Apple Wer stoppt Steve Jobs?

Apples Machtfülle wird unheimlich. Die Konkurrenten halten mühsam dagegen – mit höchst unterschiedlichen Konzepten

Apple-CEO Steve Jobs

Apple-CEO Steve Jobs

An den Zahlen gemessen, ist Apple-Chef Steve Jobs ein Wunderknabe. Der Aktienkurs des Technologiekonzerns hat sich in den vergangenen fünf Jahren etwa versiebenfacht. Tag für Tag verkauft Apple rund 36.000 iPads , diese neuen flachen Computer ohne Tastatur, die praktisch nur aus einem berührungsempfindlichen Bildschirm bestehen. Seinen Marktanteil bei den Handys der Oberklasse, den sogenannten Smartphones, konnte Apple innerhalb eines Jahres nahezu verdoppeln – mit nur einem einzigen Gerät: dem iPhone .

Nach menschlichen Maßstäben ist Steve Jobs hingegen eine Art halb wahnsinniges Genie: Er gilt als cholerisch, kreativ und extrem fordernd. Dem Erfolg von Apple hat das freilich nicht geschadet, viele sind sogar davon überzeugt, dass dieser ungewöhnliche Cocktail charakterlicher Eigenschaften ihn erst ermöglicht habe.

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So oder so scheint Jobs jedoch langsam die Bodenhaftung zu verlieren. Er beginnt mit zweierlei Maß zu messen. In der vergangenen Woche schrieb er einen offenen Brief an die Konkurrenzfirma Adobe . Beide Firmen streiten seit einiger Zeit darüber, warum Apple kein Flash zulässt. Flash ist eine Software von Adobe, die bewegte Bilder darstellt und im Internet sehr verbreitet ist. Jobs aber will nicht, dass sie auf Geräten von Apple läuft, und hat seine Entscheidung nun begründet. Er verweist auf Sicherheitslücken und den vermeintlich großen Energiehunger von Flash. Als ersten Grund nannte Jobs jedoch, dass Flash »ein geschlossenes System« sei und ausschließlich von Adobe kontrolliert werde.

Das ist schon sehr originell: Ausgerechnet Apple wirft einem anderen Unternehmen mangelnde Offenheit vor. Dabei geht der Konzern mit seinen Kunden keinen Deut besser um. iPhone- oder iPad-Besitzer bleiben im Apple-Universum gefangen, die Firma kontrolliert jede Bewegung und entscheidet, was man mit den Geräten tun darf und was nicht. Apple ist nicht offener als eine Gefängnistür. In seinem Brief an Adobe erklärt Jobs nun, dass faire Spielregeln für alle gelten mögen – nur nicht für ihn. Diese Logik kannte man bisher nur aus Diktaturen. Jetzt folgt ihr auch Steve Jobs, der Diktator des Lifestyle. Das wird langsam unheimlich.

Höchste Zeit also, sich nach Alternativen zu den Produkten mit dem Apfel-Logo umzusehen. Doch was die größten Konkurrenten derzeit bieten, dürfte Apple kaum gefährden.

Der jüngste Angreifer ist Hewlett-Packard (HP). Die Firma, 1939 von zwei Absolventen der Stanford University in Kalifornien gegründet, ist eine Instanz im Computergeschäft. Kein Hersteller verkauft weltweit mehr Rechner als der Konzern aus Palo Alto. In der vergangenen Woche übernahm HP den wirtschaftlich angeschlagenen Smartphone-Hersteller Palm – eine klare Kampfansage an Apple und seine iPhones.

Palm hatte seine beste Zeit in den neunziger Jahren. Damals waren die kleinen Handheld-Computer von Palm, was Apples iPhone heute ist: extrem begehrt. Doch Palm fiel zurück, wurde fast vollständig verdrängt. Im vergangenen Jahr wollte das Unternehmen mit dem Modell Pre wieder an die alte Größe anknüpfen – und scheiterte. Von Kritikern wurde der Pre zwar sehr gelobt, vor allem für seine Technik und das fortschrittliche Betriebssystem webOS. Trotzdem blieb der Pre ein Ladenhüter und die Firma ein Übernahmekandidat.

Leser-Kommentare
  1. hat Apple noch nicht den Zugang zu Informationen, den Google derzeit hat. Bei diesem diktatorischen Führer und diesen willenlosen Apple-Kunden, denen die Bezeichnung Lemming teilweise eher gebühren würde, wäre Apple die viel größere Gefahr. Google ist mir derzeit deutlich sympathischer. Immerhin kauft Goole derzeit wiederholt andere Unternehmen auf, was bis dato ja nichts positives ist, aber Google macht die Software der gekauften Firmen immer öfter zu OpenSource. Unter anderem macht sich Google derzeit für einen offenen Konkurrenten für H.264 stark. Apple macht gute Produkte, - keine Frage - aber die kritische Reflexion vor allem in den Medien lässt zu wünschen übrig. Alles und jeder scheint auf den Marketing-Hype reinzufallen. Aus diesem Grund begrüße ich diesen kritischen Artikel.

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    Meiner Meinung nach ist es zu einfach von einem Hype bei Apple-Produkten zu sprechen.
    Apple baut Geräte von wirklich durchdachter Qualität in Funktion und Technik. Ergonomie ist hier das Schlüsselwort, das nicht nur auf rundgelutschte Gehäuse zu beziehen ist, sonder auch auf die Funktionalität der Software. Vor allem daran hapert es bei den Meisen anderen Konkurrenten.
    Ich denke der Kund ist es einfach leid, Billigprodukte zu konsumieren, sondern möchte das Gefühl haben technisch den Überblick zu haben und "Herr" der Lage zu sein. Nicht mehr, nicht weniger.

    Meiner Meinung nach ist es zu einfach von einem Hype bei Apple-Produkten zu sprechen.
    Apple baut Geräte von wirklich durchdachter Qualität in Funktion und Technik. Ergonomie ist hier das Schlüsselwort, das nicht nur auf rundgelutschte Gehäuse zu beziehen ist, sonder auch auf die Funktionalität der Software. Vor allem daran hapert es bei den Meisen anderen Konkurrenten.
    Ich denke der Kund ist es einfach leid, Billigprodukte zu konsumieren, sondern möchte das Gefühl haben technisch den Überblick zu haben und "Herr" der Lage zu sein. Nicht mehr, nicht weniger.

    • joG
    • 08.05.2010 um 10:02 Uhr

    Das hört sich sehr deutsch an, wenn man so fragt. Konkurrenz belebt nicht nur wie bekannt das Geschäft. Sie fördert auch die Kreativität und den Fortschritt. So sollte man nicht zum Neid tendierend fragen, wer den Erfolgreichen stoppt. Man sollte fragen: "Wer kann erfolgreicher werden als Jobs?"

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    • Lapje
    • 08.05.2010 um 10:11 Uhr

    "Wie dumm können Kunden sein?", oder "Iwe kann ichKunden besser übers Ohr hauen"...wäre auch eine Möglichkeit...

    Hier wurde gar nichts "zum Neid tendierend" gefragt.

    Der Artikel ist völlig sachlich und absolut korrekt. Er ist fast eine Aneinanderreihung von Fakten. Gelegentlich die ein oder andere Interpretation, doch die finden auf unterster Ebene statt und sind so nachvollziehbar, dass man hier wirklich keinen Neid vorwerfen kann.

    "Wer stoppt Steve Jobs?", "Apples Machtfülle wird unheimlich": eher suggestiv und dämonisierend. Jobs "scheint die Bodenhaftung zu verlieren", "beginnt mit zweierlei Mass zu messen": spekulativ bis komplett sinnfrei, wie der ganze Artikel.

    • Lapje
    • 08.05.2010 um 10:11 Uhr

    "Wie dumm können Kunden sein?", oder "Iwe kann ichKunden besser übers Ohr hauen"...wäre auch eine Möglichkeit...

    Hier wurde gar nichts "zum Neid tendierend" gefragt.

    Der Artikel ist völlig sachlich und absolut korrekt. Er ist fast eine Aneinanderreihung von Fakten. Gelegentlich die ein oder andere Interpretation, doch die finden auf unterster Ebene statt und sind so nachvollziehbar, dass man hier wirklich keinen Neid vorwerfen kann.

    "Wer stoppt Steve Jobs?", "Apples Machtfülle wird unheimlich": eher suggestiv und dämonisierend. Jobs "scheint die Bodenhaftung zu verlieren", "beginnt mit zweierlei Mass zu messen": spekulativ bis komplett sinnfrei, wie der ganze Artikel.

    • Lapje
    • 08.05.2010 um 10:08 Uhr

    "Flash ist eine Software von Adobe, die bewegte Bilder darstellt und im Internet sehr verbreitet ist."

    Genau diese Art von Berichterstattung hat mit dazu beigetragen, das teilweise unqualifiziert darüber diskutiert wird. Denn das zeigt genau das Problem: Flash wird NICHT nur für Filmchen oder nette Intros gebraucht, mit Flash lassen sich zudem Online-Spiele, aber noch viel mehr datenbankgestützte Anwendungen entwickeln.

    Und das zeigt ganz deutlich, dass es der Zeit in letzter Zeit mehr darum geht, reisserisches Boulevard-Artikel zu schreiben, als etwas fundierten. Ihnen, Herr Rohwetter, aknn ich nur empfehlen sich wirklich einmal ernsthaft mit Flash zu beschäftigen, das würde dem Thema gut tun...

    Apples drang, das INternet "Flash-frei" zu machen, grenzt schon an Größenwahnsin, besonders wenn man bedenkt, wie hoch der Anteil der Apple-Produkten ist, mit denen ins Netz gegangen wird. Dann sollten Unternehmen schauen, wie groß der Aufwand ist, diese Anwendungen mit anderen Technologien (Java, JS, AJAX, PHP u.a.) umzusetzen. Dagegen sollten dann die verlorenen Gewinne gehalten werden. Ich kann mir gut vorstellen dass die Kosten dann die verlorenen Gewinne um einiges übertreffen. Daher werden diese Firmen weiterhin auf Flash setzen. Und die User werden weiterhin auf die Unternehmen schimpfen, weil die ihre Seiten ja nicht Flash-frei machen - das sie dies einzig und alleine nur durch Stevies Bevormundung nicht mehr können, das werden sie wohl nie kapieren.

    • fablen
    • 08.05.2010 um 10:10 Uhr

    Die Firmenpolitik von Apple ist sicher eine interessante Frage. Ich würde auch problemlos wieder Windows benutzen oder ein Nokia Handy kaufen. Aber mein MacBook funktioniert drei Jahren ohne jeden Aussetzer. Es fährt jeden morgen innerhalb von 30 Sekunden hoch. Bei vielen Freunden höre ich immer noch ...ich muss mal mein Windows neu machen, das ist schon wieder voll gelaufen und langsam... Ich habe keinen Stress mit Sicherheitsprogrammen und Vieren. Seit ich Mac benutze habe ich sozusagen keine Administrationszeit mehr benötigt. Alle Drucker, die ich anschließe funktionieren sofort - Der Windows Rechner meiner Frau brauchte ZWEI Neustarts und allerlei Zeit zum Software suchen und Runterladen (alles zusammen (25 Minuten!!!) bis der neue Drucker endlich ging.
    Von dem Verhältnis zwischen iPhone und anderen Smatphones will ich gar nicht sprechen. Die anderen Dinger fühlen sich an wie ungelenke Brotdosen. Die Selbstverständlichkeit der Bedienung fehlt grundsätzlich.
    Meiner Meinung nach liegt der Erfolg von Apple / Steve Jobs nicht an seiner Live Stile Aura, sondern schlicht weg daran, dass Apple Produkte - wenn man, wie ich, keine Lust hat immer wieder verärgert im System rum zu kriechen - wunderbar in der Hand liegen und im Vergleich zu allen anderen Systemen eben einfach ihre Arbeit machen. Da könnte Steve Jobs noch so charismatisch sein, wenn die Dinger scheiße wären, würde sie - zu recht - keiner kaufen.
    Also, Windows, Android, linux, Nokia usw. zeigt mir eine Alternative.

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    • Lapje
    • 08.05.2010 um 10:26 Uhr

    Ein Bekannter von mir beschwert sich in letzter Zeit immer mehr, dass sein MacPro mehr abstürzt als damals sein XP...

    Dann frage ich Sie einmnal ein paar andere Dinge zu Ihrem MacBook:

    - Akku
    Können Sie den Akku ohne großen Aufwand selber wechseln? was ist, wenn der Akku unterwegs mal leer ist? Können Sie dann einfach den Akku wechseln? Was ist, wen dieser defekt ist? Können Sie sich dann einfach einen neuen Akku bestellen und so lange mit dem Notebook weiter arbeiten? Oder müssen Sie dieses - wenn Sie Pech haben - ein paar Tage in den Service geben?

    Festplatte:
    Siehe Akku. Zudem noch: Können Sie auch eine Festplatte von einem Hersteller einbauen, welchen SIE bestimmen?

    iPhone:
    siehe Akku: Der Akku eines iPhone soll nur 500 Ladezyklen (quasi jedesmal wenn Strom angelegt wird = ein Ladezyklus, also auch wenns einfach an USB angeschlossen wird). So hält der Akku teilweise nur ein Jahr. Bei unserem Mac-Handler kostet der Wechseln mit Akku 80 Euro. Einen Ersatzakku für mein Samsung Omnia II (welches von der technik sogar einen Tick besser ist und doch nur die Hälfte kostet) kostet mich um die 15 Euro, und ich kann ihn selber wechseln. Ausserdem ist man beim iPhone (soweit ich weiß) immer auf iTunes angewiesen. Das iPhone mal eben als Portablen Speicher benutzen? Keine Chance. Mal eben ohne iTunes ein Musik-File aufspielen? Noch weniger...

    Das sind nur ein paar Beispiele...ich könnte das so mit jedem Apple-Produkt weiterführen...

    Lapje, was Sie schreiben ist genau das, was für die meisten Benutzer (für Sie anscheinend nicht) eben irrelevant ist (der Erfolg der Produkte beweist es):

    Der Akku hält bei den MacBooks eben sehr lange, dass man sehr selten in die Gelegenheit kommt, ihn unterwegs zu tauschen. Ich benutze auch ein MacBook und nehme oft noch nicht einmal mehr das Ladegrät mit auf die Arbeit, weil ich weiß, ich brauche es nicht. (Bei meinem älteren Gerät ist es nebenbei sogar noch problemlos möglich den Akku zu wechseln -- die neueren Geräte haben aber einen noch leistungsstärkeren Akku).

    Festplatte: Kommt sicher vor, dass die mal defekt geht, aber ehrlich gesagt: das sind Ausnahmefälle. Und haben Sie schon eimal gehen, wie einfach es ist, einen Mac via Time Machine wiederherzustellen?

    Das mit dem Ladezyklus stimmt nicht: Ein Ladezyklus bezieht sich immer auf die volle Kapazität (und eben nicht auf jedes bloße Anstecken). Wenn das stimmen würde, was Sie schreiben, dann hätten wir ja schon haufenweise nicht funktionierende iphones.

    Die Firma Apple muss sicherlich sehr kritisch gesehen werden hinsichtlich ihrer restriktiven Politik. Was mich aber aufregt, dass jeder, der Apple Produkte einsetzt, als "Jünger" oder "Lemming" oder "Jobs-Anhänger" abgestempelt wird. Das stimmt einfach nicht. Alle Leute, die ich kenne (mich eingeschlossen), benutzen iMacs, iPhones, MacMinis und MacBooks weil sie in der Summe einfach besser, einfacher, flüssiger und zuverlässiger funktionieren.

    • Lapje
    • 08.05.2010 um 11:42 Uhr

    Ich kann Ihnen z.B. Alternativen zum iPod nennen: Die Produkte der Firma Cowon.

    Vergleichen wir doch einmal meinen Cowon D2 Plus mit einem iPod Nano der letzten Generation (ist die gleiche Kampfklasse und der gleiche Zeitraum). Für mich gelten da folgende Vorteile:

    1. Das Gerät kann mit SDHC-Karten aufgerüstet werden. So habe ich bei meinem D2 Plus mit 16GB internen Speicher mit einer 32GB-SDHC-Karte auf 48GB aufgerüstet. Auch kann ich mehrere Karten mit mir führen und austauschen.

    2. Es werden mehr Formate abtgespielt, und anderen auch OGG, FLAC, Ape und DRM WMA (für mich als Napster-Kunde nicht unvorteilhaft).

    3. Der Player besitzt ein Touchscreen-Display

    4. Das Gerät ist vollkommen intuitiv zu bedienen (wie auch die iPods)

    5. Ich kann einfach Musik per Browser von jedem Rechner und System aufspielen, ich bin nicht auf Programme wie iTunes abhängig

    6. Der Player ist nicht so lang wie der Nano und daher wesentlich handlicher

    7. Der Player kostet rund 30 Euro weniger

    8. Der wichtigste Vorteil: Der Cowon klingt einfach besser und bietet wesentlich mehr und bessere Einstellungsmöglichkeiten für den Klang. Nicht umsonst schneiden iPods bei seriören Tests in Audio-Fachzeitschriften immer als die schlechtesten ab. Der iPod Nano meiner Frau klingt selbst mit einem Koss PortaPro wie ein Joghurtbecher, Unterschiede dürften auch von "normalen" Hörer sofort erkennbar sein.

    Dies soll jetzt nur als Ansatz dienen. Es gibt sicherlich noch mehr bessere Player als die iPods.

    • Lapje
    • 08.05.2010 um 10:26 Uhr

    Ein Bekannter von mir beschwert sich in letzter Zeit immer mehr, dass sein MacPro mehr abstürzt als damals sein XP...

    Dann frage ich Sie einmnal ein paar andere Dinge zu Ihrem MacBook:

    - Akku
    Können Sie den Akku ohne großen Aufwand selber wechseln? was ist, wenn der Akku unterwegs mal leer ist? Können Sie dann einfach den Akku wechseln? Was ist, wen dieser defekt ist? Können Sie sich dann einfach einen neuen Akku bestellen und so lange mit dem Notebook weiter arbeiten? Oder müssen Sie dieses - wenn Sie Pech haben - ein paar Tage in den Service geben?

    Festplatte:
    Siehe Akku. Zudem noch: Können Sie auch eine Festplatte von einem Hersteller einbauen, welchen SIE bestimmen?

    iPhone:
    siehe Akku: Der Akku eines iPhone soll nur 500 Ladezyklen (quasi jedesmal wenn Strom angelegt wird = ein Ladezyklus, also auch wenns einfach an USB angeschlossen wird). So hält der Akku teilweise nur ein Jahr. Bei unserem Mac-Handler kostet der Wechseln mit Akku 80 Euro. Einen Ersatzakku für mein Samsung Omnia II (welches von der technik sogar einen Tick besser ist und doch nur die Hälfte kostet) kostet mich um die 15 Euro, und ich kann ihn selber wechseln. Ausserdem ist man beim iPhone (soweit ich weiß) immer auf iTunes angewiesen. Das iPhone mal eben als Portablen Speicher benutzen? Keine Chance. Mal eben ohne iTunes ein Musik-File aufspielen? Noch weniger...

    Das sind nur ein paar Beispiele...ich könnte das so mit jedem Apple-Produkt weiterführen...

    Lapje, was Sie schreiben ist genau das, was für die meisten Benutzer (für Sie anscheinend nicht) eben irrelevant ist (der Erfolg der Produkte beweist es):

    Der Akku hält bei den MacBooks eben sehr lange, dass man sehr selten in die Gelegenheit kommt, ihn unterwegs zu tauschen. Ich benutze auch ein MacBook und nehme oft noch nicht einmal mehr das Ladegrät mit auf die Arbeit, weil ich weiß, ich brauche es nicht. (Bei meinem älteren Gerät ist es nebenbei sogar noch problemlos möglich den Akku zu wechseln -- die neueren Geräte haben aber einen noch leistungsstärkeren Akku).

    Festplatte: Kommt sicher vor, dass die mal defekt geht, aber ehrlich gesagt: das sind Ausnahmefälle. Und haben Sie schon eimal gehen, wie einfach es ist, einen Mac via Time Machine wiederherzustellen?

    Das mit dem Ladezyklus stimmt nicht: Ein Ladezyklus bezieht sich immer auf die volle Kapazität (und eben nicht auf jedes bloße Anstecken). Wenn das stimmen würde, was Sie schreiben, dann hätten wir ja schon haufenweise nicht funktionierende iphones.

    Die Firma Apple muss sicherlich sehr kritisch gesehen werden hinsichtlich ihrer restriktiven Politik. Was mich aber aufregt, dass jeder, der Apple Produkte einsetzt, als "Jünger" oder "Lemming" oder "Jobs-Anhänger" abgestempelt wird. Das stimmt einfach nicht. Alle Leute, die ich kenne (mich eingeschlossen), benutzen iMacs, iPhones, MacMinis und MacBooks weil sie in der Summe einfach besser, einfacher, flüssiger und zuverlässiger funktionieren.

    • Lapje
    • 08.05.2010 um 11:42 Uhr

    Ich kann Ihnen z.B. Alternativen zum iPod nennen: Die Produkte der Firma Cowon.

    Vergleichen wir doch einmal meinen Cowon D2 Plus mit einem iPod Nano der letzten Generation (ist die gleiche Kampfklasse und der gleiche Zeitraum). Für mich gelten da folgende Vorteile:

    1. Das Gerät kann mit SDHC-Karten aufgerüstet werden. So habe ich bei meinem D2 Plus mit 16GB internen Speicher mit einer 32GB-SDHC-Karte auf 48GB aufgerüstet. Auch kann ich mehrere Karten mit mir führen und austauschen.

    2. Es werden mehr Formate abtgespielt, und anderen auch OGG, FLAC, Ape und DRM WMA (für mich als Napster-Kunde nicht unvorteilhaft).

    3. Der Player besitzt ein Touchscreen-Display

    4. Das Gerät ist vollkommen intuitiv zu bedienen (wie auch die iPods)

    5. Ich kann einfach Musik per Browser von jedem Rechner und System aufspielen, ich bin nicht auf Programme wie iTunes abhängig

    6. Der Player ist nicht so lang wie der Nano und daher wesentlich handlicher

    7. Der Player kostet rund 30 Euro weniger

    8. Der wichtigste Vorteil: Der Cowon klingt einfach besser und bietet wesentlich mehr und bessere Einstellungsmöglichkeiten für den Klang. Nicht umsonst schneiden iPods bei seriören Tests in Audio-Fachzeitschriften immer als die schlechtesten ab. Der iPod Nano meiner Frau klingt selbst mit einem Koss PortaPro wie ein Joghurtbecher, Unterschiede dürften auch von "normalen" Hörer sofort erkennbar sein.

    Dies soll jetzt nur als Ansatz dienen. Es gibt sicherlich noch mehr bessere Player als die iPods.

    • Lapje
    • 08.05.2010 um 10:11 Uhr
    5. Oder:

    "Wie dumm können Kunden sein?", oder "Iwe kann ichKunden besser übers Ohr hauen"...wäre auch eine Möglichkeit...

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    Die Frage von @joG "Wer kann erfolgreicher werden als Jobs?" sollte man im Sinne "Wer kann den Kunden für ihre Bedürfnisse bessere Produkte anbieten" verstehen. Denn wie der Artikel zeigt, laufen viele Konkurrenten Apple-Produkten nach Jahren noch hinterher. Dann wäre auch Apple wieder gefordert, seine Anstrengungen auf die Bedürfnisse des Kunden zu konzentrieren, statt mit allerlei Raffinessen die Mitbewerber zu bekämpfen.
    Solange aber der Erfolg von Apple auf die Frage von @Lapje "Wie dumm können Kunden sein?" reduziert wird, hat man die Innovationen und den Wettbewerb nicht verstanden. Und man bestärkt noch die Konkurrenten in ihrer Unfähigkeit.
    Ich sehe dann nur noch als Alternative, durch drakonische Strafen auf die Wettbewerbsverletzungen von Apple zu reagieren. Bei MircoSoft hat dies auch gewirkt, allerdings erst nach langer Zeit.

    Die Frage von @joG "Wer kann erfolgreicher werden als Jobs?" sollte man im Sinne "Wer kann den Kunden für ihre Bedürfnisse bessere Produkte anbieten" verstehen. Denn wie der Artikel zeigt, laufen viele Konkurrenten Apple-Produkten nach Jahren noch hinterher. Dann wäre auch Apple wieder gefordert, seine Anstrengungen auf die Bedürfnisse des Kunden zu konzentrieren, statt mit allerlei Raffinessen die Mitbewerber zu bekämpfen.
    Solange aber der Erfolg von Apple auf die Frage von @Lapje "Wie dumm können Kunden sein?" reduziert wird, hat man die Innovationen und den Wettbewerb nicht verstanden. Und man bestärkt noch die Konkurrenten in ihrer Unfähigkeit.
    Ich sehe dann nur noch als Alternative, durch drakonische Strafen auf die Wettbewerbsverletzungen von Apple zu reagieren. Bei MircoSoft hat dies auch gewirkt, allerdings erst nach langer Zeit.

    • Slink
    • 08.05.2010 um 10:12 Uhr

    damit wir zukünftig von solchen aufgebauschten Dramen verschont bleiben?
    Erst hypen sie die Apple-Produkte in den siebten Himmel (der Medienschaffende ist schliesslich zugleich der Appel-Ideal-Kunde..) und verklären den Herrn Jobs in unzähligen nutzlosen beiträgen zum Halbgott, um ihn dann, wie auch seine Produkte doch noch schlecht zu machen. Eine perverse Welt 2.0. Wenn man die gleichen Usability-maßstäbe an die News-Medien anlegen würde, müsste man jedem 2. Schreiberling eine Umschulung anraten, z.B. zum Handyverkäufer...
    Lasst doch einfach die Kunden kaufen - oder auch nicht - sie einfach selbst entscheiden, was ihnen ihr geld wert ist und kümmert euch um die wirklich wichtigen medialen Herausforderungen dieser Zeit!

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    Lesen Sie die ZEIT-Artikel doch einfach nicht, wenn Sie sich jedes Mal so darüber aufregen. Zwingt Sie doch niemand.

    Lesen Sie die ZEIT-Artikel doch einfach nicht, wenn Sie sich jedes Mal so darüber aufregen. Zwingt Sie doch niemand.

  2. Ach, Steve Jobs ist nur ein großer Selbstvermarkter und so etwas lieben manche Leute aus der Yuppie-Generation, die selber nichts auf der Pfanne haben. Apple ist sowas wie Saab fahren, wenigstens dadurch ist man was besonderes.

  3. Vor gar nicht allzu langer Zeit war es Apple, welches nur von ein paar Freaks in Betracht gezogen wurde. In meiner Familie ist so ein Fall. Ständig bemüht, nicht Mainstream zu sein, wurde Apple hoch gelobt als die Alternative zu Microsoft. Nun ist Apple groß und der gleiche Mensch kann gar nicht genug davon bekommen, Aplle schlecht zu reden.

    Es ist doch ganz einfach und gilt letztlich für jedes Unternehmen. Sie fangen klein an und wenn sie gut sind, werden sie irgendwann groß. Und wenn sie groß sind, wollen sie noch größer werden und das notfalls mit harten Bandagen. Glaubt denn irgendeiner der Linux-Jünger (auch die gibt es), dass Linux nicht irgendwann genauso handeln würde, hätten sie ihre Marktmacht ausgebaut?

    Steve Jobs ist ein Genie und er kitzelt eben das letzte Quentchen Kreativität aus seinen Entwicklern raus. Wenn man glaubt, mehr geht nicht, kommt eben am Ende doch etwas mehr dabei heraus. Er gibt die Marschroute vor und die anderen hecheln hinterher. Apple ist derzeit die Benchmark, an der sich alle messen lassen müssen. Und die Wahl findet derzeit entweder zwischen Aplle oder einem der vielen anderen statt. Und die anderen verlieren sich meist im Kleinklein.

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    • Lapje
    • 08.05.2010 um 10:33 Uhr

    Besonders damit den Menschen klar zu machen (und bei einigen gelingt es ja auch) völlig überteuerte Hardware zu kaufen...

    > Glaubt denn irgendeiner der Linux-Jünger (auch die gibt es), dass Linux nicht irgendwann genauso handeln würde, hätten sie ihre Marktmacht ausgebaut?

    Sicher nicht, denn "Linux" ist keine Firma und gehört niemandem und kann daher nicht handeln wie Apple. Wenn, dann könnte eine Firma wie Redhat (steckt hinter Redhat Linux und Fedora Code), Suse (Suse Enterprise und OpenSuse) oder Canonical (Ubuntu) auf die Idee kommen ihre Marktstellung auszunutzen. Mal abgesehen davon, dass das eher der Untergang für die entsprechende Firma wäre, ist das aufgrund der Tatsache, dass der Großteil der Software in gängigen GNU/Linux-Systemem GPL-lizensiert ist nur schwer möglich.

    Im übrigen hat "Linux" bereits die Marktmacht mächtig ausgebaut und ist aufgrund der einfachen Bedienbarkeit, der unkomplizierten Installation und hohen Stabilität einer der Main Player in Serverbereich. Raten Sie mal auf was für einer Basis Google läuft. Mal abgesehen von den BSD-Systemen (auf denen übrigens auch OSX basiert) ist Linux als Betriebssystem völlig konkurrenzlos.

    Vor nicht all zu langer Zeit wurde Microsoft verteufelt, weil es DRM Systeme entwickelt und eine Onlineaktivierung seiner Software eingeführt hat. Die wichtigsten Argumente gegen Microsoft waren, dass Microsoft so eine Kontrolle darüber erlangen würde was man mit seinem PC macht, und das Microsoft in die Privatsphäre seiner Nutzer eindringt.

    Heute haben wir Apple, das nicht nur die Mediennutzung kontrollieren kann, sondern sogar darüber bestimmt welche Software man auf seinem eigenen Gerät ausführt.
    Das ganze wird in naher Zukunft durch "zielgerichtete" Werbung durch Apple angereichert. Hierzu werden möglichst genaue Informationen über den Benutzer (z.B. Ort) gesammelt um passende Werbung zu schalten.

    Mein Fazit ist: Apple ist zu dem geworden wovor wir bei Microsoft immer Angst hatten.

    >Glaubt denn irgendeiner der Linux-Jünger,
    >dass Linux nicht irgendwann genauso handeln würde,

    Bisher hat Linux meines Wissens noch kein Bewusstsein entwickelt. Wäre aber lustig, wenn es so kommt. "Fahrenheit" lässt grüßen...

    "I'm afraid I can't let you install Wine, Dave."

    • Lapje
    • 08.05.2010 um 10:33 Uhr

    Besonders damit den Menschen klar zu machen (und bei einigen gelingt es ja auch) völlig überteuerte Hardware zu kaufen...

    > Glaubt denn irgendeiner der Linux-Jünger (auch die gibt es), dass Linux nicht irgendwann genauso handeln würde, hätten sie ihre Marktmacht ausgebaut?

    Sicher nicht, denn "Linux" ist keine Firma und gehört niemandem und kann daher nicht handeln wie Apple. Wenn, dann könnte eine Firma wie Redhat (steckt hinter Redhat Linux und Fedora Code), Suse (Suse Enterprise und OpenSuse) oder Canonical (Ubuntu) auf die Idee kommen ihre Marktstellung auszunutzen. Mal abgesehen davon, dass das eher der Untergang für die entsprechende Firma wäre, ist das aufgrund der Tatsache, dass der Großteil der Software in gängigen GNU/Linux-Systemem GPL-lizensiert ist nur schwer möglich.

    Im übrigen hat "Linux" bereits die Marktmacht mächtig ausgebaut und ist aufgrund der einfachen Bedienbarkeit, der unkomplizierten Installation und hohen Stabilität einer der Main Player in Serverbereich. Raten Sie mal auf was für einer Basis Google läuft. Mal abgesehen von den BSD-Systemen (auf denen übrigens auch OSX basiert) ist Linux als Betriebssystem völlig konkurrenzlos.

    Vor nicht all zu langer Zeit wurde Microsoft verteufelt, weil es DRM Systeme entwickelt und eine Onlineaktivierung seiner Software eingeführt hat. Die wichtigsten Argumente gegen Microsoft waren, dass Microsoft so eine Kontrolle darüber erlangen würde was man mit seinem PC macht, und das Microsoft in die Privatsphäre seiner Nutzer eindringt.

    Heute haben wir Apple, das nicht nur die Mediennutzung kontrollieren kann, sondern sogar darüber bestimmt welche Software man auf seinem eigenen Gerät ausführt.
    Das ganze wird in naher Zukunft durch "zielgerichtete" Werbung durch Apple angereichert. Hierzu werden möglichst genaue Informationen über den Benutzer (z.B. Ort) gesammelt um passende Werbung zu schalten.

    Mein Fazit ist: Apple ist zu dem geworden wovor wir bei Microsoft immer Angst hatten.

    >Glaubt denn irgendeiner der Linux-Jünger,
    >dass Linux nicht irgendwann genauso handeln würde,

    Bisher hat Linux meines Wissens noch kein Bewusstsein entwickelt. Wäre aber lustig, wenn es so kommt. "Fahrenheit" lässt grüßen...

    "I'm afraid I can't let you install Wine, Dave."

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