Hochschulen Späte Einsicht, fast von selbstSeite 3/3
Die Charité in Berlin hat ein »Dieter Scheffner Fachzentrum für medizinische Hochschullehre und evidenzbasierte Ausbildungsforschung« gegründet. Hinter dem komplizierten Namen steckt die Idee, die medizinische Ausbildungsforschung in Deutschland auf internationalem Niveau zu betreiben, die Lehrtätigkeit zu professionalisieren und die Curricula im Medizinstudium praxisnäher zu gestalten. Anstatt die Fachdisziplinen getrennt durchzukauen, soll sich die Lehre künftig noch stärker an den tatsächlichen Kompetenzen auszurichten, die künftige Ärzte brauchen, um ihren Beruf ausüben zu können. Benannt ist das Zentrum nach dem verstorbenen Gründer des ersten Berliner Medizin-Reformstudiengangs.
Einen anderen Weg gehen die Universitäten Paderborn und Kassel, dort entsteht ein Kompetenzzentrum Mathematik. »Mathematik ist für manche ein echtes Problem«, sagt Professor Reinhard Hochmuth von der Universität Kassel. Studiengänge wie beispielsweise die Wirtschafts- oder die Ingenieurwissenschaften kommen aber ohne Mathematik nicht aus. Im Kompetenzzentrum soll erforscht werden, warum sich manche Studenten so schwer tun. Fehlt es an Grundlagen? Wie können Lücken geschlossen werden? Welche Vermittlungsmethoden müssen überdacht werden? »Bislang läuft in der Mathematik viel nach Schema F, Vorlesung, Übung, Übungsaufgaben, Klausur«, erzählt Hochmuth. »Vielleicht müssen wir auch noch anders darangehen.«
Obgleich das Milliardenprogramm von Bund und Ländern komplett andere Akzente setzen soll als der Bologna-Wettbewerb – auch der hat bewiesen, dass die Verantwortlichen in den Hochschulen gern bereit sind, sich dem Wettbewerb um die dringend nötigen Gelder zu stellen und selbst das aufwendige Erarbeiten überzeugender Wettbewerbskonzepte nicht scheuen: Jede dritte deutsche Hochschule hat einen Antrag eingereicht, beim Wettbewerb des Stifterverbands sogar jede zweite. Stolze Zahlen. Am Preisgeld allein kann es nicht gelegen haben, das pendelte zwischen einer halben Million und einer Million Euro pro Sieger. Immerhin: Beim Schavan-Wettbewerb könnte es die eine oder andere Million mehr werden.
- Datum 17.05.2010 - 14:28 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 12.05.2010 Nr. 20
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.. von der, bei Studenten sowieso schon beliebten, Annette Schavan. Was sollen diese sinnlosen Projekte und halbherzigen Sachen bringen? Hessen will 30 Millionen an seinen Hochschulen einsparen, DAS wird sich an meiner Uni bemerkbar machen, nix anderes!
Klar muss Hessen ordentlich stemmen, um den Zulauf an den Unis zu bewältigen.
Doch warum studieren in Hessen so viele? Klar, weil es hier keine Studiengebühren gibt!
Wäre es clever, welche zu erheben? Das glaube ich nicht, wo sollen dann die hin, die sich das nicht leisten können?
Was erreicht ihr überhaupt durch Studiengebühren? Überall hört man den Ruf nach gut Ausgebildeten. Mit Studiengebühren sorgt man doch dafür, dass weniger Menschen studieren. Fürs Studium sollte man doch Anreize schaffen und nicht auf Abschreckung setzen.
Ich frage mich zudem, wie ihr uns junge Menschen dazu bekommen wollt, wählen zu gehen oder den Staat zu tragen, wenn es immer wieder zugelassen wird, dass so gehandelt wird, wie es heute Usus ist, gegen jede Mehrheitsentscheidung!
Ich versteh euch nicht, ihr Annette Schavans und Roland Kochs!
Dieser wirklich hervorragende Artikel könnte Ihnen vielleicht helfen, die Vorgänge besser zu verstehen. Zumindest erging es mir so. Bitter in einen Land zu leben, in der junge Menschen bald nur noch auf einer Sondermarke in der Rubrik "Europas bedrohte Arten" zu sehen sein werden.
Aber was sollst, ihr Kochs und Schavans, ist schon richtig so ,am Besten gleich Hörsäle zu Reha-Zentren und 55 Diskos, eure "im Herzen jungen" Wähler werden begeistert sein.
Dieser wirklich hervorragende Artikel könnte Ihnen vielleicht helfen, die Vorgänge besser zu verstehen. Zumindest erging es mir so. Bitter in einen Land zu leben, in der junge Menschen bald nur noch auf einer Sondermarke in der Rubrik "Europas bedrohte Arten" zu sehen sein werden.
Aber was sollst, ihr Kochs und Schavans, ist schon richtig so ,am Besten gleich Hörsäle zu Reha-Zentren und 55 Diskos, eure "im Herzen jungen" Wähler werden begeistert sein.
Dieser wirklich hervorragende Artikel könnte Ihnen vielleicht helfen, die Vorgänge besser zu verstehen. Zumindest erging es mir so. Bitter in einen Land zu leben, in der junge Menschen bald nur noch auf einer Sondermarke in der Rubrik "Europas bedrohte Arten" zu sehen sein werden.
Aber was sollst, ihr Kochs und Schavans, ist schon richtig so ,am Besten gleich Hörsäle zu Reha-Zentren und 55 Diskos, eure "im Herzen jungen" Wähler werden begeistert sein.
Thema mehr zu sein. Denn wer nur lehrt und überhaupt nicht forscht, kann langfristig nur überholte Ladenhüterinhalte bieten. Ansonsten braucht man nicht unbedingt wohlklingende Zentren, sondern ein erträgliches Professoren/Studierenden-Verhältnis.
....man in Sache Hochschulen aktiver wird. Das Beste wäre, wenn man ein paar Unis verkaufen würde an private Unis in verschiedenen Ländern. So bekäme man eine neue Dynamik und Konkurrenz nach Akademia.
"Obwohl auch Aachen exzellent in der Forschung ist, schließen gerade einmal 40 bis 50 Prozent der Studenten ihr Studium an der RWTH erfolgreich ab. »Davon müssen wir weg«, sagt Professor Aloys Krieg, Prorektor an der RWTH. Mit dem neuen Konzept hofft Krieg in Zukunft auf eine Erfolgsquote von 75 Prozent. [...] Vorkurse sollen Lücken schließen, die in den Tests sichtbar werden, hinzu kommen Mentoring-Programme: Im Maschinenbau beispielsweise treffen sich die Fachprofessoren dreimal pro Semester in Kleingruppen mit den Studenten, um über die Lehre und Probleme zu sprechen. In der Mathematik wird es Eins-zu-eins-Treffen geben, mit Lehrbeauftragten."
Gnade. Hier geht jemand auf die Knie und devotiert sich, mehr Studenten auf alle und irgendeine Art durchzuschleppen, auch diejenigen, denen das Handwerkszeug eindeutig fehlt ("Vorkurse sollen Lücken schliessen"). Natürlich soll kein einziger Student aus finanziellen Gründen aus dem Programm fallen; dazu stehe ich einhundertprozentig. Aber alle diejenigen, die nicht geeignet erscheinen, sollen genauso klar hinauskomplimentiert werden; egal ob es 20, 40 oder 60 Prozent sind. Denn die behindern höchstenfalls den Fortschritt derjenigen, die unseren Kindern die Zukunft gestalten und erfinden sollen.
Das Schlimmste daran ist, sogar denen, die am Anfang schon 'hängen', eine künstliche Anschubsförderung zu geben.
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