Haftbedingungen Frankreichs geheime KerkerSeite 5/5

Oft schon wurde Frankreich vom Europäischen Menschenrechtsgerichtshof gerügt, Parlamentsberichte und Untersuchungen unabhängiger Gremien prangerten die Zustände in den Gefängnissen an. Doch unter keiner Regierung, ob rechts oder links, hat sich etwas gebessert. Zehn Jahre lang stritten die Franzosen darüber, ob es nicht endlich an der Zeit wäre, dass auch sie ein Strafvollzugsgesetz bekämen. Und seit dem vergangenen Herbst ist dieses Gesetz da.

Es setzt die zulässige Dauer des Disziplinarrests von 45 auf 20 Tage herab, im Fall von Gewalttaten auf 30 Tage. Ein kleiner Fortschritt, könnte man meinen, auch wenn Frankreich damit immer noch repressiver ist als die meisten anderen europäischen Länder. Doch fehlt es an Vorschriften über die wiederholte Verhängung des Arrests, und alle Einzelregeln zugunsten des Häftlings sind auf eine Verordnung verschoben. Und weil in Frankreich zwischen Gesetzeserlass und Verordnung Jahre vergehen können, kann sich ein Fall Cyril Khider jederzeit wiederholen. Zumal das neue Gesetz eine unbestimmte Generalklausel enthält, die es den Chefs der Gefängnisse erlaubt, »aus Sicherheitsgründen« Isolationshaft zu verhängen.

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»Wir müssen darauf achten, dass uns die Wähler nicht Weichheit gegen die Täter vorwerfen.« So drückte es Éric Ciotti aus, ein Abgeordneter der Sarkozy-Partei. Weich wurden daraufhin die Bestimmungen über die Rechte der Gefangenen. Im Allgemeinen Teil des Gesetzes heißt es sogar, die »Würde und das Recht« eines jeden sollten garantiert werden – in den Grenzen der »inhärenten Zwänge der Haft, der Sicherheit und Ordnung« sowie einiger anderer: Die Menschenwürde hat also Grenzen. Es ist der Versuch, an den Säulen der Republik zu rütteln. Darin sind Sarkozy und seine Leute geübt. Jean-François Copé zum Beispiel, der Chef der rechten Parlamentsmehrheit, erklärte im Boulevardblatt Le Parisien, er wolle der Losung »Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit« ausdrücklich die »Sicherheit« hinzufügen.

Der Fluchtpunkt aller Politik in Frankreich ist die Präsidentschaftswahl, denn im Amt des Präsidenten konzentriert sich die Macht wie in keinem anderen westlichen Land. Um seine Wiederwahl im Jahr 2012 zu sichern, setzt Nicolas Sarkozy ein vielstimmiges Orchester ein, und ein Grundton ist die Bekämpfung der Kriminalität mit repressiven Mitteln. Für das Innen- wie für das Justizministerium gilt das Sarkozy-Wort von der »Kultur des Resultats«. Das Resultat sind sprechende Zahlen. Mögen sich Menschenrechtler und Intellektuelle wegen der Überbelegung der Gefängnisse aufregen, in Sarkozys rechter Kernwählerschaft sind überfüllte Knäste ein erfreuliches Resultat. Das Resultat des Durchgreifens. Ein Gefängnis muss weh tun, selbst wenn es Jugendliche trifft.

Damit steht die Politik des Präsidenten inzwischen rechts von Frankreichs Strafbehörde, der Administration Pénitentiaire. In ihr gibt es eine Reformbewegung, die den Strafgefangenen als Bürger anerkennt, dem eine Resozialisierung möglich gemacht werden soll. Der Justizstaatssekretär Jean-Marie Bockel, den Sarkozy von der Partei der Sozialisten herüberlocken konnte, steht auf der Seite der Reformer. Er spricht von Planungen, neue, moderne Gefängnisse mit 5000 Zellen zu bauen und dafür alte Kästen abzureißen. In ihnen sei der »Respekt vor der Intimität und der persönlichen Hygiene« gewährleistet. 

Das klingt zwar gut, doch in den ersten Einrichtungen dieser Art sehen Gefängnisbeamte, Gefangene und der Kontrolleur Delarue gar nichts Gutes: Kameras, Wechselsprechanlagen und automatisch schließende Türen treten dort an die Stelle des menschlichen Kontakts. Gewalt und Suizid sind die Folge. In dem vor acht Monaten eröffneten, hochautomatisierten Gefängnis Lyon-Corbas haben bereits drei Insassen versucht, sich umzubringen, zuletzt vor wenigen Wochen. 

Ist es überhaupt möglich, in diesem System etwas zu verändern? Der Gefängnisdirektor Arnaud Moumaneix hat es versucht. Der baumlange Beamte leitet das Arresthaus von Villefranche-sur-Saône in der Nähe von Lyon. »Bei mir schläft niemand auf dem Boden«, sagt Moumaneix stolz, obwohl sein für 636 Häftlinge ausgerichtetes Gefängnis bis zu 840 Menschen fassen muss. Einzelzellen für jeden sind dann nicht drin. Wenigstens haben die neun bis zu elf Quadratmeter großen Zellen separat gemauerte Toiletten mit verschließbaren Türen.

Das Arresthaus von Villefranche ist eines von 38 Modellgefängnissen im Land. »Unser Empfangsbereich wird seit 2008 regelmäßig zertifiziert«, sagt der Direktor. »Unabhängige Experten prüfen vor allem die Suizidprävention dort, wo die Selbstmordgefahr am größten ist, nämlich in jenen Zellen, in denen der Neuankömmling die ersten Tage verbringt. Das Personal wird so eingeteilt, dass es der Gefangene nicht mit wechselnden Bezugspersonen zu tun hat.« Was der Anstaltsleiter da sagt, klingt sehr vernünftig. Und vielleicht darf man als Gefängnisdirektor nicht zu viel Gefühl zeigen. Dann tut er es aber doch, als er erwähnt, dass auch seine Musteranstalt schlechte Zensuren vom Gefängniskontrolleur Delarue bekommen hat. »Das war eine Klatsche.«

»Alles ist darauf angelegt, die Gefangenen zu brechen«

Der Prüfer kritisierte nicht bloß einzelne Missstände wie die neuartigen Fenstergitter, die zur Abwehr der Ratten feinmaschig sind, aber zu wenig Licht in die Zellen lassen. Delarue brachte auch ein großes Problem zur Sprache: In Villefranche werden die Gefangenen nach ihrem Wohlverhalten aufgeteilt. Diejenigen, die sich zu einem »Projekt« verpflichtet haben – Ausbildung, Drogenentzug, Arbeitssuche –, ziehen in ein eigenes Gebäude, wo ihr Vorhaben unterstützt wird. Und die anderen? »Sie bleiben ohne Hoffnung auf Hilfe«, sagt Delarue. »Wir konzentrieren uns auf diejenigen, die kooperieren«, entgegnet der Gefängnisdirektor. Er tut, was er kann, um den Strafvollzug ein bisschen menschlicher zu machen – im Rahmen seiner Möglichkeiten.

»Aber glaubst du denn wirklich, dass es ein humanes Gefängnis geben kann?« Diese Frage stellt Catherine, die Mutter der Ausbrecher-Brüder Khider. Ohne Catherine hätte Cyril Khider nicht die Kraft gefunden, bis vor den Europäischen Menschenrechtsgerichtshof zu ziehen. Sie ist die Vorsitzende einer Organisation zur Unterstützung Gefangener (a.r.p.p.i.), präsent in den Medien. Sie trägt eine Goldkette um den Hals, an der ein Hubschrauber baumelt. Catherine war selbst im Gefängnis, und ihre ganze Familiengeschichte schwingt mit, als sie ihre Frage stellt.

Nein, ein humanes Gefängnis gibt es nicht. So wenig wie einen humanen Krieg. Und doch müssen im Krieg nicht alle Register der Vernichtung gezogen werden. Man erkennt den Zivilisationsgrad eines Landes auch daran, wie es seine Kriege führt. Und man erkennt ihn daran, wie es mit seinen Gefangenen umgeht. Véronique Vasseur, die lange als Ärztin im Pariser Gefängnis Santé gearbeitet hat, fasst ihre Eindrücke so zusammen: »Letztlich ist alles darauf angelegt, die Gefangenen zu brechen.«

Die Medizinerin ist keine Linke. Sie hat in Paris für die UMP kandidiert, die Partei des Nicolas Sarkozy. 

Alle Namen von Verurteilten, außer denen der Khiders, wurden aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes geändert

 
Leser-Kommentare
    • joG
    • 03.05.2010 um 16:42 Uhr

    ....es in Europa viele Gefängnisse gibt, die in Behandlung der Gefangenen und Ausstattung schlechter sind als Guantanamo. Das zu erwähnen ist nur nicht pc.

    • k2
    • 03.05.2010 um 16:50 Uhr

    Der Fall "Selmouni vs. France" aus dem Jahre 1994
    beziehungsweise, entschieden von Luzius Wildhaber
    am Europäischen Menschenrechtsgerichtshof,
    aus dem Jahre 1999 vor der Jahrtausendschwelle, wurde
    nach der Dauer von zwei Lustren endlich von Frankreich
    beantwortet:"Adopted by the Committee of Ministers on
    3 December 2009 at the 1072nd meeting of the Ministers’
    Deputies". Siehe
    "
    Appendix to Resolution CM/ResDH(2009)126

    Information about the measures to comply with the judgment in the case of

    Selmouni against France
    "
    Die frühere französische Justizministerin wollte die
    Dauer von Verfahren genauso wie die frühere deutsche
    Justizministerin Zypries reduzieren durch sogenannte
    "dirty deals".

    RE:Gero von Randow hat solche Themen unter dem Namen
    der früheren französischen Justizministerin, R. Dati,
    angesprochen.

  1. 3. [...]

    [...]Ihre Recherche ist dürftig, einiges schlicht falsch.
    Niemand geht für 2g Haschisch ins Gefängniss, Herr Randow.
    Wie auch in Deutschland, haben diese "jugendlich wirkenden" Männer fast immer a) keine Aufenthaltsgenehmigung, b) ein langes Vorstrafenregister über mehr als 100 Straftaten, c) in keinster Weise Reue oder Einsicht.

    Das Gefängniss in Frankreich, wie auch in Deutschland, ist kein Ort, an dem man Unschuldige oder zu unrecht Verurteilte findet. Dort "leben" keine Menschen, wie Sie sagen, sondern sind gefährliche, das Leben unschuldiger Menschen bedrohende Kriminelle, Totschläger und Mörder inhaftiert.

    Mit welchem Recht und Zweck versuchen Sie, dem Leser für die Inhaftierten Mitgefühlt abzuringen ? Wie können Sie behaupten, daß die Inhaftierten bessere Haftbedingungen verdient haben ?

    Wie sie richtig schreiben, ist der weitaus größte Teil der Inhaftierten aus Afrika, meist muslemisch, illegal oder schlecht integriert in Frankreich. Diese Menschen, die seit sie laufen und sprechen können, "Fick Dich, Frankreich" durch die Strassen schreien, könnten gerne mal jedes x-beliebige Gefängniss in den Ländern probieren, in denen ihre Glaubens- uns Kultur-"Brüder" leben.

    Auch in Frankreich geht niemand für Kleinstdelikte ins Gefängniss.
    Vergewaltiger, Mörder, Räuber, Drogenhändler und Zuhälter als Opfer "nicht hygienischer Zellen" und "Langeweile" dargestellt werden.

    Bitte verzichten Sie auf persönliche Beleidigungen und belassen Sie es bei sachlicher Kritik. Die Redaktion/is

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    >Niemand geht für 2g Haschisch ins Gefängniss,

    Vielleicht hat er das schon mehrfach gemacht, Herr Randow hat doch das Loi Dati beschrieben.

    >a) keine Aufenthaltsgenehmigung,

    Die Einwanderer in Frankreich halten sich typischerweise legal dort auf; Frankreich ist Ex-Kolonialmacht.

    >ist kein Ort, an dem man Unschuldige oder
    >zu unrecht Verurteilte findet.

    Das hat Herr Randow ja auch nicht behauptet.

    >Dort "leben" keine Menschen,

    Wie würde es Ihnen gefallen, wenn ich Ihnen aufgrund Ihrer reaktionären Ansichten das Menschsein absprechen würde? Schlecht? Dann tun Sie es bitte nicht bei anderen.

    >gefährliche, das Leben unschuldiger Menschen
    >bedrohende Kriminelle, Totschläger und Mörder
    >inhaftiert.

    Und inwiefern macht das einen Unterschied?

    Außerdem hat Herr Randow ja beschrieben, dass von den Selbstmorden besonders Untersuchungshäftlinge betroffen sind, also eben NICHT Verurteilte.

    >Wie können Sie behaupten, daß die Inhaftierten
    >bessere Haftbedingungen verdient haben ?

    Weil jeder die verdient hat.

    >"Fick Dich, Frankreich" durch die Strassen schreien,

    Selbst wenn sie das tun, ist das nicht relevant.

    >Vergewaltiger, Mörder, Räuber, Drogenhändler
    >und Zuhälter als Opfer "nicht hygienischer
    >Zellen" und "Langeweile" dargestellt werden.

    Das ist nicht einmal ein deutscher Satz. Vermutlich haben Sie sich zu sehr ereifert, da kann das schon mal passieren.

    Es ist eine interessante These, die Sie vertreten, in den Gefägnissen lebten dort keine Menschen. Sind Sie sich denn übrigens sicher, selbst ein Mensch zu sein?

    Oder ist nur ein Mensch, wer eine Aufenthaltsgenehmigung hat und aus einem Land stammt, in dem die Gefängnisse menschenwürdig sind?

    Und wer hat Ihrer Meinung nach das Recht, zu versuchen "dem Leser für die Inhaftierten Mitgefühlt (sic) abzuringen"? Herr Randow ja angeblich nicht. Habe ich das Recht, oder Sie?

    Manche Menschen werden wohl nie verstehen, daß eine Kultur der Gewalt mehr Gewalt erzeugt, und keineswegs eine Entwicklung zum Besseren auslöst. Insofern darf ich nicht einmal hoffen, daß Sie durch einen Irrtum selbst einmal in die Mühlen der französischen Justiz geraten, die Sie so preisen -- denn nach der Entlassung dürften Sie *wirklich* gestört im Kopf sein.

    >Niemand geht für 2g Haschisch ins Gefängniss,

    Vielleicht hat er das schon mehrfach gemacht, Herr Randow hat doch das Loi Dati beschrieben.

    >a) keine Aufenthaltsgenehmigung,

    Die Einwanderer in Frankreich halten sich typischerweise legal dort auf; Frankreich ist Ex-Kolonialmacht.

    >ist kein Ort, an dem man Unschuldige oder
    >zu unrecht Verurteilte findet.

    Das hat Herr Randow ja auch nicht behauptet.

    >Dort "leben" keine Menschen,

    Wie würde es Ihnen gefallen, wenn ich Ihnen aufgrund Ihrer reaktionären Ansichten das Menschsein absprechen würde? Schlecht? Dann tun Sie es bitte nicht bei anderen.

    >gefährliche, das Leben unschuldiger Menschen
    >bedrohende Kriminelle, Totschläger und Mörder
    >inhaftiert.

    Und inwiefern macht das einen Unterschied?

    Außerdem hat Herr Randow ja beschrieben, dass von den Selbstmorden besonders Untersuchungshäftlinge betroffen sind, also eben NICHT Verurteilte.

    >Wie können Sie behaupten, daß die Inhaftierten
    >bessere Haftbedingungen verdient haben ?

    Weil jeder die verdient hat.

    >"Fick Dich, Frankreich" durch die Strassen schreien,

    Selbst wenn sie das tun, ist das nicht relevant.

    >Vergewaltiger, Mörder, Räuber, Drogenhändler
    >und Zuhälter als Opfer "nicht hygienischer
    >Zellen" und "Langeweile" dargestellt werden.

    Das ist nicht einmal ein deutscher Satz. Vermutlich haben Sie sich zu sehr ereifert, da kann das schon mal passieren.

    Es ist eine interessante These, die Sie vertreten, in den Gefägnissen lebten dort keine Menschen. Sind Sie sich denn übrigens sicher, selbst ein Mensch zu sein?

    Oder ist nur ein Mensch, wer eine Aufenthaltsgenehmigung hat und aus einem Land stammt, in dem die Gefängnisse menschenwürdig sind?

    Und wer hat Ihrer Meinung nach das Recht, zu versuchen "dem Leser für die Inhaftierten Mitgefühlt (sic) abzuringen"? Herr Randow ja angeblich nicht. Habe ich das Recht, oder Sie?

    Manche Menschen werden wohl nie verstehen, daß eine Kultur der Gewalt mehr Gewalt erzeugt, und keineswegs eine Entwicklung zum Besseren auslöst. Insofern darf ich nicht einmal hoffen, daß Sie durch einen Irrtum selbst einmal in die Mühlen der französischen Justiz geraten, die Sie so preisen -- denn nach der Entlassung dürften Sie *wirklich* gestört im Kopf sein.

  2. die hier geschulderten verhältnisse wurden schon angeprangert zu der zeit, als Michel FOUCAULT "Überwachen und Strafen" schrieb und in Frkr. Projekte zu Verbesserung der Situation der Gefangenen anliefen.
    bevor globalworx hier herumschäumt, sollte er sich das mal genauer anschauen: rd. 64.000 Mörder, Räuber, Totschläger, Vergewaltiger....?
    wer sich jedes jahr am 14. Juli dicke tut mit bastille-sturm und droîts de l'homme, der sollte dann mal einen neuen sturm einläuten auf die hier vorgestellten knäste - es geht nicht nur darum, die leute zu brechen, sondern es handelt sich um eine perfide form von dauerfolter, das "gefängnis im gefängnis", wie FOUCAULT formulierte.

  3. aber warum in die ferne schweifen - die in stilfragen so sicheren franzosen sollten das unter sich, mit dem EuGH und der Menschenrechtskommission ausmachen.
    interessanter sind die berichte der FR über frauen in deutschen gefängnissen, die, wenn die berichte stimmen, das zweifelhafte "vergnügen" haben, ans Bett gefeselt ein kind in die welt zu setzen, gerne auch mit männlichen zuschauern - und das ist nur EIN problem... man sollte doch meinen, dass eine justizMINISTERIN wie die offensichtlich überforderte NRW-Pipenkötter keine sekunde zögert, diese unsäglichen formen des strafvollzugs sofort abzuschaffen.

  4. kann hier nicht mitreden. Sollte es aber stimmen mit diesen unhaltbaren Zuständen muß man sich fragen ob Herr Sarkozy seinen Stahlkurs überhärtet hat und mittlerweile zuviel Zacken aus der Schneide gebrochen sind.

  5. >Niemand geht für 2g Haschisch ins Gefängniss,

    Vielleicht hat er das schon mehrfach gemacht, Herr Randow hat doch das Loi Dati beschrieben.

    >a) keine Aufenthaltsgenehmigung,

    Die Einwanderer in Frankreich halten sich typischerweise legal dort auf; Frankreich ist Ex-Kolonialmacht.

    >ist kein Ort, an dem man Unschuldige oder
    >zu unrecht Verurteilte findet.

    Das hat Herr Randow ja auch nicht behauptet.

    >Dort "leben" keine Menschen,

    Wie würde es Ihnen gefallen, wenn ich Ihnen aufgrund Ihrer reaktionären Ansichten das Menschsein absprechen würde? Schlecht? Dann tun Sie es bitte nicht bei anderen.

    >gefährliche, das Leben unschuldiger Menschen
    >bedrohende Kriminelle, Totschläger und Mörder
    >inhaftiert.

    Und inwiefern macht das einen Unterschied?

    Außerdem hat Herr Randow ja beschrieben, dass von den Selbstmorden besonders Untersuchungshäftlinge betroffen sind, also eben NICHT Verurteilte.

    >Wie können Sie behaupten, daß die Inhaftierten
    >bessere Haftbedingungen verdient haben ?

    Weil jeder die verdient hat.

    >"Fick Dich, Frankreich" durch die Strassen schreien,

    Selbst wenn sie das tun, ist das nicht relevant.

    >Vergewaltiger, Mörder, Räuber, Drogenhändler
    >und Zuhälter als Opfer "nicht hygienischer
    >Zellen" und "Langeweile" dargestellt werden.

    Das ist nicht einmal ein deutscher Satz. Vermutlich haben Sie sich zu sehr ereifert, da kann das schon mal passieren.

    Antwort auf "[...]"
  6. Es ist eine interessante These, die Sie vertreten, in den Gefägnissen lebten dort keine Menschen. Sind Sie sich denn übrigens sicher, selbst ein Mensch zu sein?

    Oder ist nur ein Mensch, wer eine Aufenthaltsgenehmigung hat und aus einem Land stammt, in dem die Gefängnisse menschenwürdig sind?

    Und wer hat Ihrer Meinung nach das Recht, zu versuchen "dem Leser für die Inhaftierten Mitgefühlt (sic) abzuringen"? Herr Randow ja angeblich nicht. Habe ich das Recht, oder Sie?

    Manche Menschen werden wohl nie verstehen, daß eine Kultur der Gewalt mehr Gewalt erzeugt, und keineswegs eine Entwicklung zum Besseren auslöst. Insofern darf ich nicht einmal hoffen, daß Sie durch einen Irrtum selbst einmal in die Mühlen der französischen Justiz geraten, die Sie so preisen -- denn nach der Entlassung dürften Sie *wirklich* gestört im Kopf sein.

    Antwort auf "[...]"

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