Studienplatz Durch die Hintertür
Warum das unselige Einklagen von Studienplätzen aufhören muss.

Mit Anwalts Hilfe zum Wunschstudium: Das Einklagen von Studienplätzen ist nicht nur in Medizin gängige Praxis
Es ist der Albtraum eines Studentenlebens: Da hängt man sich rein, zwei Jahre lang, kämpft sich durch Lehrbücher, manchmal auch durch nicht enden wollende Vorlesungen, und eines Tages bekommt man einen Bescheid, auf dem steht, dass man morgen nicht mehr wiederzukommen braucht. Genauso ist es 32 Studenten der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) ergangen, die jetzt nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg ihren Studiengang verlassen müssen. Von einem Tag auf den anderen stehen sie vor dem akademischen Nichts. Hört man ihre Geschichte, will sich mit dem verständlichen Mitleid automatisch auch Empörung einstellen. Doch diesem Impuls sollte man widerstehen – die Betroffenen kannten das Risiko vom ersten Tag an.
Zu den Hintergründen: An der MHH gibt es ausschließlich einen sogenannten Modellstudiengang, der wie alle Medizinprogramme in Deutschland NC-beschränkt ist. Jedes Jahr werden für ihn 270 Studienanfänger zugelassen, die 32 Betroffenen waren nicht darunter. Darum sind sie einer gängigen Praxis gefolgt und haben sich eingeklagt. Soll heißen: Sie haben vor Gericht geltend gemacht, dass die MHH eigentlich Platz und Personal hätte, um mehr als die offiziellen 270 Studenten durchs Studium zu schleusen. Jahr für Jahr kommen auf diese Weise Tausende Studenten, deren Abi-Note zu schlecht war, noch an einen Studienplatz. So auch im Fall der 32 besagten Studenten der MHH – deren Zulassung allerdings galt nur vorläufig, bis zum endgültigen Urteil. Das wussten die 32. Jetzt haben die Richter gegen sie entschieden, und sie müssen gehen.

Wer wird gebraucht? Stellenangebote für Angehörige medizinischer Berufsgruppen
Für die medizinischen Fakultäten ist das Urteil, das jetzt Wellen schlägt, eine gute Nachricht, ebenso wie für uns alle, die Patienten. Die Qualität der ärztlichen Ausbildung ist ein hohes Gut, das Leben retten kann. Sie ist nur gesichert, wenn jeder einzelne Student ausreichend an echten Menschen üben kann. Im Medizinstudium der Zukunft, das in Hannover und in Modellstudiengängen anderswo schon Gegenwart ist, passiert das vom ersten Semester an und nicht erst nach Jahren der Theorie. Da es aber nicht unendlich viele geeignete Patienten gibt, ist es nur folgerichtig, dass die Studenten in Hannover letzten Endes nicht erfolgreich waren mit ihrer Klage. Hier liegt auch einer der Gründe, warum ein NC-Stopp, wie Gesundheitsminister Rösler ihn fordert, so einfach nicht funktionieren kann.
Es wäre gut, wenn die Gerichte sich vom MHH-Urteil inspirieren ließen. Das unselige Einklagen muss aufhören, und das nicht nur in der Medizin. Es begünstigt jene, die sich den teuren Rechtsweg leisten können, und verschlechtert die Studienbedingungen derer, die sich ihren Platz durch ihre Leistung verdient haben. Die Universitäten müssen ihre Kapazitäten ausschöpfen, keine Frage. Dass das passiert, darauf achten schon die Ministerien. Doch die juristischen Rechenspielchen nützen außer den darauf spezialisierten Anwälten keinem.
- Datum 25.04.2010 - 08:27 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 22.04.2010 Nr. 17
- Kommentare 57
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Es ist nicht richtig, wenn von einem Abitur-Durchschnitt (NC) die Befähigung zum Mediziner abgeleitet wird.
Dazu gehört viel mehr !
Viel besser wäre es, man eröffne den Berufsqualifizierten der medizinischen Berufe einen vereinfachten Zugang zum medizinischen Hochschulstudium !
In dem Artikel steht mit keinem Wort, dass die Noten ausschlaggebend für die spätere Qualität der Ärzte seien. Sondern vielmehr, dass die Bedingungen ohne die Einkläger besser seien, weil sonst die Kapazitäten und die Patienten zu knapp sind.
Beim nächsten Mal bitte genauer lesen, dies gilt auch für den 4. Kommentar.
Hier nochmal die betreffende Textstelle, damit Sie in dem "langen" Text nicht suchen müssen:
Die Qualität der ärztlichen Ausbildung ist ein hohes Gut, das Leben retten kann. Sie ist nur gesichert, wenn jeder einzelne Student ausreichend an echten Menschen üben kann. Im Medizinstudium der Zukunft, das in Hannover und in Modellstudiengängen anderswo schon Gegenwart ist, passiert das vom ersten Semester an und nicht erst nach Jahren der Theorie. Da es aber nicht unendlich viele geeignete Patienten gibt, ist es nur folgerichtig, dass die Studenten in Hannover letzten Endes nicht erfolgreich waren mit ihrer Klage.
Damit wir sicher sein können, über das gleiche zu reden: machen Sie sich doch bitte erst einmal die Mühe, den Artikel zu lesen, bevor Sie einen "Denkfehler" unterstellen.
Gute Kommentatoren müssen viele Eigenschaften herausbilden, oft bringen sie viele Fähigkeiten und Wissen mit, allein die Fertigkeiten im Umgang mit dem Artikel müssen geübt werden. Nur auf diese Weise kann das hohe Niveau in unserem Meinungswesen aufrecht erhalten werden. Es muss ein Zugang zum Artikel gefunden werden, das Umfeld betrachtet, dann muss der Kommentator genau hinsehen und sich unter Zuhilfenahme seines Wissens und seiner Menschenkenntnis und Erfahrung ein Bild machen. Jeder Artikel ist anders, jeder hat eine andere Geschichte zu erzählen!
Genau so geht es auch Medizinstudenten. Sie brauchen von Anfang an Kontakt zum Patienten, der in überladenen Jahrgängen schlicht nicht gewährleistet werden kann, wenn Sie zu fünft um einen Patienten herumstehen und bestenfalls zwei von Ihnen eine kurze Frage stellen können. Zeit zum Nachdenken und Lernen fehlt dort häufig.
Nehmen Sie sich die Zeit!
Der Denkfehler wurde hier richtig vorgeführt. Ferner läßt sich bei näherer Betrachtungsweise dieses Artikels sagen, dass hier sehr schlecht recherchiert wurde. Erstens muss hier klargestellt werden das es nicht einfach nur um die Kinder reicher Eltern handelt die sich über die Hintertüre versuchen einen Studienplatz zu ergattern, sondern vielmehr das die Ministerien sehr schlecht bis garnicht kontrollieren wenn es um die korrekte Angabe der tatsächlichen Kapazitäten geht. Die Universitäten schludern hier und geben teilweise bewußt nicht die richtige Kapazität an die Hörsäle übersichtlicher zu gestalten und die Lehrkräfte zu entlasten.
Dann ist es auch nicht so das man einfach mal zum Anwalt geht und schnell einen Studienplatz im außerkapazitären Bereich erhascht, sondern es sich hier um ein langwieriges Verfahren handelt bei dem tatsächlich viel Geld und Schweiss fließt. Der Erfolg bleibt in über 50% aller Fälle erfolglos. Auch ist es längst nicht möglich jede Universität vor Gericht zu ziehen.
Was ein absoluter Fakt ist, dass wir wahrlich bessere Zugansvoraussetzungen für solche NC- pflichtigen Studiengänge benötigen und die damit verbundenen Kapazitäten effektiv ausgeschöpft werden. Dies ist für mich ein Betrug am angehenden Studenten. Also nicht über das Einklagen schimpfen, sondern über unser System. Unser Gesundheitsminister macht zumindest einen Anfang!
In dem Artikel steht mit keinem Wort, dass die Noten ausschlaggebend für die spätere Qualität der Ärzte seien. Sondern vielmehr, dass die Bedingungen ohne die Einkläger besser seien, weil sonst die Kapazitäten und die Patienten zu knapp sind.
Beim nächsten Mal bitte genauer lesen, dies gilt auch für den 4. Kommentar.
Hier nochmal die betreffende Textstelle, damit Sie in dem "langen" Text nicht suchen müssen:
Die Qualität der ärztlichen Ausbildung ist ein hohes Gut, das Leben retten kann. Sie ist nur gesichert, wenn jeder einzelne Student ausreichend an echten Menschen üben kann. Im Medizinstudium der Zukunft, das in Hannover und in Modellstudiengängen anderswo schon Gegenwart ist, passiert das vom ersten Semester an und nicht erst nach Jahren der Theorie. Da es aber nicht unendlich viele geeignete Patienten gibt, ist es nur folgerichtig, dass die Studenten in Hannover letzten Endes nicht erfolgreich waren mit ihrer Klage.
Damit wir sicher sein können, über das gleiche zu reden: machen Sie sich doch bitte erst einmal die Mühe, den Artikel zu lesen, bevor Sie einen "Denkfehler" unterstellen.
Gute Kommentatoren müssen viele Eigenschaften herausbilden, oft bringen sie viele Fähigkeiten und Wissen mit, allein die Fertigkeiten im Umgang mit dem Artikel müssen geübt werden. Nur auf diese Weise kann das hohe Niveau in unserem Meinungswesen aufrecht erhalten werden. Es muss ein Zugang zum Artikel gefunden werden, das Umfeld betrachtet, dann muss der Kommentator genau hinsehen und sich unter Zuhilfenahme seines Wissens und seiner Menschenkenntnis und Erfahrung ein Bild machen. Jeder Artikel ist anders, jeder hat eine andere Geschichte zu erzählen!
Genau so geht es auch Medizinstudenten. Sie brauchen von Anfang an Kontakt zum Patienten, der in überladenen Jahrgängen schlicht nicht gewährleistet werden kann, wenn Sie zu fünft um einen Patienten herumstehen und bestenfalls zwei von Ihnen eine kurze Frage stellen können. Zeit zum Nachdenken und Lernen fehlt dort häufig.
Nehmen Sie sich die Zeit!
Der Denkfehler wurde hier richtig vorgeführt. Ferner läßt sich bei näherer Betrachtungsweise dieses Artikels sagen, dass hier sehr schlecht recherchiert wurde. Erstens muss hier klargestellt werden das es nicht einfach nur um die Kinder reicher Eltern handelt die sich über die Hintertüre versuchen einen Studienplatz zu ergattern, sondern vielmehr das die Ministerien sehr schlecht bis garnicht kontrollieren wenn es um die korrekte Angabe der tatsächlichen Kapazitäten geht. Die Universitäten schludern hier und geben teilweise bewußt nicht die richtige Kapazität an die Hörsäle übersichtlicher zu gestalten und die Lehrkräfte zu entlasten.
Dann ist es auch nicht so das man einfach mal zum Anwalt geht und schnell einen Studienplatz im außerkapazitären Bereich erhascht, sondern es sich hier um ein langwieriges Verfahren handelt bei dem tatsächlich viel Geld und Schweiss fließt. Der Erfolg bleibt in über 50% aller Fälle erfolglos. Auch ist es längst nicht möglich jede Universität vor Gericht zu ziehen.
Was ein absoluter Fakt ist, dass wir wahrlich bessere Zugansvoraussetzungen für solche NC- pflichtigen Studiengänge benötigen und die damit verbundenen Kapazitäten effektiv ausgeschöpft werden. Dies ist für mich ein Betrug am angehenden Studenten. Also nicht über das Einklagen schimpfen, sondern über unser System. Unser Gesundheitsminister macht zumindest einen Anfang!
Die Bonzen dürfen kein Privileg haben auf einen Studienplatz, nur weil Mami und Papi einen Haufen Kohle haben. Wer kein erstklassiges Abitur hat, soll halt 6 Jahre warten auf einen Studienplatz.
Ich bin selbst Medizinstudent an der Uni Heidelberg, und mir wäre es im Traum nicht eingefallen, im Falle einer Ablehnung durch die ZVS einen Platz einzuklagen - wahrscheinlich hätte ich es mir auch gar nicht leisten können. Wo leben wir denn, dass man sich einen Studienplatz kaufen kann?
In diesem Artikel wurde wohl ohne großes Überlegen die Abi-Note mit der Studienleistung gleichgesetzt.
Es gibt viel zu viele Medizinstudenten, die das Fach aufgrund ihrer 1 gewählt haben und nach dem ersten Semester alles hinschmeißen und so den Leuten die Plätze nehmen, die genau wissen was sie wollen.
Und diejenigen, die durch Klagen versuchen an einen Platz zu kommen, sind meist die, die wissen was auf sie zukommt, die sich diesen Beruf wirklich ausgesucht haben. Denn es ist bei weitem nicht so leicht dadurch an einen Platz zu kommen, wie oben beschrieben.
Der NC in Medizin ist wohl das unfairste und unsinnigste Auswahlkriterium, gerade auch, wenn es um das wohl der Patienten geht.
Unsinn. Die Abbrecherquoten in Medizin gehören zum einen zu den niedrigsten, zum anderen gibt es eine Korrelation zwischen Abiturnote und Studienerfolg. Das ist empirisch belegt.
Ich würde vermuten, dass es auch eine Korrelation zwischen Studienerfolg und "Berufserfolg" gibt.
"Und diejenigen, die durch Klagen versuchen an einen Platz zu kommen, sind meist die, die wissen was auf sie zukommt, die sich diesen Beruf wirklich ausgesucht haben. Denn es ist bei weitem nicht so leicht dadurch an einen Platz zu kommen, wie oben beschrieben."
Was für ein Quatsch! Klagen heißt doch nicht gleich, dass die Leute wissen was sie wollen. Klagen können außerdem nur diejenigen, die das nötige Kleingeld haben, also in den meisten Fällen nur Kinder von reichen Eltern! Jemand, der dieses Studium wirklich will und nicht die notwendigen Noten hat, macht eine Berufsausbildung und zeigt dadurch seine herausragende Motivation. Ich finde, gerade solchen Studenten sollte man viel mehr die Möglichkeit geben zu studieren, denn diese haben nicht nur durch ne 3 jährige Berufsausbildung gezeigt, dass sie das Fach wirklich studieren wollen sondern wissen auch auf was sie sich in ihrem späterem Berufsleben einlassen.
Unsinn. Die Abbrecherquoten in Medizin gehören zum einen zu den niedrigsten, zum anderen gibt es eine Korrelation zwischen Abiturnote und Studienerfolg. Das ist empirisch belegt.
Ich würde vermuten, dass es auch eine Korrelation zwischen Studienerfolg und "Berufserfolg" gibt.
"Und diejenigen, die durch Klagen versuchen an einen Platz zu kommen, sind meist die, die wissen was auf sie zukommt, die sich diesen Beruf wirklich ausgesucht haben. Denn es ist bei weitem nicht so leicht dadurch an einen Platz zu kommen, wie oben beschrieben."
Was für ein Quatsch! Klagen heißt doch nicht gleich, dass die Leute wissen was sie wollen. Klagen können außerdem nur diejenigen, die das nötige Kleingeld haben, also in den meisten Fällen nur Kinder von reichen Eltern! Jemand, der dieses Studium wirklich will und nicht die notwendigen Noten hat, macht eine Berufsausbildung und zeigt dadurch seine herausragende Motivation. Ich finde, gerade solchen Studenten sollte man viel mehr die Möglichkeit geben zu studieren, denn diese haben nicht nur durch ne 3 jährige Berufsausbildung gezeigt, dass sie das Fach wirklich studieren wollen sondern wissen auch auf was sie sich in ihrem späterem Berufsleben einlassen.
Das Urteil mag durchaus gerecht sein. Auch wenn ich den NC als wirksames Zugangskriterium durchaus kritisch betrachte, so sehe ich ebenso wie meine Vorredner keinen Grund, weshalb jemand mit beispielsweise einem Abiturdurchschnitt von 3,6 Medizin studieren darf, bloß weil er genug Geld hat um sich darin einzuklagen.
Wenn schon einklagen, wäre es gerechter, die nachfolgenden ZVS-Bewerber, die gerade noch so keinen Studienplatz zugeteilt bekamen, zu begünstigen. Oder aber den NC gleich ganz abschaffen und eine effektivere Auswahl der Studienbewerber durch Auswahlverfahren der Hochschulen zulassen.
Allerdings muss man sich bei aller Zustimmung für das Urteil und diesen Artikel doch fragen, wer diesen Missstand überhaupt erst ermöglicht hat. Denn letztendlich sind dies die Universitäten und die Ministerien, die anders als im Artikel beschrieben, eben NICHT dafür Sorge tragen, dass die maximal mögliche Anzahl an Studienplätzen ausgeschöpft wird. Nach Aussage der Unis ist es nämlich durchaus möglich, weitere Studienanfänger zu Beginn eines Semesters zuzulassen - und das ohne dabei die Qualität des Studiums in Frage zu stellen.
Folglich sollten sich die für die Unis zuständigen Länder eingehender damit beschäftigen, eine möglichst große Anzahl an Studienplätzen zur Verfügung zu stellen, schließlich mangelt es ja durchaus an qualifizierten Ärzten.
Als Nebeneffekt gibt es dann auch bald keine derartigen Möglichkeiten mehr auf dem Rechtsweg an einen Studienplatz zu gelangen.
Es wäre zu begrüßen, wenn die Praxis des Einklagens unmöglich werden würde. Sie bildet den Gipfel eines Berges sozialer Selektion in unserem Bildungssystem. Wer zum Gymnasium zugelassen wird, wer sein Abitur meistert, wer dann studieren will und eben auch wer genommen wird hängt in Deutschland extrem vom Einkommen und der Bildung der Eltern ab.
Was die Noten angeht: Trotz aller Imperfektionen in der Schule ermöglichen die Abiturnoten eine bessere Vorhersage über Studienvollendung und Leistung als viele andere Methoden (wie Bewerbungsgespräche etc.). Dass zum Medizinstudium mehr gehört als das Schulwissen ist klar. Schulnoten bilden aber auch eher Sorgfalt, Durchhaltevermögen und Intelligenz ab, sind also durchaus valide um auch für medizinische Studiengänge herangezogen zu werden. Jetzt müssen nur noch die Abiturregeln und Tests bundesweit vereinheitlicht werden und die Lehrer besser bezahlt, aber auch strenger ausgewählt und kontrolliert werden und die Noten werden sogar noch besser zur Vorhersage geeignet.
Das eigentlich Interessante ist für mich die Grafik.
Die Grafik macht den aktuellen krassen Widerspruch und die schreiende Ungerechtigkeit deutlich:
Ärztmangel, heiß diskutiert, bei 3500 offenen Stellen. Pflegemangel (Kranken- und Altenpflege), äußert sparsam thematisiert, bei ca 22.500 offenen Stellen.
Schade, dass diese Grafik hier eher untergeht, da es ums Einklagen von Studienplätzen geht, was meines Erachtens vergleichsweise unwichtig ist.
Wenn man diese Aussage des Autors gelesen ist der Tag wieder gerettet.
"verschlechtert die Studienbedingungen derer, die sich ihren Platz durch ihre Leistung verdient haben," In dem sie im Gymnasium Leistungskurse belegt haben die ihnen lagen (z.B. Musik, Geschichte, Geograpie) und die schwierigen naturwissenschaftlichen wurden abgewählt, dann stimmt es auch mit dem allgemeinen Notendurchschnitt.
Man sollte, wenn man schon eine Begrenzung will, auch Bedingungen daran stellen, wie z.B. im Anglo-Raum. Diesen nimmt man sich ja sonst immer zum Vorbild nimmt.
An meiner ehemaligen Alma Mater in Canada musste man dort Mathe, Chemie, Physik, Biologie und English im Leistungskurs mindestens mit 90% abgeschlossen haben um überhaupt in die engere Auswahl zu kommen, danach wurden dann auch nur 44 Prozent aller Bewerber angenommen. Wenn man die Leistungsanforderungen vorher aufstellt und sich nicht nur am allgemeinen Notendurchschnitt orientiert, dann gäbe es auch die Probleme des Klagens nicht, denn ein Großteil der angehenden Medizinstudenten würden ihn nicht erfüllen, da es doch eine Herausforderung alle Kurse zu belegen. Wenn man es doch auf sich nimmt und auch schafft, wäre es nur der Qualität des Studiums zuträglich. Gilt übrigens nicht nur für Mediziner.
Es heisst nich umsonst "Allgemeine Hochschulreife".
Abgesehen davon steht es jedem Schüler frei, die angeblich so einfachen Leistungskurse wie Geschichte oder Deutsch zu wählen.
Davon abgesehen: Die Leute mit einem 1er Abitur bringen in der Regel in allen Fächern gute Leistungen - sowohl in natur- als auch in geisteswissenschaftlichen Fächern.
Meiner Meinung nach sagt der NC gar nichts aus, ob jemand fuer ein medizinstudium geeignet ist, es ist lediglich nur ein unfaires mittel zur selektion von "elite" schuelern.
Ich bin oder besser gesagt war an einem medizin studium sehr interessiert, weil es einfach meine naturwissenschaftlichen vorlieben miteinander verknuepft. Jedoch wurde mir ein studium verwehrt aufgrund meines Abischnitts. Obwohl ich in Mathe, Chemie, Bio und Physik 14 Pkt hatte, jedoch in Kunst, Geschichte und co. nicht blendend war.
nunja, meckern hilft nicht. Man kann es nur schweren mutes akzeptieren, dass die die es wirklich studieren wollen , aber nicht zur "elite" gehoeren ohne mit der wimper zu zucken aussortiert werden.
Es heisst nich umsonst "Allgemeine Hochschulreife".
Abgesehen davon steht es jedem Schüler frei, die angeblich so einfachen Leistungskurse wie Geschichte oder Deutsch zu wählen.
Davon abgesehen: Die Leute mit einem 1er Abitur bringen in der Regel in allen Fächern gute Leistungen - sowohl in natur- als auch in geisteswissenschaftlichen Fächern.
Meiner Meinung nach sagt der NC gar nichts aus, ob jemand fuer ein medizinstudium geeignet ist, es ist lediglich nur ein unfaires mittel zur selektion von "elite" schuelern.
Ich bin oder besser gesagt war an einem medizin studium sehr interessiert, weil es einfach meine naturwissenschaftlichen vorlieben miteinander verknuepft. Jedoch wurde mir ein studium verwehrt aufgrund meines Abischnitts. Obwohl ich in Mathe, Chemie, Bio und Physik 14 Pkt hatte, jedoch in Kunst, Geschichte und co. nicht blendend war.
nunja, meckern hilft nicht. Man kann es nur schweren mutes akzeptieren, dass die die es wirklich studieren wollen , aber nicht zur "elite" gehoeren ohne mit der wimper zu zucken aussortiert werden.
wenn ich diesen Artikel und manche Kommentare lese. Jeder der meint, ein gutes Abitur bedeutet auch gleichzeitig, dass mein ein guter Mediziner wird, ist auf dem Holzweg. Ich kenne viele Studenten die nur wegen ihres Einser- Abis Medizin studieren, aber menschlich nichts drauf haben. Umgekehrt kenne ich viele die ein gutes Abi hatte (2,0-2,4) und das Medizinstudium ihr Herzblut war. Nur leider können sie nicht Medizin studieren. Ich gebe hier vielen Kommentaren recht: Es gehört viel mehr dazu als gute Noten. Leider sind nämlich viele Einser- Abiturienten sozial inkompetent, um es mal nett auszudrücken....
Und Leute mit einem 3,X Abi sind natürlich alles voll umgängliche, soziale Menschen.
Ich persönlich würde einen Arzt, der fachlich etwas drauf hat, aber vielleicht nicht so umgänglich ist, einem fachlich inkompetenten, aber duftem Kerl vorziehen.
Und Leute mit einem 3,X Abi sind natürlich alles voll umgängliche, soziale Menschen.
Ich persönlich würde einen Arzt, der fachlich etwas drauf hat, aber vielleicht nicht so umgänglich ist, einem fachlich inkompetenten, aber duftem Kerl vorziehen.
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