Feiern Partypsychologie

Was macht man mit ungebetenen Gästen? Wann kann man gehen, ohne unhöfllich zu sein? Wolfgang Schmidbauer, Psychologe und Paartherapeut, beantwortet wichtige Party-Fragen.

Wie offensiv darf man sich um einen Tanzpartner bemühen?

Wie offensiv darf man sich um einen Tanzpartner bemühen?

Kann man schlechten Wein verschmähen und stattdessen den selbst mitgebrachten trinken?

Wolfgang Schmidbauer rät: Man muss nichts trinken, was nicht schmeckt, aber Geschenke sollen Geschenke bleiben und kein Notproviant. Entweder schmeckt auch der schlechte Wein nach einigen Gläsern (siehe Hochzeit von Kana), oder der Feintrinker bleibt beim stillen Wasser.

Wie kann man als Gastgeber die Stimmung anheizen, wenn man merkt, dass es flau wird?

Wer sich als Gastgeber für die Stimmung der Gäste verantwortlich fühlt, sendet eher bedrückende Schwingungen aus und ist Burn-out-gefährdet – "ich lade nie wieder diese Trantassen ein!" (aber andere kenne ich nicht). Eine ungute Gruppendynamik kann keine Anstrengung eines Gastgebers neutralisieren; umgekehrt stören Anstrengungen eine gute Gruppendynamik eher, als dass sie diese fördern.

Muss man als Gastgeber mit jedem Gast sprechen, wenigstens kurz?

Das hängt vom Ehrgeiz ab, wie viele Gäste eingeladen sein müssen. Mir tun Gastgeber leid, die den ganzen Abend wie aufgeregte Hummeln von einem zum anderen surren und mit jedem einen intensives Gespräch haben möchten. Wenn die Party nicht ganz unübersichtlich ist, werden die Gäste zu Beginn begrüßt und am Ende verabschiedet, zwischendurch sollte jeder tun, wozu ihm zumute ist.

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Wie wechselt man den Platz, ohne dass es unhöflich ist?

Wer sich das fragt, ist entweder schon viel zu lange bei einem Langweiler stehen geblieben. Oder die Gastgeberin hat ihn zwischen zwei Langweiler platziert; dann helfen nur Geduld, Ausschau nach einem frei gewordenen Platz und eine kurze Entschuldigung.

Muss man als liierte Person ein schlechtes Gewissen haben, weil man lieber alleine zur Party geht?

Auf gar keinen Fall. Vernünftig Verpartnerten ist ein(e) gut gelaunt von einem Fest Heimkehrende(r) lieber als ein trauriger Kettenhund in der eigenen Hütte.

Wie offensiv soll man zum Tanzen auffordern?

So lange und so intensiv, wie es gelingt, Misserfolge gut gelaunt zu ertragen.

Leser-Kommentare
  1. "Bedankt man sich auch dann für ein Fest, wenn es nicht toll war?

    Selbstverständlich..."

    Warum sollte das selbstverständlich sein?

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    "Warum sollte das selbstverständlich sein?"

    Weil es immerhin nett war, daß man eingeladen wurde, und daß der Gastgeber die Mühe auf sich genommen hat, das Fest zu veranstalten.

    ... Jean Gabin denken: "Höflichkeit ist der Versuch, Menschenkenntnis durch gute Manieren zu mildern."

    "Warum sollte das selbstverständlich sein?"

    Weil es immerhin nett war, daß man eingeladen wurde, und daß der Gastgeber die Mühe auf sich genommen hat, das Fest zu veranstalten.

    ... Jean Gabin denken: "Höflichkeit ist der Versuch, Menschenkenntnis durch gute Manieren zu mildern."

  2. "Warum sollte das selbstverständlich sein?"

    Weil es immerhin nett war, daß man eingeladen wurde, und daß der Gastgeber die Mühe auf sich genommen hat, das Fest zu veranstalten.

  3. ... Jean Gabin denken: "Höflichkeit ist der Versuch, Menschenkenntnis durch gute Manieren zu mildern."

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