Psychosoziale Hilfe für Migranten : Lerne Deutsch oder leide

Unter Einwanderern breiten sich seelische Krankheiten überproportional aus. Doch sie finden keine psychotherapeutische Hilfe. Das hat teure Folgen

Es brannte. Meist begann es in den Schultern oder in den Armen. Von da aus breitete es sich auf alle Glieder aus. Wie ein inneres Feuer. Wenn es ganz schlimm kam, brannte es auch im Kopf. Immer wieder, über viele Jahre. Internisten, Neurologen und Orthopäden hatte der Mann, ein Deutschtürke, konsultiert. Sie hatten ihn abgeklopft und in eine Röhre geschoben – aber nichts gefunden. Bald war der grauhaarige Mann mit dem angeblich brennenden Körper in den Krankenhäusern in Hamburgs Osten bekannt, Mediziner verdrehten die Augen, wenn sie ihn wieder im Wartezimmer ihrer Notfallstation sitzen sahen.

Lebensüberdrüssig, die Taschen voller Tabletten, kam der 68-Jährige schließlich zu Ali Erdogan in die psychiatrische Ambulanz des Krankenhauses Hamburg-Eilbek. Nach ein paar Sitzungen kannte Erdogan die wahre Krankheit des Deutschtürken: eine schwere Depression .

Ursache für sein Leiden war sein Leben. Als junger Mann war er aus Anatolien gekommen, mit Plänen für ein besseres Leben für sich und seine Kinder. 40 Jahre lang hatte er geschuftet, morgens auf dem Bau, abends in einer Putzkolonne. Doch ein Schwager in der Türkei hatte ihn um seine Ersparnisse gebracht. Als der Sohn arbeitslos wurde und der Schwiegersohn die Tochter verließ, begannen die Schmerzen. Gesundheit kaputt, Vermögen weg, Familienehre beschädigt: Die Sorgen brannten dem Mann buchstäblich auf der Seele.

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Kommentare

293 Kommentare Seite 1 von 35 Kommentieren

@Noch einmal die Frage an Herrn Spiewak:

"Oft werden »Importbräute« wie Haushaltshilfen behandelt, müssen putzen und waschen und dürfen das Haus kaum verlassen. Eine Scheidung kommt für sie oft nicht infrage. Denn sie sprechen kaum Deutsch, zudem fehlen ihnen Kontakte außerhalb der Familie."

Es muß für Migranten ja eine wahre Hölle sein, die einheimische Sprache (das ist die deutsche, Herr Spiewak, also die, in der dieser Artikel verfaßt ist) lernen zu müssen. Sollte die Überschrift über diesem Artikel ernst gemeint sein, so hieße der einzig mögliche Schluß für Migranten, sich einmal ernsthafter mit dieser deutschen Sprache und der deutschen Gesellschaft zu befassen, sich ihr zu öffnen und den Kontakt nicht nur mit Landsleuten zu pflegen, denn hinterhergetragen bekommt man das in keiner Gesellschaft dieser Erde. Was soll also dieser Artikel?

Arroganz der Leitkultur

Ich bin schockiert über Ihren Kommentar. Hier wird von den Schicksalen einiger Migranten geschrieben und alles was Ihnen dazu einfällt ist arogant und abfällig jenen Leuten integrationsverweigerung vorzuwerfen. Für Leute wie sie ist die welt doch nur schwarz weiß, und nur die weißen sind die guten. Dass Menschen in unterschiedlichen und schwierigen situtioen sind die eben unterschiedliche gründe liefern warum man kein deutsch lernt, oder was auch immer, verstehen Sie nicht.

Ich finde es auch hässlich, wenn man hier menschen mit zwei Nationalitäten oder einfach nur Menschen die eingewandert sind, eine identitätskriese einreden will. Die Identität von Migrnten sit doch nicht das problem. Das Problem ist sowieso garnicht so groß wie manche sagen. Es geht nur darum, dass es manche Menschen schwer haben sich zurecht zu finden. Sagen wir weil sie die Sprache nicht srpechen können (aus welchen gründen auch immer) oder weil sie in schwierigen Familiären Verhältnisen leben, weil sie Arm sind oder aus anderen Gründen.

Ich finde es scahde, wenn hier leute mal wieder latent rassisitsch werden und so tun als würden "Die Türken" hier ne Invasion vornehmen und alles irgendwie türkianisieren wollen. Es geht doch nur um gegenseitigen Respekt und annerkennung. Dazu gehört das anbieten von Sprachkursen, das aufeinanderzugehen im alltag aber auch Verständniss der Lebensituation von menschen dazu.

Was ich hier lese sind Vorurteile und intolleranz, in fast allen Kommentaren.

Ihre Ignoranz und Naivitaet

ist betruebend.

Glauben sie denn etwa das es in Deutschland keine Sprachkurse gibt oder nur unterschwellig auf das existierende Angebot hingewiesen wird?

Als Immigrant hat meine eine bewusste Entscheidung getroffen, sein Glueck, und das seiner Familie, in der Fremde zu suchen. Dazu gehoert dann auch die Pflicht auf die eingeborene Bevoelkerung zuzugehen, auch wenn man des oefteren mal auf Abneigung und Ablehnung stoesst, voellig natuerliche Reaktionen auf das "Fremde".

Wie sie den deutschen Buergern das zum Vorwurf machen ist laecherlich. Glauben sie etwa sie wuerden mit offenen Armen empfangen wenn sie, zusammen mit ein paar hundertausender,zum groessten Teil minderqualifizierter Deutscher, in die Tuerkei auswandern wuerden?

Das so viele Einwanderer aus der Tuerkei und anderswo, sich dennoch nicht einfinden koennen ist mir ein Raetsel.Meine Eltern und Ich selbst hatten es wahrlich nicht leicht, und dennoch hatten meine Eltern nie Grund sich zu beklagen. Stattdessen wurde mir immer wieder eingetrichtert das nur Leistung uns weiterbringen wird, und das erfolgreich!

Ich reiche dir die Hand

Ja, menschen die versuchen sich offen und tolerant zu geben, werden doch schon seit eh und jeh als Naivlinge bezcihnet. Denn konservative Mitbürger scheinen leider einen begrenzten horizont zu haben, nichtwahr? Da ist jeder der anders sit gleich böse, und jeder der für den andren bessere lebensverhältnisse möchte ein kommunist.

Erstens: Niemand hat die pflicht auf igrendjmenaden zuzugehen! Jetz werden sie mal nicht totalitär. jeder kann auch in abgeschotteter einsamkeit leben wenn er das wünscht. Wir leben in einem freien land!

zweitens: Wenn die Gesellschaft interesse daran hat, dass Menscehn zu ihr einen Bezug finden, dann muss sie auch dafür einstehen.

drittens: Wollen die meisten Mirgatnen selsbtverständlich zugang zur gesellschaft bzw zu anderen menschen, vollkommen egal welche nationalität sie haben/hatten.

Ich mach den deutschen bürgern nichts zum vorwurf. Sie fühlen sich doch nur immer negegriffen wenn ich von dem land in dem ich seit über 20 Jahren lebe fordere: geht auf Menschen zu, die nicht auf euch zugehen können!

Die Qualifikation eines Menschen sollte nicht ausschlaggebend sein. Alle Menschen sind mir willkommen und ich helfe ihnen gerne wenn ich kann. Ich fidne auch, dass wir ein entsprechendes Bildungssystem brauchen, welches migranten und stämmige ohne brauchbare berufliche Qualifikation ins berufsleben zurückführt. Schweden hat sowas. Funzt prima bei denen. Nur der Deutsche hat immernoch Angst vor dem Ausländer.

Alter Schwede

Zitat: "Ich finde auch, dass wir ein entsprechendes Bildungssystem brauchen, welches migranten und stämmige ohne brauchbare berufliche Qualifikation ins berufsleben zurückführt. Schweden hat sowas. Funzt prima bei denen. Nur der Deutsche hat immernoch Angst vor dem Ausländer."
Es geht nicht um DEN Ausländer, es geht um eine bestimmte Gruppe, die sich in den westlichen Ländern nicht zurechtfindet und Probleme macht und vermutlich auch hat (siehe Artikel). Das in Schweden, Holland, Dänemark, Frankreich etc. nicht anders als bei uns. Auch dort weist besagt Gruppe eine hohe Arbeitslosigkeit auf und ist für einen Großteil der Straftaten verantwortlich.

Bitte so?

Was machen Sie mit Menschen, die hier einwandern, die deutsche Sprache noch nicht beherrschen, aber Arbeit haben, bei der zum Beispiel englisch gesprochen werden kann, was sie können. Jetzt erkranken sie oder waren es schon vorher und benötigen eine Therapie. Möchten sie diesen, vielleicht wenigen Menschen, sagen, lerne erstmal Deutsch, bevor du eine Therapie erhälst?
Warum wird dieses Angebot an fremdsprachlicher Therapie nicht als eine Möglichkeit gesehen, für unser Land zu werben, Zuwanderung zu ermöglichen und Integration zu unterstützen. Und dabei rede ich nicht davon, das "der Türke" seinen türkischen Psychater, Bäcker, Busfahrer etc. bekommen soll, damit er kein deutsch mehr zu sprechen brauch.

Selbstkritik notwendig

Sie haben Recht, mit gutem Willen würde Vieles gehen. Erschwert wird das Ganze nur dadaurch, dass es vielen Migranten - die oft aus bildungsfernen Schichten kommen - an der Fähigkeit zur Selbstkritik und -reflexion mangelt. Wer sich permanent als Opfer sieht, an Minderwertigkeitkomplexen, kompiniert mit dem widerspüchlichen Gefühl, den Einheimischen moralisch überlegen zu sein, leidet, wird für Integrationsangebote, von denen es in Deutschland genügend gibt, nur schwer zu begeistern sein. Von daher sehe ich persönlich zur Zeit wenig Chancen, diese besondere Gruppe von Migranten zu erreichen.

Genau

Wenn dem so ist, klingt das erstmal logisch. Es geht aber denke ich nicht um eine Integration von heute auf morgen und auch nicht um eine Gewöhnung dieser Gesellschaft an "das Fremde" von heue auf morgen. Also geben wir dem doch mehr Zeit, mehr Aufmerksamkeit. Profitieren werden beide Seiten davon. Unsere Kultur wird dadurch auf den Prüfstand gestellt und kann sich weiter entwickeln, wir erhalten so auch potentielle ausgebildete Arbeitnehmer, die wir in Zukunft sicher brauchen werden, und setzen der Intoleranz, die nur illusorisch dem eigenen Selbstschutz dient und die schon längst eingeleitete Entwicklung nicht wahrhaben will, etwas konstruktives entgegen.
Jetzt bin ich gespannt, wann der erste Kommentar kommt, der mich als Gutmensch "beschimpft"..

Mehr Zeit geben

Das Problem ist, dass uns demographisch gesehen die Zeit davon läuft. Wenn Jugendliche mit Migrationshintergrund, teilweise in der dritten Generation geboren, schlechter integriert sind als ihre Eltern, haben wir ein Problem. Soweit mir bekannt ist, erlangen von türkischen Jugendlichen beispielsweise in Berlin 40 Prozent keinen Schulabschluss, das ist doch bildungspolitisch eine Katastrophe. Da die Fertilitätsrate der Einwanderer gerade aus den islamischen Ländern recht hoch ist, werden sich diese Zahlen weiter erhöhen. Falls es uns nicht gelingt, diese Menschen fit für eine moderne Industriegesellschaft wie Deutschland zu machen (ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie das gelingen sollte; alle Erfahrungen bisher geben keinen Anlass zu Optimismus) gibt es eigentlich nur eine zweite Option: auf lange Sicht sieht es bei uns so aus wie in Anatolien. Dann können wir vielleicht nicht mal mehr über das Internet über diese Probleme diskutieren.

U.N.F.U.G, aus dem Funkloch

Wie viele Sprachen Sprechen Sie denn ausser saechsisch?
Falls der Europakommissar fuer Energie Guenter Oetinger sich in Bruessel psychologisch behandeln laessen sollte, braucht er einen deutschsprachigen Arzt. Es sind nicht nur mansche Migranten, die sich mit der deutschen Sprache schwer tun. Es sind auch Landesfuersten oder Aussenminister, die das gleiche Problem haben.

DANKE "Buh"

Endlich jemand hier, der auch einmal hinter die Kulissen gedacht hat und nicht gleich "die Migranten" ueber einen Kamm geschaert hat! Ich habe die meisten Kommentare zu diesem Artikel gelesen und auch mir ist aufgefallen, dass am eigentlichen Thema vorbei geredet wird. Es wird allein gehetzt auf die (meist tuerkischen) Einwanderer, welche sich nicht integrieren moechten. Dies scheint in Deutschland generell ein Dorn im Auge vieler zu sein. Aber dieses Problem ist hier nicht Thema! Vielmehr geht es um !Menschen! denen es verwehrt wurde sich zu integrieren oder - wie im Beispiel angegeben - welche die meiste Zeit Ihres Lebens in unserem Land arbeitend in mehreren Jobs gleichzeitig um die Familie durch zu bringen oder eingeschlossen als Kuechenhilfe verbracht haben. !Menschen! die keine Wahl hatten. Und um ganz ehrlich zu sein - viele Kommentatoren hier hinterlassen solch kribisige und einfaeltige Stellungnahmen, dass es mir schon fast verstaendlich ist, wenn einige Einwanderer ein Problem mit Ihrer Integration entwickeln. Scheinbar sind die meisten in unserem Land geborenen nicht in der Lage sich in andere Lebensverhaeltnisse und Situationen in anderen Laendern, generell andere Menschen hinein zu versetzen! Sehr schade ist dies!
Als persoenliche Anmerkung moechte ich nur angeben, dass ich selbst aus Deutschland ausgewandert bin. Ueberraschung!!! Denn meist stoesst man ausserhalb Deutschlands auf mehr Toleranz :D

@Drahtzieher

„Als persoenliche Anmerkung moechte ich nur angeben, dass ich selbst aus Deutschland ausgewandert bin. Ueberraschung!!! Denn meist stoesst man ausserhalb Deutschlands auf mehr Toleranz :D“

Wo denn zum Beispiel? – Ich frage das nur, weil es sich immer wieder als bemerkenswert erweist, wer so alles glaubt, Deutschland der „Intoleranz“ zeihen zu können...

"Vielmehr geht es um !Menschen! denen es verwehrt wurde sich zu integrieren oder - wie im Beispiel angegeben - welche die meiste Zeit Ihres Lebens in unserem Land arbeitend in mehreren Jobs gleichzeitig [...] oder eingeschlossen als Kuechenhilfe verbracht haben."

Sie beschweren sich, dass die meisten Kommentatoren auf "Gastarbeiter" abheben, zumal aus der Türkei, rekurrieren dann aber selbst darauf? Interessant ist daneben, dass Sie gleichwohl von "unserem" Land sprechen - so sehr dürfte es Ihr Land doch nun nicht mehr sein, oder?

Was die 60er-, 70er- und sogar die frühen 80er-Jahre angeht, mag die von Ihnen geschilderte Praxis noch überwiegend gestimmt haben. Damals war aber noch weithin beiderseits (!) angedacht, dass es keine "Integration" geben sollte, da die "Gastarbeiter" eben nur als "Gäste" angesehen wurden. Seither investiert der deutsche Staat indes jährlich Milliarden - unter anderem, um Programme zur Sprachförderung zu finanzieren. Würden Sie mir also bitte erklären, inwieweit der deutsche Staat es Menschen "verwehren" sollte, zumindest die Sprache zu erlernen, und was an dieser Forderung nun "intolerant" ist?

Was ist aus den Zeit-LeserInnen geworden? Lob an herrn Spiewak!

Lieber "U.N.Leserlich", "Alexander89",
liebe ZEIT-mit-leserInnen,

"arbeiter wurden gerufen, menschen sind aber gekommen".. weder die migrantInnen noch die jeweiligen regierungen hatten vorgehabt, dass diese menschen hier bleiben sollten. Neben - noch - sehr vielen, die kaum oder kein deutsch sprechen können, gibt es zahlreiche sehr gut ausgebildete und studierte migrantInnen (so wie auch BaalChamoon).

Ein dickes lob an herrn Spiewak, der ein wundes thema unserer gesellschaft anspricht: nicht nur bei den migrantInnen, aber bei ihnen am meisten, ist unser gesundheitssytsem, oder doch besser: krankheitssystem?, nicht fähig, den bedürfnissen der betroffenen gerecht eine versorgung zu bieten.. stattdessen gilt das rasenmäher-prinzip.. ohne rücksichticht auf die jeweiligen bedürfnisse.

Wie kann ein demokratischer staat sich eine derart menschenverachtende medizin leisten? Heisst es nicht im Grundgesetz: die würde des menschen ist unantastbar. Oder verstehen einige Zeit-LeserInnen hieraus nur die würde des "deutschen menschen"? Ich schäme mich als verfassungspatriot für derartigen hirnschmalz.. angeblich von gebildeten leserInnen der Zeit?! Pfui!

Hass der Leitkultur

Es ist unrelevant wie Deutsche imA usland aufgenommen werden. Relevant ist was richtiges Handeln ist, und das ist eine moralische Frage, keine Frakte der Macht der leitkultur.

In ein Land einzuwandern kann viele Gründe haben. Jeder migrant hat seine eigene individuelle Vergangenheit. Und offenbar ist es so, dass es eine anzahl von Migranten gibt, die Probleme haben die Deutsche Sprache zu erlenen und sich so abkapseln. Die Gründe hierfür müssen analysiert und das problem beseitigt werden. Da hilft kein fingerzeig auf den Bösen Ausländer oder den Bösen deutschen. es muss ein aufeinander zugehen sein!
Mein Vorschlag ist eben zb der "integrationskurs" an Schulen, welcher jedem Elternteil ksotenlosen UDeutschunterricht ermöglicht. Es muss mehr solcher Programme geben. Es nützt überhaupt nichts, hier einen auf Hardliner zu machen, und zu sagen "Ist odch deren Problem wenn die sich nicht eingliedern können, sollen die doch wieder abhauen". Das ist eine Menschenfeindliche, bornierte und unnütze Ansicht.

Wir sind alle Menschen. Es ist egal was im Pass steht. Wir sind alle gleich gut und gleich böse. Es hängt nicht von der Kultur oder von der Nationalität ab, sondern vom Charakter eines Individuums wie es sich in eine Gesellschaft einfügt. Es gibt auch genug Deutsche die sich abkapseln. Das ist auch in Ordnung wenn sie das wollen, jeder sollte tun dürfen was er will, aber wenn die Gesellschaft ein interesse an integration aht muss sie auch was dafür tun.

Viele Angebote werden nicht wahrgenommen

Zumindest in de Gro??st??dten gibt sehr viel sehr unterschiedlieche Angebote zu Integration, an den verschiedensten Orten angesiedelt, niedrigschwellig, Schulen bem??hen sich Eltern zu erreichen, Mama lernt Deutsch, Volkshochschulen bieten unterschiedlichste Kurse, Beratungen, Treffpunkte, f??r Frauen, Familien, Kinder, Jugendliche. Familien bekommen Familienhelfer und es gibt Nachhilfeangebote.
Eifach mal googeln

Leben in zwei Welten

Ich kann mir gut vorstellen, dass es auf Dauer äußerst anstrengend sein muss, in zwei Welten zu leben und keine gesfestigte Identität zu besitzen. Die Migranten würde nicht nur uns, sondern insbesondere sich selber einen Gefallen tun, wenn sie sich endlich zu Deutschland bekennen und hier ihre Zukunft sehen würden. Solange dies nicht der Fall ist, werden viele Neubürger wohl weiterhin durch aggressive und mittelalterliche Wertevorstellungen auffallen und uns und sich selber schaden.

Einfach unglaublich.

Boaaahh...ich krig die Kreise!!!

"Die Migranten würde nicht nur uns, sondern insbesondere sich selber einen Gefallen tun,"

WIE BITTE? Wer zur Hölle ist dieses verdammte UNS? ICH BIN MIRGANT. Ich studiere hier, ich hab hier Abitur gemacht, aber ich bin migrant. Und doch bin ich irgendwo auch Deutsch. und ich lebe hier, und ich egstalte durch meine individualität die auch durch meinen kulturellen Hintergrund geprägt ist, diese hier vorhandene Kultur. Kultur ist etwas was sich wandelt. Man kann sie nicht für sich einnehmen und behaupten dass zugereiste sich gefälligst anzupassen hätte. und dann auch noch "Neubürgern" agressionen zu unterstellen it sehr ärgerlich. Als wären wir tollen Deutschen alle super Bürger. Alle Blond und Blauäugig oder was? Und was ist mit Nazis die zb in Sachsen gelegentlich jagt auf Russen machen? Körperverletzung und auch Morde sind da schon geschehen.

Es sit gefährlich wenn sie Migranten und Kriminalität zu einem Gedankenpaar machen. Wir müssen alle toleratner sein, und menschen als individuen sehen und nicht als nationen.

Ausserdem: Was kann der Mann dafür wenn er von seiner lebenssitutation depressiv wird? Ich war auch depressiv, bin es sogar nicht, nur hab ich das dank einer terapie in den griff bekommen. Solchen Menschen vorzuwerfen sie seien doch selsbt schuld an ihrer lage wenn sie sich hier nicht anpassen ist doch kleinkariertes, kleinbürgerliches, konservatives gelaber.

Integration funktioniert wenn beide Seiten mitmachen!

Frage der Schuld

Natürlich gibt es zahlreiche Migranten, die in Deutschland ihre Heimat sehen. Gerade aus dem islamischen Kulturkreis Zugewanderte scheinen aber sehr häufig Probleme damit zu haben. Ich kann mir vorstellen, dass es nicht leicht für viele ist, aus einer äußerst patriarchal und bäuerlich geprägten Welt in einer modernen, pluralistischen Industriegesellschaft anzukommen. Wer aber, nachdem er seit Jahrzehnten hier lebt, immer noch kaum Deutsch spricht, nur türkische Fernsehsender sieht, türkische Zeitungen liest, nur den Kontakt zu Türken sucht und die westliche Lebensweise als dekadend und seinen Werten unterlegen ansieht, dem unterstelle ich eine gewisse Mitverantwortung für seine Lebenslage. Und dass gerade jugendliche männliche Machos, die durch aggressives und kriminelles Verhalten auffallen, aus diesem Kulturkreis stammen, kann nicht als Vorurteil abgetan werden.

Schon

Mit der Mitverantwortung haben Sie recht. Die ist aber auf beiden Seiten zu suchen. Das man Kontakt mit "fremden" Menschen bekommt ist ja nichts, was mit Ignoranz und Intoleranz aufgehalten werden kann. Es kann und wird auch nicht aufgehalten werden, denn das ist der natürliche Verlauf von Kulturen. Menschen wollen dort Leben, wo sie bessere Lebenschancen sehen. Wir sollten also für eine Chancengleichheit eintreten und dabei im eigenen Denken beginnen. Es ist nun mal problematisch wenn mehrere unterschiedliche Kulturen zusammen kommen und zusammen leben. Das sollte man doch auf eine mitmenschliche und für alle vorteilhafte Weise lösen können..