Griechenland-Krise Wund, aber stark
Warum die Griechenland-Krise ein großer Augenblick Europas ist
An diesen Moment im Frühjahr 2010 wird sich Europa lange erinnern. An die Lügen der Griechen, an die Kumpanei der anderen Euro-Länder und an den Schrecken, den die Finanzmärkte mit ihren immer skrupelloseren Wetten auf einen griechischen Staatsbankrott verbreitet haben. Einen dramatischen Augenblick lang sah es so aus, als hinge das Schicksal der gesamten Europäischen Union – jenes historisch beispiellosen Werks von 60 Jahren – am seidenen Faden irgendwelcher halbseidenen Rating-Agenturen. Dass wir Deutschen – und mit uns die 14 anderen Staaten der Euro-Zone – nun für Griechenland zahlen oder zumindest bürgen müssen, ist bitter. Und dass der Schrecken nicht noch einmal wiederkehrt, ist längst nicht ausgemacht.
Dennoch birgt diese Krise noch ein ganz anderes Motiv. Und auch hieran wird sich Europa erinnern, wenn es eines Tages aus sicherer Entfernung zurückschaut. Die vergangenen Wochen haben offengelegt, wie weit die europäische Integration mittlerweile fortgeschritten ist – und zwar nicht nur auf dem Papier der Brüsseler Verträge. Es klingt paradox nach all den Streitereien: Aber Europa ist in dieser Krise weiter zusammengerückt.
Da ist zunächst einmal das Hilfspaket selbst. So dornig der Weg dorthin war, so unübersehbar ist es nun ein Zeichen europäischer Verbundenheit – ein 80 Milliarden Euro teurer Solidarpakt.
Man konnte das Zusammenrücken aber auch erkennen, als am 1. Mai die Gewerkschaften demonstrierten und deutsche Arbeiter lebhaft über das griechische Rentensystem diskutierten. Hin und her gerissen sind die Deutschen zwischen der Solidarität mit ihren Kollegen in Athen und dem Ärger, nun auch dafür geradestehen zu müssen, dass diese bislang viel früher in den Ruhestand gehen durften. Die Forderung ist klar: »Wenn wir für euch zahlen sollen, müsst ihr auch genauso lange arbeiten wie wir.«
Die Debatte über einheitliche europäische Sozialstandards war bislang ein Ladenhüter linker europäischer Thinktanks. Nun wird sie auf der Straße geführt, in Essen genauso wie in Athen oder Paris. Mit einem Mal werden in Europa nicht nur die Staatsdefizite verglichen, sondern auch das Rentenalter und die Sozialleistungen. Und aus Europa, dem Projekt der Eliten, ist über Nacht ein Thema für alle geworden – Vorurteile inklusive. Gustav Seibt hat in der Süddeutschen Zeitung auf diesen Zusammenhang hingewiesen.
Ein anderes Beispiel ist die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen. Ob Angela Merkel mit der Hilfe für Griechenland gezögert hat, weil in Düsseldorf gewählt wird – diese Frage ist in London genauso leidenschaftlich diskutiert worden wie in Bratislava oder Den Haag. Der britische Economist hat die deutsche Kanzlerin hierfür so entschieden kritisiert wie das Svenska Dagbladet . Diese Kritik wiederum ist nicht ohne Echo geblieben – der Wahlkampf in NRW gewann ein neues Thema .
Die meisten fühlen als Deutsche – und denken als Europäer
Vom Ringen der Staatschefs bis zum Schlagabtausch in der Boulevardpresse: Die oft beschworene und lange Zeit vermisste europäische Innenpolitik – so sieht sie aus. Dass dabei unterschiedliche Interessen aufeinanderprallen, etwa von deutschen Steuerzahlern und griechischen Rentnern, ist ungewohnt. Ein Rückschritt ist es nicht.
- Datum 06.05.2010 - 17:39 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 06.05.2010 Nr. 19
- Kommentare 43
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... aber das momentane System ist undemokratisch.
Politk wird von Konzernen und Bürokraten gemacht die keinerlei demokratische Legitimation haben.
26 von 27 Ländern haben sich nicht gewagt das Volk über einen Vertrag der unser Leben für immer ändern wird zu Fragen.
Was die Wirtschaft angeht ist die EU so dumm das sie zwei Hauptstädte braucht und alle paar Wochen ihre Sieben Sachen packt und von Brüssel nach Strasburg zieht.
Das kostet und Milliarden.
Und diesen Leuten sollen wir unsere Wirtschaft anvertrauen?
Es ist nicht so das ich etwas gegen die Idee der EU habe, nur was man daraus gemacht hat.
Deutschland brauchte auch einen zweiten Anlauf bis es mit der Demokratie funktionierte.
Aber lieber halten die EU Staaten an Ideen wie dem Lissabon Vertrag fest.
Wieso ist der kleinste gemeinsame Nenner gut genug für einen Kontinent mit über 300Millionen Einwohnern ?
....wenn Sie sagen, es sei nicht eine Frage, ob die EU gut oder schlecht sei. Sie ist halt undemokratisch und durch periodische Machtergreifungen der Elite und vielfach gegen den Willen und in großen Teilen zum Nachteil der Wähler gemacht worden. Wie schlecht sie dabei gemacht wurde sahen wir am Stabilitätspakt deutlich.
Wirklich erschreckend ist ein solcher Jubelbericht, wie oben von Die Zeit. So etwas in einer seriösen Zeitung ist peinlich. Die Europäer rückten zusammen? Hat er nicht die Berichte gelesen? Die Europäer wurden zusammengetrieben. Das war Nötigung und nichts anderes.
....wenn Sie sagen, es sei nicht eine Frage, ob die EU gut oder schlecht sei. Sie ist halt undemokratisch und durch periodische Machtergreifungen der Elite und vielfach gegen den Willen und in großen Teilen zum Nachteil der Wähler gemacht worden. Wie schlecht sie dabei gemacht wurde sahen wir am Stabilitätspakt deutlich.
Wirklich erschreckend ist ein solcher Jubelbericht, wie oben von Die Zeit. So etwas in einer seriösen Zeitung ist peinlich. Die Europäer rückten zusammen? Hat er nicht die Berichte gelesen? Die Europäer wurden zusammengetrieben. Das war Nötigung und nichts anderes.
Dieser ganze Kommentar ist eine Fehleinschätzung erster Güte, sowohl in strategischer, politischer, wirtschaftlicher und historischer Sicht. Der Zwang zum "positiv thinking" kann übrigens Depressionen verursachen.
Sehe ich ähnlich. Letztendlich rücken die europäischen Staaten momentan nur etwas näher zusammen, weil sie einen gemeinsamen Feind fürchten.
....als man befürchten kann. Ebenso gut kann man den Artikel als krasse Propaganda werten, wenn man das allgemeine Echo aus allen Ecken auf die jetzige Krise liest. Lediglich die sozio-politische Interessengemeinschaft sieht ihren eigenen Zugewinn Machtgewinn unbekümmert positiv. Euphorische Ausbrüche wie im Artikel können für den Rest der Bevölkerung nur bedrohlich scheinen, belegen sie doch die eigene Machtlosigkeit solche Monster (um Köhlers Vokabular zu nehmen) wie die Verträge von Maastricht oder Lissabon zu verhindern.
Sehe ich ähnlich. Letztendlich rücken die europäischen Staaten momentan nur etwas näher zusammen, weil sie einen gemeinsamen Feind fürchten.
....als man befürchten kann. Ebenso gut kann man den Artikel als krasse Propaganda werten, wenn man das allgemeine Echo aus allen Ecken auf die jetzige Krise liest. Lediglich die sozio-politische Interessengemeinschaft sieht ihren eigenen Zugewinn Machtgewinn unbekümmert positiv. Euphorische Ausbrüche wie im Artikel können für den Rest der Bevölkerung nur bedrohlich scheinen, belegen sie doch die eigene Machtlosigkeit solche Monster (um Köhlers Vokabular zu nehmen) wie die Verträge von Maastricht oder Lissabon zu verhindern.
Es geht hier nicht um Fortschritt oder Rückschritt, bitte etwas weniger Pathos und stattdessen die Fakten. Dies ist mitnichten der richtige Moment um mal wieder den Sand vom Hohelied der "europäischen Einigung" in die Augen der Bürger zu streuen um vermeintlich banale "Bedenkenträger" zu ignorieren. Erinnern wir uns mal an die Argumente derer die gegen die Euro-Einführung waren.
In gewohnter Manier hatten sie sofort eine Schublade von der Presse erhalten, man sprach dann von "Euro-Skeptikern" - suggerierend es handele es sich um Europagegner, schon rutschten die Gegner des Eurogeldes in eine Kategorie mit Regionalisten, britischen Isolationisten und Le Pen. Es war all zu opportun sich in europäische Gewänder zu kleiden und kein noch so großer Pathos schien zu schmalzig.
Dabei waren die Gegner des Eurogeldes wohl die besseren Europäer, sie sind nämlich auf dem Boden geblieben. Die Ironie der Geschichte ist dass der Euro nun die EU zu zerreißen droht - nicht politisch (die EU war eh nie ein "Graswurzel-Projekt") aber aufjedenfall in den Köpfen der Menschen.
Für eine weitere Vertiefung der EU ist für mindestens eine Generation der Zug abgefahren. Wenn die EU das überhaupt dauerhaft überlebt und nicht langsam in die Bedeutungslosigkeit abdriftet wie die Vereinten Nationen die letzten Jahrzehnte. Die Vernationalstaatlichung des europäischen Kontinents (Flagge, Verfassung, Unionsbürgerschaft, Parlament,...) hat zumindest bei meiner Generation, Jahrgang 1986, wenig Freunde.
"In gewohnter Manier hatten sie sofort eine Schublade von der Presse erhalten, man sprach dann von "Euro-Skeptikern" - suggerierend es handele es sich um Europagegner, schon rutschten die Gegner des Eurogeldes in eine Kategorie mit Regionalisten, britischen Isolationisten und Le Pen."
Tja. Es waren eben politisch-korrekt, f ü r Europa zu sein. Also wurde mit den Kritikern genauso verfahren, wie man das sonst mit Leuten macht, die wider den PC-Stachel löcken.
"Dabei waren die Gegner des Eurogeldes wohl die besseren Europäer, sie sind nämlich auf dem Boden geblieben. Die Ironie der Geschichte ist dass der Euro nun die EU zu zerreißen droht - nicht politisch (die EU war eh nie ein "Graswurzel-Projekt") aber aufjedenfall in den Köpfen der Menschen."
Die EU ist zu einem Selbstbedienungsladen verkommen, wo jeder für sich herausschlägt, was geht.
Für eine weitere Vertiefung der EU ist für mindestens eine Generation der Zug abgefahren. Wenn die EU das überhaupt dauerhaft überlebt und nicht langsam in die Bedeutungslosigkeit abdriftet wie die Vereinten Nationen die letzten Jahrzehnte. Die Vernationalstaatlichung des europäischen Kontinents (Flagge, Verfassung, Unionsbürgerschaft, Parlament,...) hat zumindest bei meiner Generation, Jahrgang 1986, wenig Freunde."
Bingo, Landburli. Auf den Punkt gebracht. Bei meiner Generation, 1964, inzwischen auch nicht mehr. Obwohl ich grunsätzlich ein Freund des europäischen Gedankens bin.
"In gewohnter Manier hatten sie sofort eine Schublade von der Presse erhalten, man sprach dann von "Euro-Skeptikern" - suggerierend es handele es sich um Europagegner, schon rutschten die Gegner des Eurogeldes in eine Kategorie mit Regionalisten, britischen Isolationisten und Le Pen."
Tja. Es waren eben politisch-korrekt, f ü r Europa zu sein. Also wurde mit den Kritikern genauso verfahren, wie man das sonst mit Leuten macht, die wider den PC-Stachel löcken.
"Dabei waren die Gegner des Eurogeldes wohl die besseren Europäer, sie sind nämlich auf dem Boden geblieben. Die Ironie der Geschichte ist dass der Euro nun die EU zu zerreißen droht - nicht politisch (die EU war eh nie ein "Graswurzel-Projekt") aber aufjedenfall in den Köpfen der Menschen."
Die EU ist zu einem Selbstbedienungsladen verkommen, wo jeder für sich herausschlägt, was geht.
Für eine weitere Vertiefung der EU ist für mindestens eine Generation der Zug abgefahren. Wenn die EU das überhaupt dauerhaft überlebt und nicht langsam in die Bedeutungslosigkeit abdriftet wie die Vereinten Nationen die letzten Jahrzehnte. Die Vernationalstaatlichung des europäischen Kontinents (Flagge, Verfassung, Unionsbürgerschaft, Parlament,...) hat zumindest bei meiner Generation, Jahrgang 1986, wenig Freunde."
Bingo, Landburli. Auf den Punkt gebracht. Bei meiner Generation, 1964, inzwischen auch nicht mehr. Obwohl ich grunsätzlich ein Freund des europäischen Gedankens bin.
so eine dreiste Lüge gelesen.
[Anm.: Bitte versuchen Sie, zu einer fruchtbaren Diskussion beizutragen, indem Sie Ihre Kritik sachlich formulieren und ihr etwas mehr Substanz verleihen. Vielen Dank. /Die Redaktion pt.]
....weiter geschrieben hatten, aber ich denke, dass der erste Satz stimmt, wenn Sie ihn auf den Inhalt des Artikels bezogen. Leider ist die Redaktion schnell mit dem Zensierstift zur Hand, wenn es um einige Themen geht und versteht offenbar nicht, dass Zensur sich rasch auch gegen die eigene Meinung richten kann.
Was soll sich der "Gebehindert" groß abstrampeln! Markante Kritik verschwindet hier rascher als sie geschrieben wurde.
Trotzdem muss man korrigieren. Es sind natürlich keine "Lügen". Es ist nur der unablässig wiedergekäute Stuss, der von den Lohnschreibern mehr oder weniger kunstvoll aufbereitet wird. Der "Artikel" ist ein weiterer Akt informativer Umweltverschmutzung. Egal ob die tragenden Ideen immer Bilderberg-Parolen sind oder von den "alliierten" Leitmedien abgepinselt wurden.
Würde eine Schreibameise von Liz Mohn oder Friede Springer mal die Frage aufwerfen, wie es sein kann, dass Hypothekenwetten im Land des Hegemons das Weltwirtschaftssystem ins Schleudern bringen, wäre er wohl demnächst eine Ameise ohne Vertagsverlängerung. Geschweige denn Aufstiegschancen.
Der vom Gebehindert gescholtene "Artikel" ist jedenfalls ein Manifest des Niedergangs der konventionellen Zeitungen.
....weiter geschrieben hatten, aber ich denke, dass der erste Satz stimmt, wenn Sie ihn auf den Inhalt des Artikels bezogen. Leider ist die Redaktion schnell mit dem Zensierstift zur Hand, wenn es um einige Themen geht und versteht offenbar nicht, dass Zensur sich rasch auch gegen die eigene Meinung richten kann.
Was soll sich der "Gebehindert" groß abstrampeln! Markante Kritik verschwindet hier rascher als sie geschrieben wurde.
Trotzdem muss man korrigieren. Es sind natürlich keine "Lügen". Es ist nur der unablässig wiedergekäute Stuss, der von den Lohnschreibern mehr oder weniger kunstvoll aufbereitet wird. Der "Artikel" ist ein weiterer Akt informativer Umweltverschmutzung. Egal ob die tragenden Ideen immer Bilderberg-Parolen sind oder von den "alliierten" Leitmedien abgepinselt wurden.
Würde eine Schreibameise von Liz Mohn oder Friede Springer mal die Frage aufwerfen, wie es sein kann, dass Hypothekenwetten im Land des Hegemons das Weltwirtschaftssystem ins Schleudern bringen, wäre er wohl demnächst eine Ameise ohne Vertagsverlängerung. Geschweige denn Aufstiegschancen.
Der vom Gebehindert gescholtene "Artikel" ist jedenfalls ein Manifest des Niedergangs der konventionellen Zeitungen.
Die Gegenüberstellung von Ratio vs. Emotionalität ist seitenverkehrt: Der Gefühlseuropäer, der mit der Aufnahme der südeuropäischen Schwellen- und Entwicklungsländer gegen jeden ökonomische Verstand einen alles andere als optimalen Währungsraum konstruierte steht einer Generation gegenüber, die Europa rationaler und distanzierter sieht - nicht nur in Deutschland - und erörtert, ob eine verkleinerter Euroraum nicht einem sich abzeichnenden Finanzausgleich vorzuziehen ist.
Dagegen kann auch der aus der Zeit gefallene Gutmenschen-Verlag (Holtzbrinck u.a. mit der Zeit oder dem Handelsblatt) nicht anstinken, auch nicht mit linkem Geifer über angeblich um sich greifenden Nationalismus. Die brutale Offenheit in Diskussionsforen im Internet zeigt besser als jeder persönliche Kontakt, wie verschieden Europäer sind. Deutlich wird auch, wie stark eine berühmt-berüchtigte zwölfjährige Episode aus der deutschen Geschichte das Denken unserer Nachbarn bestimmt. Familiarity breeds contempt.
Welch schöner Ausdruck.
Ich hab es noch im Ohr, es wurde ja auch genug runtergebetet: "...unsere Kinder werden Europa einmal ganz selbstverständlich finden..."
Also ich bin nun eines dieser Kinder, 24 Jahre alt, und würde mich als relativ apolitischen Menschen begreifen. Damit entspreche ich ebenso den meisten meiner Altersgenossen wie mit meiner Skepsis gegenüber sämtlichen alt68er "Wahrheiten". Dazu gehört so in etwa sich dafür zu schämen Deutscher zu sein und umgekehrt sämtliche andere Länder der Welt stets wohlwollenst zu betrachten: Unzuverlässigkeit? >"südländische Gelassenheit"; Ruppigkeit? "Temperament" und wie auch jede noch so nervige Eigenart anderer Kulturen hochgejubelt wird. Und da ist es dann natürlich opportun, nein es ist Staatsräson, auf die Selbstauflösung der Bundesrepublik hinzuwirken und den Raukensalat gegen Rucola einzutauschen, ist zwar das selbe Gemüse aber so schön "undeutsch".
Freunde kann man sich nicht kaufen, die Nachriegs-Bundesrepublik-Deutschen haben es aber nach Kräften versucht. "Habt uns lieb", der Rest Europas hat genervt mit den Augen gerollt und schulterzuckend mitgemacht. Die teutonischen Idealisten haben es sich ja eine Menge kosten lassen, "warum nicht?" Und immer wenn Konflikte auftraten, das ging immer erstauntlich schnell, waren sich am Ende alle dabei "einig" dass die Deutschen wieder etwas mehr zahlen. Geld, Geld, Geld - die Basis Europas?! Nur so ist mir irgendwie klar warum der € für Europafreunde immer so wichtig war.
Welch schöner Ausdruck.
Ich hab es noch im Ohr, es wurde ja auch genug runtergebetet: "...unsere Kinder werden Europa einmal ganz selbstverständlich finden..."
Also ich bin nun eines dieser Kinder, 24 Jahre alt, und würde mich als relativ apolitischen Menschen begreifen. Damit entspreche ich ebenso den meisten meiner Altersgenossen wie mit meiner Skepsis gegenüber sämtlichen alt68er "Wahrheiten". Dazu gehört so in etwa sich dafür zu schämen Deutscher zu sein und umgekehrt sämtliche andere Länder der Welt stets wohlwollenst zu betrachten: Unzuverlässigkeit? >"südländische Gelassenheit"; Ruppigkeit? "Temperament" und wie auch jede noch so nervige Eigenart anderer Kulturen hochgejubelt wird. Und da ist es dann natürlich opportun, nein es ist Staatsräson, auf die Selbstauflösung der Bundesrepublik hinzuwirken und den Raukensalat gegen Rucola einzutauschen, ist zwar das selbe Gemüse aber so schön "undeutsch".
Freunde kann man sich nicht kaufen, die Nachriegs-Bundesrepublik-Deutschen haben es aber nach Kräften versucht. "Habt uns lieb", der Rest Europas hat genervt mit den Augen gerollt und schulterzuckend mitgemacht. Die teutonischen Idealisten haben es sich ja eine Menge kosten lassen, "warum nicht?" Und immer wenn Konflikte auftraten, das ging immer erstauntlich schnell, waren sich am Ende alle dabei "einig" dass die Deutschen wieder etwas mehr zahlen. Geld, Geld, Geld - die Basis Europas?! Nur so ist mir irgendwie klar warum der € für Europafreunde immer so wichtig war.
ausser MIR (scheinbar), unsere Politiker haben sich so perfekt abgesichert, dass Ihnen weder mit D-Mark oder EURO
jemals etwas passieren kann ! wie schoen..........
Welch schöner Ausdruck.
Ich hab es noch im Ohr, es wurde ja auch genug runtergebetet: "...unsere Kinder werden Europa einmal ganz selbstverständlich finden..."
Also ich bin nun eines dieser Kinder, 24 Jahre alt, und würde mich als relativ apolitischen Menschen begreifen. Damit entspreche ich ebenso den meisten meiner Altersgenossen wie mit meiner Skepsis gegenüber sämtlichen alt68er "Wahrheiten". Dazu gehört so in etwa sich dafür zu schämen Deutscher zu sein und umgekehrt sämtliche andere Länder der Welt stets wohlwollenst zu betrachten: Unzuverlässigkeit? >"südländische Gelassenheit"; Ruppigkeit? "Temperament" und wie auch jede noch so nervige Eigenart anderer Kulturen hochgejubelt wird. Und da ist es dann natürlich opportun, nein es ist Staatsräson, auf die Selbstauflösung der Bundesrepublik hinzuwirken und den Raukensalat gegen Rucola einzutauschen, ist zwar das selbe Gemüse aber so schön "undeutsch".
Freunde kann man sich nicht kaufen, die Nachriegs-Bundesrepublik-Deutschen haben es aber nach Kräften versucht. "Habt uns lieb", der Rest Europas hat genervt mit den Augen gerollt und schulterzuckend mitgemacht. Die teutonischen Idealisten haben es sich ja eine Menge kosten lassen, "warum nicht?" Und immer wenn Konflikte auftraten, das ging immer erstauntlich schnell, waren sich am Ende alle dabei "einig" dass die Deutschen wieder etwas mehr zahlen. Geld, Geld, Geld - die Basis Europas?! Nur so ist mir irgendwie klar warum der € für Europafreunde immer so wichtig war.
Als weiterer 24 Jähriger muss ich dir leider in einigen Punkten doch ziemlich widersprechen:
Das Zitat "Unsere Kinder werden Europa einmal ganz selbstverständlich finden" hältst du für "runtergebetet"? Tatsächlich ist es doch schon längst Realität. In unserer Generation ist es vollkommen selbstverständlich, dass man eine Zeit in einem anderen europäischen Staat lebt, Freundschaften über "Grenzen" hinweg pflegt und beispielsweise auch länderübergreifende (Sub-)Kulturen wirken. Wenn du selbst diese Erfahrung noch nicht gemacht hast ist das schade!
"68-Wahrheiten" findest du auch irgendwie doof? "Nervige Eigenarten von Kulturen" möchtest du richtig benannt wissen? Klingt leider sehr nach rechter Mottenkiste - oder glaubst du allen Ernstes das Staaten einheitlich Kulturen haben und alle Bewohner eines Landes die passenden Verhaltensweisen und Eigenschaften besitzen. Der ordentliche, pünktliche Deutsche, der chice Franzose der unzuverlässige Italiener? Ich hoffe ich muss nicht weiter schreiben, um dir klar zu machen das das Blödsinn ist. (Übrigens hat "der Grieche" eine größere PRIVATE Sparquote als "der sparsame Deutsche"). Es lohnt sich die Dinge differenzierter anzuschauen!
Die Sorge um den deutschen Raukensalat treibt außer dir wahrscheinlich nur noch ein verwirrte Nationalisten um. Der Name ist mir egal, lecker ist er allemal. Wahrscheinlich verkauft er sich unter neuem Namen einfach besser.
Kein Land profitiert mehr von der europäischen Einigung als D!
Als weiterer 24 Jähriger muss ich dir leider in einigen Punkten doch ziemlich widersprechen:
Das Zitat "Unsere Kinder werden Europa einmal ganz selbstverständlich finden" hältst du für "runtergebetet"? Tatsächlich ist es doch schon längst Realität. In unserer Generation ist es vollkommen selbstverständlich, dass man eine Zeit in einem anderen europäischen Staat lebt, Freundschaften über "Grenzen" hinweg pflegt und beispielsweise auch länderübergreifende (Sub-)Kulturen wirken. Wenn du selbst diese Erfahrung noch nicht gemacht hast ist das schade!
"68-Wahrheiten" findest du auch irgendwie doof? "Nervige Eigenarten von Kulturen" möchtest du richtig benannt wissen? Klingt leider sehr nach rechter Mottenkiste - oder glaubst du allen Ernstes das Staaten einheitlich Kulturen haben und alle Bewohner eines Landes die passenden Verhaltensweisen und Eigenschaften besitzen. Der ordentliche, pünktliche Deutsche, der chice Franzose der unzuverlässige Italiener? Ich hoffe ich muss nicht weiter schreiben, um dir klar zu machen das das Blödsinn ist. (Übrigens hat "der Grieche" eine größere PRIVATE Sparquote als "der sparsame Deutsche"). Es lohnt sich die Dinge differenzierter anzuschauen!
Die Sorge um den deutschen Raukensalat treibt außer dir wahrscheinlich nur noch ein verwirrte Nationalisten um. Der Name ist mir egal, lecker ist er allemal. Wahrscheinlich verkauft er sich unter neuem Namen einfach besser.
Kein Land profitiert mehr von der europäischen Einigung als D!
Da beruhigen sich langsam, langsam die Gemüter, und dann gießt ein ZEIT-Schreiber schon wieder Öl ins Feuer: “Lügen der Griechen”. An die sich “Europa lange erinnern” wird.
Mannmann, Krupa, wieso dürfen Sie eigentlich für die ZEIT schreiben? Kann’s auch ein bisschen weniger sein, ein bisschen korrekter vielleicht? Wie wäre es mit “Lügen der griechischen Regierungen”? Hmm? Wir nehmen auch “Lügen der vormaligen griechischen Regierungen”. Ist auch ok. Muss aber nicht sein. So pingelig wollen wir ja nun auch nicht sein...
Aber nein, stoßen wir stattdessen einfach ins nationalistische Horn und nehmen wieder ein ganzes Volk in Sippenhaft! Damit wir auch alle wieder im BILDe sind: “Lügen der Griechen”. Passt schon.
Durch weglassen, nicht sagen und gleichzeitig teilweise noch dazu falsche Informationen in den sogenannten Qualitäts- und Staatsmedien wurde ganz bewußt ein falsches Bild von der Situation aufgebaut - wie schon oft zu diversen Gelegenheiten zu beobachten war.
Über 60% der griechischen Kredite haben deutsche, französische und Schweizer Banken vergeben - also rund 180 Mrd von den 300 Mrd.
Da stellt sich dann schon die Frage, ob die restlichen 40% Kreditgeber die Macht haben durch ihre Zockerei das (lange bekannte) Desaster so zu forcieren - oder haben die 60% auch fröhlich selbst mitgezockt hinter den Kulissen oder haben mitzocken lassen?
Sofern Sie mit Fakten und Tatsachen argumentieren, freuen wir uns über eine dazugehörige Angabe von Quellen. Danke, die Redaktion/fk
Auch die Zwangsabsprachen mit Sarkozy bzgl. der Lieferung von Fregatten für 6.5 Mrd und mit Merkel für die Abnahme und Bezahlung des letzten U-Bootes zzgl. weiterer (und anderer) Rüstungsgüter von Griechenland konterkarieren das "Hilfspaket" schon mal um fast 10 Mrd.
Es geht um Banken- und Wirtschaftsrettung zu Lasten der europäischen Steuerzahler mitsmat Verschiebung des Pleite um 2 Jahre in denen Griechenland ausgeblutet wird bis zur vollständigen Zahlungsunfähigkeit statt jetzt den notwendigen Schnitt zu machen, der weniger Kollateralverluste hat.
Die meisten Finanzinstrumente mitsamt gedecktem und ungedeckten Leerhandel gehören sofort verboten, Firmenverkäufe sind wieder wie vor Schröder zu versteuern (dann wären gar Steuersenkungen möglich für Mittelstand und kleine Einkommensbezieher), dazu noch die Transaktionssteuer einbauen.
Durch weglassen, nicht sagen und gleichzeitig teilweise noch dazu falsche Informationen in den sogenannten Qualitäts- und Staatsmedien wurde ganz bewußt ein falsches Bild von der Situation aufgebaut - wie schon oft zu diversen Gelegenheiten zu beobachten war.
Über 60% der griechischen Kredite haben deutsche, französische und Schweizer Banken vergeben - also rund 180 Mrd von den 300 Mrd.
Da stellt sich dann schon die Frage, ob die restlichen 40% Kreditgeber die Macht haben durch ihre Zockerei das (lange bekannte) Desaster so zu forcieren - oder haben die 60% auch fröhlich selbst mitgezockt hinter den Kulissen oder haben mitzocken lassen?
Sofern Sie mit Fakten und Tatsachen argumentieren, freuen wir uns über eine dazugehörige Angabe von Quellen. Danke, die Redaktion/fk
Auch die Zwangsabsprachen mit Sarkozy bzgl. der Lieferung von Fregatten für 6.5 Mrd und mit Merkel für die Abnahme und Bezahlung des letzten U-Bootes zzgl. weiterer (und anderer) Rüstungsgüter von Griechenland konterkarieren das "Hilfspaket" schon mal um fast 10 Mrd.
Es geht um Banken- und Wirtschaftsrettung zu Lasten der europäischen Steuerzahler mitsmat Verschiebung des Pleite um 2 Jahre in denen Griechenland ausgeblutet wird bis zur vollständigen Zahlungsunfähigkeit statt jetzt den notwendigen Schnitt zu machen, der weniger Kollateralverluste hat.
Die meisten Finanzinstrumente mitsamt gedecktem und ungedeckten Leerhandel gehören sofort verboten, Firmenverkäufe sind wieder wie vor Schröder zu versteuern (dann wären gar Steuersenkungen möglich für Mittelstand und kleine Einkommensbezieher), dazu noch die Transaktionssteuer einbauen.
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