Lena Meyer-Landrut "Das Wichtigste für mich ist, mich für nichts zu schämen"
Lena Meyer-Landrut träumt von einem Bauernhof und einer Rolle in einem Film von Tim Burton. Vor allem aber will sie nichts bereuen müssen.
Große Zukunftsträume habe ich eigentlich nicht. Wahrscheinlich, weil ich nicht so viel plane. Und weil ich ganz schön zufrieden damit bin, wie mein Leben gerade aussieht.
Ich wollte immer Schauspielerin werden oder Sängerin, ich wollte etwas von mir zeigen, ein Gefühl transportieren, Menschen berühren. Schauspielerei und Musik schienen mir da der beste Weg. Da habe ich ja jetzt den Glückskeks gegriffen und bin ganz schön easy reingerutscht.
Mit 15 habe ich beschlossen, dass ich mit 16 an eine Schauspielschule möchte. Damals ist meine Mutter komplett ausgeflippt: »Nein, mach erst mal das Abi, damit du was in der Hand hast.« Schauspielerei, das ist halt riskant und so. Letzten Sommer habe ich ihr dann gesagt, nach dem Abitur würde ich gern nach Berlin ziehen und Schauspiel studieren. Sie hat zwar gesagt, das sei okay, hatte aber immer noch die Sorge im Hinterkopf, es könnte schiefgehen. Mittlerweile haben sich ihre Befürchtungen etwas gelegt. Im Moment konzentriere ich mich auf die Musik, aber der Plan, in Berlin Schauspiel zu studieren, steht noch. Irgendwann in einem Tim-Burton-Film mitzuspielen wäre der absolute Wahnsinn! Ich liebe seine Filme, er erschafft unglaubliche, wundervolle Figuren und Geschichten, in denen man sich verlieren kann und sein eigenes Leben wiederfinden. Dass Johnny Depp mitspielt, ist natürlich auch nicht schlecht!
Einen Traum habe ich seit meiner Kindheit: Ich wollte immer einen Bauernhof haben. Schon in der ersten Klasse habe ich auf die Frage »Was möchte ich später mal haben« ins Poesiealbum geschrieben: »Einen Bauernhof und eine Harley-Davidson«. Ich finde Tiere toll. Ich hatte mal einen Hamster, der ist aber leider nach einer Woche gestorben. Ich bin tierisch hundeverliebt. Ich finde sogar diese kleinen Taschenhüpfer süß, auch wenn es etwas peinlich klischeehaft ist. Aber besonders toll sind große Hunde, vor allem Dänische Doggen, die sehen aus wie Kälber. Große Hunde sind meist die liebsten und warmherzigsten, bei ihnen fühle ich mich geschützt. Irgendwann werde ich einen Bauernhof haben. Spätestens wenn ich alt bin.
Den Traum von der Harley werde ich mir wohl früher erfüllen. Als ich meinen Autoführerschein gemacht habe, wollte ich eigentlich direkt auch den Motorradführerschein machen, aber ich hatte zu wenig Geld und musste mich entscheiden. Außerdem hatte meine Mutter Panik. Aber der Motorradführerschein kommt noch! Ich träume von einer richtig schweren Harley. Schon als kleines Mädchen habe ich Harley-Caps getragen. Auf meinem Bauernhof gibt es dann einen Schuppen, in dem ich meine Harley unterstellen kann, und bei schönem Wetter fahre ich durch die Wiesen und Wälder.
Das Wichtigste aber ist für mich, mit mir im Reinen zu sein, egal, was andere sagen. Mich für nichts, was ich tue, später schämen zu müssen. Bisher habe ich das ganz gut hinbekommen. Ich träume davon, dass es mir auch in Zukunft gelingt, mit mir zufrieden zu sein und nichts zu tun, was ich später bereuen müsste.
Aufgezeichnet von Jörg Böckem
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- Datum 23.05.2010 - 10:01 Uhr
- Serie Ich habe einen Traum
- Quelle ZEITmagazin, 20.05.2010 Nr. 21
- Kommentare 16
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Einfach ein wunderbar normaler Mensch. Man kann ihr nur die Daumen drücken. ;)
der artikel berührt mich auf eine unerwartet sanfte art - wohlig und sympathisch.
bei dem video zu dem oberpeinlichen song "satelite" frage ich mich ob das gestellt ist oder ob die schauspielerische "leistung" wirklich so schlecht ist. ich denke bis zum tim burton film sind noch ein paar hürden zu nehmen ... ^^ aber heutzutage kann sich ja jedes untalentierte mauerblümchen mal 5 minuten wie ein star fühlen, andy warhol hatte es vorhergesagt.
nö, da hör ich mir doch lieber richtige musik an. das system für das diese lena arbeitet ist ein fausthieb ins gesicht jedes echten musikers! aber gut das sie das nie kapieren wird - gut für SIE.
sie sagt sie will sich für nichts schämen müssen in zukunft ... nun, wenn sie das jetzt noch nicht tut dann wird es auch in zukunft schwer ...
mit "gute musiker" meine ich sowas hier (mancher denkt ja gleich an madonna oder TLC):
http://www.youtube.com/wa...
http://www.youtube.com/wa...
http://www.youtube.com/wa...
nur so beispiele ...
..und wer sagt, was richtige Musik ist? Ich könnte jetzt auch einfach einige Clips von Youtube hier reinstellen und dann? Dass sie diese Musik nicht mögen ist die eine Sache, aber wer sind Sie bitte um anderen zu sagen, was "richtige" Musik ist? Seien Sie doch froh, dass es solche Menschen wie Lena gibt, sonst hätten Sie niemanden über den Sie sich aufregen können und uns etwas von "richtiger" Musik zu erzählen. Übrigens ein sehr narzistisches Verhalten...
..und wer sagt, was richtige Musik ist? Ich könnte jetzt auch einfach einige Clips von Youtube hier reinstellen und dann? Dass sie diese Musik nicht mögen ist die eine Sache, aber wer sind Sie bitte um anderen zu sagen, was "richtige" Musik ist? Seien Sie doch froh, dass es solche Menschen wie Lena gibt, sonst hätten Sie niemanden über den Sie sich aufregen können und uns etwas von "richtiger" Musik zu erzählen. Übrigens ein sehr narzistisches Verhalten...
...heute findet man derlei belanglose (und in dem Falle sehr spießbürgerliche und systemstabilisierende) Textchen über ein belangloses Mädchen schon in der Zeit. Warum sind immer mehr Medien nach immer mehr Seiten offen (und also allmählich nicht mehr ganz dicht :-) ) und bringen, um auch nur ein Dutzend Leser mehr zu bekommen, konzeptlos, was ihnen in die Finger kommt?
Ich denke, die ZEIT hat verstanden - nur viele "Leser" anscheinend nicht: Das Medium Internet ist nur in begrenztem Maße mit einer Zeitung zu vergleichen.
Es bietet Raum für vielmehr Inhalt, es kann also eine viel größere Zielgruppe angesprochen werden.
Der bemerkenswerte Rückschluss: Nicht die Zeitung oder der Inhalteanbieter entscheidet darüber was den einzelnen Leser interessiert und was nicht, sondern der Leser selbst - also ICH!
Die Marke "ZEIT" garantiert mir dabei eine gewisse Qualität der angebotenen Inhalte. Dass dabei in letzter Zeit die eigenen Ansprüche und die gelernte Handwerkskunst etwas vernachlässigt wurden, ist auch meine Meinung!
Für meinen Teil begründe ich dies damit, dass die ZEIT selbst erst eine Position im Umgang mit den seichteren, jüngeren und vielleicht nicht so weltverändernden Themen finden muss.
Und ehrlich: Lieber ein belangloser Artikel über einen umfallenden Sack Reis hier, als gezwungen sein, dafür zur BILDenden Konkurrenz rübersurfen zu müssen.
Ich denke, die ZEIT hat verstanden - nur viele "Leser" anscheinend nicht: Das Medium Internet ist nur in begrenztem Maße mit einer Zeitung zu vergleichen.
Es bietet Raum für vielmehr Inhalt, es kann also eine viel größere Zielgruppe angesprochen werden.
Der bemerkenswerte Rückschluss: Nicht die Zeitung oder der Inhalteanbieter entscheidet darüber was den einzelnen Leser interessiert und was nicht, sondern der Leser selbst - also ICH!
Die Marke "ZEIT" garantiert mir dabei eine gewisse Qualität der angebotenen Inhalte. Dass dabei in letzter Zeit die eigenen Ansprüche und die gelernte Handwerkskunst etwas vernachlässigt wurden, ist auch meine Meinung!
Für meinen Teil begründe ich dies damit, dass die ZEIT selbst erst eine Position im Umgang mit den seichteren, jüngeren und vielleicht nicht so weltverändernden Themen finden muss.
Und ehrlich: Lieber ein belangloser Artikel über einen umfallenden Sack Reis hier, als gezwungen sein, dafür zur BILDenden Konkurrenz rübersurfen zu müssen.
Bis vor kurzem dachte ich wenigstens in diesem sogenannten "Qualitätsmedium" Zeit Online vor den peinlichen Eskapaden dieser Lena sicher zu sein. Aber Pustekuchen!
...aber das Lied klingt total nach Stefan Raab...wie "Bööördi Voogts", nur dass es eben Lena singt.
Die Lena ist wirklich ein nettes Mädchen, hoffentlich bleibt sie es auch nach dem ganzen Rummel um ihre Person...
Aber das Lied ist nach dreimaligem Hören schon nicht mehr zu ertragen. Ich frag mich, wie sie das hinbekommt, diesen ätzenden Song immer wieder zu singen....
Die Lena ist wirklich ein nettes Mädchen, hoffentlich bleibt sie es auch nach dem ganzen Rummel um ihre Person...
Aber das Lied ist nach dreimaligem Hören schon nicht mehr zu ertragen. Ich frag mich, wie sie das hinbekommt, diesen ätzenden Song immer wieder zu singen....
@Schneewitzchen/heinzbert: Vielleicht könnte das Interesse der Zeit an Lena auch damit zusammen hängen, dass die Dame Deutschland beim Eurovision Song Contest vertritt... angesichts des europaweit großen öffentlichen Interesses würde ich mich nicht so weit aus dem Fenster lehnen, den Wettbewerb und seine Teilnehmer als "belanglos" abzuqualifizieren.
@hans_hansen: Der Hinweis auf "richtige" oder "gute" Musik erscheint mir auch ein wenig arrogant, ist er doch ein Faustschlag ins Gesicht eines jeden, dem Lenas Musik gefällt. Und auch wenn ich mich selbst nicht unbedingt dazu zähle gibt es davon ja doch nicht wenige.
Außerdem: Waren es bei Warhol nicht eher 15 Minuten Ruhm?
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