Boys Day Ein Tag für Kerle
Bei der Förderung von Mädchen sei viel erreicht worden, sagt die Familienministerin. Jetzt ist das andere Geschlecht an der Reihe
Die ZEIT: Frau Schröder, werden Sie bald den Namen Ihres Ministeriums verändern?
Kristina Schröder: Warum?
ZEIT: Es heißt Ministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend. Da fehlen die Männer.
Schröder: An einen Namenswechsel ist nicht gedacht. Richtig ist aber, dass diese Regierung erstmals ausdrücklich eine Jungen- und Männerpolitik betreiben wird.
Dass Kristina Schröder eine Frau ist, hat ihr politisch eher genützt. Als die wortgewandte Hessin 2002 mit 25 Jahren für den Bundestag kandidierte, bekam sie gleich einen guten Listenplatz und schaffte so den Sprung ins Parlament. Dort machte die CDU-Politikerin, die mit 14 Jahren aus Begeisterung für Helmut Kohl in die Junge Union eingetreten war, mit konservativen Positionen in der Integrationspolitik auf sich aufmerksam. Als Nachfolgerin von der durchsetzungsstarken Ursula von der Leyen als Familienministerin muss sie sich mit neuen Themen profilieren. Eines soll die Jungen- und Männerpolitik sein.
ZEIT: Weshalb?
Schröder: Einmal, weil eine moderne Familienpolitik ohne die Männer nicht funktioniert. Zum anderen wissen wir, dass nicht mehr wie früher Mädchen, sondern Jungen die Problemkinder sind. Sie bleiben häufiger sitzen, sind öfter ohne Ausbildung, machen seltener Abitur. Die Aufgabe von Politik muss sein, diese Benachteiligung abzubauen. Bei Mädchen haben wir viel erreicht, jetzt wollen wir bei den Jungen genauso viel erreichen.
ZEIT: Was gedenken Sie zu tun?
Schröder: Das schlechtere Abschneiden von Jungen liegt unter anderem daran, dass Kindergärten und Schulen weiblich dominiert sind. In den Kitas sind nur drei Prozent der Erzieher Männer.
ZEIT: Was soll daran schlecht sein?
Schröder: Ich glaube nicht, dass Erzieherinnen oder Lehrerinnen Jungen bewusst benachteiligen, etwa ihnen schlechtere Noten erteilen. Tatsache aber ist, dass viele Jungen ohne Männer aufwachsen. Ihnen fehlen damit realistische Vorbilder. Mitunter entwickelt sich daraus ein Kult um Männlichkeit, der sogar Gewalt idealisiert.
ZEIT: Das sind Extremfälle.
Schröder: Die machen uns aber große Sorgen. In der Machokultur, die wir bei einigen Migranten, aber auch zum Beispiel bei rechtsextremen Jugendlichen finden, herrscht oft die Meinung vor, ein Mann dürfe seine Frau schlagen oder er muss seine Ehre mit Gewalt verteidigen. Auf diese falschen Männlichkeitsvorstellungen muss Jungenförderung eine Antwort finden.
ZEIT: Jungenpädagogen warnen schon heute davor, dass Jungen heute nicht mehr Jungen sein dürfen.
Schröder: Jungen haben ein natürliches Bedürfnis, ihre körperlichen Kräfte zu messen, also zu toben und zu kämpfen. Nicht jede Rauferei muss man deshalb gleich mit einem Streitschlichter unterbinden. Ebenso sehe ich in vielen pädagogischen Einrichtungen die Gefahr, das stärker angepasste Verhalten von Mädchen als Norm zu betrachten. Man sollte die latent größere Aggressivität von Jungen aber in vernünftige Bahnen lenken.
ZEIT: Wie zum Beispiel?
- Datum 22.04.2010 - 06:21 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 22.04.2010 Nr. 17
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ja, aber nicht erst seit 10 Jahren. Beim Grundschullehrpersonal ist die Quote (bitte ggf. um Korrektur) von ca. 55% 1960 auf ca. 70% heute gestiegen.
In meiner (1970) Schulzeit wurde ich in der Grundschule lediglich von Frauen unterrichtet und im Gymnasium war die Disziplin deutlich höher (nicht "jungsorientiert", d.h., 45Min still sitzen war angebracht).
Ich vermute, dass die Mädchen bereits früher als Gruppe bessere Leistungen erbracht haben, angesichts der geringeren Anzahl von Mädchen an Gymnasien ist das aber nicht aufgefallen.
in den 1960er Jahren wurden Buben aber auch nicht systematisch in der Schule benachteiligt, gerade im Bereich der Lehrerinnen ist diese latente Misandrie weit verbreitet
bei Mädchen solle es schlecht sein, wenn sie in typische Frauenberufe gehen, es soll ein Grund für Armut sein
bei Buben ist es neuerdings super, wenn sie in typische Frauenberufe gehen
Politiker in dem Fall Politikerinnen sind schon ein komisches Völkchen ohne jeden Haus- und Sachverstand
in den 1960er Jahren wurden Buben aber auch nicht systematisch in der Schule benachteiligt, gerade im Bereich der Lehrerinnen ist diese latente Misandrie weit verbreitet
bei Mädchen solle es schlecht sein, wenn sie in typische Frauenberufe gehen, es soll ein Grund für Armut sein
bei Buben ist es neuerdings super, wenn sie in typische Frauenberufe gehen
Politiker in dem Fall Politikerinnen sind schon ein komisches Völkchen ohne jeden Haus- und Sachverstand
zu dem man der Ministerin nur viel Erfolg wünschen kann.
dort darf sie Glauben verbreiten
"Ich glaube nicht, dass Erzieherinnen oder Lehrerinnen Jungen bewusst benachteiligen, etwa ihnen schlechtere Noten erteilen. "
aber genau das passiert und ist durch unzählige Studien belegt, in der Politik sollte man wissen, nicht Glauben, das kann man am Sonntag, oder auch unter der Woche in der Kirche
dass es Lehrerinnen eben doch unbewusst passiert Jungen zu benachteiligen.
dass es Lehrerinnen eben doch unbewusst passiert Jungen zu benachteiligen.
in den 1960er Jahren wurden Buben aber auch nicht systematisch in der Schule benachteiligt, gerade im Bereich der Lehrerinnen ist diese latente Misandrie weit verbreitet
dass es Lehrerinnen eben doch unbewusst passiert Jungen zu benachteiligen.
bei Mädchen solle es schlecht sein, wenn sie in typische Frauenberufe gehen, es soll ein Grund für Armut sein
bei Buben ist es neuerdings super, wenn sie in typische Frauenberufe gehen
Politiker in dem Fall Politikerinnen sind schon ein komisches Völkchen ohne jeden Haus- und Sachverstand
dass auch typische Männerberufe wie der erwähnte KFZ-Mechatronkier schlecht bezahlt sind?
Frauen in typischen Frauenberufen gehen in die Armut, weil schlecht bezahlt. Gehen jetzt Männer in bisher typische Frauenberufe, wird besser bezahlt resp. Karriere angeboten, hoffentlich nicht nur für diese Männer. Haben Sie davor Angst?
dass auch typische Männerberufe wie der erwähnte KFZ-Mechatronkier schlecht bezahlt sind?
Frauen in typischen Frauenberufen gehen in die Armut, weil schlecht bezahlt. Gehen jetzt Männer in bisher typische Frauenberufe, wird besser bezahlt resp. Karriere angeboten, hoffentlich nicht nur für diese Männer. Haben Sie davor Angst?
Schröder: "Sie (Frauen) sind meist lösungsorientierter und pragmatischer. Auch das Prinzip 'Es wurde schon alles gesagt, nur nicht von mir' scheint mir eher eine männliche Erfindung."
Da Lösungsorientiertheit, Pragmatik und Schwafellosigkeit erwünschte Eigenschaften sind, folgt doch aus ihrer Rede: Stellt im Zweifel Frauen ein! Schickt die Männer nach Afghanistan oder auf den Bau! Da können sie sich austoben.
Bin gespannt, wie sie "Jungenförderung" machen will, wenn sie im Grunde selbst überzeugt ist, daß Frauen die besseren Menschen sind.
Gegenthese: Die Zwanghaftigkeit, jeden Menschen zu optimieren und optimal zu nutzen (sei es aus weltverbesserischen oder aus kapitalistischen Gründen) ist das Übel unserer Zeit.
dass auch typische Männerberufe wie der erwähnte KFZ-Mechatronkier schlecht bezahlt sind?
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