Mallorca Adiós Hinterland!
Warum in diesem Sommer die Mietwagen knapp werden – gerade auf Mallorca
Die Zeiten sind vorbei, in denen Urlauber auf Mallorca und Ibiza vor allem baden, sonnen und feiern wollten. Immer mehr Gäste möchten die Insel erkunden, Land und Leute kennenlernen, am liebsten im Auto. Genau das aber ist in diesem Jahr schwer. Auf den Inseln werden Mietwagen knapp – weil die Anbieter ihre Flotten drastisch verkleinert haben.
»Momentan haben wir noch genügend Autos im Angebot«, sagt der TUI-Mietwagen-Experte Michael Knapp. »Für dieses Jahr gilt aber die Formel: Je später man bucht, umso teurer wird es. Rabattaktionen für die Hochsaison sind keinesfalls zu erwarten.« Engpässe erwarte man vor allem zwischen Mitte Juli und Mitte August, sagt auch Carsten Greiner, Geschäftsführer von CarDelMar.
Mietwagen sind nicht mehr das billige Urlaubszubehör, das man am Flughafen Palma oder im Hotel zu Spottpreisen wie hundert Euro pro Woche spontan ausleiht. Im Gegenteil: Wer sich erst nach der Ankunft auf Mallorca entschließt, einen Wagen zu mieten, wird im Sommer entweder leer ausgehen oder das Doppelte bis Dreifache des üblichen Preises zahlen müssen. Veranstalter und Vermieter empfehlen deshalb, den Mietwagen so früh wie Flug und Hotel zu buchen.
Doch auch dann kommt man nicht mehr so billig davon wie einst. »Für einen Mietwagen auf Mallorca müssen in diesem Jahr durchschnittlich 30 Prozent mehr ausgegeben werden als vor der Finanzkrise«, sagt Kai Sannwald, Inhaber des Mietwagenvermittlers Sunny Cars. Der Münchner Unternehmer, der pro Jahr 220000 Ferienmietwagen vermittelt, schätzt, dass zurzeit in Spanien ein Drittel weniger Autos zur Verfügung stehen als noch vor zwei Jahren. Die Mietwagenkrise trifft Mallorca und Ibiza besonders hart, weil die Nachfrage dort traditionell wesentlich größer ist als in allen anderen Feriengebieten rund um das Mittelmeer. Zudem lassen sich die Flotten zwischen Inseln und Festland nur mit großem Aufwand verschieben. Aber auch in Portugal, Griechenland und Irland sind Engpässe zu erwarten. »Eine Entspannung der Lage ist nicht in Sicht«, sagt Sunny-Cars-Chef Sannwald.
Denn die Weltwirtschaftskrise brachte das klassische Geschäftsmodell der Branche zu Fall. Früher versorgte die Automobilindustrie die Vermieter mit Neuwagen und nahm diese nach sechs Monaten anstandslos wieder zurück. Die Mietwagenflotten bestanden quasi aus Leasingautos, die nach ihrer kurzen Nutzung als Leihwagen von den Herstellern auf dem Gebrauchtwagenmarkt weiterverkauft wurden.
Heute ist das den Autofirmen meist zu riskant – weil sich Gebrauchtwagen seit der Finanzkrise nur noch schlecht verkaufen lassen. Gerade in Spanien ist der Markt für diese Fahrzeuge quasi zusammengebrochen. »Die Vermieter müssen ihre Leihwagen nun selbst finanzieren«, sagt Sannwald. Und schauen, was sie später mit den älteren Fahrzeugen machen. Auch sind die Banken nicht bereit, den meist mittelständischen Autovermietern riesige Kredite zu bewilligen. Kaum jemand kann es sich mehr leisten, den Parkplatz mit Leihwagen vollzustellen, die nur in der Hauptsaison wirklich alle gebraucht werden.
Einige Vermieter wollen das Problem mindern, indem sie ihre Autos länger in Betrieb lassen. Die Kunden müssen damit rechnen, dass der Wagen, den sie teuer gebucht haben, schon einige Monate und viele Kilometer hinter sich hat.
- Datum 03.06.2010 - 06:55 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 20.05.2010 Nr. 21
- Kommentare 8
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Im Vergleich mit Mietwagenpreisen in Deutschland fährt man auf Mallorca, zumindest was die Vorsaison und onlinebuchen über www.doyouspain fast für lau, und das mit gut gewarteten "Neu"wagen.
In dem Artikel geht es erkennbar nur um die Hauptsaison. Niemand hat einen Mangel in der Vorsaison beklagt. Mietwagen zur Hauptsaison sind in Deutschland in diesem Jahr deutlich billiger als auf Mallorca.
Berichte über einen Mietwagenmangel auf Mallorca und steigende Preise gab es vor dem Sommer schon im letzten Jahr. In diesem Jahr haben sie offensichtlich Substanz.
In dem Artikel geht es erkennbar nur um die Hauptsaison. Niemand hat einen Mangel in der Vorsaison beklagt. Mietwagen zur Hauptsaison sind in Deutschland in diesem Jahr deutlich billiger als auf Mallorca.
Berichte über einen Mietwagenmangel auf Mallorca und steigende Preise gab es vor dem Sommer schon im letzten Jahr. In diesem Jahr haben sie offensichtlich Substanz.
In dem Artikel geht es erkennbar nur um die Hauptsaison. Niemand hat einen Mangel in der Vorsaison beklagt. Mietwagen zur Hauptsaison sind in Deutschland in diesem Jahr deutlich billiger als auf Mallorca.
Berichte über einen Mietwagenmangel auf Mallorca und steigende Preise gab es vor dem Sommer schon im letzten Jahr. In diesem Jahr haben sie offensichtlich Substanz.
Warum fahren oder fliegen alle Deutschen nach Mallorca? Gibt es keine anderen Gebiete auf der Welt, wo man die Einheimischen ärgern kann?
Zitat "Die Kunden müssen damit rechnen, dass der Wagen, den sie teuer gebucht haben, schon einige Monate und viele Kilometer hinter sich hat."
Der simple Sachverhalt, dass man keinen "0 Kilometer, frisch vom Band zum Kunden" Neuwagen nutzen kann, sondern einen "einige Monate" alten, wird hier so drastisch formuliert als ginge es um verdurstende Kinder.
viereggtext: Die Autos im Süden haben schon einiges erlebt und hatten scon immer den Ruf, nicht immer verkehrsicher zu sein. Daran hat sich nichts geändert. Zwischenzeitlich waren ein paar neue darunter, aber der kleine Klapperkasten ist meist schon ramponiert.
Die Mietwagenpreise zur Hochsaison auf Mallorca schrecken derzeit von einem individuellen Urlaub ab. Die Zeiten sind seit letztem Jahr wirklich vorbei, wo man noch für 99 Euro für eine Woche über die Insel fahren durfte.
So pauschal lässt sich die Qualität der Mietwagen auf Mallorca nicht bewerten. Die Fahrzeuge, die man bei den großen Ketten am Flughafen bekommt, sind meist in recht gutem Zustand und teilweise auch noch sehr neu. Viele Familienunternehmen in den Urlaubsorten, die Autos vermieten, nehmen es mit der Wartung allerdings nicht so genau.
Als so richtig erholsam empfinde ich einen Urlaub in solchen Anlagen nicht. Alleine schon das abendliche Gedränge im Speisesaal artet für mich in Stress aus. Nach einer Woche Mallorca erhole ich mich dann immer noch eine weitere Woche zuhause.
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