Buchrezension Mosaik des Wahnsinns
Der US-Autor Michael Lewis hat einen fulminanten Report über den großen Crash veröffentlicht. Wer war schuld – und was muss sich ändern?
© Chris Hondros/Getty Images

Ein Händler an der New Yorker Börse hält sich Hände an den Kopf
Immer wieder landet Michael Lewis in seinem neuen Buch in Düsseldorf. Der Amerikaner arbeitete in den 1980er Jahren kurzzeitig für die wildesten Anleihenhändler der Wall Street, schrieb ein umjubeltes Buch darüber und ist seither Magazin- und Buchautor. Nun erzeugt er große Aufregung mit seinem neuesten Werk: Es geht darum, wie das Finanzsystem so dramatisch versagen konnte. Als der Immobilienboom in den USA seinen Höhepunkt erreichte, tauchte vermehrt die Frage auf, wer in aller Welt die Wertpapiere noch kaufe, die da eilig an der Wall Street aus Schrotthypotheken gebastelt wurden. Antwort: Düsseldorf. Oder allgemeiner: idiotische Banker in Deutschland.
Der Bezug ist leicht herzustellen. Derzeit muss sich der ehemalige Chef der IKB Deutsche Industriebank, Stefan Ortseifen, vor Gericht verantworten , weil er im Jahr 2007 die Situation seines Hauses schöngemalt haben soll – kurz bevor die Bank gerettet werden musste, weil sie sich mit Schrotthypotheken aus den USA vollgesogen hatte. Der Düsseldorfer Manager verteidigt sich unter anderem mit einem Angriff auf die Deutsche Bank, die der IKB solche Giftpapiere verkauft und ihr etwas später die Kreditlinie gestrichen hatte.
Die Deutsche Bank ist eines der führenden Häuser an der Wall Street, und das auch, weil ihre Experten das Desaster relativ früh kommen sahen. Nun muss sie sich nicht nur vor deutschen Gerichten erklären. In den USA wird gegen Großbanken ermittelt, die in großem Stil mit Hypothekenkrediten gehandelt haben. Die Börsenaufsicht hat sich zunächst mit dem Krösus der Branche angelegt. Goldman Sachs soll arglosen Kunden Hypothekenbündel verkauft haben , ohne ihnen zu sagen, dass die Zusammensetzung von einem Spekulanten beeinflusst wurde, der gegen ebendiese Hypotheken wetten wollte. Doch die Aufseher ermitteln, undementierten Berichten zufolge, auch gegen die Deutsche Bank und andere. Zudem untersucht der Generalstaatsanwalt des Staates New York, ob die Banken nicht Investoren und die zur Bewertung der Papiere herangezogenen Rating-Agenturen in die Irre geführt haben.
Schuld und Sühne nach dem großen Knall. Da kommt das bislang beste Buch zur Krise gerade recht. Michael Lewis erzählt die Geschichte dreier Außenseiter, die den Wahnsinn früh erkannten und mit Wetten auf den Zusammenbruch reich wurden.
Einer ist Steve Eisman, ein Finanzanalyst mit Juraausbildung, ohne Manieren, im Gespräch fast zwanghaft ehrlich, stets das Negative im Blick. Eisman erkennt und mag es doch zunächst kaum glauben, wie sich die Wall Street auf Kosten der einfachen amerikanischen Hauseigentümer bereichert. Noch früher sieht ein gelernter Arzt namens Michael Burry das riesige, zum Scheitern verurteilte Schneeballsystem. Ein menschenscheuer Zahlen- und Computerfreund, besessen von seiner jeweiligen Beschäftigung und überaus erregbar, wenn es unfair zugeht. Burry macht etwas eigentlich Selbstverständliches, das doch bisher so gut wie kein Investor auf dem Hypothekenmarkt getan hat. Er studiert die Prospekte der Hypothekenbündel und stellt fest: Der Anteil von Krediten, die wohl nie zurückgezahlt werden, steigt dramatisch, ohne dass es irgendjemanden kümmert. Charlie Ledley, ein kleiner Spekulant mit Garagenfirma in einem Universitätsstädtchen, vervollständigt Lewis’ Trio. Er wettet mit seinem Partner grundsätzlich auf Entwicklungen, die an der Wall Street für ausgeschlossen gehalten werden. Und nichts ist kurz vor dem Crash ein größeres Tabu als die Idee, dass die Häuserpreise in Amerika eines Tages nicht mehr steigen würden und das System immer verwegener werdender Kredite zusammenfallen könnte.
Die Geschichte der drei ist spannend erzählt, bis hin zum großen Kassieren. Doch das Besondere ist, dass Lewis durch ihre Augen das Finanzwesen klar und präzise entlarvt. Es lohnt sich, die verschiedenen Stufen des großen Spiels Revue passieren zu lassen, um herauszufinden, wie die Märkte künftig reguliert werden müssen.
Das Vorspiel fand schon in den achtziger Jahren statt. Clevere Investmentbanker entdeckten: Mit Krediten geringer Güte lassen sich lukrative Geschäfte machen. Man muss nur viele der Forderungen an schwache Schuldner in ein Wertpapier packen und erklären, dadurch sei das Risiko gestreut und also das Wertpapier weniger wacklig als seine Einzelteile. Hat man viele solcher Papiere, lässt sich wunderbar weiterspielen. Man kann die schlechteren Teile heraustrennen und daraus abermals neue Papiere herstellen, und man kann Wetten auf das Schicksal dieser Papiere abschließen. Die jungen Wall-Street-Händler sahen: Bei Krediten und nicht bei Aktien war das ganz große Geld zu machen. Zwar endete die erste Spekulation mit Schrottanleihen in Pleiten und Gefängnisstrafen, doch das Spielfeld war bereitet.
- Datum 22.05.2010 - 15:09 Uhr
- Seite 1 | 2 | 3 | Auf einer Seite lesen
- Quelle DIE ZEIT, 20.05.2010 Nr. 21
- Kommentare 16
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:




...die Verkäufer nicht zu vertreten haben sollten:
"Goldman Sachs soll arglosen Kunden Hypothekenbündel verkauft haben, ohne ihnen zu sagen, dass die Zusammensetzung von einem Spekulanten beeinflusst wurde, der gegen ebendiese Hypotheken wetten wollte."
Wenn man das in die Zeitung schreibt, sollte man wenigstens überprüfen, was im Prospektus steht. Wird der Selektionsprozess darin wider Erwarten nicht beschrieben, so wäre es gut die E-Mails zu sichten, in denen der Investor danach fragt und der Verkäufer die falsche Antwort gibt. Sichert man sich nicht so ab, so ist es vielleicht nicht gut mit seinem Artikel Öl ins Feuer zu schütten.
Auch müsste an dieser Stelle daran erinnert werden, dass die Banker und Pensionskassen Manager nicht ihr eigenes Geld verwalten und daher die Pflicht haben gebührende Vorsicht walten zu lassen. Caveat Emptor! Danach würde man erwarten, dass man mit den Treuhändern, den Kreditselektoren usw selbst spricht, unabhängige Beurteilungen einholt und bei Anlagesummen von Euro 50.000.000 und mehr diese besucht und auf den Zahn fühlt.
Dass die Bafin die Anleger entlastete, indem sie ihnen sagte, sie könnten in geratetes Papier investieren, war verantwortungslos. Das entlastet aber nicht die Käufer, die anderer Leute Geld entgeltlich verwalteten.
> Wenn man das in die Zeitung schreibt, sollte man wenigstens überprüfen, was im Prospektus steht. Wird der Selektionsprozess darin wider Erwarten nicht beschrieben, so wäre es gut die E-Mails zu sichten, in denen der Investor danach fragt und der Verkäufer die falsche Antwort gibt. <
Sie setzen voraus, dass jeder Prospekte versteht und dass jeder einen PC hat. Es geht auch nicht generell um Beträge über 50.000€.
Ich war 20 Jahre lang bei Kapitalanlagegesellschaften und Investmentbanken 'tätig' und habe hunderte Prospekte gelesen.
Die meisten sind so genial aufgebaut, dass dem 'Normalbürger' ohne Bankausbildung gar nicht auffällt, dass etwas nicht stimmen könnte. Somit kommen auch selten Fragen auf.
Also bitte keine Pauschalierungen.
Ein sehr gutes Beispiel, das nicht mit Zocken zu tun hat und nur zeigen soll wie Beratung vor sich geht, sind Garantie-Fonds. Feste Laufzeit und die Garantie am Ende 100% zurück zu bekommen. Die meisten davon sind thesaurierend und im Text steht, dass der Emittent ausschütten kann. Wenn es also dumm läuft hat man nach vier oder fünf Jahren zwar sein Geld zurück, abzüglich Ausgabeaufschlag, aber keinen Ertrag bekommen.
die Verkäufer die in den Banken dafür angestellt sind soviel wie möglich an den Mann zu bringen keinerlei Haftung übernehmen sollen? Zudem ist es ausreichend bekannt das die Finanzprodukteanbieter (stellen die überhaupt etwas her?) intern dazu aufgerufen sind zu verkaufen was nur geht da ja aam Ende doch der Kunde bezahlt...
Mit Beratung hat dies schon lange nicht's mehr zu tun... es könnte aber so sein. Warum aber denkt so mancher das Finanzgeschäfte ein Regelfreier Raum sein sollen? Ausgerechnet der Bereich der Oekonomie der den grössten Einfluss hat auf alles andere... Aber dann, auch das könnte man ändern... Die Kreativität der Hütchenspieler sollte endlich wieder auf ein für alle akzeptables Mass heruntergeregelt werden....
Falls das bereits vergessen ist, Oekonomie bedeutet u.a. auch Regeln/Steuern. Warum das aber alles nun einfach ohne Regeln weiter gegehen soll entzieht sich meinem Verständis komplett. Sei dies nur aus eigenem Ueberlebensdrang. Nicht das die noch mehr Nationen an die Wand fahren.
> Wenn man das in die Zeitung schreibt, sollte man wenigstens überprüfen, was im Prospektus steht. Wird der Selektionsprozess darin wider Erwarten nicht beschrieben, so wäre es gut die E-Mails zu sichten, in denen der Investor danach fragt und der Verkäufer die falsche Antwort gibt. <
Sie setzen voraus, dass jeder Prospekte versteht und dass jeder einen PC hat. Es geht auch nicht generell um Beträge über 50.000€.
Ich war 20 Jahre lang bei Kapitalanlagegesellschaften und Investmentbanken 'tätig' und habe hunderte Prospekte gelesen.
Die meisten sind so genial aufgebaut, dass dem 'Normalbürger' ohne Bankausbildung gar nicht auffällt, dass etwas nicht stimmen könnte. Somit kommen auch selten Fragen auf.
Also bitte keine Pauschalierungen.
Ein sehr gutes Beispiel, das nicht mit Zocken zu tun hat und nur zeigen soll wie Beratung vor sich geht, sind Garantie-Fonds. Feste Laufzeit und die Garantie am Ende 100% zurück zu bekommen. Die meisten davon sind thesaurierend und im Text steht, dass der Emittent ausschütten kann. Wenn es also dumm läuft hat man nach vier oder fünf Jahren zwar sein Geld zurück, abzüglich Ausgabeaufschlag, aber keinen Ertrag bekommen.
die Verkäufer die in den Banken dafür angestellt sind soviel wie möglich an den Mann zu bringen keinerlei Haftung übernehmen sollen? Zudem ist es ausreichend bekannt das die Finanzprodukteanbieter (stellen die überhaupt etwas her?) intern dazu aufgerufen sind zu verkaufen was nur geht da ja aam Ende doch der Kunde bezahlt...
Mit Beratung hat dies schon lange nicht's mehr zu tun... es könnte aber so sein. Warum aber denkt so mancher das Finanzgeschäfte ein Regelfreier Raum sein sollen? Ausgerechnet der Bereich der Oekonomie der den grössten Einfluss hat auf alles andere... Aber dann, auch das könnte man ändern... Die Kreativität der Hütchenspieler sollte endlich wieder auf ein für alle akzeptables Mass heruntergeregelt werden....
Falls das bereits vergessen ist, Oekonomie bedeutet u.a. auch Regeln/Steuern. Warum das aber alles nun einfach ohne Regeln weiter gegehen soll entzieht sich meinem Verständis komplett. Sei dies nur aus eigenem Ueberlebensdrang. Nicht das die noch mehr Nationen an die Wand fahren.
"Niemand störte sich am Grundproblem, dass Wall Street fast alle Papiere gleich weiterverkaufte und daher kein sonderliches Interesse an ihrer Güte hatte. "
Diese Tatsache wurde ziemlich ausführlich diskutiert. Es war eine Thema beim Kauf der Anleihen. Das war Grundwissen. Wenn Investoren trotzdem die Anleihen kauften, so war das in Kenntnis dieses Risikos oder hätte es sein müssen. Jedenfalls musste der Verkäufer dies bei professionellen Anlegern annehmen können.
... sollten endlich, als dem Menschen eingeborene Wesenszüge verstanden werden und akzeptiert werden. Es ist nahezu ein Verbrechen an der Natur des Menschen, wenn man diese Grundeigenschaften, die wie die Beispiele im Text zeigen, einige Menschen sehr reich machen können, unter Strafe stellt.
Vielleicht stehen wir an der Stufe einer bedeutenden kulturellen Menschheitsentwicklung, die wie schon einmal vor etwa zehntausend Jahren der Übergang in eine sesshafte Agrarwirtschaft, der Menschheit die Türen zu neuem Wachstum, explodierender Verbreitung und leider auch Karies beschert hat.
Wieso bauen wir diese Parallelgesellschaft, in der die Arbeit zwar nichts Konsumierbares hervorbringt, aber vielen Menschen Beschäftigung und Befriedigung vorhandener Triebe bieten kann, aus. Die Staaten bürgen, halten damit die Privatwirtschaft am Laufen, und die Steuern werden dort eingetrieben, wo sich die Zahler am wenigsten dagegen wehren.
Die Arbeitslosigkeit wäre besiegt. Der Kapitalismus hätte sich endgültig als das einzig wahre und immer währende System durchgesetzt, und die Staatsverwalter hätten ein plausibles - ja unangreifbares - Argument, wieso die Haushalte ewig negativ sind.
Es könnte so einfach sein...
... sollten endlich, als dem Menschen eingeborene Wesenszüge verstanden werden und akzeptiert werden. Es ist nahezu ein Verbrechen an der Natur des Menschen, wenn man diese Grundeigenschaften, die wie die Beispiele im Text zeigen, einige Menschen sehr reich machen können, unter Strafe stellt.
Vielleicht stehen wir an der Stufe einer bedeutenden kulturellen Menschheitsentwicklung, die wie schon einmal vor etwa zehntausend Jahren der Übergang in eine sesshafte Agrarwirtschaft, der Menschheit die Türen zu neuem Wachstum, explodierender Verbreitung und leider auch Karies beschert hat.
Wieso bauen wir diese Parallelgesellschaft, in der die Arbeit zwar nichts Konsumierbares hervorbringt, aber vielen Menschen Beschäftigung und Befriedigung vorhandener Triebe bieten kann, aus. Die Staaten bürgen, halten damit die Privatwirtschaft am Laufen, und die Steuern werden dort eingetrieben, wo sich die Zahler am wenigsten dagegen wehren.
Die Arbeitslosigkeit wäre besiegt. Der Kapitalismus hätte sich endgültig als das einzig wahre und immer währende System durchgesetzt, und die Staatsverwalter hätten ein plausibles - ja unangreifbares - Argument, wieso die Haushalte ewig negativ sind.
Es könnte so einfach sein...
Mit Sicherheit nein.
> Der Düsseldorfer Manager verteidigt sich unter anderem mit einem Angriff auf die Deutsche Bank, die der IKB solche Giftpapiere verkauft und ihr etwas später die Kreditlinie gestrichen hatte. <
Was bedeutet diese Aussage? Hat er beim Kauf nicht gewusst, dass es Giftpapiere sind? Wenn nein, dann ist er schlicht und ergreifend unfähig und sollte seine Boni zurückzahlen. Wenn ja, dann gehört er hinter Schloss und Riegel und danach muss er ein Berufsverbot bekommen.
Und das betrifft alle Manager, die wider besseren Wissens auf Kosten der Allgemeinheit gezockt haben. Haften tut bisher nur der Steuerzahler.
Die weitere Frage ist, was haben die EZB, Bundesbank und das BaFin die ganze Zeit gemacht? Geschlafen? Ich gehe davon aus, dass es so ist. Wenn nicht, spare ich meinen Kommentar. Er könnte sonst beleidigend sein.
Sie haben ja recht. Machen Sie von der Meinungsfreiheit Gebrauch, solange es sie noch gibt.
Ihre Faustregel: Bei Unfähigkeit weg aus verantwortlichen Positionen, bei Kumpanei geht es in den Knast, gilt doch genau so für das politische Personal.
Das sind doch zwei Seiten der selben schäbigen Medaille.
Sie haben ja recht. Machen Sie von der Meinungsfreiheit Gebrauch, solange es sie noch gibt.
Ihre Faustregel: Bei Unfähigkeit weg aus verantwortlichen Positionen, bei Kumpanei geht es in den Knast, gilt doch genau so für das politische Personal.
Das sind doch zwei Seiten der selben schäbigen Medaille.
....wie das auch die Bafin tat. Natürlich kann man die Bafin in gewissem Umfang in Schutz nehmen. Sie ist eine Behörde und handelte nach den Regeln, die ihr von der Politik vorgegeben wurden.
> Wenn man das in die Zeitung schreibt, sollte man wenigstens überprüfen, was im Prospektus steht. Wird der Selektionsprozess darin wider Erwarten nicht beschrieben, so wäre es gut die E-Mails zu sichten, in denen der Investor danach fragt und der Verkäufer die falsche Antwort gibt. <
Sie setzen voraus, dass jeder Prospekte versteht und dass jeder einen PC hat. Es geht auch nicht generell um Beträge über 50.000€.
Ich war 20 Jahre lang bei Kapitalanlagegesellschaften und Investmentbanken 'tätig' und habe hunderte Prospekte gelesen.
Die meisten sind so genial aufgebaut, dass dem 'Normalbürger' ohne Bankausbildung gar nicht auffällt, dass etwas nicht stimmen könnte. Somit kommen auch selten Fragen auf.
Also bitte keine Pauschalierungen.
Ein sehr gutes Beispiel, das nicht mit Zocken zu tun hat und nur zeigen soll wie Beratung vor sich geht, sind Garantie-Fonds. Feste Laufzeit und die Garantie am Ende 100% zurück zu bekommen. Die meisten davon sind thesaurierend und im Text steht, dass der Emittent ausschütten kann. Wenn es also dumm läuft hat man nach vier oder fünf Jahren zwar sein Geld zurück, abzüglich Ausgabeaufschlag, aber keinen Ertrag bekommen.
...natürlich recht. Da kann man nicht voraussetzen, dass die Anleger den Prospektus lesen oder gar verstehen wird. Darüber schrieb ich aber nicht. Mein Fokus waren Großanleger, die Mittel ihrer Geldgeber anlegen. Das wären bspw Anlage- und Fondgesellschaften, Banken, Pensionskassen oder Lebensversicherer.
...natürlich recht. Da kann man nicht voraussetzen, dass die Anleger den Prospektus lesen oder gar verstehen wird. Darüber schrieb ich aber nicht. Mein Fokus waren Großanleger, die Mittel ihrer Geldgeber anlegen. Das wären bspw Anlage- und Fondgesellschaften, Banken, Pensionskassen oder Lebensversicherer.
Soll sich das Spekulaionskarussel weiterdrehen? Sollen die Risiken und Verluste der Spekulanten weiterhin vergesellschaftet werden? Haben unsere Politiker überhaupt begriffen, um was es hier geht?
Wenn ich die Kakophonie der Stimmen aus unserer Regierungskoalition höre, überkommt mich das kalte Grausen.
Wenn dann der Turm dann auf die fällt die ihn bauten hätte ich endlich mal wieder was zum lachen.
Leider ist das System so komplex das man leicht rein, aber nur schwer wieder herauskommt.
Die Drehungen der Regierung(en) sind, so scheint es, nur um die eigene Achse oder ihre "Freunde".
Um in der Bildsprache zu bleiben: Im Casino spielt jeder für sich, zumeist auch mit seinem eigenen Geld. Der Betreiber des Kasinos regelt das ganze und generiert Einnahmen. Kein sehr gefälliges Konzept, doch alles bleibt unter sich und seinesgleichen.
So etwas fände ich an den Börsen viel angenehmer.
Ich denke das Hauptproblem ist das Tempo geworden. Den Kleinanleger interessiert es zumeist sicherlich nicht was ihm da konkret empfohlen wird. Dafür vertraut er zu sehr auf Berater. Die jedoch haben ihre Informationen (/Weisungen) doch zumeist auch nur von weiter oben. Und je höher es geht, destso schneller wird es doch.
Die Diskussion zum Artikel http://www.zeit.de/wirtsc...
ist tatsächlich sehr interessant. Zwar etwas spekulativ, aber sicherlich näher an der Wahrheit als alles Andere.
Am besten finde ich: "Das Einfachste wäre da wohl der Plug-out!"
Sicherlich das so ziemlich Abwegigste. Aber mal nur so am Rande: Welche Formen der Abspaltung wären denn möglich?
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren