Radurlaub im eigenen Land ist so ziemlich das Korrekteste, was man machen kann. Radwanderer tun ihrem Körper etwas Gutes, sie pusten keine Abgase in die Luft und fliegen auch nicht um die halbe Welt, um dort Natur zu bestaunen.

Vielleicht besteht ihr größtes Vergnügen sowieso darin, allen ein schlechtes Gewissen zu machen, wenn sie von ihrer Reise zurückkommen, schwärmend: "Du glaubst gar nicht, wie wunderschön es an der Neiße ist, es ist so grün wie in Irland und dabei nur eine Stunde mit der Bahn von Berlin entfernt." (Radwanderer nehmen natürlich die Bahn.) 

Alle Deutschlandkarten des ZEITmagazins im Überblick

Am meisten beeindrucken kann der deutsche Radtourist mit Fahrten durch den Osten, das ist noch mal korrekter, weil man was für die Wirtschaft dort tut. Der Elbe-Radweg, der vor allem durch Ostdeutschland führt, ist die meistbefahrene Strecke in Deutschland, dort wird es im Sommer schon mal so voll wie auf der Autobahn in Richtung Verona . ( Um die Karte zu vergrößern, klicken Sie hier ).

Überhaupt sind die Radwege entlang der Flüsse die beliebtesten, vermutlich weil Flüsse bekanntermaßen nicht steil bergauf fließen.