Immobilienkrise Präsidentenpoker
In den USA läuft das Spiel mit zweifelhaften Immobilienkrediten wieder an. Den größten Einsatz wagt Barack Obama
© Jewek Samad/AFP/Getty Images

Barack Obama, Präsident und oberster Immobiliendrücker der USA
Das Spiel ist eröffnet. Man kann wieder Vorstandsvillen in Fort Lauderdale erwerben oder Eigentumswohnungen in New York – und dafür relativ problemlos einen Kredit von einer amerikanischen Bank erhalten. Einen Geldbatzen also und dazu das Vertrauen, dass man Monat für Monat, Jahr für Jahr brav seine Schulden tilgt.
Oder auch nicht.
Inzwischen sind sich alle einig: Die amerikanische Finanzkrise war kein Betriebsunfall. Sie war das Ergebnis einer kalkulierten, hochriskanten Wette auf den Immobilienmarkt der USA. Jahrelang hatten Kredithäuser auch an finanzschwache Schuldner Immobiliendarlehen vergeben und das Ausfallrisiko schleunigst an andere weitergereicht. Die Wall-Street-Häuser kauften solche Wackelhypotheken auf, bündelten sie zu angeblich mündelsicheren Wertpapieren und reichten sie an ahnungslose Anleger in Europa und Asien weiter. Glaubt man den jüngsten Vorwürfen der amerikanischen Börsenaufsicht gegen das führende Geldhaus Goldman Sachs, wussten viele Banker nur zu genau, welchen Giftmüll sie da verschacherten.
Doch während die alten Wetten noch aufgearbeitet werden, läuft jetzt ein neues Spiel. Wieder pumpen amerikanische Banken den Häusermarkt mit Krediten auf, und wieder reichen sie ihre Risiken schnell weiter. Es ist fast wie vor der großen Krise, aber mit einem wichtigen Unterschied: Die Banken sparen sich den umständlichen Weg über die Wall Street. Sie übertragen das Risiko direkt an den amerikanischen Steuerzahler. Und der wiederum versucht nach Kräften, es an internationale Investoren weiterzureichen. Vor allem in Europa und Asien.
Wie das möglich ist? Fast jede Transaktion am amerikanischen Häusermarkt endet heute damit, dass die öffentlich-rechtlichen Hypothekeninstitute Fannie Mae und Freddie Mac den Banken das Darlehen abkaufen oder garantieren. »Private Kreditanbieter fassen nichts an, was nicht von Fannie oder Freddie gedeckt wird«, erklärt ein Insider an der Wall Street. Neun von zehn neu ausgereichten Hypotheken endeten direkt oder per Bürgschaft bei Fannie, Freddie oder der FHA, einem dritten öffentlichen Garantiegeber, rechnen Marktkenner vor.
Und was tut die Regierung? Hilft noch nach! Per Mandat hat der Präsident die drei Institute angewiesen, noch mehr zu tun. Barack Obama, der oberste Hypothekendrücker der USA.
So kommt es, dass die Internetseite der Federal Housing Administration, ebenjener FHA, inzwischen so aussieht wie zweifelhafte Inserate aus der schlimmsten Zeit vor dem Crash. »Wir bieten Darlehen mit nur 3,5 Prozent Anzahlung und die Möglichkeit, die meisten Kaufabschlussgebühren zu finanzieren!«, lockt man dort in bunten Lettern. Kein Cash? Kein Problem.
- Datum 22.04.2010 - 15:26 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 22.04.2010 Nr. 17
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Wären das Auszubildende, Schüler oder andere Lernende würde man diese als bildungsresistent bezeichnen. Mich macht das einfach nur noch wütend.
Sollte das wieder wie gehabt ausgehen, sind wir Steuerzahler wieder die Doofen! TOLL!
es wurde gelernt und auch schnell umgesetzt.
Nachdem die Banken nun garantierte Risikoabsicherung durch ihre Standortregierungen als QuasiGesetz betrachten können, macht die neue Runde im Casino doch gleich doppelt Spaß.
In dem Zusammenhang, man hört und liest ja neuerdings immer häufiger von der Idee einer 'Weltregierung', auch 'Global Government' genannt, klingt vermutlich hipper.
Sollte das jemals gelingen - und Pläne dazu gibt es nun einige, suchen Sie einfach bei Wiki unter MAI= Mulilateres Investitions Abkommen.
Und lesen Sie unbedingt den Literaturhinweis zu dem Artikel von Frau Werlhoff.
Also nicht den Hinweis lesen - das allerdings zuerst - sondern den Artikel von Frau Werlhoff.
Eine Weltregierung wäre eine Ansammlung von zunächst vielleicht, um eine Zahl zu nennen, sagen wir 100 Banken.
Anfangs
es wurde gelernt und auch schnell umgesetzt.
Nachdem die Banken nun garantierte Risikoabsicherung durch ihre Standortregierungen als QuasiGesetz betrachten können, macht die neue Runde im Casino doch gleich doppelt Spaß.
In dem Zusammenhang, man hört und liest ja neuerdings immer häufiger von der Idee einer 'Weltregierung', auch 'Global Government' genannt, klingt vermutlich hipper.
Sollte das jemals gelingen - und Pläne dazu gibt es nun einige, suchen Sie einfach bei Wiki unter MAI= Mulilateres Investitions Abkommen.
Und lesen Sie unbedingt den Literaturhinweis zu dem Artikel von Frau Werlhoff.
Also nicht den Hinweis lesen - das allerdings zuerst - sondern den Artikel von Frau Werlhoff.
Eine Weltregierung wäre eine Ansammlung von zunächst vielleicht, um eine Zahl zu nennen, sagen wir 100 Banken.
Anfangs
"Die amerikanische Finanzkrise war kein Betriebsunfall. Sie war das Ergebnis einer kalkulierten, hochriskanten Wette auf den Immobilienmarkt der USA."
Selbstverständlich möchte man das. Welche naive Mensch möchte nicht, dass hinter jedem gesellschaftlichen oder komplexen Handeln ein geheimer Drahtzieher steht?
Sogar, wenn ein Einzelner ein solches Katarakt von Ereignissen heraufbeschwören könnte, was ich bezweifle, ist das immer noch ein Hinweis darauf, dass ein System falsch konstruiert ist.
Wenn eine Einzelperson ein demokratisches System so aushebelt, dass es zu einem totalitären wird, so werfen wir dies doch nicht der Einzelperson vor, sondern dem System. Sichere Systeme zeichnen sich durch Sicherheit im Vollzug ihrer Handlungen aus - und nicht durch Beschuldigung subversiver Elemente. Wir optimieren das System beispielsweise mit neuen Gesetzgebungen.
Ich selbst fürchte seit schon 1 Jahr, dass die Finanzkrise noch ein sehr ernstes Nachspiel haben wird, und zwar aus den oben genannten Gründen:
"Fast jede Transaktion am amerikanischen Häusermarkt endet heute damit, dass die öffentlich-rechtlichen Hypothekeninstitute Fannie Mae und Freddie Mac den Banken das Darlehen abkaufen oder garantieren."
"Wenn eine Einzelperson ein demokratisches System so aushebelt, dass es zu einem totalitären wird, so werfen wir dies doch nicht der Einzelperson vor, sondern dem System. Sichere Systeme zeichnen sich durch Sicherheit im Vollzug ihrer Handlungen aus - und nicht durch Beschuldigung subversiver Elemente. Wir optimieren das System beispielsweise mit neuen Gesetzgebungen."
Mein erster Satz lautete:
"Wenn ein gesellschaftliches Subsystem - in diesem Fall das Bankensystem - ein demokratisches System so aushebelt, dass es zu einem totalitären wird, so werfen wir dies doch nicht der Einzelperson vor, sondern dem System".
Das gilt insbesondere dann wenn die Rettung des Subsystem aus Steuergeldern damit begründet wird, es sei eben 'systemrelevant'.
Ein erfolgversprechendes System optimiert daraufhin sein Subsystem und macht sich nicht zu seinem Sklaven.
"Wenn eine Einzelperson ein demokratisches System so aushebelt, dass es zu einem totalitären wird, so werfen wir dies doch nicht der Einzelperson vor, sondern dem System. Sichere Systeme zeichnen sich durch Sicherheit im Vollzug ihrer Handlungen aus - und nicht durch Beschuldigung subversiver Elemente. Wir optimieren das System beispielsweise mit neuen Gesetzgebungen."
Mein erster Satz lautete:
"Wenn ein gesellschaftliches Subsystem - in diesem Fall das Bankensystem - ein demokratisches System so aushebelt, dass es zu einem totalitären wird, so werfen wir dies doch nicht der Einzelperson vor, sondern dem System".
Das gilt insbesondere dann wenn die Rettung des Subsystem aus Steuergeldern damit begründet wird, es sei eben 'systemrelevant'.
Ein erfolgversprechendes System optimiert daraufhin sein Subsystem und macht sich nicht zu seinem Sklaven.
... wer so deppert ist und diese Wertpapiere denn noch kauft.
Die US Regierung hat die Lehman Brothers absaufen lassen, weil das meiste Geld darin nicht US Bürgern und Firmen gehörte.
Die würden einfach mit der Schulter zucken und "Sorry, no money.", sagen wenn es um das Geld Chinas, EU oder sonstwem geht.
Investieren bedeutet immer ein gewisses Risiko, aber das fällt wirklich schon in die Rubrik Blödheit.
Er lebt doch mit seinen Land von eben diesem Lug und Trug.
Mit druchfrischen Dollars in aller Welt einkaufen und mit das inländischen Ramschwerten "decken".
Der Wert des Dollars - das ist etwas worum die anderen sich sorgen müssen, gerade die Exportweltmeister, die mit den erhaltenen Dollars nicht gleich wieder Ressourcensicherung kaufen. Deutschland ist dabei deutlich hinter China zurück.
In gewisser Weise stimmt das, obwohl man da schon sagen muss, dass die Zahlen wohl bekannt sind. Andererseits, wussten Sie, dass die US Rentenkasse ca 2.5 Billionen Rücklagen in Staatsanleihen hält? Diese werden meistens der Staatsschuld zugerechnet. Hier haben wir jedoch keine Rücklage. Die Zusagen verschwinden aus der Sicht der Manschen in die Intransparenz eines unausgewiesenen Sammelsuriums an Pensions-, Renten und Krankenkassenverpflichtungen, sodass man die Staatsschulden nicht wirklich kennt und schon gar nicht vergleichen kann. Über breitem Daumen schätze ich die Größe der US Schulden und die der Bundesrepublik als % des BIP ähnlich.
In gewisser Weise stimmt das, obwohl man da schon sagen muss, dass die Zahlen wohl bekannt sind. Andererseits, wussten Sie, dass die US Rentenkasse ca 2.5 Billionen Rücklagen in Staatsanleihen hält? Diese werden meistens der Staatsschuld zugerechnet. Hier haben wir jedoch keine Rücklage. Die Zusagen verschwinden aus der Sicht der Manschen in die Intransparenz eines unausgewiesenen Sammelsuriums an Pensions-, Renten und Krankenkassenverpflichtungen, sodass man die Staatsschulden nicht wirklich kennt und schon gar nicht vergleichen kann. Über breitem Daumen schätze ich die Größe der US Schulden und die der Bundesrepublik als % des BIP ähnlich.
James K. Galbraith ist Wirtschaftsprofessor an der University of Texas.
http://www.ftd.de/wirtsch...
Ich glaube es war Augustinus, der zwischen Staat und Räuberbanden keinen großen Unterschied bemerken konnte.
Ich glaube es war Augustinus, der zwischen Staat und Räuberbanden keinen großen Unterschied bemerken konnte.
'Falsch programmiert' bededutet konkret, dass ein 2%Wachstumszwang-Tyrann/-Schneeballsystem/-Moloch gefüttert werden muß, sonst bricht das gesamte Gesellschaftssystem via Bürgerkrieg usf. zusammen.
Solange die Steuerungstricks, die das 2%Wachstumszwang-Regime der KAPITALSTOCKMAXIMIERER errichtiet hat, nicht erkannt sind und öffentlich bekannt gemacht wurden - und der Verfasser hat das trickreiche Zwangssystem erkannt und auf seiner Webseite öffentlich zugänglich gemacht - solange wird der 2%Wachstums-Moloch sich die nächsten Opfer greifen. Doch er ist zu stürzen - wie das zur Herrschaft gekommene Rumpelstilzchen durch Erkenntnis seiner Tricks und Existenz.
Die einzige Politikerin, die/der den Erkenntnisstand über den evolutionsprozess-logischen Exodus aus der noch-geheimen Moloch-Tyrannei schon in eine Exodusprojekt-Initiative umgesetzt hat, heißt Angela Merkel. Ihre G20-Initiative 'CHARTA-für-nachhaltiges-Wirtschaften' meine ich damit.
Noch ist Hoffnung auf den baldigen, rechtzeitigen Sturz des 2%Wachstumszwang-Molochs.
Ich weiß nicht, wo dieses Märchen herkommt, dass die Ami´s unsere lieben, netten Freunde sind, die nur unsre Bestes wollen.
Klar wolle sie unser Bestes - nämlich unser Geld.
Amerikanische Wirtschafts- und Finanzpolitik hat sich von jeher schon immer nur knallhart an amerikanischen Interessen orientiert.
Und der Rest der Welt ist so blöd und finanziert den (Schulden)Way of Life.
Schluss damit !!! Die Chinesen haben es begriffen und verkaufen ihre Dollar.
Richtig.
Sollen sie doch zusehen, wo sie jedes Jahr allein 500 Mrd. für Zinsen herbekommen.
Aber unsrer Politclowns labern was vom transatlantischen Bündnis und lagern deutsche Goldreserven in den USA ........man wie infantil muss man (Frau) sein.....
das ist devot.
das ist devot.
[...]
Alle Aktionen die Obama derzeit durchführt, dienen doch nur den neuem Konsumwahn der Amerikaner und somit der Binnennachfrage. Was haben den die Amerikaner sonst noch, mit was sie Geld verdienen könnten. Ach ja, Waffen!
Verzichten Sie bitte auf geschmacklose Anspielungen. Die Redaktion/sh
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