Der sehr erfolgreiche Fußballverein FC Bayern München hat weit verstreut seine Fanklubs; der in den vergangenen Jahren nicht ganz so erfolgreiche Verein FC Schalke 04 hat vor allem rund um Gelsenkirchen seine Fans. Man wird praktizierender Fan, weil der Verein in der Nähe sein Stadion hat und auch ein paar Freunde dorthin gehen – man also ein Bedürfnis nach regionaler Identität verspürt. ( Um die Karte zu vergrößern, klicken Sie hier )

Oder man wird Fan, weil man Erfolge mitfeiern möchte. Die unsichtbare Bayern-München-Grenze bildet der Main. Südlich davon gibt es nur wenige bayernunfreundliche Gegenden (um Kaiserslautern und Freiburg). Bayern-Fans nördlich des Mains müssen mit dem Spott jener lokal beheimateten Fans rechnen, die behaupten, gerade in den Niederlagen beweise sich die Liebe zu einem Verein.

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Interessant ist, dass sich im Osten (mit Ausnahme Südthüringens, wo nahezu bayerische Verhältnisse herrschen) ähnlich viele Bayern- wie Schalke-Fanklubs gegründet haben. Offenbar sind die Ossis, was den Fußball angeht, nicht ganz so erfolgshungrig wie die Wessis.

Quelle: Leibniz-Institut für Länderkunde; S. Adler; A. Holzmann