Energiepolitik: Die Strom-Offensive
Für eine grüne Energieversorgung ist vor allem ein neuartiges Netz nötig. Wird das nicht gebaut, sind viele Windräder und Solaranlagen nutzlos
Hundert Kilometer nordwestlich von Borkum beginnt die elektrische Zukunft. Von keiner Küste aus zu sehen, entsteht hier ein einzigartiges Bauprojekt: Deutschlands erster Offshorewindpark, der nicht nur ein Testfeld ist, sondern rein kommerziellen Zwecken dient. Weltweit der erste, der nicht bloß in flachem Wasser steht, sondern 40 Meter über dem Meeresgrund. Bald schon sollen die ersten von 80 Turbinen, jede mit einer Leistung von 5 Megawatt, sauberen Strom erzeugen. Gemeinsam bilden sie ein stattliches Kraftwerk, das eine Stadt mit 400.000 Mehrpersonenhaushalten beliefern könnte.
Eine technische Meisterleistung. Aber auch – ein Kuriosum. Denn da draußen gibt es keine Kleinstadt. Es gibt überhaupt keine Stromverbraucher. Es gibt nur das Meer.
Vorangetrieben wird das Pionierprojekt von einem reichen Deutschrussen namens Arngolt Bekker. Der Hauptgesellschafter der BARD-Gruppe mit Sitz in Emden hat in den vergangenen Jahren ein kleines Firmenimperium geschaffen – nur mit dem Ziel, einer der führenden Betreiber von Windparks auf See zu werden. Denn die seien »die Zukunft«, sagt Bekker.
Er ist mit dieser Ansicht nicht mal allein. Schon in zwanzig Jahren, heißt es in Studien des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), könne die über dem Meer gewonnene Elektrizität Deutschlands wichtigste Stromquelle sein – wichtiger als Braunkohle, Steinkohle, Erdgas oder Nuklearenergie. Nirgendwo weht der Wind so kräftig wie vor den Küsten. Auch der Sachverständigenrat für Umweltfragen, der nächste Woche eine mit Spannung erwartete Expertise abliefern wird, hält große Stücke auf die Nordseepower. »Wir könnten damit den gesamten Strom für Deutschland machen – vom Potenzial her«, sagt Olav Hohmeyer, Ökonom und Energieexperte an der Uni Flensburg sowie Mitglied des Rats.
Die Ökoweisen haben sogar schon das Modell eines Versorgungssystems in der Hand, das vollständig auf erneuerbare Energiequellen setzt. Es ist der Gegenentwurf zu dem Vorhaben der Bundesregierung, den Atommeilern längere Laufzeiten zu genehmigen. Eine spinnerte Idee, hätte man vor wenigen Jahren noch gesagt, was auch an der Vorgeschichte solcher Verkündigungen lag. Vor genau dreißig Jahren erschien beim Freiburger Ökoinstitut ein Bericht namens Energiewende, der schon damals ähnliche Ziele in den Blick nahm. Er blieb dann aber doch bloß Lektüre für Spezialisten. Damals, 1980, war im nordfriesischen Kaiser-Wilhelm-Koog noch nicht einmal Deutschlands Große Windkraftanlage (Growian) gebaut worden, die sich später als großer Flop erweisen sollte.
Inzwischen hat sich das geändert. Die Technik macht riesige Fortschritte. Mittlerweile schwärmt selbst das Establishment vom Grünstrom. Heute werden jeden Tag irgendwo auf der Erde mehr als ein Dutzend Windräder errichtet, zu Lande und immer häufiger auch im Wasser.
Aber – leider, leider – stehen diese Mühlen eben in der rauen See, da, wo weit und breit keine Fabrik steht und kein Haus. Der Strom müsste deshalb weite Wege zurücklegen, über Leitungen, die es vorerst nicht gibt.




möglich sind. RWE, EON, Vattenfall, Siemens u. Umweltverbände haben daran mitgearbeitet.
Die deutschen Pumpspeicher (Kapazität von 8 TWh) im Süden Dtls werden derzeit nur von Kohle- und Atomkraftwerken benutzt damit diese auch nachts durchlaufen können weil die Nachfrage nachts selbst mit Niedertarifen nicht mehr gesteigert werden kann.
Natürlich kann man es begrüßen wenn endlich die bereits vor über 10 Jahren von der DENA geforderten 800km zusätzlichen Stromleitungen gebaut werden.
Auch die Anbindung von Norger KS an Norwegen ist sinnvoll, die Stauseen können 130 TWh Strom speichern. Es ist korrekt dass dies nur Stauseen sind und noch keine Pumpspeicher, bei viel Windstrom können aber die norwegischen Verbraucher mitversorgt werden während das Wasser in den Stausee verbleibt bis es gebraucht wird.
Erdkabel müssen nicht unbedingt teuerer sein, es hängt von der Stromspannung ab. Letztendlich machen etwas teurere Erdkabel am Stromendpreis so gut wie nichts aus. In Dänemark werden übrigens nur Erdkabel verlegt.
Strom kann auch als Methan=Erdgas gespeichert werden. Der große Vorteil ist dass auf diese Weise über 200 TWh Strom gespeichert werden könnte. Bei negativen Strompreisen, die durch die unflexiblen Großkraftwerke entstehen, macht es besonders Sinn den überschüssigen Strom als Gas zu speichern.
".... 100 Milliarden Dollar? Nach dem Wechselkurs von 2008 entspricht das rund 70 Milliarden Euro. Das ist fast ein Drittel dessen, was Europas 500 größte, börsennotierte Unternehmen im Durchschnitt der vergangenen Jahre investierten. ..."
Ganz ohne richtige Kosten; Peanuts sozusagen.
".... 100 Milliarden Dollar? Nach dem Wechselkurs von 2008 entspricht das rund 70 Milliarden Euro. Das ist fast ein Drittel dessen, was Europas 500 größte, börsennotierte Unternehmen im Durchschnitt der vergangenen Jahre investierten. ..."
Ganz ohne richtige Kosten; Peanuts sozusagen.
".... 100 Milliarden Dollar? Nach dem Wechselkurs von 2008 entspricht das rund 70 Milliarden Euro. Das ist fast ein Drittel dessen, was Europas 500 größte, börsennotierte Unternehmen im Durchschnitt der vergangenen Jahre investierten. ..."
Ganz ohne richtige Kosten; Peanuts sozusagen.
Nochmal: Die ECF-Studie wurde unter Mitwirkung von EON, RWE u. Vattenfall gemacht. Man sollte nicht glauben dass diese Leute sich nicht auskennen, auch was die Mehrkosten betrifft.
Die 70 Mrd werden in vielen Jahren ausgegeben, eben bis 2050. Auch wenn man auf EE verzichten würde muß immer investiert werden. Auch fossile Kraftwerke halten nicht ewig, Neubauten kosten viel Geld.
Nochmal: Die ECF-Studie wurde unter Mitwirkung von EON, RWE u. Vattenfall gemacht. Man sollte nicht glauben dass diese Leute sich nicht auskennen, auch was die Mehrkosten betrifft.
Die 70 Mrd werden in vielen Jahren ausgegeben, eben bis 2050. Auch wenn man auf EE verzichten würde muß immer investiert werden. Auch fossile Kraftwerke halten nicht ewig, Neubauten kosten viel Geld.
Desertec - erinnert irgendwie an die Sowjetunion, als Stalin das gesamte Land mit seinen "Flusskraftwerken" elektrifizieren wollte. Ist "erfolgreich" gescheitert!
Im Übrigen geht es nicht um "Erneuerbare Energien" oder "Klimaschutz" - in Wirktlichkeit geht es um reinen "Öko-Faschismus", welcher in seinem "Irrsinn" keine Grenzen mehr zu kennen scheint!
Bin gespannt, wann auch die Redaktion der "Zeit" mal daraufkommen wird, wieder echten Journalismus anzuwenden und mal anfängt kritische Fragen zu stellen - anstatt den "Ökofaschisten" ewig das Wort zu überlassen?
Es wird Zeit, sich wieder zur Demokratie zurück zu bewegen und "Ingenieurskunst" zu fördern, dort kommen die wirklich wirtschaftlichen Ideen her, nicht von einer "Gesellschafts-Veränderung". Zukunftsforscher?
Daß mir da das Lachen nicht auskommt - eher "Ökofaschisten"!
zu den 70 Millarden:
laut Greenpeace wirde der Atomstrom mit bis zu 165 Milliarden Euro subventioniert und 92,5 Milliarden Euro kommen künftig an Ausgaben noch hinzu.
und laut FAZ:
35 Milliarden Euro Subventionen für die Steinkohle
und an das was gerade im Golf von Mexico passiert will ich gar nicht denken !!!
http://docs.google.com/vi... stromspeicherung als methan&hl=de&gl=de&pid=bl&srcid=ADGEEShzc-I_ltq63x9n6JjyvuVq-hNlMaMRV3o7rbiaYUBzWLbWjDe6N_l4yhNZrsn3ogBpK-j8595dcVaaDfRRt1g_3l7fBWV-EM1Dswlqte05mzLocKhKX-750IhGRWGw1BE0o3AZ&sig=AHIEtbQa3A_MhhfPxY70wCR7GFwnEYq6TQ
SpeicherEffizienz ~28 - 45% (vergleichbar der WasserstoffNutzung),
allerdings wäre ein vorhandenes ErdgasNetz nutzbar?
Methan=Erdgas und kann damit in den vorhandenen Gaskavernen gespeichert werden. Derzeit werden noch weitere Kavernen gebaut sodaß in einigen Jahren ca 30 Mrd m3 Gas=300 KWh gespeichert werden können.
Der Wirkungsgrad beträgt ca 60%. Verluste treten auf bei der Elektrolyse zu H2 (20%) und der Umwandlung von H2 zu Methan (20%)
Dann ersetzt 1 KWh Methan genau 1 KWh Gas. Egal ob damit nun geheizt (über 80% des dt. Gasverbrauchs.) oder Strom (ca 10-15% des dt. Gasverbrauchs) erzeugt wird.
Nach Angaben der Erdgasbranche kann auch 5% Wasserstoff dem Erdgas beigemischt werden. Damit könnte man einen Wirkungsgrad von 80% erreichen da nur die Verluste der Elektrolyse auftreten.
Stadtgas hat übrigens gar einen Anteil von 50% Wasserstoff, es muß also niemand Angst vor 5% H2 haben.
Wie oben geschrieben muß die Erzeugung von Methan aus Strom nur dann erfolgen wenn der aktuelle Preis an der Strombörse dies erlaubt. Auf jeden Fall ist es immer besser als Strom zu negativen Preisen zu verkaufen.
Methan=Erdgas und kann damit in den vorhandenen Gaskavernen gespeichert werden. Derzeit werden noch weitere Kavernen gebaut sodaß in einigen Jahren ca 30 Mrd m3 Gas=300 KWh gespeichert werden können.
Der Wirkungsgrad beträgt ca 60%. Verluste treten auf bei der Elektrolyse zu H2 (20%) und der Umwandlung von H2 zu Methan (20%)
Dann ersetzt 1 KWh Methan genau 1 KWh Gas. Egal ob damit nun geheizt (über 80% des dt. Gasverbrauchs.) oder Strom (ca 10-15% des dt. Gasverbrauchs) erzeugt wird.
Nach Angaben der Erdgasbranche kann auch 5% Wasserstoff dem Erdgas beigemischt werden. Damit könnte man einen Wirkungsgrad von 80% erreichen da nur die Verluste der Elektrolyse auftreten.
Stadtgas hat übrigens gar einen Anteil von 50% Wasserstoff, es muß also niemand Angst vor 5% H2 haben.
Wie oben geschrieben muß die Erzeugung von Methan aus Strom nur dann erfolgen wenn der aktuelle Preis an der Strombörse dies erlaubt. Auf jeden Fall ist es immer besser als Strom zu negativen Preisen zu verkaufen.
http://www.eurosolar.de/d... 1_2010_Sterner_farbig.pdf
und die großen modernsten Kohlekraftwerke haben kommen maximal auf einen Wirkungsgrad von 46%
Der Wirkungsgrad von Kohlekraftwerken weltweit beträgt im Mittel 31 %, in Deutschland liegt er bei 38 %. www.wikipedia.de
bestehend aus unzähligen kleinen einzelgesteuerten Netzen klingt gut.
Bevor aber mit dem Ausbau begonnen wird, müssen die Sicherheitsrisiken genau untersucht und es muss zuverlässig verhindert werden, dass Unbefugte sich in das System einloggen und das gesamte europäische Netz lahmlegen können.
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