Es fliegt und fliegt und fliegt: Das Messflugzeug Falcon 20E des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist seit vier Wochen im Dauereinsatz, um Daten über die Aschewolken des Vulkans am Eyjafjalla-Gletscherl zu sammeln. Die Wanderung sowie die Beschaffenheit der Wolken, die noch immer den europäischen Luftverkehr behindern, sollen präziser beschrieben werden.

"Wir sind quasi schon einmal um die Welt geflogen", sagt Ulrich Schumann, Institutsdirektor des DLR . Auf den rund 3000 Kilometer langen Flügen sind zwei Piloten, drei Wissenschaftler – je einer für die Lidar-, Partikel- und Spurengasmessungen – und ein Mechaniker an Bord. Vor Ort erfassen sie die Struktur und Zusammensetzung der Wolken. Der einmalige Datensatz liefert zahlreiche wissenschaftliche Erkenntnisse.

Die Forscher konnten zum Beispiel nachweisen, dass sich die Vulkanasche verändert hat. Bestand sie zu Beginn des Ausbruchs aus glasartigen Partikeln, ist sie nun eine Mischung aus glasigen und nicht glasigen Bestandteilen. "Doch das macht sie nicht weniger gefährlich", sagt Schumann, "sie ist nur besser zu sehen."