CDU Gefährlich ehrlich

Roland Koch ist nicht der einzige Ministerpräsident, der die Kanzlerin kritisiert. Aber der freieste

Ein Angriff auf den "neuen Markenkern"der CDU? Von ihm? Roland Koch, der eben noch lässig zurückgelehnt im Sessel saß, beugt sich schnell nach vorne. Wirklich nicht. "Ich will dazu beitragen, dass wir drängende Probleme nicht weiter verschieben. Da geht es nicht um gesellschaftspolitische, sondern um ökonomische Fragen." Ohne seine Unterstützung, sagt Koch, wäre die Modernisierung der Union nie so weit gekommen, er habe immer hinter Ursula von der Leyen gestanden.

Sehen das auch alle seine Parteifreunde so, die sich jetzt äußern, wie zum Beispiel der Baden-Württemberger Stefan Mappus? Oder versucht, wie mancher in Merkels Umfeld argwöhnt, vielleicht der eine oder andere, die Öffnung der CDU durch die Hintertür wieder zurückzudrehen? Eine "Phantomdebatte"sei das, sagt Koch entschieden: "Ich kenne diese rückwärtsgewandten Kreise nicht, von denen da die Rede ist."Höchstens zehn Prozent seien das in der CDU, sein Parteifreund Mappus gehöre sicher nicht dazu. Und wenn konservative Trittbrettfahrer seinen Vorstoß, bei Bildung und Kinderbetreuung zu sparen, zu nutzen versuchten, dann sei ihm das auch egal.

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Roland Koch will jetzt ein paar Dinge klären. Ihm geht es auch um den Markenkern der CDU – aber nicht entlang der Linie Konservative gegen Modernisierer. Es geht darum, dass die Leute bei Politiker-Auftritten schon lange nicht mehr zustimmend lachen, wenn Christdemokraten ihren Standardsatz sagen: "Rote Zahlen, schwarze Zahlen – weiß doch jeder, wieso die so heißen."Es geht darum, ob die CDU bei Wahlen weiterhin das Ziel "40 plus"hat oder ob sie sagt: 35 Prozent ist doch auch ein schönes Ergebnis. Es geht darum, dass sich bei Parteiveranstaltungen eine Gemütlichkeit ausgebreitet hat, die oft auch das Denken ergriffen hat. Es geht Koch um den Anspruch der CDU. Für die Kanzlerin könnte diese Debatte gefährlicher werden als die erfolglose Nölerei der sogenannten Konservativen in der CDU in den vergangenen Jahren.

Wiesbaden ist eine gepflegte Stadt, in mancher Hinsicht das Gegenteil von Berlin. Man merkt gleich: Hier wohnt Geld. In der hessischen Staatskanzlei werden die Kekse nicht auf Tellern gereicht, sondern auf versilberten Etageren. Der Ministerpräsident empfängt zwischen Marmorsäulen, Spiegelwänden und Perserteppichen. Das Einzige, was nicht recht in die Pracht passen will, ist Roland Koch selbst, der auch im zehnten Jahr des neuen Jahrtausends weitgehend ohne neue Anzüge und Statussymbole sonstiger Art auskommt.

Koch will übers Sparen reden, darüber, dass Deutschland ein neues unschönes Wort lernen müsse: Posterioritäten, also: weniger wichtige Dinge. "Nicht alles, was man gut findet«, sagt Koch, "hat automatisch Anspruch auf öffentliche Finanzierung."Deshalb findet er es gut, wenn sich mal wieder alle über ihn aufregen. Hauptsache, es wird überhaupt darüber geredet, was wir uns leisten können und was eben nicht mehr. Man könne sparen oder Steuern erhöhen, was er falsch fände. Aber eines gehe nicht: weitermachen wie bisher, allen alles versprechen, Schulden machen. Wie froh ist er, dass es die Schuldenbremse gibt! Die würde man heute vermutlich gar nicht mehr hinkriegen. Jetzt ist die Politik von der Verfassung gezwungen, das Wichtige vom weniger Wichtigen zu trennen. So sieht es Koch.

Bloß: Warum fällt ihm das alles so spät auf, nach der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen? Man sehe ja, welche Aufregung sein Vorstoß jetzt auslöse, meint Koch. Er habe nie zu denen gehört, die anderen die Wahlkämpfe versauen oder glauben, sie müssten im Alleingang die Welt retten.

Jetzt aber ist die Zeit der Ausreden vorbei. Es ist ja nicht so, dass nicht die anderen Ministerpräsidenten der Union hinter mehr oder weniger vorgehaltener Hand ähnlich reden würden. Das Versprechen der Bundesregierung, bis zum Jahr 2015 pro Jahr 13 Milliarden Euro mehr für die Bildung zu investieren, wird nicht zu halten sein, darin sind sich alle einig. Nun wird nach einer Lösung gesucht für den Bildungsgipfel am 10. Juni, die es den Ländern erlaubt, ihre Haushalte zu retten – und der Kanzlerin, ihr Gesicht zu wahren.

Roland Koch ist immer als Merkels Rivale wahrgenommen worden. Erst war er ein möglicher Kanzlerkandidat, dann hieß es, er lauere nur auf ihre ersten Fehler, um an ihr Amt zu kommen, als Kanzlerin, als Parteichefin. Das hat ihn oft genervt und dazu geführt, dass er lange Zeit der loyalste und bravste aller Ministerpräsidenten war.

Leser-Kommentare
    • etiam
    • 19.05.2010 um 11:19 Uhr

    ist für eine Demokratie, wenn das Aussprechen von Wahrheiten zu einer öffentlichen Steinigung führt.
    So wenig Sympathie ich für Koch hegen mag, so lieb ist mir ein Politiker, der unpopuläres sagt - und dann auch tut.
    Schröder war so einer (ALG2) und die SPD ist bis heute dafür gestraft.
    Andere, wie die FDP haben immer vom Sparen geredet, und jetzt wo sie an der Macht sind setzen sie nichts aus ihrem gelben Sparbuch um. Das ist Betrug!
    Mal sehen, was Koch nach solchem Reden auch MACHT.

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    • Lapje
    • 20.05.2010 um 10:35 Uhr

    ALG II ist ein finanzielles Grab, was um einiges teurer geworden ist, als anfanngs gedacht. Viele Milliarden hätten eingespart werden können (oder gar für wichtige Bereiche ausgegeben) wenn man bei der alten Regelung geblieben wäre...also ist das wohl ein schlechtes Beispiel.

    achja, und wie schnell dann doch die anderen Koch-Entgleisungen werden dann recht schnell vergessen...

    Und das Koch auch nicht gerade 1&1 zusammenzählen kann, sieht man an einem Beispiel deutlich:

    Bei den KiTas soll gespart werden. Das bedeuetet, dass es auch weniger Plätze geben wird. Was ist dann mit einer alleinerziehenden Mutter, die darauf angewiesen ist, einen Platz für ihr Kind zu bekommen? Diese könnte dann arbeiten gehen (einige hätten sicherlich auch direkt eine Stelle). Aber nein, diese muss jetzt daheim bleiben, weil sie niemanden für ihr Kind hat und ist auf Arbeitslosengeld angewiesen. Was kostet den Staat also mehr? Mal vom dem Gefühl, für seinen Lebensunterhalt selber sorgen zu können, abgesehen...

    Moin,
    nur einen will Koch retten, sich selbst. Inzwischen ist der "brutalst mögliche" (nach einem bekannten Interview zur CDU-Finanzaffäre, OT Koch: "brutalst mögliche Aufklärung") Retter eher zu einer wahrlichen Lame Duck verkommen, verfangen die künstlichen Aufreger nicht mehr. Sie entsprechen alle dem gleichen Muster, wie auch der letzte Aufreger um die Bildungsfinzierung, dem Muster "Man wird das doch mal sagen dürfen!"
    Dem halte ich entgegen, nein, man darf eben nicht, insbesondere dann nicht, wenn man seinen Laden selber nicht in Ordnung hat und seine wackelige Position nur dem Totalversagen der Opposition bei/nach der letzten regulären Landtagswahl und deren desatrösem Ergebnis nach der vorzeitigen Neuwahl.
    Die Lame Duck demaskiert sich inzwischen mit jedem neuen Vorstoß ein Stück weiter, kann nur noch auf eine Rettung durch Berlin, die Flucht nach Berlin hoffen. Falls er hierfür überhaupt noch die Kraft aufbringt.
    Somit rettet er mit solchen Vorstößen im Höchstfall sich selbst, gefährdet sich aber auch. Im Gegensatz zu den Attacken, der er früher ritt, wirken die aktuellen Angriffe abgeschlafft, kraftlos, ohne wirkliche Kraft. Koch hat seine beste Zeit hinter sich, es wird Zeit für ihn, dies zu erkennen.
    Beste Grüße
    Grabert

    • Lapje
    • 20.05.2010 um 10:35 Uhr

    ALG II ist ein finanzielles Grab, was um einiges teurer geworden ist, als anfanngs gedacht. Viele Milliarden hätten eingespart werden können (oder gar für wichtige Bereiche ausgegeben) wenn man bei der alten Regelung geblieben wäre...also ist das wohl ein schlechtes Beispiel.

    achja, und wie schnell dann doch die anderen Koch-Entgleisungen werden dann recht schnell vergessen...

    Und das Koch auch nicht gerade 1&1 zusammenzählen kann, sieht man an einem Beispiel deutlich:

    Bei den KiTas soll gespart werden. Das bedeuetet, dass es auch weniger Plätze geben wird. Was ist dann mit einer alleinerziehenden Mutter, die darauf angewiesen ist, einen Platz für ihr Kind zu bekommen? Diese könnte dann arbeiten gehen (einige hätten sicherlich auch direkt eine Stelle). Aber nein, diese muss jetzt daheim bleiben, weil sie niemanden für ihr Kind hat und ist auf Arbeitslosengeld angewiesen. Was kostet den Staat also mehr? Mal vom dem Gefühl, für seinen Lebensunterhalt selber sorgen zu können, abgesehen...

    Moin,
    nur einen will Koch retten, sich selbst. Inzwischen ist der "brutalst mögliche" (nach einem bekannten Interview zur CDU-Finanzaffäre, OT Koch: "brutalst mögliche Aufklärung") Retter eher zu einer wahrlichen Lame Duck verkommen, verfangen die künstlichen Aufreger nicht mehr. Sie entsprechen alle dem gleichen Muster, wie auch der letzte Aufreger um die Bildungsfinzierung, dem Muster "Man wird das doch mal sagen dürfen!"
    Dem halte ich entgegen, nein, man darf eben nicht, insbesondere dann nicht, wenn man seinen Laden selber nicht in Ordnung hat und seine wackelige Position nur dem Totalversagen der Opposition bei/nach der letzten regulären Landtagswahl und deren desatrösem Ergebnis nach der vorzeitigen Neuwahl.
    Die Lame Duck demaskiert sich inzwischen mit jedem neuen Vorstoß ein Stück weiter, kann nur noch auf eine Rettung durch Berlin, die Flucht nach Berlin hoffen. Falls er hierfür überhaupt noch die Kraft aufbringt.
    Somit rettet er mit solchen Vorstößen im Höchstfall sich selbst, gefährdet sich aber auch. Im Gegensatz zu den Attacken, der er früher ritt, wirken die aktuellen Angriffe abgeschlafft, kraftlos, ohne wirkliche Kraft. Koch hat seine beste Zeit hinter sich, es wird Zeit für ihn, dies zu erkennen.
    Beste Grüße
    Grabert

    • JEH
    • 19.05.2010 um 11:37 Uhr

    kann ich da nur sagen. Koch war mir bis vor einiger Zeit sehr unsympatisch. Heute sehe ich das anders. Er wird mir immer sympatischer, weil er ab und an ehrlich sagt, was er denkt- nicht wie Merkel. Die Frau Bundeskanzlerin ist ja wie ein Fähnlein im Winde- was ich so tierisch hasse. Wenn es um Finanzen geht, ruft sie erst mal den Barack Hussein an.
    Koch sieht sich vor seiner Haustür um und entscheidet, was zukünftig gut sein wird. Sparen tut weh, ist aber besser für unsere Zukunft.
    Geld den Griechen schenken (ja schenken!) ist unsozial und auch undemokratisch. Wieviel werden wir den Griechen geben? Und wieviel fehlt in der Bildungskasse? Hmm- warum das Geld nicht einfach in die Bildungskasse umschichten? NEIN. Erst mal alle anderen Staaten sanieren, uns in den Ruin treiben und dann dumm lächeln. Ist ja nicht das Geld der Steuerzahler, sondern von Banken und Versicherungen. Aber woher haben die Banken und Versicherungen das Geld? Nicht vom Steuerzahler???
    Merkel sollte ihr Amt niederlegen.
    Koch hingegen macht sich zwar Feinde mit seiner Aussage, jedoch sieht er eindeutig, dass es so nicht weitergehen kann.

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    • NoG
    • 20.05.2010 um 10:34 Uhr

    noch so ein angeblicher retter der nation.

    auf solche und gerade ihn kann man getrost verzichten.

    er spricht die wahrheit aus?
    dann befragen sie diesen mann zur affaere mit den steuerfahndern oder zu schwarzen kassen der cdu.

    • NoG
    • 20.05.2010 um 10:34 Uhr

    noch so ein angeblicher retter der nation.

    auf solche und gerade ihn kann man getrost verzichten.

    er spricht die wahrheit aus?
    dann befragen sie diesen mann zur affaere mit den steuerfahndern oder zu schwarzen kassen der cdu.

    • NoG
    • 20.05.2010 um 10:34 Uhr

    noch so ein angeblicher retter der nation.

    auf solche und gerade ihn kann man getrost verzichten.

    er spricht die wahrheit aus?
    dann befragen sie diesen mann zur affaere mit den steuerfahndern oder zu schwarzen kassen der cdu.

    Antwort auf "Sehr richtig"
    • Lapje
    • 20.05.2010 um 10:35 Uhr

    ALG II ist ein finanzielles Grab, was um einiges teurer geworden ist, als anfanngs gedacht. Viele Milliarden hätten eingespart werden können (oder gar für wichtige Bereiche ausgegeben) wenn man bei der alten Regelung geblieben wäre...also ist das wohl ein schlechtes Beispiel.

    achja, und wie schnell dann doch die anderen Koch-Entgleisungen werden dann recht schnell vergessen...

    Und das Koch auch nicht gerade 1&1 zusammenzählen kann, sieht man an einem Beispiel deutlich:

    Bei den KiTas soll gespart werden. Das bedeuetet, dass es auch weniger Plätze geben wird. Was ist dann mit einer alleinerziehenden Mutter, die darauf angewiesen ist, einen Platz für ihr Kind zu bekommen? Diese könnte dann arbeiten gehen (einige hätten sicherlich auch direkt eine Stelle). Aber nein, diese muss jetzt daheim bleiben, weil sie niemanden für ihr Kind hat und ist auf Arbeitslosengeld angewiesen. Was kostet den Staat also mehr? Mal vom dem Gefühl, für seinen Lebensunterhalt selber sorgen zu können, abgesehen...

    Antwort auf "Ehrlich gefährlich"
  1. ist keine Alternative; wenngleich Herr Koch sehr oft recht hat, so ist er auch in meiner Auffassung rechts an sich angesiedelt mit anderen Überlegungen.
    Sich gegen eine Frau BK positiv abzuheben ist kein Hinweis auf eigene Vorteile des Kritikers, mehr denn ein Verweis auf vorliegende Nachteile der anderen, kritisierten Person.
    Und das kann Herr Koch seit langem ausgezeichnet.

    Wie wertlos seine berechtigte Kritik eingestuft wird, siehe Subventionsabbau, sieht man an den Folgen, die auch er mitgetragen hat als stv. CDU Vorsitzender.

  2. Diese Frage wird nicht diskutiert. Statt dessen immer diese Forderunegn, oft auch aus anderen Richtungen, denn diese Argumente ziehen, so wie sex sells... Klar die Verschuldung muss runter, aber das geht doch nicht ohne gesellschaftspolitische Verbesserungen. Unsere Riesengruppe der Volksvertreter muss zu allererst in ihrem Bereich abbauen. Einen schlanken, effektiven demokratischen Staatsrat mit Direktabstimmungen im Volk, das brauchen wir, Arbeitsmarktsanierung und Ausgabenumleitungen ...

  3. Zwar traurig, wenn ein Politiker nicht mehr die Warheit sagen darf, aber auch wenn Koch nochso Recht hat mit verschiedenen Ansätzen:
    1)wie ZEIT richtig bemerkt hat, ist er erst NACH der NRW-Wahl "gefährlich ehrlich" geworden
    2) Seine Lösungen sind, offen gesagt, totaler Schwachsinn. Wenn man irgendwo NICHT sparen sollte, dann bei der Kinderbetreuung & Bildung. Da wären mir Steuererhöhungen, Idiotische Einsparungen und alles lieber als bei unserer Zukunft zu sparen.

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    Koch provoziert und alle gehen ihm auf dem Leim.

    Laut diesem Interview will er gar keine Kürzung sondern nur langsameres Aufstocken des Budgets als bisher zugesagt.

    Darüber kann man sich aufregen, doch glaube ich, das diese Aufregung viel zu spät kommt, sie wäre vor 20-30 Jahren fällig gewesen. Jetzt gilt es zu retten, was noch zu retten ist und da wird die aktuell zugesagte Aufstockung der Bildungsmittel eine Utopie bleiben, die in NRW von der letzten SPD geführten Regierung noch mehr als von schwarz/gelb nur auf dem Papier als Etikettenschwindel betrieben wurde, wenn überhaupt.
    Gerade die SPD ,aber auch die Grünen sind wahlpolitisch noch mehr als die CDU von einer Klientel abhängig, die weit weniger bereit ist Einschnitte anderswo als bei der Bildung in Kauf zu nehmen.
    Freilich auch diese Klientel kritisiert Kürzungen im Bildungsbereich heftig, doch eine seriöse Finanzierung wird dem Glauben geopfert, man müsse nur die Reichen mehr zur Kasse bitten, was bei allen feststellbaren Ungerechtigkeiten aber nicht zum Erfolg führen kann, mangels Masse.
    Man mag Koch wegen seiner Art zu Recht kritisieren, doch die populistischen Lebenslügen seiner Gegner sind im Grunde viel gefährlicher.

    H.

    Westerwelle und Koch sind beides Leute die "unliebsame" Wahrheiten aussprechen, und viele Menschen geben dies "unter der Hand" auch zu. Nur oeffentlich wurden sie nie zustimmen , weil sie dann ja in die "rechte" Schublade gesteckt wuerden , also schweigen sie lieber. Die Waehler in Deutschland sind leider nicht weniger heuchlerisch als die Politiker.
    Ich kenne dutzende von Leuten die Westerwelle im Bezug auf die roemische Dekadenz zustimmen , aber trotzdem SPD waehlen , weil sie die schon immer gewaehlt haben.

    Koch provoziert und alle gehen ihm auf dem Leim.

    Laut diesem Interview will er gar keine Kürzung sondern nur langsameres Aufstocken des Budgets als bisher zugesagt.

    Darüber kann man sich aufregen, doch glaube ich, das diese Aufregung viel zu spät kommt, sie wäre vor 20-30 Jahren fällig gewesen. Jetzt gilt es zu retten, was noch zu retten ist und da wird die aktuell zugesagte Aufstockung der Bildungsmittel eine Utopie bleiben, die in NRW von der letzten SPD geführten Regierung noch mehr als von schwarz/gelb nur auf dem Papier als Etikettenschwindel betrieben wurde, wenn überhaupt.
    Gerade die SPD ,aber auch die Grünen sind wahlpolitisch noch mehr als die CDU von einer Klientel abhängig, die weit weniger bereit ist Einschnitte anderswo als bei der Bildung in Kauf zu nehmen.
    Freilich auch diese Klientel kritisiert Kürzungen im Bildungsbereich heftig, doch eine seriöse Finanzierung wird dem Glauben geopfert, man müsse nur die Reichen mehr zur Kasse bitten, was bei allen feststellbaren Ungerechtigkeiten aber nicht zum Erfolg führen kann, mangels Masse.
    Man mag Koch wegen seiner Art zu Recht kritisieren, doch die populistischen Lebenslügen seiner Gegner sind im Grunde viel gefährlicher.

    H.

    Westerwelle und Koch sind beides Leute die "unliebsame" Wahrheiten aussprechen, und viele Menschen geben dies "unter der Hand" auch zu. Nur oeffentlich wurden sie nie zustimmen , weil sie dann ja in die "rechte" Schublade gesteckt wuerden , also schweigen sie lieber. Die Waehler in Deutschland sind leider nicht weniger heuchlerisch als die Politiker.
    Ich kenne dutzende von Leuten die Westerwelle im Bezug auf die roemische Dekadenz zustimmen , aber trotzdem SPD waehlen , weil sie die schon immer gewaehlt haben.

  4. ist das denn schon vergessen? Die ausländerfeindlichen Parolen von Koch Anfang der 90er haben den Brandlegern der Asylantenheime eine politische Legitimation gegeben. Damals sind Menschen ums Leben gekommen.
    "Es schadet überhaupt nicht, wenn am provozierendsten Punkt diskutiert wird" - nichts gelernt, was? Ich kann nur hoffen, dass Koch die verbrannten Körper nachts nicht einholen.
    Von den schwarzen Kassen und so weiter und so weiter und so weiter braucht man gar nicht anfangen. Wie waren die gleich noch benannt: für jüdische Stiftungen, oder so?
    Tja Tina Hildebrandt, was soll man zu dem Artikel sagen: ein Kecks auf dem Silberschälchen?

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    Mit Verlaub: Aber dass Koch durch das Benenen von Tatsachen (Kriminalitätsrate von bestimmten Ausländergruppen) richtig liegt, sieht jeder, der die entsprechenden Statistiken gründlich liest.
    Die, die ihm geistige Brandstiftung vorwarfen, sind die eigentlichen Brandstifter in altstalinistischer Manier. ("Drum nicht sein kann, was nicht sein darf")

    Koch kann man vorwerfen, dass es eine Diskrepanz zwischen Worten und Taten gab.
    Koch hat Recht: Dieses Land befindet sich am Scheideweg: Entweder so weiter machen wie in den letzten 60 Jahren oder rigeros umbauen. So weiter machen heißt: In den Bankrott fahren ....

    Und noch etwas: Man tut in diesem Lande immer so, als könntem an alle Probleme mit Geld lösen. Dem ist aber nicht so. Wenn man das Bildungssystem umbauen würde, dann bräuchte man nicht unbedingt mehr Geld.

    Und zum Anderen: Manche Schüler sind schlichtweg nicht bilduingsfähig, wie sich das die deutsche Obrigkeit vorstellt. Das liegt an deren Erziehung und Kultur (.. und noch mehr). Das soltle man auch mal zur Kenntnis nehmen und nicht sinnlos Geld verpulvern. So eine bildungsunfähige Schicht hat es immer gegeben ... und dass sie immer größer wird, liegt auch an der Politik der letzten 40 Jahre: Verantwortungslos, beliebig, kulturrelativistisch ..... dafür ist die CDU auch verantwortlich!

    Die geistigen Brandstifter sind nicht die, die mit den Fingern auf die Probleme zeigen, sondern die die sie verursacht haben!

    es gibt doch in Deutschland eine nicht unerhebliche
    Anzahl von Kindern deren Eltern nicht in der Lage sind ,
    sich selbst zu versorgen geschweige denn ein oder mehrere
    Kinder,die Mütter und Väter gehen keiner geregelten
    Arbeit nach,wenn dann ein Kind unterwegs ist wird
    laut nach dem Staat gerufen,der ist schließlich verant-
    wortlich für das Kind zu sorgen, ebenso für alle die
    noch nachkommen,was sehr oft der Fall ist da wird es den Verantwortlichen zu leicht gemacht,das kostet den Sozialstaat Unmengen von Geld,das an anderer Stelle fehlt

    sicher denkt Koch nicht ,dass unsere Kinder keine aus-
    reichende Bildung erhalten sollen, aber es sollte doch
    eine Angelegenheit der Eltern sein welche Prioritäten sie setzen
    wenn es um die Zukunft ihrer Kinder geht,
    auch frage ich mich ,wozu immer mehr Kindergärten bzw.
    Tagesstätten benötigt werden heißt es doch ständig
    wir Deutschen bekommen zu wenig Nachwuchs,

    ihrer Meinung ,Hausmeister Hempel ,wer die wirklichen
    Brandstifter sind stimme ich absolut zu
    ,es wäre oft besser das Kind beim
    Namen zu nennen ,wie es Koch tut,bevor es zu spät ist

    Mit Verlaub: Aber dass Koch durch das Benenen von Tatsachen (Kriminalitätsrate von bestimmten Ausländergruppen) richtig liegt, sieht jeder, der die entsprechenden Statistiken gründlich liest.
    Die, die ihm geistige Brandstiftung vorwarfen, sind die eigentlichen Brandstifter in altstalinistischer Manier. ("Drum nicht sein kann, was nicht sein darf")

    Koch kann man vorwerfen, dass es eine Diskrepanz zwischen Worten und Taten gab.
    Koch hat Recht: Dieses Land befindet sich am Scheideweg: Entweder so weiter machen wie in den letzten 60 Jahren oder rigeros umbauen. So weiter machen heißt: In den Bankrott fahren ....

    Und noch etwas: Man tut in diesem Lande immer so, als könntem an alle Probleme mit Geld lösen. Dem ist aber nicht so. Wenn man das Bildungssystem umbauen würde, dann bräuchte man nicht unbedingt mehr Geld.

    Und zum Anderen: Manche Schüler sind schlichtweg nicht bilduingsfähig, wie sich das die deutsche Obrigkeit vorstellt. Das liegt an deren Erziehung und Kultur (.. und noch mehr). Das soltle man auch mal zur Kenntnis nehmen und nicht sinnlos Geld verpulvern. So eine bildungsunfähige Schicht hat es immer gegeben ... und dass sie immer größer wird, liegt auch an der Politik der letzten 40 Jahre: Verantwortungslos, beliebig, kulturrelativistisch ..... dafür ist die CDU auch verantwortlich!

    Die geistigen Brandstifter sind nicht die, die mit den Fingern auf die Probleme zeigen, sondern die die sie verursacht haben!

    es gibt doch in Deutschland eine nicht unerhebliche
    Anzahl von Kindern deren Eltern nicht in der Lage sind ,
    sich selbst zu versorgen geschweige denn ein oder mehrere
    Kinder,die Mütter und Väter gehen keiner geregelten
    Arbeit nach,wenn dann ein Kind unterwegs ist wird
    laut nach dem Staat gerufen,der ist schließlich verant-
    wortlich für das Kind zu sorgen, ebenso für alle die
    noch nachkommen,was sehr oft der Fall ist da wird es den Verantwortlichen zu leicht gemacht,das kostet den Sozialstaat Unmengen von Geld,das an anderer Stelle fehlt

    sicher denkt Koch nicht ,dass unsere Kinder keine aus-
    reichende Bildung erhalten sollen, aber es sollte doch
    eine Angelegenheit der Eltern sein welche Prioritäten sie setzen
    wenn es um die Zukunft ihrer Kinder geht,
    auch frage ich mich ,wozu immer mehr Kindergärten bzw.
    Tagesstätten benötigt werden heißt es doch ständig
    wir Deutschen bekommen zu wenig Nachwuchs,

    ihrer Meinung ,Hausmeister Hempel ,wer die wirklichen
    Brandstifter sind stimme ich absolut zu
    ,es wäre oft besser das Kind beim
    Namen zu nennen ,wie es Koch tut,bevor es zu spät ist

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