Der »Aueroxe« macht sich als Landschaftsgärtner nützlich
Der »Aueroxe« macht sich als Landschaftsgärtner nützlich
Das Tier selbst wird jetzt als Landschaftspfleger betrachtet, ganz im Dienste des Naturschutzes. In der Tat sind große Pflanzenfresser Schlüsselarten zur Erhaltung der Kulturlandschaft, weil sie das Zuwachsen von Naturflächen verhindern. Ihr Dung, der sich auf den Weideflächen verteilt, zieht Würmer, Fliegen und andere Insekten an, die wiederum von Vögeln und Fledermäusen vernascht werden. So dienen die neuen Auerochsen – die Aueroxen – nicht nur zur ästhetischen Erbauung, sondern auch »zur Offenhaltung bestimmter Lebensräume und zur Wiederherstellung von lichten Waldökosystemen«, sagt Frisch.
In Europa leben heute rund 3000 Tiere. 76 Züchter sind im aktuellen Zuchtbuch erfasst, darunter Holländer, Ungarn und Österreicher. Und die Annäherungsarbeit geht weiter. Vor allem größer und hochbeiniger sollen die Neo-Ure noch werden und bitte »nicht so dickärschig«, wie ein Naturschützer im Greenpeace-Magazin forderte.
Die eiserne Naturschutzregel allerdings, dass ausgerottete Tierarten für immer ausgerottet sind, können auch diese engagierten Züchter nicht umstoßen. Ja, mehr noch: Ihre Nachschöpfung erinnert uns daran, welch eindrucksvolles Naturwesen wir durch eigene Dummheit verloren haben.
Der rasante Verlust der Artenvielfalt, sagt selbst die Bundeskanzlerin, bleibe eine Herausforderung, die nur noch mit dem Klimawandel vergleichbar sei. Dazu gehört die bittere Pointe, dass zahlreiche Rinderrassen, die zur Wiedererstehung des Auerochsen genutzt wurden, wie das Anglerrind oder das Schwarzbunte Niederungsrind, nun selbst auf der Roten Liste stehen, der langen Liste der bedrohten Tiere.
Der Autor ist einer der beiden Chefredakteure des Umweltmagazins »zeozwei« und lebt in Berlin. Mehr zum Thema in Walter Frischs Buch »Der Auerochs«, das im Sommer erscheint
- Datum 26.04.2010 - 06:52 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 22.04.2010 Nr. 17
- Kommentare 34
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"EVOLUTION" nennt man das. Genau diese Auslese hat "uns" doch erst möglich gemacht.
Dazu wird [...] die Gegenseite völlig übersehen: Täglich entstehen neue Arten.
[...]
Wo sind eigentlich die Belege für solch ein "Artensterben"? Weiss man denn überhaupt wieviele Arten es überhaupt gibt, um zu einer sinnvollen, quantitativen Einschätzung zu kommen? Ich denke nicht.
[...]
Bitte äußern Sie sachliche Kritik zu den konkreten Inhalten des Artikels. Danke. Die Redaktion/sh
Ob nun ein Meteorit irgendwo 'reinhämmert und im Rundumschlag alles platt macht oder eine Spezies evolutionär die Fähigkeit entwickelt hat, selektiv diese oder jene Art auszurotten, wo ist das Problem? Was so schön als "im Einklang mit der Natur leben" genannt wird, zeigt ja nur den Mangel an Fähigkeiten zur totalen Zerstörung auf. Und jede Lücke im System wird über kurz oder lang von diesem oder jenem gefüllt oder das System ändert sich und es gibt diese Lücke nicht mehr. Wir können den Quadratmeter Erde eben nur einmal nutzen, entweder "Weizen für Menschen" oder "Mischwald für Rehe, Hasen und Wölfe". Entweder machen wir die "Anderen" dafür platt oder wir machen uns gegenseitig platt, für die "Anderen".
Welche Arten genau entstehen denn jeden Tag?
Vollkommen richtig!
Wieviele Ur-Rinder lebten z.B. vor 1.000 Jahren und wieviele Neo-Rinder leben derzeit auf diesem Planeten?
Eine Erfolgs-Story durch Evolution und Züchtung.
Das GLEICHE gilt für unsere Vorfahren,auch ausgestorben aber trotzdem erfolgreich als Spezies.
Dieses grüne Kaspale-Theater um das Aussterben von Arten ist geradezu lächerlich,denn die Erde ist kein STABILES Freilicht-Museum für alte Spezies sondern verändert sich evolutiv schon bei jeder künstlichen oder natürlichen Befruchtung und durch Selektion aufgrund veränderter Umwelt-Bedingungen.
Pflanzenfressende Groß-Saurier könnten heute auch nicht mehr in freier Natur überleben, da sie an die speziellen Fraß-Schutz-Gifte der modernen Pflanzen nicht angepasst sind.
Und in jeder Kuh lebt auch HEUTE noch das Ur-Rind und das sollte eigentlich reichen,statt mit viel Geld erfolglos ein Tier aus der Vergangenheit züchten zu wollen.
ich finde das sind alles ziemlich halbseidene entschuldigungen für den mist den der mensch fabriziert.
Ob nun ein Meteorit irgendwo 'reinhämmert und im Rundumschlag alles platt macht oder eine Spezies evolutionär die Fähigkeit entwickelt hat, selektiv diese oder jene Art auszurotten, wo ist das Problem? Was so schön als "im Einklang mit der Natur leben" genannt wird, zeigt ja nur den Mangel an Fähigkeiten zur totalen Zerstörung auf. Und jede Lücke im System wird über kurz oder lang von diesem oder jenem gefüllt oder das System ändert sich und es gibt diese Lücke nicht mehr. Wir können den Quadratmeter Erde eben nur einmal nutzen, entweder "Weizen für Menschen" oder "Mischwald für Rehe, Hasen und Wölfe". Entweder machen wir die "Anderen" dafür platt oder wir machen uns gegenseitig platt, für die "Anderen".
Welche Arten genau entstehen denn jeden Tag?
Vollkommen richtig!
Wieviele Ur-Rinder lebten z.B. vor 1.000 Jahren und wieviele Neo-Rinder leben derzeit auf diesem Planeten?
Eine Erfolgs-Story durch Evolution und Züchtung.
Das GLEICHE gilt für unsere Vorfahren,auch ausgestorben aber trotzdem erfolgreich als Spezies.
Dieses grüne Kaspale-Theater um das Aussterben von Arten ist geradezu lächerlich,denn die Erde ist kein STABILES Freilicht-Museum für alte Spezies sondern verändert sich evolutiv schon bei jeder künstlichen oder natürlichen Befruchtung und durch Selektion aufgrund veränderter Umwelt-Bedingungen.
Pflanzenfressende Groß-Saurier könnten heute auch nicht mehr in freier Natur überleben, da sie an die speziellen Fraß-Schutz-Gifte der modernen Pflanzen nicht angepasst sind.
Und in jeder Kuh lebt auch HEUTE noch das Ur-Rind und das sollte eigentlich reichen,statt mit viel Geld erfolglos ein Tier aus der Vergangenheit züchten zu wollen.
ich finde das sind alles ziemlich halbseidene entschuldigungen für den mist den der mensch fabriziert.
Ob nun ein Meteorit irgendwo 'reinhämmert und im Rundumschlag alles platt macht oder eine Spezies evolutionär die Fähigkeit entwickelt hat, selektiv diese oder jene Art auszurotten, wo ist das Problem? Was so schön als "im Einklang mit der Natur leben" genannt wird, zeigt ja nur den Mangel an Fähigkeiten zur totalen Zerstörung auf. Und jede Lücke im System wird über kurz oder lang von diesem oder jenem gefüllt oder das System ändert sich und es gibt diese Lücke nicht mehr. Wir können den Quadratmeter Erde eben nur einmal nutzen, entweder "Weizen für Menschen" oder "Mischwald für Rehe, Hasen und Wölfe". Entweder machen wir die "Anderen" dafür platt oder wir machen uns gegenseitig platt, für die "Anderen".
>>Entweder machen wir die "Anderen" dafür platt oder wir machen uns gegenseitig platt, für die "Anderen".<<
Wenn man die "Anderen" (was/wen haben Sie denn damit gemeint?) "plattmacht", bleibt nicht zwangsläufig mehr übrig für sich selbst. Im Einklang mit der Natur zu leben heißt auch, die eigenen Ressourcen zu erhalten. Mithilfe diesen großen Tier- und Pflanzenreichs hat sich ein Ökosystem über sehr lange Zeit stabilisiert, an das sich der Mensch lokal und global angepasst hat und nur auf dessen Grundlage er so existieren kann, wie er es tut. Diese Abhängigkeit zeigt sich jedem, der hinschaut.
Sollte der Mensch einem Meteoriten gleich alles platt machen, so sägt er den Ast, auf dem er sitzt, einfach ab.
Naturschutz ist auch Selbstschutz.
Moin,
Sie beschreiben den Menschen, die vorgeblich überlegene Spezies, als Betreiber eines globalen Osterinsel-Experiments. So ganz unrecht haben Sie bei der Benennung des menschlichen Treibens sicher nicht, gänzlich falsch liegen Sie aber in der Bewertung.
Zunächst drei Worte zu den Osterinseln, das sind die mit den Steinköpfen, baumlose Inseln mit steinernen Köpfen. Heute geht man davon aus, dass das rituelle Aufstellen der Köpfe zur Ausrottung des Baumbestands und damit zum Ende der dortigen Zivilisation geführt hat.
Mit gentechnischen Hybridsaaten, die (hauptsächlich) in den USA eine beachtliche Verbreitung gefunden haben, scheint es nun doch kleine Nebeneffekte zu geben, wie eine mögliche zumindest teilweise Sterilität der Zuchttiere, an die sie verfüttert werden. Aber ich möchte hier jetzt gar keine Gen-Debatte starten. Nehmen wir als Gedankenexperiment einmal an, das globale Osterinsel-Experiment wäre geglückt; in Ihrem Sprachgebrauch wäre also der Mensch alles platt machend eingeschlagen. Nun, was dann ganz sicher ausgerottet wäre, kann nur der Mensch selber sein, er würde schlicht an seiner Hybris verhungern. Nur kann er seiner Insel dann eben nicht einfach den Rücken kehren.
Sieger sind vermutlich eine ganze Reihe Krabbeltiere, Insekten, Spinnentiere und ähnliches. Schön nur, dass der Mensch dabei den Vorgang seiner eigenen Ausrottung mental begreifen kann.
Beste Grüße
Grabert
> [...] Entweder machen wir die "Anderen" dafür platt
> oder wir machen uns gegenseitig platt, für
> die "Anderen".
Was für ein absolut hanebüchener Unsinn. Ich finde es immer wieder faszinierend, wie manche meinen, im Brustton der Überzeugung Plattitüten von sich geben zu müssen - die von keiner Spur Wissen oder gar Nachdenklichkeit getrübt sind.
Googelt 'mal nach dem Stichwort "ecosystem services" - dann sollte sehr schnell klar werden, dass "andere platt machen" bedeutet, sich selber zu plätten. Gute Hintergrundinformationen gibt es auch im Millennium Ecosystem Assessment Report: http://www.maweb.org/en/i...
> [...] Ich denke nicht.
Dem würde ich hingegen uneingeschränkt zustimmen.
Falls Sie mit Evolution die Entwicklung der Arten meinen, die Darwin erforscht hat, so hat diese nichts mit Meteoriteneinschlägen oder menschlichen Eingriffen zu tun. Damit ist die ungestörte Entwicklung gemeint Nach Eingriffen und Einschlägen beginnt höchstens etwas wieder neu. Aber redet nicht immer von Evolution.
Gruß
>>Entweder machen wir die "Anderen" dafür platt oder wir machen uns gegenseitig platt, für die "Anderen".<<
Wenn man die "Anderen" (was/wen haben Sie denn damit gemeint?) "plattmacht", bleibt nicht zwangsläufig mehr übrig für sich selbst. Im Einklang mit der Natur zu leben heißt auch, die eigenen Ressourcen zu erhalten. Mithilfe diesen großen Tier- und Pflanzenreichs hat sich ein Ökosystem über sehr lange Zeit stabilisiert, an das sich der Mensch lokal und global angepasst hat und nur auf dessen Grundlage er so existieren kann, wie er es tut. Diese Abhängigkeit zeigt sich jedem, der hinschaut.
Sollte der Mensch einem Meteoriten gleich alles platt machen, so sägt er den Ast, auf dem er sitzt, einfach ab.
Naturschutz ist auch Selbstschutz.
Moin,
Sie beschreiben den Menschen, die vorgeblich überlegene Spezies, als Betreiber eines globalen Osterinsel-Experiments. So ganz unrecht haben Sie bei der Benennung des menschlichen Treibens sicher nicht, gänzlich falsch liegen Sie aber in der Bewertung.
Zunächst drei Worte zu den Osterinseln, das sind die mit den Steinköpfen, baumlose Inseln mit steinernen Köpfen. Heute geht man davon aus, dass das rituelle Aufstellen der Köpfe zur Ausrottung des Baumbestands und damit zum Ende der dortigen Zivilisation geführt hat.
Mit gentechnischen Hybridsaaten, die (hauptsächlich) in den USA eine beachtliche Verbreitung gefunden haben, scheint es nun doch kleine Nebeneffekte zu geben, wie eine mögliche zumindest teilweise Sterilität der Zuchttiere, an die sie verfüttert werden. Aber ich möchte hier jetzt gar keine Gen-Debatte starten. Nehmen wir als Gedankenexperiment einmal an, das globale Osterinsel-Experiment wäre geglückt; in Ihrem Sprachgebrauch wäre also der Mensch alles platt machend eingeschlagen. Nun, was dann ganz sicher ausgerottet wäre, kann nur der Mensch selber sein, er würde schlicht an seiner Hybris verhungern. Nur kann er seiner Insel dann eben nicht einfach den Rücken kehren.
Sieger sind vermutlich eine ganze Reihe Krabbeltiere, Insekten, Spinnentiere und ähnliches. Schön nur, dass der Mensch dabei den Vorgang seiner eigenen Ausrottung mental begreifen kann.
Beste Grüße
Grabert
> [...] Entweder machen wir die "Anderen" dafür platt
> oder wir machen uns gegenseitig platt, für
> die "Anderen".
Was für ein absolut hanebüchener Unsinn. Ich finde es immer wieder faszinierend, wie manche meinen, im Brustton der Überzeugung Plattitüten von sich geben zu müssen - die von keiner Spur Wissen oder gar Nachdenklichkeit getrübt sind.
Googelt 'mal nach dem Stichwort "ecosystem services" - dann sollte sehr schnell klar werden, dass "andere platt machen" bedeutet, sich selber zu plätten. Gute Hintergrundinformationen gibt es auch im Millennium Ecosystem Assessment Report: http://www.maweb.org/en/i...
> [...] Ich denke nicht.
Dem würde ich hingegen uneingeschränkt zustimmen.
Falls Sie mit Evolution die Entwicklung der Arten meinen, die Darwin erforscht hat, so hat diese nichts mit Meteoriteneinschlägen oder menschlichen Eingriffen zu tun. Damit ist die ungestörte Entwicklung gemeint Nach Eingriffen und Einschlägen beginnt höchstens etwas wieder neu. Aber redet nicht immer von Evolution.
Gruß
könnte man die Gleichung so stehen lassen? Sehr wahrscheinlich schon, solange man nicht auf der Seite steht die eliminiert wird. Seien das nun Pflanzen, Tiere, Menschen, Sprachen, Arbeitslose...
The winner takes it all!
The winner takes it all!
"Der Bericht von 1630 meldet, dass die letzte Ur-Kuh 1627 dahingegangen sei. Sie wurde gewildert."
In diesem Satz steckt das ganze, vergebliche Elend des Naturschutzes.
Naturschützer brauchen staatliche Gewalt, die ihnen bei der Durchsetzung des Schutzes hilft. Wo diese Schutzmacht nur einmal nicht zur Stelle ist, findet sich schon jemand, der einer Art den Garaus macht, wenn nicht heute, dann morgen.
Zum Vernichten braucht man nur eine Handvoll Ignoranten - zum bewußten Bewahren nahezu vollkommenen Konsens oder eben eine allgegenwärtige Staatsmacht.
Menschenaffen, Tiger, Wale -- sie werden früher oder später unweigerlich dem Ur folgen.
Das ist mir zu einfach. Der Naturschutz muss und wird scheitern, weil er in seiner heutigen Form eine romantisierte idealistische Strömung jenseits der Realitäten ist.
Damit bringt er am Ende nur Bevormundung und Privilegierung zu Stande.
Der Erfolg der Spezies Mensch macht evolutionär andere Arten überflüssig, oder verdrängt sie wegen der Nahrungs- und Lebensraumkonkurrenz.
Daran wird kein Naturschutz etwas ändern.
Der Versuch das eigentliche Problem zu umgehen macht staatliche Regulierung nötig, denn Mangel muss verwaltet und damit privilegiert werden, nur beheben kann man damit den Mangel auf Dauer nicht.
H.
Das ist mir zu einfach. Der Naturschutz muss und wird scheitern, weil er in seiner heutigen Form eine romantisierte idealistische Strömung jenseits der Realitäten ist.
Damit bringt er am Ende nur Bevormundung und Privilegierung zu Stande.
Der Erfolg der Spezies Mensch macht evolutionär andere Arten überflüssig, oder verdrängt sie wegen der Nahrungs- und Lebensraumkonkurrenz.
Daran wird kein Naturschutz etwas ändern.
Der Versuch das eigentliche Problem zu umgehen macht staatliche Regulierung nötig, denn Mangel muss verwaltet und damit privilegiert werden, nur beheben kann man damit den Mangel auf Dauer nicht.
H.
>>Entweder machen wir die "Anderen" dafür platt oder wir machen uns gegenseitig platt, für die "Anderen".<<
Wenn man die "Anderen" (was/wen haben Sie denn damit gemeint?) "plattmacht", bleibt nicht zwangsläufig mehr übrig für sich selbst. Im Einklang mit der Natur zu leben heißt auch, die eigenen Ressourcen zu erhalten. Mithilfe diesen großen Tier- und Pflanzenreichs hat sich ein Ökosystem über sehr lange Zeit stabilisiert, an das sich der Mensch lokal und global angepasst hat und nur auf dessen Grundlage er so existieren kann, wie er es tut. Diese Abhängigkeit zeigt sich jedem, der hinschaut.
Sollte der Mensch einem Meteoriten gleich alles platt machen, so sägt er den Ast, auf dem er sitzt, einfach ab.
Naturschutz ist auch Selbstschutz.
Nur setzt diese Einsicht die Fähigkeit voraus, weiter in die Zukunft zu denken als die eigene Nase lang ist.
Was ich in dieser Hinsicht über die übergroße Bevölkerungsmehrheit denke, schreibe ich mal lieber nicht.
Das gleiche Problem stellt sich ja auch bei dem Thema Verteilungsgerechtigkeit. Auch da können oder wollen viele nicht begreifen, dass, wenn sie andere Menschen ausbeuten, demütigen, kränken, dass das mit Sicherheit auf sie selbst zurückfallen wird, oder auf ihre Kinder, spätestens auf ihre Enkel.
Nur setzt diese Einsicht die Fähigkeit voraus, weiter in die Zukunft zu denken als die eigene Nase lang ist.
Was ich in dieser Hinsicht über die übergroße Bevölkerungsmehrheit denke, schreibe ich mal lieber nicht.
Das gleiche Problem stellt sich ja auch bei dem Thema Verteilungsgerechtigkeit. Auch da können oder wollen viele nicht begreifen, dass, wenn sie andere Menschen ausbeuten, demütigen, kränken, dass das mit Sicherheit auf sie selbst zurückfallen wird, oder auf ihre Kinder, spätestens auf ihre Enkel.
Moin,
Sie beschreiben den Menschen, die vorgeblich überlegene Spezies, als Betreiber eines globalen Osterinsel-Experiments. So ganz unrecht haben Sie bei der Benennung des menschlichen Treibens sicher nicht, gänzlich falsch liegen Sie aber in der Bewertung.
Zunächst drei Worte zu den Osterinseln, das sind die mit den Steinköpfen, baumlose Inseln mit steinernen Köpfen. Heute geht man davon aus, dass das rituelle Aufstellen der Köpfe zur Ausrottung des Baumbestands und damit zum Ende der dortigen Zivilisation geführt hat.
Mit gentechnischen Hybridsaaten, die (hauptsächlich) in den USA eine beachtliche Verbreitung gefunden haben, scheint es nun doch kleine Nebeneffekte zu geben, wie eine mögliche zumindest teilweise Sterilität der Zuchttiere, an die sie verfüttert werden. Aber ich möchte hier jetzt gar keine Gen-Debatte starten. Nehmen wir als Gedankenexperiment einmal an, das globale Osterinsel-Experiment wäre geglückt; in Ihrem Sprachgebrauch wäre also der Mensch alles platt machend eingeschlagen. Nun, was dann ganz sicher ausgerottet wäre, kann nur der Mensch selber sein, er würde schlicht an seiner Hybris verhungern. Nur kann er seiner Insel dann eben nicht einfach den Rücken kehren.
Sieger sind vermutlich eine ganze Reihe Krabbeltiere, Insekten, Spinnentiere und ähnliches. Schön nur, dass der Mensch dabei den Vorgang seiner eigenen Ausrottung mental begreifen kann.
Beste Grüße
Grabert
Nur setzt diese Einsicht die Fähigkeit voraus, weiter in die Zukunft zu denken als die eigene Nase lang ist.
Was ich in dieser Hinsicht über die übergroße Bevölkerungsmehrheit denke, schreibe ich mal lieber nicht.
Das gleiche Problem stellt sich ja auch bei dem Thema Verteilungsgerechtigkeit. Auch da können oder wollen viele nicht begreifen, dass, wenn sie andere Menschen ausbeuten, demütigen, kränken, dass das mit Sicherheit auf sie selbst zurückfallen wird, oder auf ihre Kinder, spätestens auf ihre Enkel.
"Was ich in dieser Hinsicht über die übergroße Bevölkerungsmehrheit denke, schreibe ich mal lieber nicht."
...dieser Pessimismus? Nur weil uns jetzt schwarz-gelb regiert?
"Was ich in dieser Hinsicht über die übergroße Bevölkerungsmehrheit denke, schreibe ich mal lieber nicht."
...dieser Pessimismus? Nur weil uns jetzt schwarz-gelb regiert?
> [...] Entweder machen wir die "Anderen" dafür platt
> oder wir machen uns gegenseitig platt, für
> die "Anderen".
Was für ein absolut hanebüchener Unsinn. Ich finde es immer wieder faszinierend, wie manche meinen, im Brustton der Überzeugung Plattitüten von sich geben zu müssen - die von keiner Spur Wissen oder gar Nachdenklichkeit getrübt sind.
Googelt 'mal nach dem Stichwort "ecosystem services" - dann sollte sehr schnell klar werden, dass "andere platt machen" bedeutet, sich selber zu plätten. Gute Hintergrundinformationen gibt es auch im Millennium Ecosystem Assessment Report: http://www.maweb.org/en/i...
> [...] Ich denke nicht.
Dem würde ich hingegen uneingeschränkt zustimmen.
Aber nur als Frage: Es gab mal vor Zeiten viel Natur ( Tiere und Pflanzen ) und keine Menschen, heute haben wir so 6 Giga Menschen, mit mehr oder weniger großen Ansprüchen. Ist die Erde inzwischen größer geworden, bietet sie inzwischen mehr Ressourcen, damit "Natur" und Menschen gleichzeitig Platz finden - und vor allen Dingen, gleichzeitig essen ( wohnen ) können? Jeder Hund weiß, woher sein Fresschen kommt, und wir?
Aber nur als Frage: Es gab mal vor Zeiten viel Natur ( Tiere und Pflanzen ) und keine Menschen, heute haben wir so 6 Giga Menschen, mit mehr oder weniger großen Ansprüchen. Ist die Erde inzwischen größer geworden, bietet sie inzwischen mehr Ressourcen, damit "Natur" und Menschen gleichzeitig Platz finden - und vor allen Dingen, gleichzeitig essen ( wohnen ) können? Jeder Hund weiß, woher sein Fresschen kommt, und wir?
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