Ernährung Unsere Liebe zum Tier
Fleischessen mit gutem Gewissen – geht das überhaupt? Wie lassen sich Ökologie und Klimaschutz, Moral und Verantwortung mit Genuss vereinbaren? Biofleisch ist nicht immer die richtige Antwort
Neun Uhr morgens im oberbayerischen Kemerting. Die Wolken hängen tief, das Thermometer zeigt sechs Grad. Ein guter Tag, um zu töten.
Wolfgang Burreiner lädt das Bolzenschussgerät mit einer rot gekennzeichneten Patrone. Der stärkste Treibsatz, für Großvieh. Die Klappe eines Transportanhängers fällt herunter und gibt den Blick frei auf einen jungen Stier, dem eine Augenbinde die Sicht nimmt. Der Besitzer Stefan Stelzl hält ein paar Tiere als Nebenerwerb zu seinem Hauptjob als Schreiner. Burreiner betreibt eine kleine Schlachterei. Gemeinsam ziehen und schieben die beiden Männer das Rind. »Ho Maxl, jetzt geh schon«, flüstert Burreiner mit beruhigender Stimme. So wie bei jedem Stier, der über die Rampe in den Schlachtraum laufen soll.
- Nutztiere
Vor 8000 Jahren domestizierte der Mensch die ersten Auerochsen und züchtete sie zu Hausrindern. Tausend Jahre zuvor hatte er schon aus Wildschweinen Hoftiere gemacht
- Mast in Zahlen
Rund 50 Millionen Stück Geflügel, 27 Millionen Schweine und mehrere Millionen Mastrinder leben in Deutschland
- Massentierhaltung
Die Bedeutung industrieller Fleischproduktion nimmt zu: Weltweit werden zwei Drittel des Geflügelfleisches und die Hälfte des Schweinefleisches in Massenbetrieben hergestellt
Bis zu diesem Augenblick kann man sich das Leben dieses Maxl als ein glückliches vorstellen. Er wuchs auf einer Weide auf. Nur solange Schnee lag, stand er mit seinen Geschwistern im Stall und futterte Grassilage, dazu Heu und ein wenig Mineralfutter. Er trank am Euter seiner Mutter und wurde nicht mit billigem Milchaustauscher, einem künstlichen Ersatz, aufgezogen. Kein Kraftfutter, keine Mastbeschleuniger, keine Antibiotika, kein Mais, kein Leben auf Spaltenboden – wenn es nicht so teuer wäre, würde Stelzl das Fleisch seiner Herde biozertifizieren lassen.
Der Nebel hebt sich, gegenüber dem Schlachthaus taucht eine Weide auf. Kühe liegen da und kauen an ihrem zweiten Frühstück. Kurz darauf hat die Sonne die Wolken aufgelöst. Es wird wärmer. Für die meisten Menschen ist das der Inbegriff der ländlichen Idylle, eine heile Bauernwelt mit glücklichen Kühen.
Aber dieses Bild bekommt etwas Beunruhigendes, ja Bedrohliches, sieht man in jedem Rind eine Methanschleuder. Eine Bedrohung für das Weltklima.
Fleisch, daran haben wir uns gewöhnt, ist ein Problemprodukt: Zuerst waren es die oft grausamen Haltungsbedingungen, dann prangerten Umweltschützer an, wie die Massentierhaltung die Natur schädigt. Zudem lässt unsere Fleischlust die Getreidepreise steigen und die ärmsten Menschen hungern, weil zwei Fünftel der weltweiten Getreideernte in Tiermägen landen. Und nun soll die Viehhaltung auch noch für den Klimawandel verantwortlich sein? Nach Daten der Welternährungsorganisation FAO entfallen auf die Viehwirtschaft schon heute 18 Prozent der vom Menschen verursachten Treibhausgasemissionen. Die gesamte Verarbeitungskette hinzugerechnet, ist das mehr, als alle Autos, Schiffe und Flugzeuge in die Luft pusten.
Kann man angesichts dessen überhaupt noch guten Gewissens Fleisch essen? Was können wir tun, um wenigstens den Schaden in Grenzen zu halten, den unser Appetit anrichtet?
- Datum 21.05.2010 - 06:44 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 20.05.2010 Nr. 21
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Was soll denn dieses Gutmenschengeschwafel? Ich bin ein Mensch, ein Mensch ist ein Allesfresser und genau das tue ich. Ich Frage ja auch nicht: "Guten Gewissens Kinder in die Welt sezten, geht das? Sind Kinder ökologisch überhaupt zu verantworten?" Nein, sind Kinder selbstverständlich überhaupt nicht! Muss man als Gutmensch mit Gewissen und Verantwortung jetzt auf Kinder verzichten?
Ihr "Gutmenschengeschwafel"-Geschwafel zeuge von Originalität, Intelligenz und Kritikfähigkeit.
Ich versichere Ihnen, dass Sie sich da im Irrtum befinden.
ich kann diese aggressiven "Allesfresser"-Theoretiker nicht verstehen, die sobald es um das Thema Fleisch geht mit harscher Ablehnung reagieren. Ist es der Drang zum Viel-essen, den sie bedroht sehen oder wieso fühlen diese sich so angegriffen?! -Ich und mein Steak- am liebsten im Grundgesetz ganz vorne verankern.
Die einzige Lösung, die ich aus dem Artikel ziehe ist: WENIGER Fleisch essen. So einfach eigentlich, aber im Supermarkt schwer umzusetzen. Überall ist Fleisch drinne und wenns nur Speckwürfel sind.
PS ich bin kein Vegetarier
Der Interessenkonflikt zwischen "genug günstiges Fleisch" und Ethik ist nicht auflösbar. Wir wissen, dass Fleisch viel zu viel Rohstoffe bei der Produktion verbraucht und eine sehr hohe Umweltbelastung darstellt.
Da sie ja ein "Allesfresser" sind können Sie sich ja auch problemlos auf eine vegetarische Ernährung umstellen - der Umwelt und den tieren zu liebe.
Dass die selben leute, also im politischen Sinne Konservative aber auch Liberale (Was in unserem land seltsamerweise aufs gleiche raus kommt), ständig andere Menschen angreifen wenn sie darum bitten sich über die Lebenumstände von Armen Menschen oder MIgranten auseinanderzustzen, diese dann als "Gutmenshcen" oder auch "Moralaposteln" bezeichnen sich häufig unter solche Artikel auch noch als ignorant gegenüber Ökologischen Argumenten geben ist dohc interessant. Ich verstehe nicht, warum man sich als achso karnivorer übermensch relexartig negativ über Tierschutz und Ökologische Lebensweisen auslassen muss. Habt ihr soviel angst dass man euch euer tägliches Fleisch wegnimmt? Oder wollt ihr es einfach nicht wahrhaben, damit ihr es weiterhin ignorieren könnt, und kein schlehtes gewissen beim Fleischessen bekommt?
Ich finde den Artikel bemerkenswert objektiv. ich könnte ihn so niemals schreiben weil ich immer viel zu emotional bin bei diesem thema. Aber wenn man unter so einem wirklich guten Artikel sich mit Nationalsozialistischem Vokabular gegen etwas wehren will, was eifnach eine Tatsache ist, dann ist das schon sehr merkwürdig.
Ich finde dass Tierschutz uns alle etwas angeht. Schweine zb sind genauso intelligent und sensibel wie Hunde, aber wir halten sie auf rutschige Spaltenböden, auf wenig platz in hygienisch bedenklichen umständen, kastrieren sie ihne betäubung, kupieren ihre schwänze um sie kurz zu mästen und dann zu essen. Das hat nichts mehr mit natur zu tun.
Meistens wird ja das Wort „Gutmensch“ von Konservative und rechtspopulistischen Kräften verwendet, die sich einen rebellischen Anstrich geben wollen.
Nun ist Fleischkonsum ein schwieriges Thema. Das hervorragende us-amerikanische Magazin „meatpaper“, das sich mit den Ideen und Emotionen, die Fleisch auslöst, befasst.
Was viele politische Vegetarier unterschätzen: Essen für ist mehr als nur reine Funktion. Es ist besonders stark mit Genuss und Kultur konotiert. Hier zeigt sich die technokratische Seite: Man mag fast meinen, für Veganer und Vegetarier ist Essen tatsächlich einfach nur sattwerden, es ist das „Kein Sex vor der Ehe“ der politischen Linken, die Idealisierung des Verzichts. Will man jedoch die breite Masse überzeugen, muss man an den Herd und endlich kreativ werden. Bisher ist das Aussenbild des Vegetariers eben nicht das eines kulturbewußten Genießers, sondern das eines Technokraten, der für die feineren Dinge des Lebens keinen Sinn hat: So erblickt man unter vegetarischen und veganen Produkten doch meist das Prinzip des Plagiats (Von Sojawurst bis Sojahackfleisch), der Monokultur (Tofu und Soja) oder, immerhin, die Flucht in Küchen anderer Länder. Das geht weiter zu amateurhaft gestalteten Verpackungen, denen jeder Sinn für Design und Ästhetik fehlt. Es bleibt zu bezweifeln, dass eine breite Maße zu überzeugen ist, bis Vegetarier und Veganer essen auch als Kultur ernst nehmen (und wenn sie es bereits tun, das auch zu kommunizieren).
Ihr "Gutmenschengeschwafel"-Geschwafel zeuge von Originalität, Intelligenz und Kritikfähigkeit.
Ich versichere Ihnen, dass Sie sich da im Irrtum befinden.
ich kann diese aggressiven "Allesfresser"-Theoretiker nicht verstehen, die sobald es um das Thema Fleisch geht mit harscher Ablehnung reagieren. Ist es der Drang zum Viel-essen, den sie bedroht sehen oder wieso fühlen diese sich so angegriffen?! -Ich und mein Steak- am liebsten im Grundgesetz ganz vorne verankern.
Die einzige Lösung, die ich aus dem Artikel ziehe ist: WENIGER Fleisch essen. So einfach eigentlich, aber im Supermarkt schwer umzusetzen. Überall ist Fleisch drinne und wenns nur Speckwürfel sind.
PS ich bin kein Vegetarier
Der Interessenkonflikt zwischen "genug günstiges Fleisch" und Ethik ist nicht auflösbar. Wir wissen, dass Fleisch viel zu viel Rohstoffe bei der Produktion verbraucht und eine sehr hohe Umweltbelastung darstellt.
Da sie ja ein "Allesfresser" sind können Sie sich ja auch problemlos auf eine vegetarische Ernährung umstellen - der Umwelt und den tieren zu liebe.
Dass die selben leute, also im politischen Sinne Konservative aber auch Liberale (Was in unserem land seltsamerweise aufs gleiche raus kommt), ständig andere Menschen angreifen wenn sie darum bitten sich über die Lebenumstände von Armen Menschen oder MIgranten auseinanderzustzen, diese dann als "Gutmenshcen" oder auch "Moralaposteln" bezeichnen sich häufig unter solche Artikel auch noch als ignorant gegenüber Ökologischen Argumenten geben ist dohc interessant. Ich verstehe nicht, warum man sich als achso karnivorer übermensch relexartig negativ über Tierschutz und Ökologische Lebensweisen auslassen muss. Habt ihr soviel angst dass man euch euer tägliches Fleisch wegnimmt? Oder wollt ihr es einfach nicht wahrhaben, damit ihr es weiterhin ignorieren könnt, und kein schlehtes gewissen beim Fleischessen bekommt?
Ich finde den Artikel bemerkenswert objektiv. ich könnte ihn so niemals schreiben weil ich immer viel zu emotional bin bei diesem thema. Aber wenn man unter so einem wirklich guten Artikel sich mit Nationalsozialistischem Vokabular gegen etwas wehren will, was eifnach eine Tatsache ist, dann ist das schon sehr merkwürdig.
Ich finde dass Tierschutz uns alle etwas angeht. Schweine zb sind genauso intelligent und sensibel wie Hunde, aber wir halten sie auf rutschige Spaltenböden, auf wenig platz in hygienisch bedenklichen umständen, kastrieren sie ihne betäubung, kupieren ihre schwänze um sie kurz zu mästen und dann zu essen. Das hat nichts mehr mit natur zu tun.
Meistens wird ja das Wort „Gutmensch“ von Konservative und rechtspopulistischen Kräften verwendet, die sich einen rebellischen Anstrich geben wollen.
Nun ist Fleischkonsum ein schwieriges Thema. Das hervorragende us-amerikanische Magazin „meatpaper“, das sich mit den Ideen und Emotionen, die Fleisch auslöst, befasst.
Was viele politische Vegetarier unterschätzen: Essen für ist mehr als nur reine Funktion. Es ist besonders stark mit Genuss und Kultur konotiert. Hier zeigt sich die technokratische Seite: Man mag fast meinen, für Veganer und Vegetarier ist Essen tatsächlich einfach nur sattwerden, es ist das „Kein Sex vor der Ehe“ der politischen Linken, die Idealisierung des Verzichts. Will man jedoch die breite Masse überzeugen, muss man an den Herd und endlich kreativ werden. Bisher ist das Aussenbild des Vegetariers eben nicht das eines kulturbewußten Genießers, sondern das eines Technokraten, der für die feineren Dinge des Lebens keinen Sinn hat: So erblickt man unter vegetarischen und veganen Produkten doch meist das Prinzip des Plagiats (Von Sojawurst bis Sojahackfleisch), der Monokultur (Tofu und Soja) oder, immerhin, die Flucht in Küchen anderer Länder. Das geht weiter zu amateurhaft gestalteten Verpackungen, denen jeder Sinn für Design und Ästhetik fehlt. Es bleibt zu bezweifeln, dass eine breite Maße zu überzeugen ist, bis Vegetarier und Veganer essen auch als Kultur ernst nehmen (und wenn sie es bereits tun, das auch zu kommunizieren).
durch diesen guten Artikel seinen guten Appetit nicht zu verlieren.
Ihr "Gutmenschengeschwafel"-Geschwafel zeuge von Originalität, Intelligenz und Kritikfähigkeit.
Ich versichere Ihnen, dass Sie sich da im Irrtum befinden.
ich kann diese aggressiven "Allesfresser"-Theoretiker nicht verstehen, die sobald es um das Thema Fleisch geht mit harscher Ablehnung reagieren. Ist es der Drang zum Viel-essen, den sie bedroht sehen oder wieso fühlen diese sich so angegriffen?! -Ich und mein Steak- am liebsten im Grundgesetz ganz vorne verankern.
Die einzige Lösung, die ich aus dem Artikel ziehe ist: WENIGER Fleisch essen. So einfach eigentlich, aber im Supermarkt schwer umzusetzen. Überall ist Fleisch drinne und wenns nur Speckwürfel sind.
PS ich bin kein Vegetarier
An einen erwachsenen Konsumenten: „Wenn du nicht sofort aufhörst methanintensive Produkte wie Rindfleisch, Reis oder Schweinefleisch zu essen, gibt's Klimawandel!“
Und weiter:
„Iss Rindfleisch, Reis und Schweinefleisch. Willst du die Wirtschaft schädigen?“
An ein Kind: "Iss sofort deine Grütze auf. Die armen Kinder in Afrika müssen jeden Abend hungrig ins Bett.
Und weiter:
„Du isst den armen Kindern in Afrika die Grütze weg!“
Fazit: Wer ein schlechtes Gewissen hat ist folgsam, hält die Klappe und ist ein guter Staatsbürger.
Gewissens die Abschaffung jeglicher Zivilisation bedeuten, den Rückfall in die Barbarei.
Die "neoliberalen" Soziopathen machen das ja gerade vor.
Gewissens die Abschaffung jeglicher Zivilisation bedeuten, den Rückfall in die Barbarei.
Die "neoliberalen" Soziopathen machen das ja gerade vor.
Selten einen so fundierte und trotzdem lesbaren Artikel gelesen. Mit Gutmenschentum hat das nichts zu tun, vielmehr mit Aufklärung. Jetzt gilt es, die angedeuteten Lösungen zu erforschen und zu bewerten - ein schlechtes Gewissen ist dabei nicht zuträglich, ein heller Kopf durchaus.
meines Vorredners an.
meines Vorredners an.
Gewissens die Abschaffung jeglicher Zivilisation bedeuten, den Rückfall in die Barbarei.
Die "neoliberalen" Soziopathen machen das ja gerade vor.
meines Vorredners an.
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