Wissenschaft Wo die Mathematik entsteht
Geistesblitze im Bett, am Strand, in der Kirche oder dem Kaffeehaus – eine Gedankenreise zu den Schauplätzen der Mathematikgeschichte.
Mathematische Ideen entstehen nicht im Labor und nur selten planmäßig. Man muss Zeit finden zum Nachdenken, muss Überlegungen nachhängen können, muss Ruhe haben oder auch gelegentliche Ablenkung, muss sich konzentrieren oder ausspannen. Dafür gibt es kein allgemeingültiges Erfolgsrezept. Das spiegelt sich auch in den Orten wider, an denen mathematische Ideen entstehen.
Am Schreibtisch
Der Mathematiker, sagt ein Bonmot, sei »ein mythologisches Wesen, halb Mensch, halb Stuhl.« Natürlich entsteht viel Mathematik am Schreibtisch, der nach allgemeiner Ansicht ein Ort der Ruhe, der Konzentration, ohne Ablenkung ist.
Ohne Ablenkung? Von Leonhard Euler wird berichtet, dass er konzentriert am Schreibtisch arbeiten konnte, während seine vielen
Kinder auf seinem Rücken herumturnten und ihm zwischen den Beinen herumwuselten. Aber Euler, einer der produktivsten Mathematiker der Neuzeit, war offenbar ohnehin kaum abzulenken: Auch die Erblindung 1771 hat seine Produktivität nicht ernsthaft eingeschränkt; fast die Hälfte seiner Werke entstand danach.
- Datum 16.04.2010 - 13:53 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 15.04.2010 Nr. 16
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Vor allem weil ich selbst Mathematik studiere.
(2. Jahr, Bachelor in England)
Aber es ist ärgerlich wenn man schlafen geht und einem dann ein Fehler oder was auch immer einfällt...
Entweder aufstehen und niederschreiben oder am nächsten morgen ist es vergessen (passiert mir...)
bin zwar kein mathemathiker,
gehe aber genau deshalb immer mit diktiergerät ins bettchen.
gute nacht
ps: mein erster kommentar hier, heute ist ein großer tag.
bin zwar kein mathemathiker,
gehe aber genau deshalb immer mit diktiergerät ins bettchen.
gute nacht
ps: mein erster kommentar hier, heute ist ein großer tag.
Ein wirklich gelungener Artikel. Bravo!
bin zwar kein mathemathiker,
gehe aber genau deshalb immer mit diktiergerät ins bettchen.
gute nacht
ps: mein erster kommentar hier, heute ist ein großer tag.
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Die mathematische Problemlösung ergibt sich nach eigener Erfahrung aus einer "guten Gestalt" der gesamten Aufgabenstruktur, d.h. die Details des grundlegenden Wissensstoffes müssen abgearbeitet worden sein. Bewährt hat es sich, auf dem Teppich Karteikarten auszubreiten, wo kurzgefasst, wie kleine Lexikon-Artikel, der Wissensstoff nach Kategorien angeordnet zur Verfügung steht. Dann beginnt die unbedingte und konzentrierte Denkarbeit, die rund um die Uhr stattfindet - bis irgendwann das "Heureka" kommt und der Schlussstein in das Gedankengebäude eingefügt wird und es "einem wie Schuppen von den Augen fällt" - alles ganz einfach, wenn es dann gewusst wird.
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