Kopftuch-Debatte Mit erhobenem Haupt

Warum sich moderne muslimische Frauen in Deutschland freiwillig für das Kopftuch entscheiden

Ohne Kopf wiegt das Tuch exakt 56 Gramm. 94 auf 94 Zentimeter, 100 Prozent Polyester. Nichts weiter als ein Stück bügelbarer Stoff der Firma Rosa Parks aus Istanbul, massenindustriell gefertigt, als Cargo per Lkw nach Hamburg verfrachtet. Artikelnummer 992, zu waschen bei 30 Grad, eingeschweißt in einer Plastiktüte mit neun weiteren. Es kommt auf Basare, in Import-Export-Shops, Damenmodeboutiquen, zu Kaufhof und Karstadt, wird in flache Kartons gesteckt, in Regale gestapelt, in Glaskästen gelegt. In seiner ganzen Unschuld kostet das Kopftuch fast überall 4,99 Euro.

Özlem Nas ist eine muslimische Frau im deutschen Alltag, türkische Wurzeln, vor 36 Jahren in Uelzen geboren. Auf den ersten Blick ist sie das beste Beispiel für Zweifel am salonfähigen Generalverdacht, kopftuchtragende Frauen seien zum Tragen des Kopftuchs gezwungen. Es gibt Momente in einer Begegnung, da man spürt, dass man eine Frau wie Özlem Nas niemals zu irgendetwas zwingen könnte; beweisbar ist das nicht, natürlich, es könnte genauso gut auch anders sein.

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Özlem Nas ist eine Art Vorzeigemuslimin, die schnell, klar und geistreich spricht, norddeutscher Dialekt, leichter Hamburger Akzent, reflektiert, engagiert, an Versöhnung, Dialog und dem Einschmelzen handelsüblicher Vorurteile interessiert. Ihr Haar ist nicht zu sehen, das Kopftuch hat – an jenem Freitag Ende April – ein braunes Muster, passend zur braunen Hose und den braunen Ballerinas. Ihre drei Kinder spielen Geige, die älteste Tochter macht Kung-Fu, einen Kampfsport, den Özlem Nas früher selbst betrieb. Ihr Terminkalender gestern, heute, morgen randvoll, Kind und Karriere, anstrengend, ja klar, aber es geht. Nas ist Vorstandsmitglied im »Bündnis der islamischen Gemeinden in Norddeutschland« und Frauenbeauftragte des »Rats der islamischen Gemeinschaften« (Schura). Weil sie, examinierte Pädagogin, Lehrer fortbildet und Schüler unterrichtet, kennt sie die muslimische wie nichtmuslimische Perspektive und sagt ohne Umschweife: »Wir können nicht mehr von Islamophobie reden, wir müssen heute von regelrechter Islamfeindlichkeit sprechen.«

Dass das Kopftuch seine Trägerin im deutschen Alltag zu einer Person zweiter Klasse macht, hat sie leibhaftig erfahren und zigfach erzählt bekommen; sie hat das Tuscheln hinter ihrem Rücken gehört, hat Passanten die Straßenseite wechseln sehen, hat mit Musliminnen gesprochen, die auf der Straße bespuckt, auf Ämtern für minderbemittelt gehalten wurden. Und wie oft wurde sie selbst von Fremden gefragt, ob sie unterdrückt werde, wie oft musste sie erleben, dass es weniger darauf ankommt, was eine Frau im Kopf, als was sie auf dem Kopf hat. Nichts anderes soll das heißen, als dass im liberalen Rechtsstaat Deutschland die offene Diskriminierung Alltag ist. »Kennen Sie«, fragt Özlem Nas keineswegs provokativ, »auch nur eine Frau mit Kopftuch, die bei einem Amt oder bei einem Notar arbeitet und keine Putzfrau ist?«

Wenn das Stück Stoff zum Symbol des Islams an sich reduziert wird, muss die anhängige Debatte um das Kopftuch als Stellvertreterschlacht in einem Kulturkampf zwischen Islamkritikern und Islamkritiker-Kritikern begriffen werden, der auch ein Kampf der Klischees ist. Die Islamkritiker sagen in etwa: Der Islam sei unreformierbar, rückständig und das Kopftuch, wie Alice Schwarzer es in einem Interview vor vier Jahren in der FAZ formulierte, die »Flagge des Islamismus«. Die Kritiker der Islamkritiker sagen: Man muss den Islam neu definieren, den Koran aus dynamischer Perspektive lesen und vor allem mit jeder einzelnen Muslimin über ihre Motive sprechen, Aug’ in Aug’, Fall für Fall.

»Es nervt schlicht und einfach«, sagt Özlem Nas, »wenn ich jedes Mal wieder auf ein Kleidungsstück reduziert werde. Ich kenne keine einzige muslimische Frau, die ihr Kopftuch aus politischen Gründen trägt.«

Mitten im Abitur hatte sich Özlem Nas für das Tuch entschieden, vor 18 Jahren. Ihr Vater war laizistisch. »Du spinnst«, hatte er gesagt und gelacht. Für Özlem Nas aber wurde das Kopftuch ein Teil ihres Ichs. Das Kopftuch drückte die beginnende Beziehung zwischen ihr und ihrem Schöpfer aus, sagt sie. »Es passte zu mir.« Bis heute ist es Teil ihrer religiösen Identität, Teil ihrer Identität als Bürgerin einer liberalen Demokratie, die ihr vor allem eines garantiert: unbedingtes Selbstbestimmungsrecht. Das Stück Stoff auf dem Kopf von Özlem Nas ist verfassungsrechtlich geschützte Freiheit.

Die Suche nach dem Wort Kopftuch im Koran dauert bereits eine halbe Stunde. Der Haupt-Imam der Centrum-Moschee Hamburg, Mitte vierzig, ein islamischer Theologe mit beträchtlichem Einfluss, hatte das arabische Wort für Kopftuch über das »Qu’ran«-App auf seinem iPhone eingegeben, dann zwei zweisprachige Koranausgaben aus dem Regal gezogen, sodann die Grundlagenwerke des syrischen Rechtsgelehrten Wahba Al-Zuhayli zurate gezogen, um die Frage zu klären, ob der arabische Terminus jalabib nun als »Übergewand« oder »Ganzkörpergewand« zu verstehen sei und ob der Kopf dann als Teil des »Ganzkörpers« gelten könne.

Stundenlang sucht der Imam im Koran nach dem Wort für Kopftuch

Ramazan Ucar ist ein ordentlicher Mann. Er lässt sich alle Zeit, obwohl er eigentlich keine hat. Anzug und Krawatte sind in hellem Ton gehalten, der Vollbart ist kurz und konturiert. Mehr Wandschmuck als das Bild der Ka’aba in Mekka ist nicht zu sehen. Immer wieder wird türkischer Schwarztee serviert, Ucar verzichtet auf Zucker. Fünf zum Teil voluminöse Bücher in arabischem Schriftbild liegen aufgeschlagen auf seinem Schreibtisch, dritter Stock, kurz unter der Kuppel, Hamburg-St.Georg. Die Gemeinde ist Kooperationspartner des Verbandes Milli Görüș, der vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Man darf hier also eine eher konservative Lesart erwarten, und wenn Ucar als Imam in siebzehn Moscheen in Norddeutschland über die Aufgaben von Männern und Frauen predigt, hat jedes seiner Worte entsprechendes Gewicht.

Wieder legt er eine Seite um, fährt die Zeilen mit dem Finger ab. Im Raum steht Stille. Nur zwei der 114 Kapitel des Korans geben Hinweise auf die Bekleidungsvorschriften, die für die muslimische Frau – da »muslimisch« mit »gottergeben« zu übersetzen ist – religiöse Pflicht sind. Jede Silbe ist entscheidend, das Schriftarabische ist oft zweideutig. Ucars Exemplar wurde 1901 von Max Hennig übertragen und ist akademisch allgemein anerkannt. Er nuschelt Sure 24, Vers 31: »Und sprich zu den gläubigen Frauen, dass sie ihre Blicke niederschlagen und ihre Scham hüten und dass sie nicht« – hier merkt er auf – »ihre Reize zur Schau tragen, es sei denn, was außen ist, und dass sie ihren Schleier über ihren Busen schlagen (…).« Und dann, von hinten mit dem Daumen vorgeblättert, Sure 33, Vers 59: »O Prophet, sprich zu deinen Gattinnen und deinen Töchtern und den Weibern der Gläubigen, dass sie sich in ihren Überwurf verhüllen. So werden sie eher erkannt und werden nicht verletzt. Und Allah ist verzeihend und barmherzig.«

Das Wort »Kopftuch« ist mit keiner Silbe erwähnt. Ucar wappnet sich für das große Also. Entscheidend sei der Begriff Hmr (gesprochen: Hamer) im arabischen Original. Weltweit jeder, der den Koran im Original liest, stößt auf Hmr. Ohne den frisch servierten Tee anzurühren, versucht der Islamgelehrte und Imam Ramazan Ucar, der in Damaskus Theologie studiert hat, den Begriff Hmr gleichzusetzen mit Kopftuch. »Wir lesen es so.«

Aber so steht es nicht da. Ein Tuch kann man sich auch über die Schulter legen. »Zur Zeit unseres Propheten«, sagt Ucar, »zog man in Medina und Mekka ein Tuch über den Kopf.«

Leser-Kommentare
  1. »Kennen Sie«, fragt Özlem Nas keineswegs provokativ, »auch nur eine Frau mit Kopftuch, die bei einem Amt oder bei einem Notar arbeitet und keine Putzfrau ist?« - Kennen Sie auch nur einen Mann mit Irokesenschnitt, der bei einem Amt oder bei einem Notar arbeitet und kein Hausmeister ist?

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    • Arril
    • 10.05.2010 um 17:03 Uhr

    ... ein Mann mit Irokesenschnitt würde vermutlich nicht einmal aktiv von der eigenen Familie daran gehindert, eine solche Karriere anzustreben.
    Das Frauenbild des Islam sieht doch so aus, dass das Einfügen in die religiös vorgesehene Rolle (Gehorsam, weitestgehende Beschränkung auf den "heimischen Herd", Aufziehen von möglichst vielen Kindern) und beruflicher Erfolg nur sehr schwer miteinander zu vereinbaren sein dürfen. Dafür braucht es gar keine Diskriminierung von außen...
    Berufstätigkeit von Frauen wird bekanntlich in traditionell-muslimisch geprägten Gesellschaften und Familienverbänden als Gräuel angesehen und bekämpft. In vielen muslimischen Ländern dürfen Mädchen nicht einmal zur Schule gehen.
    Die logische Konsequenz daraus - dass es eben statistisch gesehen weniger streng religiös erzogene muslimische Frauen in Berufen mit hohen Qualifikationsanforderungen gibt - jetzt auf den Rassismus der bösen, bösen Deutschen zu schieben, ist ein Automatismus, der mir sauer aufstößt. Dieses Problem ist von unseren Einwanderer-Parallelgesellschaften selbstgemacht.
    Mein Respekt gilt allen Frauen, die es selbstständig geschafft haben, sich aus diesen Gesellschaftsstrukturen zu lösen und etwas aus ihrem Leben zu machen. Allerdings: je gebildeter und selbstständiger eine Frau ist, desto wahrscheinlicher wird es auch, dass sie anfängt, religiöse und kulturelle Dogmen - wozu eben auch die Verhüllung zählt - kritisch zu hinterfragen.

    Also ich habe genau das mal gehabt: Ich habe mit Irokesenschnitt auf einem Amt gearbeitet. Ungefähr ein Jahr lang. Während mein direkter Chef sich tatsächlich eher an meinen fachlichen Qualifikationen orientiert hat und es den Bürgern (die um die es ja angeblich zuförderst geht) recht egal war, gab es durchaus sowohl im Freundeskreis als auch im Kollegialen Umfeld außerhalb der Abteilung immer wieder Sprüche, angefangen von "Was willst du damit beweisen, sei doch nicht so kindisch" bis zu "In meiner Abteilung hätte ich dem die Hammelbeine langgezogen, so rumzulaufen"

    Der Druck kam nicht durch offene Ansprache "mach das weg" sondern durch langsames stetiges Murmeln im Hintergrund. Über Monate, Jahre. Einmal geriet ich in eine Polizeikontrolle und die Beamten wollten mir partout nciht glauben dass ich nur Apfelsaftschorle getrunkne hatte... seit dieser Behandlung verstehe ich eher dass manche Leute vorbehalte gegen Polizisten haben.

    Heute trage ich eine adrette Kurzhaarfrisur und Hemdchen mit Sakko. Ein Irokesenschnitt ? würde meine Karriere beerdigen.

    Ob es 56 gramm Kopftuch sind, ein Haarschnitt, eine Haarfarbe, oder eine bestimmte Anzugtracht (z.b. Krawatte): An hanebüchenen Kleinigkeiten wird der Mensch bemessen.

    Doppelmoral ist auf dem ganzen Planeten gesellschaftliche Grundvoraussetzung, ganz egal in welchem Land.

    in London arbeitete vor 3 Jahren eine freundliche junge Dame an der Kasse, beiger Ganzkoerperschleier, nur Gesicht war frei. Haende weiss ich nicht. Beispiel leider schon etwas aelter, aber soo intolerant sind die Deutschen wohl doch nicht

    • Arril
    • 10.05.2010 um 17:03 Uhr

    ... ein Mann mit Irokesenschnitt würde vermutlich nicht einmal aktiv von der eigenen Familie daran gehindert, eine solche Karriere anzustreben.
    Das Frauenbild des Islam sieht doch so aus, dass das Einfügen in die religiös vorgesehene Rolle (Gehorsam, weitestgehende Beschränkung auf den "heimischen Herd", Aufziehen von möglichst vielen Kindern) und beruflicher Erfolg nur sehr schwer miteinander zu vereinbaren sein dürfen. Dafür braucht es gar keine Diskriminierung von außen...
    Berufstätigkeit von Frauen wird bekanntlich in traditionell-muslimisch geprägten Gesellschaften und Familienverbänden als Gräuel angesehen und bekämpft. In vielen muslimischen Ländern dürfen Mädchen nicht einmal zur Schule gehen.
    Die logische Konsequenz daraus - dass es eben statistisch gesehen weniger streng religiös erzogene muslimische Frauen in Berufen mit hohen Qualifikationsanforderungen gibt - jetzt auf den Rassismus der bösen, bösen Deutschen zu schieben, ist ein Automatismus, der mir sauer aufstößt. Dieses Problem ist von unseren Einwanderer-Parallelgesellschaften selbstgemacht.
    Mein Respekt gilt allen Frauen, die es selbstständig geschafft haben, sich aus diesen Gesellschaftsstrukturen zu lösen und etwas aus ihrem Leben zu machen. Allerdings: je gebildeter und selbstständiger eine Frau ist, desto wahrscheinlicher wird es auch, dass sie anfängt, religiöse und kulturelle Dogmen - wozu eben auch die Verhüllung zählt - kritisch zu hinterfragen.

    Also ich habe genau das mal gehabt: Ich habe mit Irokesenschnitt auf einem Amt gearbeitet. Ungefähr ein Jahr lang. Während mein direkter Chef sich tatsächlich eher an meinen fachlichen Qualifikationen orientiert hat und es den Bürgern (die um die es ja angeblich zuförderst geht) recht egal war, gab es durchaus sowohl im Freundeskreis als auch im Kollegialen Umfeld außerhalb der Abteilung immer wieder Sprüche, angefangen von "Was willst du damit beweisen, sei doch nicht so kindisch" bis zu "In meiner Abteilung hätte ich dem die Hammelbeine langgezogen, so rumzulaufen"

    Der Druck kam nicht durch offene Ansprache "mach das weg" sondern durch langsames stetiges Murmeln im Hintergrund. Über Monate, Jahre. Einmal geriet ich in eine Polizeikontrolle und die Beamten wollten mir partout nciht glauben dass ich nur Apfelsaftschorle getrunkne hatte... seit dieser Behandlung verstehe ich eher dass manche Leute vorbehalte gegen Polizisten haben.

    Heute trage ich eine adrette Kurzhaarfrisur und Hemdchen mit Sakko. Ein Irokesenschnitt ? würde meine Karriere beerdigen.

    Ob es 56 gramm Kopftuch sind, ein Haarschnitt, eine Haarfarbe, oder eine bestimmte Anzugtracht (z.b. Krawatte): An hanebüchenen Kleinigkeiten wird der Mensch bemessen.

    Doppelmoral ist auf dem ganzen Planeten gesellschaftliche Grundvoraussetzung, ganz egal in welchem Land.

    in London arbeitete vor 3 Jahren eine freundliche junge Dame an der Kasse, beiger Ganzkoerperschleier, nur Gesicht war frei. Haende weiss ich nicht. Beispiel leider schon etwas aelter, aber soo intolerant sind die Deutschen wohl doch nicht

    • Astgfl
    • 10.05.2010 um 16:52 Uhr

    So ändern sich die Zeiten, sind die Symbole überkommener Patriarchalischer Gesellschaften heute Zeichen jugendlicher Opposition? Wer weiss. Tatsache ist aber, dass vielen Leuten die aggressiv und aufdringlich vor die Nase gehaltenen Glaubensbekenntnisse religiöser Eiferer schlicht und einfach auf die Nerven gehen. Niemand möchte solche Leute in seiner Firma haben, denn das Risiko, dass dadurch das Betriebsklima vergiftet wird, ist groß. Wir leben in einem Land, in dem zunehmend Menschen unterschiedlichster Religionen auf engstem Raum zusammenleben müssen. Etwas Zurückhaltung in dieser Richtung kann dem friedlichen Miteinander durchaus förderlich sein.

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    Diese Forderung pervertiert die Religionsfreiheit. Jeder Mensch in Deutschland hat das Recht, sich zu seiner Religion zu bekennen, die einzige Ausnahme sind Handlungen, die gegen Gesetze verstoßen. Wer das Tragen eines Kopftuches als Provokation empfindet, ist kein guter Zeuge für Laizismus und Toleranz, sondern offenbart sich als Dogmatiker.

    ... den unkontrollierbaren Drang verspüren, ihren Glauben dadurch auszudrücken, dass sie diese peinlichen Christenfische auf das Heck ihres Autos kleben.

    • joG
    • 12.05.2010 um 8:25 Uhr

    ...Ausdrucks. Der Rabbi hat einen. "Tatsache ist aber, dass vielen Leuten die aggressiv und aufdringlich vor die Nase gehaltenen Glaubensbekenntnisse religiöser Eiferer schlicht und einfach auf die Nerven gehen. Niemand möchte solche Leute in seiner Firma haben, denn das Risiko, dass dadurch das Betriebsklima vergiftet wird,...". Würden Sie das hier auch für diesen Fall so sehen? Und wie würden Sie es sehen, wenn wir beschließen xenophobische Giftmischer in Sicherheitsverwahrung nehmen?

    • dacapo
    • 13.05.2010 um 20:12 Uhr

    Man kann es nicht oft genug sagen: Religion hat hier und heute, so gut wie möglich, Privatangelegenheit zu sein. Dieses ganze Gerede über Religion, speziell über dem Islam, ist eben doch zu einer politischen Haltung geworden.

    • grrzt
    • 14.05.2010 um 13:21 Uhr

    aber wenn Sie z.B. als Personalverantwortlicher z.b. bei der Auswahl von Azubis diesen Punkt thematisieren, kann es sein, dass diese Bewerbung für Sie ziemlich teuer wird. (AGG etc.pp)

    "Religionen sind zu schonen, sie sind für Moral gemacht...-...kein Gott hat besser gedacht" heisst es in einem Song von Grönemeyer.
    Man sieht wieder einmal, dass offenbar nur die Kunst es vermag, Wahrheit zu sehen.
    Jeder Glaube-egal welcher Art-sollte der Gläubige doch am Besten still für sich leben und glauben.Für meine innersten Überzeugungen und Glaubensgrundsätze brauche ich weder ein Symbol noch einen "Lehrer" und schon gar keinen "Geistlichen".
    Alle Religionen der Menschheit haben ursprünglich identische Grundsätze und wollten nichts als Frieden sichern, Unterdrückung und Sklaverei beenden, sowie Gleichberechtigung von Rassen und Geschlechtern durchsetzen.
    Durch das (Fehl)Interpretieren dieser (ursprünglichen) Werte hat die Menschheit diese "Götterziele" in Schutt und Asche gelegt und nichts weiter als Blut und Tränen hinterlassen. Gebt unseren Kindern nicht die Bibel und gebt ihnen auch nicht den Koran, gebt unseren Kindern Liebe und Bildung!

    Diese Forderung pervertiert die Religionsfreiheit. Jeder Mensch in Deutschland hat das Recht, sich zu seiner Religion zu bekennen, die einzige Ausnahme sind Handlungen, die gegen Gesetze verstoßen. Wer das Tragen eines Kopftuches als Provokation empfindet, ist kein guter Zeuge für Laizismus und Toleranz, sondern offenbart sich als Dogmatiker.

    ... den unkontrollierbaren Drang verspüren, ihren Glauben dadurch auszudrücken, dass sie diese peinlichen Christenfische auf das Heck ihres Autos kleben.

    • joG
    • 12.05.2010 um 8:25 Uhr

    ...Ausdrucks. Der Rabbi hat einen. "Tatsache ist aber, dass vielen Leuten die aggressiv und aufdringlich vor die Nase gehaltenen Glaubensbekenntnisse religiöser Eiferer schlicht und einfach auf die Nerven gehen. Niemand möchte solche Leute in seiner Firma haben, denn das Risiko, dass dadurch das Betriebsklima vergiftet wird,...". Würden Sie das hier auch für diesen Fall so sehen? Und wie würden Sie es sehen, wenn wir beschließen xenophobische Giftmischer in Sicherheitsverwahrung nehmen?

    • dacapo
    • 13.05.2010 um 20:12 Uhr

    Man kann es nicht oft genug sagen: Religion hat hier und heute, so gut wie möglich, Privatangelegenheit zu sein. Dieses ganze Gerede über Religion, speziell über dem Islam, ist eben doch zu einer politischen Haltung geworden.

    • grrzt
    • 14.05.2010 um 13:21 Uhr

    aber wenn Sie z.B. als Personalverantwortlicher z.b. bei der Auswahl von Azubis diesen Punkt thematisieren, kann es sein, dass diese Bewerbung für Sie ziemlich teuer wird. (AGG etc.pp)

    "Religionen sind zu schonen, sie sind für Moral gemacht...-...kein Gott hat besser gedacht" heisst es in einem Song von Grönemeyer.
    Man sieht wieder einmal, dass offenbar nur die Kunst es vermag, Wahrheit zu sehen.
    Jeder Glaube-egal welcher Art-sollte der Gläubige doch am Besten still für sich leben und glauben.Für meine innersten Überzeugungen und Glaubensgrundsätze brauche ich weder ein Symbol noch einen "Lehrer" und schon gar keinen "Geistlichen".
    Alle Religionen der Menschheit haben ursprünglich identische Grundsätze und wollten nichts als Frieden sichern, Unterdrückung und Sklaverei beenden, sowie Gleichberechtigung von Rassen und Geschlechtern durchsetzen.
    Durch das (Fehl)Interpretieren dieser (ursprünglichen) Werte hat die Menschheit diese "Götterziele" in Schutt und Asche gelegt und nichts weiter als Blut und Tränen hinterlassen. Gebt unseren Kindern nicht die Bibel und gebt ihnen auch nicht den Koran, gebt unseren Kindern Liebe und Bildung!

  2. was will uns dieser (gefühlte) 10000ste Artikel zu Islam/Kopftuch/Türken etc. sagen?

    Daß wir uns nun gefälligst damit abfinden sollen, daß Kopftuch in Deutschland Fakt ist, oder was?

    Ich werde mich mit diesem Stoff-Fetzen niemals abfinden wollen. Er beleidigt schlicht meine Sinne. Für mich ist das ein Zeichen der Abgrenzung, ein Zeichen an die männlichen Türken, ich bin Moslem, laß mich in Ruhe, mach doch die Nichtkopftuchfrauen an...

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    • joG
    • 11.05.2010 um 18:46 Uhr

    ..... wollen. Er beleidigt schlicht meine Sinne. Für mich ist das ein Zeichen der Abgrenzung,..."

    ....wie das auch das Kopftuch war, das Grace Kelly so gerne trug.

    • joG
    • 11.05.2010 um 18:51 Uhr

    ....Meinungsäußerung". Das mag ja sein. Aber freie Meinungsäußerung ist hier kein absolutes Recht, wenn es auch als "Menschenrecht" bezeichnet wird. Kopftücher, die nicht von Hermes sind, sind nun einmal sittenwidrig. Da lässt sich momentan nichts machen.

    Kopftuch hier Kopftuch da....
    Ich will, nein ich will nicht...
    Was soll das? wer gibt einem das Recht, zudem etwas zu sagen, was ein Mensch für sich als wichtig empfindet.
    Es wurde einmal eine Frau gefagt( diese Frage wird zu oft gestellt):,,Warum tragen Sie ein Kopftuch warum verbergen sie ihre schönen haare?''
    Die Frau antwortete daraufhin:,, tja das gleiche könnte ich sie Fragen, warum tragen sie KEIN Kopftuch, wieso sind sie so schamlos und ziehen so kurze Kleidung an und stellen sich schamlos zur schau.''
    Aber der unterschied ist das Frauen die Kopftuch tragen vielfreundlicher und unaufdringlicher sind, das erkennt man daran, das eine Kopft. Frau niemals diese Frage einer deutschen Frau stellen würde, weil es sie nichts angeht. und umgekehrt sollte es auch akzeptiert werden.
    Wo ist die freie Meinung.
    Ich sage ja nicht das Frauen die Kopftuch tragen im Recht sind, aber sollten wir nicht toleranter sein. Man sagt solche Frauen (die kopftuch tragen) würden sich v on der gesellschaft abkapseln aber ich denke das Menschen wie sie diese Frauen versuchen von der gesellschaft fern zu halten in der hoffnung das sie an ihrem glauben kaputt gehen und sich zu ihrem vergnügen zur schau stellen. soe wird es nie sein mein Freund und das sollten alle einsehen.

    So egoistisch und untolerant wie sie sich darstellen und das nur in Worten, beleidigt meine Sinne auch, nämlich meine Gefühle! Mehr Toleranz, es lebe die Vielfalt..wenn es mir danach ist zieh ich mir auch eins auf! Vor allem im Sommer am Strand..superangenehm wenn man es im Meerwasser befeuchtet hat und der Wind für Abkühlung sorgt..Kopftuchfan :-) und Frauenrechtlerin und Männerrechtlerin und Kinderrechlerin und Natur-, Umwelt-, Tier-,rechtlerin...Gegen Modediktatur!

    • joG
    • 11.05.2010 um 18:46 Uhr

    ..... wollen. Er beleidigt schlicht meine Sinne. Für mich ist das ein Zeichen der Abgrenzung,..."

    ....wie das auch das Kopftuch war, das Grace Kelly so gerne trug.

    • joG
    • 11.05.2010 um 18:51 Uhr

    ....Meinungsäußerung". Das mag ja sein. Aber freie Meinungsäußerung ist hier kein absolutes Recht, wenn es auch als "Menschenrecht" bezeichnet wird. Kopftücher, die nicht von Hermes sind, sind nun einmal sittenwidrig. Da lässt sich momentan nichts machen.

    Kopftuch hier Kopftuch da....
    Ich will, nein ich will nicht...
    Was soll das? wer gibt einem das Recht, zudem etwas zu sagen, was ein Mensch für sich als wichtig empfindet.
    Es wurde einmal eine Frau gefagt( diese Frage wird zu oft gestellt):,,Warum tragen Sie ein Kopftuch warum verbergen sie ihre schönen haare?''
    Die Frau antwortete daraufhin:,, tja das gleiche könnte ich sie Fragen, warum tragen sie KEIN Kopftuch, wieso sind sie so schamlos und ziehen so kurze Kleidung an und stellen sich schamlos zur schau.''
    Aber der unterschied ist das Frauen die Kopftuch tragen vielfreundlicher und unaufdringlicher sind, das erkennt man daran, das eine Kopft. Frau niemals diese Frage einer deutschen Frau stellen würde, weil es sie nichts angeht. und umgekehrt sollte es auch akzeptiert werden.
    Wo ist die freie Meinung.
    Ich sage ja nicht das Frauen die Kopftuch tragen im Recht sind, aber sollten wir nicht toleranter sein. Man sagt solche Frauen (die kopftuch tragen) würden sich v on der gesellschaft abkapseln aber ich denke das Menschen wie sie diese Frauen versuchen von der gesellschaft fern zu halten in der hoffnung das sie an ihrem glauben kaputt gehen und sich zu ihrem vergnügen zur schau stellen. soe wird es nie sein mein Freund und das sollten alle einsehen.

    So egoistisch und untolerant wie sie sich darstellen und das nur in Worten, beleidigt meine Sinne auch, nämlich meine Gefühle! Mehr Toleranz, es lebe die Vielfalt..wenn es mir danach ist zieh ich mir auch eins auf! Vor allem im Sommer am Strand..superangenehm wenn man es im Meerwasser befeuchtet hat und der Wind für Abkühlung sorgt..Kopftuchfan :-) und Frauenrechtlerin und Männerrechtlerin und Kinderrechlerin und Natur-, Umwelt-, Tier-,rechtlerin...Gegen Modediktatur!

  3. "Für Özlem Nas aber wurde das Kopftuch ein Teil ihres Ichs. Das Kopftuch drückte die beginnende Beziehung zwischen ihr und ihrem Schöpfer aus, sagt sie."

    ...dann sollte man sie das einfach tun lassen.

    Und trotzdem möchte ich nicht, dass meine Tochter in diesem Style unterrichtet wird. Wenn sie mit Schule und Ausbildung und ihrem Ich fertig ist, mag sie im Extremfalle meinetwegen auch eine "Beziehung zu ihrem Schöpfer" beginnen und ein Tuch dabei zuhilfe nehmen. Aber als Kind sollte ihr diesen, mit Verlaub, Mummenschanz keine Respektsperson als erstrebenswert vorleben.

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    für ihr statement mit hintergrund

    • Buh
    • 02.06.2010 um 3:17 Uhr

    Aber natrlich ist es OK sein eigenes Kind nach seinen religiösen Vorstellungen zu erziehen. Auch eine agnostische Erziehung ist in diesem Sinne eine Lenkung des Kindes und das ist ja auch in Orndung.

    für ihr statement mit hintergrund

    • Buh
    • 02.06.2010 um 3:17 Uhr

    Aber natrlich ist es OK sein eigenes Kind nach seinen religiösen Vorstellungen zu erziehen. Auch eine agnostische Erziehung ist in diesem Sinne eine Lenkung des Kindes und das ist ja auch in Orndung.

    • Arril
    • 10.05.2010 um 17:03 Uhr
    5. Und...

    ... ein Mann mit Irokesenschnitt würde vermutlich nicht einmal aktiv von der eigenen Familie daran gehindert, eine solche Karriere anzustreben.
    Das Frauenbild des Islam sieht doch so aus, dass das Einfügen in die religiös vorgesehene Rolle (Gehorsam, weitestgehende Beschränkung auf den "heimischen Herd", Aufziehen von möglichst vielen Kindern) und beruflicher Erfolg nur sehr schwer miteinander zu vereinbaren sein dürfen. Dafür braucht es gar keine Diskriminierung von außen...
    Berufstätigkeit von Frauen wird bekanntlich in traditionell-muslimisch geprägten Gesellschaften und Familienverbänden als Gräuel angesehen und bekämpft. In vielen muslimischen Ländern dürfen Mädchen nicht einmal zur Schule gehen.
    Die logische Konsequenz daraus - dass es eben statistisch gesehen weniger streng religiös erzogene muslimische Frauen in Berufen mit hohen Qualifikationsanforderungen gibt - jetzt auf den Rassismus der bösen, bösen Deutschen zu schieben, ist ein Automatismus, der mir sauer aufstößt. Dieses Problem ist von unseren Einwanderer-Parallelgesellschaften selbstgemacht.
    Mein Respekt gilt allen Frauen, die es selbstständig geschafft haben, sich aus diesen Gesellschaftsstrukturen zu lösen und etwas aus ihrem Leben zu machen. Allerdings: je gebildeter und selbstständiger eine Frau ist, desto wahrscheinlicher wird es auch, dass sie anfängt, religiöse und kulturelle Dogmen - wozu eben auch die Verhüllung zählt - kritisch zu hinterfragen.

    Eine Leser-Empfehlung
  4. "... und die Bremer Erziehungswissenschaftlerin Yasemin Karakasoglu erkennt im Kopftuchverbot den Versuch eines »Umerziehungsprogramms«..."

    nun gut , ich erkenne genau in diesem Artikel , und an dem Verhalten unserer Moslemischen Bürger den Versuch eines "Umerziehungsprogrammes". Der Artikel bringt doch zum Ausdruck das Frauen ohne Kopftuch und "ungläubige" Fraue sowieso weniger wert sind in den Augen unserer Moslemischen Mitbürger. Und das ist vollkommen inakzeptabel. Um diese Art von 2 Klassengesellschaft zu verhindern , ist ein Kopftuchverbot sehr wünschenswert.

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    • Arril
    • 10.05.2010 um 17:28 Uhr

    Auch ein Kopftuch ist eine Meinungsäußerung und als solche zu schützen, ob einem die damit ausgedrückte Meinung nun passt oder nicht. (Und ja, die vermittelte Ideologie schätze ich ähnlich ein wie Sie.) Im privaten Rahmen muss es also erlaubt sein, Kopftücher (oder auch Burkas) zu tragen. Im öffentlichen Raum (z.B. eben im Lehrerberuf) hat so etwas aber mMn nichts zu suchen - die weltanschauliche Neutralität muss gewährleistet bleiben.
    Im Gegenzug muss aber natürlich auch die Meinung der Kritiker entsprechend geschützt werden. Der status quo, dass Menschen um ihr Leben fürchten müssen, wenn sie bestimmte Auswüchse des Islam kritisieren, ist ein Skandal - hier greift unsere Gesellschaft viel zu lasch durch.
    Und vor allem müssen diejenigen geschützt werden, die in diesem Artikel unpassenderweise nur ganz am Rande erwähnt und sowieso gern totgeschwiegen werden: diejenigen, die zu Kopftuch und allem, was an Ideologie dahintersteht, GEZWUNGEN werden. Man tut niemandem einen Gefallen, indem man entgegen aller Statistiken so tut, als handele es sich dabei nur um bedauerliche Einzelfälle.
    Appeasement-Politik ist selten erfolgreich.

    Das sehe ich ganz genauso. Dieser Artikel ist nur ein klitzekleiner Baustein in einem riesigen Umerziehungsprogramm, das aber immer schlechter funktioniert, da immer mehr Menschen mit der konkreten Realität in Berührung kommen. Außer den Verfassern solcher Artikel natürlich.

    • Arril
    • 10.05.2010 um 17:28 Uhr

    Auch ein Kopftuch ist eine Meinungsäußerung und als solche zu schützen, ob einem die damit ausgedrückte Meinung nun passt oder nicht. (Und ja, die vermittelte Ideologie schätze ich ähnlich ein wie Sie.) Im privaten Rahmen muss es also erlaubt sein, Kopftücher (oder auch Burkas) zu tragen. Im öffentlichen Raum (z.B. eben im Lehrerberuf) hat so etwas aber mMn nichts zu suchen - die weltanschauliche Neutralität muss gewährleistet bleiben.
    Im Gegenzug muss aber natürlich auch die Meinung der Kritiker entsprechend geschützt werden. Der status quo, dass Menschen um ihr Leben fürchten müssen, wenn sie bestimmte Auswüchse des Islam kritisieren, ist ein Skandal - hier greift unsere Gesellschaft viel zu lasch durch.
    Und vor allem müssen diejenigen geschützt werden, die in diesem Artikel unpassenderweise nur ganz am Rande erwähnt und sowieso gern totgeschwiegen werden: diejenigen, die zu Kopftuch und allem, was an Ideologie dahintersteht, GEZWUNGEN werden. Man tut niemandem einen Gefallen, indem man entgegen aller Statistiken so tut, als handele es sich dabei nur um bedauerliche Einzelfälle.
    Appeasement-Politik ist selten erfolgreich.

    Das sehe ich ganz genauso. Dieser Artikel ist nur ein klitzekleiner Baustein in einem riesigen Umerziehungsprogramm, das aber immer schlechter funktioniert, da immer mehr Menschen mit der konkreten Realität in Berührung kommen. Außer den Verfassern solcher Artikel natürlich.

  5. ...ein Artikel, der auch mal die muslimischen Frauen zu Wort kommen lässt. Denn es gibt sie tatsächlich: Frauen, die sich freiwillig und sehr oft gegen den Willen ihrer Familien, zum Kopftuchtragen entschieden haben. Und mit mangelnder Bildung hat das nichts zu tun. Im Übrigen sollte man sich zuerst besser über "traditionell-muslimisch geprägte Gesellschaften" informieren, bevor man behauptet, dass "Berufstätigkeit von Frauen" dort bekämpft wird. Denn in Ägypten z.B. gibt es mehr Professorinnen als in Deutschland und in sowohl tunesischen als auch iranischen Universitäten studieren mittlerweile mehr Frauen als Männer. Natürlich ist mir klar, dass es auch unterdrückte muslimische Frauen in diesen Ländern gibt, aber bitte nicht eine Minderheit zur Gesamtheit zu machen.

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    • Arril
    • 10.05.2010 um 17:36 Uhr

    Ich bin überzeugt davon, dass besonders der Iran geradezu ein Musterbeispiel für Frauenrechte ist und Unterdrückung selbstverständlich nur in wenigen bedauerlichen Einzelfällen vorkommt, die von Amnesty International und anderen islamfeindlichen Organisationen unsäglich aufgebauscht werden, um gegen den einzig wahren Glauben zu hetzen. Vielen Dank für diesen erhellenden Beitrag...

    • macey
    • 11.05.2010 um 15:10 Uhr

    Waren Sie jemals in den von Ihnen genannten Ländern? Schauen Sie sich mal dort in den Städten um? Sehen Sie dort stolze Frauen, die erhobenen Hauptes und ohne diese unsäglichen Tücher herumlaufen? Nein, das werden sie nicht sehen, denn die Öffentlichkeit gehört den Männern!
    Ich war schon oft in islamischen Ländern und kam immer entsetzt nach Deutschland zurück, weil ich micht dort als Frau wie ein Mensch zweiter Klasse behandelt fühlte. Nicht eine Minderheit der moslemischen Frauen ist diskriminiert, sondern alle. Das äußere Zeichen dieser Benachteiligung ist das islamische Kopftuch.

    • Arril
    • 10.05.2010 um 17:36 Uhr

    Ich bin überzeugt davon, dass besonders der Iran geradezu ein Musterbeispiel für Frauenrechte ist und Unterdrückung selbstverständlich nur in wenigen bedauerlichen Einzelfällen vorkommt, die von Amnesty International und anderen islamfeindlichen Organisationen unsäglich aufgebauscht werden, um gegen den einzig wahren Glauben zu hetzen. Vielen Dank für diesen erhellenden Beitrag...

    • macey
    • 11.05.2010 um 15:10 Uhr

    Waren Sie jemals in den von Ihnen genannten Ländern? Schauen Sie sich mal dort in den Städten um? Sehen Sie dort stolze Frauen, die erhobenen Hauptes und ohne diese unsäglichen Tücher herumlaufen? Nein, das werden sie nicht sehen, denn die Öffentlichkeit gehört den Männern!
    Ich war schon oft in islamischen Ländern und kam immer entsetzt nach Deutschland zurück, weil ich micht dort als Frau wie ein Mensch zweiter Klasse behandelt fühlte. Nicht eine Minderheit der moslemischen Frauen ist diskriminiert, sondern alle. Das äußere Zeichen dieser Benachteiligung ist das islamische Kopftuch.

    • Arril
    • 10.05.2010 um 17:28 Uhr

    Auch ein Kopftuch ist eine Meinungsäußerung und als solche zu schützen, ob einem die damit ausgedrückte Meinung nun passt oder nicht. (Und ja, die vermittelte Ideologie schätze ich ähnlich ein wie Sie.) Im privaten Rahmen muss es also erlaubt sein, Kopftücher (oder auch Burkas) zu tragen. Im öffentlichen Raum (z.B. eben im Lehrerberuf) hat so etwas aber mMn nichts zu suchen - die weltanschauliche Neutralität muss gewährleistet bleiben.
    Im Gegenzug muss aber natürlich auch die Meinung der Kritiker entsprechend geschützt werden. Der status quo, dass Menschen um ihr Leben fürchten müssen, wenn sie bestimmte Auswüchse des Islam kritisieren, ist ein Skandal - hier greift unsere Gesellschaft viel zu lasch durch.
    Und vor allem müssen diejenigen geschützt werden, die in diesem Artikel unpassenderweise nur ganz am Rande erwähnt und sowieso gern totgeschwiegen werden: diejenigen, die zu Kopftuch und allem, was an Ideologie dahintersteht, GEZWUNGEN werden. Man tut niemandem einen Gefallen, indem man entgegen aller Statistiken so tut, als handele es sich dabei nur um bedauerliche Einzelfälle.
    Appeasement-Politik ist selten erfolgreich.

    Eine Leser-Empfehlung
    Antwort auf "nun gut"

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