Ausströmendes Gas hat vermutlich zu der verheerenden Explosion auf der Bohrinsel Deepwater Horizon geführt, bei der elf Menschen starben – und die eine gewaltige Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko auslöste. Wie es letztendlich dazu kommen konnte, dass Gas aus der Erdöl-Lagerstätte bis an die Wasseroberfläche und zur Bohrinsel gelangte, werden weitere Untersuchungen klären müssen – sofern das überhaupt möglich ist.

Die Infografik zeigt den Aufbau der Ölplattform, die Folgen des Unfalls – und, welche Arten das Umweltgift bedroht.

Fest steht, dass seit dem Unfall auf der Bohrinsel jeden Tag knapp 800.000 Liter Öl sprudeln, vor den US-Bundesstaaten Alabama, Mississippi, Louisiana und Florida treibt ein Ölteppich von der Größe Schleswig-Holsteins auf die Küsten zu. Das Öl bedroht die Tier- und Pflanzenwelt – sowohl im Wasser als auch an Land. Die Bekämpfung des Öls geht nur schleppend voran, der Einsatz öllösender Chemikalien ist höchst umstritten, weil auch sie umweltschädlich sind.

Braunpelikane , Wale, Delfine und Meeresschildkröten sind nur einige der Arten, die durch die Ölpest in Gefahr geraten. Auch den Menschen an den Küsten könnte das Öl die Lebensgrundlage rauben – denn sie leben vom Fischfang und vom Tourismus. Zehn Jahre könnte es dauern, bis im Golf von Mexiko wieder gefischt werden kann. So lange es dem Ölkonzern BP nicht gelingt, die Lecks am Meeresgrund zu schließen , wächst das Ausmaß der Katastrophe Tag für Tag. Drei Monate soll das mindestens dauern.

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