App-Economy Von blöd bis nützlich
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Für alles ein App

Inzwischen erwirtschaftet Fishlabs 40 Prozent des Umsatzes mit Werbeaufträgen, den Rest bringen Spiele, die es für bis zu 4,99 Euro verkauft. »Hanseatisch korrekt würde ich sagen, wir kommen zurecht«, sagt Schade. Dabei sah es noch Ende 2008 ziemlich düster aus. »Wir mussten unsere Mitarbeiter auf Kurzarbeit setzen, die Stimmung war ziemlich mies.« Wenig später kam der erste Auftrag von VW und einer von Barclaycard. Die Kreditkartenfirma bestellte in Anlehnung an ihren Fernsehspot ein Wasserrutschenspiel. Schade fand das zunächst ein bisschen fad, schließlich kreiert Fishlabs normalerweise aufwendige Action- und Fantasy-Spiele.

Die Community hat allerdings auch Schade zum Rutschenfan gemacht, seit 13,5 Millionen Menschen in die digitale Wasserröhre stiegen. Nun gerät er ins Schwärmen und ballert mit Zahlen um sich, wenn er von der Waterslide spricht. In 80 Ländern zwei Wochen lang Platz eins, innerhalb von drei Tagen eine Million Mal heruntergeladen. Das Spiel machte Fishlabs in der Szene berühmt. Es ist das erfolgreichste mobile Werbespiel überhaupt.

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Der Traum von Schade, Thym und Co.: einmal das erschaffen, was Amazon und eBay im Internet sind. Weltberühmte Marken mit funktionierendem Geschäftsmodell. Einige Entwicklungen, die die App-Welle hervorbringt, werden vielleicht einmal ähnlichen Ruhm erlangen, andere auch einfach pleitegehen. Apple sagt: Es gibt für alles eine App. Aber längst nicht alles wird gebraucht.

Diesen Artikel finden Sie als Audiodatei im Premiumbereich unter www.zeit.de/audio

 
Leser-Kommentare
    • heipe
    • 22.06.2010 um 17:08 Uhr

    ...durchaus nützliche apps,z.b. zum thema finanzen:

    http://www.biallo.de/ipho...

    Ich find's hilfreich :-)

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