Jesuitenorden »Ich war ein Täter!«

Bei seiner diesjährigen Klausur geht der Jesuitenorden hart mit sich ins Gericht – hinter verschlossenen Türen

Als sich die Tür zu der schmucklosen Hauskapelle öffnet, überrascht nur eines – das absolute Schweigen. Wie können 170 Männer eine Stille halten, die tiefer geht als die bloße Abwesenheit von Geräuschen? Was müssen sie dafür beherrschen – 170-mal Konzentration? 170-mal Entspannung? Dies ist ein Orden der Widersprüche. Unbedingte Loyalität zum Papst und kaum verhohlener Widerspruch zu ihm, exzessive Freiheit des Denkens und rigoroser Gehorsam – es gibt kaum ein Extrem, das diese Armee Gottes in den 500 Jahren ihrer Existenz nicht schon repräsentierte. Doch zuletzt stand die »Gesellschaft Jesu« vor allem für eins in der Kritik: ihr Schweigen.

»An die Jesuiten in Deutschland« ist der Brief überschrieben, den sieben Männer namentlich unterzeichnet haben, die als Kinder alle Missbrauchsopfer an Einrichtungen der Jesuiten geworden sind. Worte der Entschuldigung genügen ihnen nicht mehr, aus ihren Zeilen spricht Zorn. »Bisher verweigern Sie sich einer direkten Auseinandersetzung mit den Opfern«, schreiben sie. »Stattdessen verweisen Sie auf die Missbrauchsbeauftragte des Ordens. Die Fragen, die wir an Sie haben, können uns jedoch durch keine Ombudsfrau beantwortet werden.« Es folgen sieben Fragen, die sieben Anklagen sind: »Sind Sie bereit anzuerkennen, dass…?« – »Ist Ihnen bewusst, dass…?« – »Verstehen Sie, dass…?«

Anzeige

In der deutschen Societas Jesu kam Anfang dieses Jahres der Skandal ins Rollen, der sich drei Monate später zur größten Krise der Weltkirche ausgewachsen hat. Am Ausgangspunkt des Skandals aber, dem von Jesuiten betriebenen Canisius-Kolleg in Berlin, erlebte auch die Aufklärung ihre ersten lichten Momente, als der Jesuit Klaus Mertes seine Kirche für sexuellen Missbrauch und Vertuschung radikal angriff. Exzellent im Guten wie im Bösen, sind das die Jesuiten?

Im April 2010 trifft sich der Orden in geheimer Klausur in der Provinz, zum ersten Mal seit dem Skandal. Es ist auch das erste Mal, dass ein Journalist teilnimmt an einer dieser Klausuren, die so vertraulich sind, dass weder Ort noch Existenz der Zusammenkunft bekannt gegeben werden. Hoch oben auf einem Berg findet sie statt, irgendwo in Süddeutschland, wo sich mächtig eine päpstliche Basilika erhebt. Auf den Tischen im Haus wartet die Forderung der Opfer: »Öffnen Sie Ihre Archive!«

Die Archive? »Einfach Akten öffnen geht nicht«, sagt Pater Tobias. »Ich kenne meine Akte nicht einmal selbst«, sagt Pater Erhard. »Meine Akte ist Teil meiner Intimität«, sagt Pater Josef. Schon eine Weile läuft die Diskussion an diesem Morgen, viel Verständnis wurde gezeigt für die Opfer, doch plötzlich mauern selbst aufgeschlossene Patres. Die Forderung nach Öffnung des Archivs trifft sie tief: meine Akte, mein Herz. Und so führt das Ringen mit der Vergangenheit des Missbrauchs die Societas Jesu geradewegs in ihren zentralen Widerspruch: Warum wagen sie völlige Offenheit miteinander nur bei völliger Geheimhaltung nach außen?

So nämlich begründen die Jesuiten seit je ihre Vertraulichkeit. In festgesetzten Abständen berichten je vier Jesuiten über einen Mitbruder an die Ordensleitung. In der »Gewissensrechenschaft« soll sich jeder Ordensmann einmal im Jahr dem Pater Provinzial, dem deutschen Oberen, rückhaltlos offenbaren. Das Reden nach innen und das Schweigen nach außen sind mehr als ein Organisationsprinzip – die Jesuiten sehen es als Teil ihres spirituellen Wegs: Vor sich selbst, vor seinen Oberen und letztlich vor Gott soll ein Jesuit zu lesen sein wie ein offenes Buch. Doch wozu die völlige Geheimhaltung nach außen, wenn sie ihren Zweck nach innen so dramatisch verfehlt hat? Wenn die geforderte Offenheit innerhalb des Ordens den Missbrauch nicht aufdecken half?

»Ich bin ein Täter«, sagt Pater Stefan Dartmann, der seit sechs Jahren Pater Provinzial ist. Diesen Satz schlägt er in der Klausur an wie einen Gong: Erst im Nachklang entfaltet er seine Wirkung.

In 170 Kopien hat die Ordensleitung die Briefe der sieben Ankläger auf jeden Stuhl gelegt. »Ich bin ein Täter« – ist das mehr als eine Metapher? Weil man inzwischen die wenigen Vergewaltiger und die vielen Vertuscher zusammen sehen muss, hat der Missbrauch für die Jesuiten plötzlich das Gesicht von Kollegen, Untergebenen und Vorgesetzten bekommen.

Als Pater Godehard 1977 in die Societas Jesu eintrat, »waren wir ein führungsloser Orden«. Damals traten auch mehrere, heute bekannte Täter ein. Der Hang zum autoritären Regime, der der Gemeinschaft stets innewohnte, war gerade an sein Ende gekommen. Die weltliche Wende von 68 hatte auch die Jesuiten erfasst. Pater Erhard, heute 76 Jahre alt, beschreibt den Wechsel als eine Umstellung von »einer fast aristokratischen Form von Führung« zu einer moderneren. »Dazwischen lag eine Zone der Unsicherheit.«

Gott in allen Dingen suchen, so lautet das Motto der Jesuiten. Wo aber sucht, wer so denkt, das Böse – erst recht, wenn es aus den eigenen Reihen kam? Kaum einer der Patres von heute wünscht sich die Zeit vor dem großen Aufbruch der sechziger Jahre zurück. Doch die Aufklärung der Missbrauchsfälle ist auch die Aufarbeitung der Schattenseiten von 68 im Orden. Missbrauch mag so ewig sein wie die Kirche, aber er hat immer einen zeitspezifischen Ausdruck. Das Böse ist, wie auch das Gute, konkret.

Pater Bernd, einst viele Jahre Provinzial, ist ein Vertreter jener Generation zwischen den Zeiten: als das alte Regime zwar abgeschafft war, ein neues aber noch nicht griff, als die Aristokratie nicht mehr und die Demokratie noch nicht galt. Von sich sagt er: »Ich habe den Wert von Verbindlichkeit erst neu entdeckt – für mich und den Orden.« Es gab ein Machtvakuum. Es entsprach nicht dem Geist der Zeit, verdächtige Patres zu kontrollieren oder harte Konsequenzen gegen Missbraucher durchzusetzen. Der Ordensgründer Ignatius von Loyola hätte in seiner militärisch brutalen Sprache wohl gesagt: Es fehlte damals am Mut zum Befehlen.

Der Missbrauch war politisch – und im Musterorden von Gottestreue und Kirchengehorsam scheint es auf erstaunliche Weise nicht so viel anders zugegangen zu sein als am reformpädagogischen Musterinternat: Die Ablehnung des althergebrachten Regimes, das mit autoritärem Missbrauch einhergegangen war, führte zu einer neuen Lockerheit, die antiautoritären Missbrauch hervorbrachte. An die Stelle übergroßer Distanz trat übergroße Nähe, an die Stelle der fatalen Schläge das fatale Streicheln. So habe etwa, heißt es im Orden, der Direktor des Aloisius-Kollegs in Bad Godesberg, Pater S., seine Schule ins Zwielicht einer ästhetisch überhöhten, aber derb missbräuchlichen Atmosphäre des pädagogischen Eros getaucht.

Und wie zum Hohn bestätigt der Orden auf seiner Klausur: Im Rahmen seiner Ausbildung habe der Pater einige Zeit an der Odenwaldschule zugebracht. Damit ist die letzte Mauer zwischen beiden Skandalen durchbrochen, die zwischen konfessionell-katholisch und reformerisch-kulturprotestantisch: Es gab eine Verbindung zwischen beiden Welten des Missbrauchs, sie hieß Pater S., ein Jesuit.

Die Missbraucher mögen profitiert haben vom fehlenden Mut ihrer Oberen zum Befehl. Die machthabenden Vertuscher dagegen konnten sich stützen auf ein Zuviel an Gehorsam ihrer Untergebenen.

»Ich kenne ja die, die da weggeschaut haben«, sagt Pater Erhard. Es geht auf der Klausur auch darum, sich selbst auf die Spur zu kommen. »Die Frage ist nicht: Wieso habe ich weggeschaut?«, sagt Pater Hans Jürgen, Mathematiklehrer am Canisius-Kolleg. »Das ist die Sichtweise der Abwehr.« Vor Jahren wohnte er mit einem der Täter in einem Ordenshaus. Heute sagt er: »Es geht um eine andere Frage: Warum habe ich nicht hingeschaut?« Die größten Vertuscher aber haben die Auseinandersetzung gescheut. »Die früheren Provinzialoberen sind praktisch alle nicht zur Klausur gekommen«, sagt Pater Dartmann, »ich habe allerdings nicht insistiert, denn mein Eindruck war, sie brauchen Zeit.«

Wie viel Zeit muss eigentlich noch vergehen nach all den Jahrzehnten? Die sieben Opfer wollen nun nicht mehr warten. »Um Ihre Antworten zu hören, werden wir Sie zu einem Gespräch an einen Tisch einladen«, so beschließen sie ihren Brief. Dieser Tisch »wird allerdings nicht rund sein«. Klare Kanten, offene Konfrontation, von Angesicht zu Angesicht Opfer und Täter. So fordern es die Ankläger. Als der Orden auseinandergeht, ist noch keine Entscheidung gefallen, ob die Gesellschaft Jesu sich so viel Begegnung mit der Wahrheit zutraut. Und schon warnen die ersten Jesuiten im Umgang mit den Opfern vor dem Hochmut allzu selbstgewisser Reue. »Wir müssen aufpassen, dass wir nicht als Jesuiten wieder die tollen Hechte sein wollen«, mahnt Pater Bernd, »jetzt eben als die Musterschüler des Missbrauchs.«

 
Leser-Kommentare
  1. in der es »Gewissensrechenschaft« gibt, in der " sich jeder Ordensmann einmal im Jahr dem Pater Provinzial, dem deutschen Oberen, rückhaltlos offenbaren soll. Das ist ja einer gewissen Sekte namens "Sientology"aus den USA zum Verwechseln ähnlich.
    Aber dennoch gut, dass die Jesuiten jetzt "die Aufklärung wollen".

  2. Soll das heißen, dass vor 1968 keine sexualisierte Gewalttaten an Kindern bei den Jesuiten geschehen sind? Es hört sich fast so an, als ob ein Sexualmißbrauchsvirus von der Odenwaldschule übergesprungen ist auf diese selbsternannten Aristokraten. "Dazwischen lag eine Zone der Unsicherheit." Dümmere Rechtfertigungsgründe konnte man wohl nicht finden. Die Enthüllungen aus dem Casinius Kolleg haben keinesfalls die Krise in der katholischen Kirche bewirkt, damit tut man diesen lauen Brüdern zu viel Ehre an. Die Krise war schon seit langem durch die Enthüllungen in den USA und Irland im Vatikan angekommen. Das Casinius Kolleg ist nicht der Nabel der Welt. Ein wenig Demut täte diesen Herren gut. Aber nein, man muß einen Journalisten einladen, damit er Zeugnis abgibt.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Ich kann mich an einen Beitrag eines Missbrauchsopfers aus dem Berliner Canisius-Kolleg erinnern:

    Sein zentraler Vorwurf war, dass sich der beschuldigte Pater seinerzeit den Schülern "unter dem Deckmantel sexueller Aufklärung und Befreiung" genähert habe.

    Es ist m.E. keinesfalls "dumm", danach zu fragen, welche neuen Wege Täter im Schatten der "sexuellen Befreiung" zu ihren Opfern vielleicht gesucht und gefunden haben. Die Missbrauchsfälle an der Odenwaldschule zeigen ja letztlich auch, dass die sexuelle Befreiung nicht unbedingt mehr Schutz für die Kinder und Jugendlichen gebracht hat.

    Das ist keine Rechtfertigung, sondern der Versuch einer differenzierten Ursachenanalyse. Und damit wird auch nicht behauptet, dass es vor 1968 keine sexuellen Übergriffe gegeben hat. Nur war davor der Zugang zu den Opfern wahrscheinlich ein anderer.

    MfG, Lib.

    Der Orden hat eine Missbrauchsbeauftragte benannt. Es ist nicht bekannt, dass eventueller Missbrauch vor 1968 von ihr nicht aufgenommen würde.

    Ich kann mich an einen Beitrag eines Missbrauchsopfers aus dem Berliner Canisius-Kolleg erinnern:

    Sein zentraler Vorwurf war, dass sich der beschuldigte Pater seinerzeit den Schülern "unter dem Deckmantel sexueller Aufklärung und Befreiung" genähert habe.

    Es ist m.E. keinesfalls "dumm", danach zu fragen, welche neuen Wege Täter im Schatten der "sexuellen Befreiung" zu ihren Opfern vielleicht gesucht und gefunden haben. Die Missbrauchsfälle an der Odenwaldschule zeigen ja letztlich auch, dass die sexuelle Befreiung nicht unbedingt mehr Schutz für die Kinder und Jugendlichen gebracht hat.

    Das ist keine Rechtfertigung, sondern der Versuch einer differenzierten Ursachenanalyse. Und damit wird auch nicht behauptet, dass es vor 1968 keine sexuellen Übergriffe gegeben hat. Nur war davor der Zugang zu den Opfern wahrscheinlich ein anderer.

    MfG, Lib.

    Der Orden hat eine Missbrauchsbeauftragte benannt. Es ist nicht bekannt, dass eventueller Missbrauch vor 1968 von ihr nicht aufgenommen würde.

    • honett
    • 25.04.2010 um 1:52 Uhr

    .. haben die Jesuiten Angst, sich an einen Tisch mit den Opfern zu setzen? NICHTS AENDERT SICH!

  3. in einer Person: Alle Macht in einer Hand kann unter Menschen niemals gut ausgehen. - Kann mir bitte einer erklären, warum es sein muß, daß ein Jesuit einem anderen sein Innerstes vollständig offenbaren muß? Warum sind und bleiben Männer in solchen geschlossenen Clubs??

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • ddkddk
    • 25.04.2010 um 11:50 Uhr

    ist ein uraltes katholisches Prinzip.

    Dies ist wohl eine ziemlich exakte Definition der Beichte.

    Diese Art der Darlegung seines Inneren hat auf den Offenbarenden in vielen Fällen tatsächlich positive reinigende Wirkungen.

    Sie gibt aber demjenigen, dem die Geheimnisse anvertraut werden, Wissen und Macht. Diese Offenbarungen können und werden durchaus, ohne dass das Beichtgeheimnis bzw. die Identität des Offenbarenden verraten wird, zur Analyse verwendet.

    Es gibt Stimmen, die behaupten, dass dies auch der Grund ist, warum der vatikanische Geheimdienst neben dem israelischen wohl einer der erfolgreichsten der Welt ist.

    • ddkddk
    • 25.04.2010 um 11:50 Uhr

    ist ein uraltes katholisches Prinzip.

    Dies ist wohl eine ziemlich exakte Definition der Beichte.

    Diese Art der Darlegung seines Inneren hat auf den Offenbarenden in vielen Fällen tatsächlich positive reinigende Wirkungen.

    Sie gibt aber demjenigen, dem die Geheimnisse anvertraut werden, Wissen und Macht. Diese Offenbarungen können und werden durchaus, ohne dass das Beichtgeheimnis bzw. die Identität des Offenbarenden verraten wird, zur Analyse verwendet.

    Es gibt Stimmen, die behaupten, dass dies auch der Grund ist, warum der vatikanische Geheimdienst neben dem israelischen wohl einer der erfolgreichsten der Welt ist.

  4. Und wieder erfahren wir, dass, hier der Jesuitenorden, keine Transparenz herstellen will.

    -------------------------------------------------------------
    Wer dieser Organisation (vgl. Scientology) noch finanzielle Unterstützung zukommen lässt, macht sich mitschuldig.
    -------------------------------------------------------------

  5. Die Diözese Regensburg hat durch ihre Münchner Anwaltskanzlei Romatka & Collegen eine umfassende Einstweilige Verfügung gegen regensburg-digital.de erwirkt.

    Hintergrund ist die kritische Bercihterstattung in Zusammenhang mit einem pädophilen Pfarrer in Riekofen.

    Transparenz? Raus da!

    http://www.regensburg-dig...

  6. Die Vorgeschichte bestätigt wieder nur, dass zugegeben wird, was nicht mehr zu vertuschen ist. Wenn auch nur die Hälfte wahr ist, wackelt in Regensburg gerade der Dom:
    http://www.spiegel.de/spi...

    Es ein Marburger Blogger wurde abgemahnt, weil er aus dem Handelsblatt zitiert hat: (Blog von Bastiaan Zapf ist nicht erreichbar)
    http://www.heise.de/tp/bl...

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Sehr geehrte/r Herr/Frau Grittipänz,

    die betreffenden Blogger haben vor Gericht eine Verfügung bekommen, weil sie ohne Belege falsche Behauptungen verbreitet haben und dies in einem beleidigenden Tonfall. Wie ihnen vielleicht aufgefallen ist, beziehen sich die Belege von regensburg-digital auf einen Vorfall von 2007. Die Schlüsse die sie ziehen beziehen sich jedoch aufs Heute. Und falsche Beahuptungen sind nach dt. Recht nicht ausdruck der Meinungsfreiheit. Deshalb gehe ich davon aus, dass sie auch in der nächsten Instanz verlieren werden.
    Nur damit wir uns nicht missverstehen, ich werde hier keinen Finger krumm machen, um Bischof Müller zu verteidigen. Sein Vorgehen in der Vergangenheit und auch sein aktuelles Verhalten ist einfach skandalös und würde eine Polonäse hinter Mixa rechtfertigen. Aber sie werden verstehen, dass auch bei schweren Fehlern in der Vergangenheit niemand verplichtet ist, sich nun alles Mögliche nachsagen lassen zu müssen. Auch unsere geschätzte Frau Justizministerin musste da noch lernen. Entsprechend hat das Ordinariat Regensburg den ordentlichen Rechtsweg beschritten und dafür ist der ja auch da.

    MfG

    Hainer

    Liebe Mitforisten,

    wer sich für die derzeitigen inneren Diskussionen in der Kath. Kirche interessiert, hier ein paar interessante Momentaufnahmen:

    Von den Laien:

    http://www.welt.de/die-we...

    bei angehenden Priestern:

    http://www.welt.de/politi...

    allgemein:
    http://www.welt.de/debatt...

    Wer sich das mal weiter ansehen möchte, abseits irgendwelcher Pressekloppereien, dem kann ich nur empfehlen auf den ÖKT im Mai nach München zu kommen. Das wird bestimmt sehr interessant.

    MfG

    Hainer

    Sehr geehrte/r Herr/Frau Grittipänz,

    die betreffenden Blogger haben vor Gericht eine Verfügung bekommen, weil sie ohne Belege falsche Behauptungen verbreitet haben und dies in einem beleidigenden Tonfall. Wie ihnen vielleicht aufgefallen ist, beziehen sich die Belege von regensburg-digital auf einen Vorfall von 2007. Die Schlüsse die sie ziehen beziehen sich jedoch aufs Heute. Und falsche Beahuptungen sind nach dt. Recht nicht ausdruck der Meinungsfreiheit. Deshalb gehe ich davon aus, dass sie auch in der nächsten Instanz verlieren werden.
    Nur damit wir uns nicht missverstehen, ich werde hier keinen Finger krumm machen, um Bischof Müller zu verteidigen. Sein Vorgehen in der Vergangenheit und auch sein aktuelles Verhalten ist einfach skandalös und würde eine Polonäse hinter Mixa rechtfertigen. Aber sie werden verstehen, dass auch bei schweren Fehlern in der Vergangenheit niemand verplichtet ist, sich nun alles Mögliche nachsagen lassen zu müssen. Auch unsere geschätzte Frau Justizministerin musste da noch lernen. Entsprechend hat das Ordinariat Regensburg den ordentlichen Rechtsweg beschritten und dafür ist der ja auch da.

    MfG

    Hainer

    Liebe Mitforisten,

    wer sich für die derzeitigen inneren Diskussionen in der Kath. Kirche interessiert, hier ein paar interessante Momentaufnahmen:

    Von den Laien:

    http://www.welt.de/die-we...

    bei angehenden Priestern:

    http://www.welt.de/politi...

    allgemein:
    http://www.welt.de/debatt...

    Wer sich das mal weiter ansehen möchte, abseits irgendwelcher Pressekloppereien, dem kann ich nur empfehlen auf den ÖKT im Mai nach München zu kommen. Das wird bestimmt sehr interessant.

    MfG

    Hainer

  7. 8. Dumm?

    Ich kann mich an einen Beitrag eines Missbrauchsopfers aus dem Berliner Canisius-Kolleg erinnern:

    Sein zentraler Vorwurf war, dass sich der beschuldigte Pater seinerzeit den Schülern "unter dem Deckmantel sexueller Aufklärung und Befreiung" genähert habe.

    Es ist m.E. keinesfalls "dumm", danach zu fragen, welche neuen Wege Täter im Schatten der "sexuellen Befreiung" zu ihren Opfern vielleicht gesucht und gefunden haben. Die Missbrauchsfälle an der Odenwaldschule zeigen ja letztlich auch, dass die sexuelle Befreiung nicht unbedingt mehr Schutz für die Kinder und Jugendlichen gebracht hat.

    Das ist keine Rechtfertigung, sondern der Versuch einer differenzierten Ursachenanalyse. Und damit wird auch nicht behauptet, dass es vor 1968 keine sexuellen Übergriffe gegeben hat. Nur war davor der Zugang zu den Opfern wahrscheinlich ein anderer.

    MfG, Lib.

    Antwort auf "Heuchler im Herrn"

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service