Das Feuilleton der ZEIT hat deutsche Autoren unter 35 Jahren gebeten, den Kanon der Literatur einer kritischen Prüfung zu unterziehen. Sie haben mit Brecht, Benn, Döblin und Kafka, die Helden der ersten Jahrhunderthälfte, einer zweiten Lektüre unterzogen, ebenso wie Max Frisch, Günter Grass oder Ingeborg Bachmann

Das Ergebnis: Manches Pathos von einst klingt für die Nachgeborenen wie Kitsch, und manche gefeierte Kargheit entpuppt sich bei unbefangenem Lesen als Einfallslosigkeit. Am Ende stehen zehn Vorschläge von Literaten zur Entschlackung des literarischen Kanons – höchst individuell, natürlich ungerecht, in hohem Maße ehrlich und: sehr befreiend.