Hyundai Santa Fe Der Schneekönig
Dietmar H. Lamparter fährt mit den Hyundai Santa Fe in die Alpen und gibt eine Galavorstellung ab
© Toshifumi Kitamura/AFP/Getty Images

Ein klassischer SUV: der Hyundai Santa Fe wurde schon 2000 vorgestellt
Ich gebe es ja zu. Auch ich gehöre zu denen, die gerne über Geländewagenfahrer spotten. Die gepflegten Blondinen etwa, die ihre Sprösslinge in Hamburgs vornehmen Stadtteilen mit den dicken Kisten zur Schule chauffieren. Die Asphaltcowboys im Anzug, die ihren SUV auf dem Bürgersteig abstellen. Denkt eigentlich niemand an den Klimawandel? Doch dann kam der letzte Winter. Vereiste Straßen mit ultratiefen Furchen – wer hätte da nicht gerne so ein hochbeiniges Gefährt gefahren. Also habe ich mich entschlossen, meine Urlaubsreise in die Alpen in einem Geländewagen anzutreten, dem Hyundai Santa Fe.
In den Bergen kann der Santa Fe seine Stärken sofort ausspielen. Wütend hupt der Mercedes-Fahrer, als ich auf einem tief verschneiten Pass an ihm vorbeiziehe. Im Rückspiegel sehe ich noch, wie er kurz darauf mit durchdrehenden Rädern hängen bleibt. Manchmal hat so ein Vierradantrieb doch sein Gutes. Überhaupt fühlt man sich bei Wetterunbilden in einem derart massiven SUV irgendwie sicherer aufgehoben – Psychologie halt.
Im vergangenen Winter wäre der Santa Fe also das richtige Fahrzeug gewesen. Aber ist er es auch für das ganze Jahr? Die ersten Autokonzerne testen zurzeit neue Mobilitätssysteme. Man kauft eine Karte und kann sich damit stets das passende Fortbewegungsmittel abholen – vom Fahrrad bis zum Kleintransporter. Während der Woche in Hamburg wäre ein kleines Elektroauto ideal, am Wochenende für den Großeinkauf und den Ausflug an die Ostsee ein Kombi und für die Urlaubsreise und den Winter der Geländewagen. Bloß, was passiert, wenn alle am Wochenende den großen Kombi oder den Sportwagen und für den Winterurlaub den SUV haben wollen?
Der Santa Fe jedenfalls hat unter extremen Umständen eine Galavorstellung abgegeben. Der moderne Dieselmotor wird auch bei voller Beladung nicht zum Säufer und harmoniert glänzend mit der 6-Gang-Automatik. Diese Kombination fördert einen entspannten Fahrstil. Und als es in den Bergen einmal nötig ist, eine befreundete Familie vom Skihang ins Hotel mitzunehmen, kommen sogar die zwei im Boden versenkten Sitze der dritten Reihe zum Einsatz. Keine Frage, für den Winterurlaub ist so ein Wagen unschlagbar. Und zum ökologischen Ausgleich werde ich demnächst ein kleines Elektroauto fahren – nur in der Stadt natürlich.
Technische Daten:
Motorbauart: 4-Zylinder Dieselmotor
Leistung: 145 kW (197 PS)
Beschleunigung (0–100 km/h): 10,2 s
Höchstgeschwindigkeit: 190 km/h
CO2-Emission: 194 g/km
Durchschnittsverbrauch: 7,4 Liter
Basispreis: 34640 Euro
- Datum 27.05.2010 - 18:42 Uhr
- Seite 1 | 2 | Auf einer Seite lesen
- Serie Autotest
- Quelle ZEITmagazin, 27.05.2010 Nr. 22
- Kommentare 4
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:








Da gebe ich Ihnen recht, man braucht wirklich verschiedene Fahrzeuge für ganz unterschiedliche Zwecke. Deshalb habe ich auch drei Fahrräder im Keller stehen: ein schnelles Stadtrad mit wartungsfreier Nabenschaltung für die tägliche Fahrt zur Arbeit und den "Familien-Großeinkauf" mit einem robusten Anhänger (130 Liter Volumen), ein Mountainbike für Radtouren und Ausdauertraining in Berg und Wald und ein Rennrad für Ausdauertraining, Wettkampf und Geschwindigkeit. Und für den Differenzbetrag zum Basispreis dieses SUV (etwa 28.000 Euro) gehe ich dann mit meiner Familie mindestens 10 Jahre lang lecker Essen und fahre ein paar mal in die Alpen in den Urlaub. Natürlich umweltfreundlich mit der Bahn zum Wandern.
weilig!!!
Wenn ich alles per ÖPNV erledigen würde, könnte ich nur die Hälfte von dem schaffen was ich muss.
Fahrradfahren, Bus und Bahn gerne, aber nicht aus Zwang und nur dem guten Ökogewissen zu liebe.
Es spricht überhaupt gar nichts dagegen große Autos zu fahren. Es kommt darauf an das wir daran arbeiten das die Antriebe sparsam und effektiv werden.
Der Santa Fe ist ein klasse Auto. Hyundai baut qualitative und design schöne Fahrzeuge. Eine echte Alternative zu VW und Co.
weilig!!!
Wenn ich alles per ÖPNV erledigen würde, könnte ich nur die Hälfte von dem schaffen was ich muss.
Fahrradfahren, Bus und Bahn gerne, aber nicht aus Zwang und nur dem guten Ökogewissen zu liebe.
Es spricht überhaupt gar nichts dagegen große Autos zu fahren. Es kommt darauf an das wir daran arbeiten das die Antriebe sparsam und effektiv werden.
Der Santa Fe ist ein klasse Auto. Hyundai baut qualitative und design schöne Fahrzeuge. Eine echte Alternative zu VW und Co.
weilig!!!
Wenn ich alles per ÖPNV erledigen würde, könnte ich nur die Hälfte von dem schaffen was ich muss.
Fahrradfahren, Bus und Bahn gerne, aber nicht aus Zwang und nur dem guten Ökogewissen zu liebe.
Es spricht überhaupt gar nichts dagegen große Autos zu fahren. Es kommt darauf an das wir daran arbeiten das die Antriebe sparsam und effektiv werden.
Der Santa Fe ist ein klasse Auto. Hyundai baut qualitative und design schöne Fahrzeuge. Eine echte Alternative zu VW und Co.
Wie wäre es denn mit Platzmangel in den Städten? Schon jetzt verstopfen jeden morgen die fetten Panzer die engen, noch in zweiter Reihe zugeparkten Straßen. Oder wie wäre es mit erhöhter Todesgefahr bei Unfällen mit Kindern und anderen nicht-motorisierten Verkehrsteilnehmern? Bei SUV's steigt die Gefahr einer tödlichen Verletzung deutlich - vor allen Dingen für Kinder. Oder ist das auch nur zum Gähnen für Sie?
@ Alexander76
"Es spricht überhaupt gar nichts dagegen große Autos zu fahren."
Das ist eine gewagte These:
Szenario 1: Eine Person setzt sich in ein Automobil mit ca 2 Tonnen Leergewicht (= Hyundai Santa Fe) und fährt damit von A nach B.
Szenario 2: Eine Person setzt sich in ein Automobil mit ca 1 Tonne Leergewicht (=Hyunday i10) und fährt damit von A nach B.
Mag sein, dass spritsparende Ausstattungsmerkmale wie Hybrid-Module nur in der Luxus-Klasse verbaut werden. Doch allein das Gefühl, einmal in einem Winter am einem Mercedes-Benz-Fahrer vorbei zu ziehen, rechtfertigt noch keinen SUV. Und mit allen Finessen der Autobaukunst werden sie in Autoform 2 Tonnen Stahl nicht ökologischer bewegen können als 1 Tonne.
Ich werde mich nicht gegen Autos im Allgemeinen ausprechen. Aber ihre These ist absolut nicht zu halten.
Wie wäre es denn mit Platzmangel in den Städten? Schon jetzt verstopfen jeden morgen die fetten Panzer die engen, noch in zweiter Reihe zugeparkten Straßen. Oder wie wäre es mit erhöhter Todesgefahr bei Unfällen mit Kindern und anderen nicht-motorisierten Verkehrsteilnehmern? Bei SUV's steigt die Gefahr einer tödlichen Verletzung deutlich - vor allen Dingen für Kinder. Oder ist das auch nur zum Gähnen für Sie?
@ Alexander76
"Es spricht überhaupt gar nichts dagegen große Autos zu fahren."
Das ist eine gewagte These:
Szenario 1: Eine Person setzt sich in ein Automobil mit ca 2 Tonnen Leergewicht (= Hyundai Santa Fe) und fährt damit von A nach B.
Szenario 2: Eine Person setzt sich in ein Automobil mit ca 1 Tonne Leergewicht (=Hyunday i10) und fährt damit von A nach B.
Mag sein, dass spritsparende Ausstattungsmerkmale wie Hybrid-Module nur in der Luxus-Klasse verbaut werden. Doch allein das Gefühl, einmal in einem Winter am einem Mercedes-Benz-Fahrer vorbei zu ziehen, rechtfertigt noch keinen SUV. Und mit allen Finessen der Autobaukunst werden sie in Autoform 2 Tonnen Stahl nicht ökologischer bewegen können als 1 Tonne.
Ich werde mich nicht gegen Autos im Allgemeinen ausprechen. Aber ihre These ist absolut nicht zu halten.
Wie wäre es denn mit Platzmangel in den Städten? Schon jetzt verstopfen jeden morgen die fetten Panzer die engen, noch in zweiter Reihe zugeparkten Straßen. Oder wie wäre es mit erhöhter Todesgefahr bei Unfällen mit Kindern und anderen nicht-motorisierten Verkehrsteilnehmern? Bei SUV's steigt die Gefahr einer tödlichen Verletzung deutlich - vor allen Dingen für Kinder. Oder ist das auch nur zum Gähnen für Sie?
@ Alexander76
"Es spricht überhaupt gar nichts dagegen große Autos zu fahren."
Das ist eine gewagte These:
Szenario 1: Eine Person setzt sich in ein Automobil mit ca 2 Tonnen Leergewicht (= Hyundai Santa Fe) und fährt damit von A nach B.
Szenario 2: Eine Person setzt sich in ein Automobil mit ca 1 Tonne Leergewicht (=Hyunday i10) und fährt damit von A nach B.
Mag sein, dass spritsparende Ausstattungsmerkmale wie Hybrid-Module nur in der Luxus-Klasse verbaut werden. Doch allein das Gefühl, einmal in einem Winter am einem Mercedes-Benz-Fahrer vorbei zu ziehen, rechtfertigt noch keinen SUV. Und mit allen Finessen der Autobaukunst werden sie in Autoform 2 Tonnen Stahl nicht ökologischer bewegen können als 1 Tonne.
Ich werde mich nicht gegen Autos im Allgemeinen ausprechen. Aber ihre These ist absolut nicht zu halten.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren