel war ein Angebot für ein auf 2 Jahre befristetes Praktikum (Gehalt 480,- EUR). Bei meiner genauen kritschen Nachfrage bekam ich einen diskreten Hinweis auf mein Alter und die Bewerber würden für dieses Praktikum Schlange stehen. Auch meine früheren Kollegen machten ähnliche Erfahrungen. Heute habe ich eine Anstellung in Norwegen, ich bin sehr zufrieden und werde in dieses arrogante Deutschland nicht mehr zurückkehren. Man kann Fachleuten nur empfehlen Deutschland zu verlassen. Deutschland schätzt seine Fachleute sehr gering.
"Industrie sucht händeringend nach 1- Euro Sklaven"
Warum traut sich die "freie Presse nicht, das Mau* aufzumachen!?
Die Situation IST offensichtlich!
Nur noch Praktikanten als Tippsen engagiert?
...Selbst der "Wirtschaft-geht´s wieder aufwärts" -Meldung kann ich nichts abgewinnen, wenn man währenddessen zu 10Eur/Std in Arbeit und Brot steht!
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren