Wer Schulden hat, erntet Mitleid und bekommt vielleicht Besuch von Peter Zwegat, so ist das normalerweise. Der griechische Staat und seine Bürger bekommen Häme. Nicht nur von Bild, sondern zum Beispiel auch von der Rheinischen Post aus Düsseldorf. Titelzeile vom 4. Mai: Die Privilegien der Griechen ("sitzen in obskuren staatlichen Gremien", es gibt "Extrageld" für "pünktliches Erscheinen am Arbeitsplatz"). Das ist fies, zumal in Düsseldorf viele Griechen leben, von denen die wenigsten von Extrageld leben. ( Um die Karte zu vergrößern, klicken Sie bitte hier ).

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Die Griechen kamen vor genau 50 Jahren (gerade wurde in Bonn Jubiläum gefeiert, ein Staatsminister sprach), der Westen und und der Süden riefen sie an Hochöfen und Fließbänder. Bald prosperierte der Süden, griechische Eltern waren bemüht, die Kinder gingen recht oft aufs Gymnasium.

Griechen waren die beliebteren Ausländer. Sie durften den ersten Ausländer in der Lindenstraße stellen, den Kneipier Panaiotis Sarikakis. Sein Lokal schrieb jedoch bereits nach rund hundert Folgen rote Zahlen. Typisch halt. Das war jetzt wirklich Spaß.