Studiengebühren Was macht ihr mit unserem Geld?

Eine aktuelle Umfrage zeigt: Studenten halten nichts davon, für die Uni zu zahlen. In Nordrhein-Westfalen könnten die Studiengebühren jetzt vor dem Aus stehen.

Es ist ein frommer Wunsch von 38 nordrhein-westfälische Hochschulrektoren: Sie wollen Planungssicherheit und »kein zielloses Hin und Her«. Dass sie für ihre Erklärung am Dienstag die so antiquierte wie meist vergebliche Form des offenen Briefs wählten und ihn an sämtliche im Düsseldorfer Landtag vertretenen Parteien verschickten, ist das deutlichste Zeichen der bildungspolitischen Ratlosigkeit, die nach der Wahl vom 9. Mai eingekehrt ist: Welche Konstellation wird künftig regieren im größten Bundeland, und welche Folgen wird das für die Hochschulen haben?

Zwar scheint ein rot-rot-grünes Bündnis nach der Absage der SPD ausgeschlossen. Doch selbst wenn die Christdemokraten auch an der neuen Regierung beteiligt sein sollten, ist die Sorge der Rektoren vor einer erneuten bildungspolitischen Kehrtwende in NRW berechtigt: Die Gründlichkeit, mit der der scheidende FDP-Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart den Wissenschaftsbetrieb liberalisiert hat, dürfte in jedem Fall heftige Gegenreaktionen einer wie auch immer gearteten neuen Koalition auslösen. Von der Hochschulautonomie über den NRW-Stipendienfonds bis hin zu den Studiengebühren – sämtliche Lieblingsprojekte Pinkwarts könnten zur Disposition stehen. Vor allem die ersatzlose Streichung der 260 Millionen Euro, die die Hochschulen jährlich von ihren Studenten einnehmen, wollen ihre Chefs verhindern. »Wenn dieses Geld wegfiele, müssten wir im großen Stil Personal und studentische Tutoren entlassen«, warnt Axel Freimuth, Rektor der Universität zu Köln und Sprecher der Landesrektorenkonferenz.

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Tatsächlich gehörte es vor der NRW-Wahl zu den am häufigsten abgegebenen Versprechen sämtlicher Oppositionspolitiker, nach einer Regierungsübernahme möglichst schnell Schluss zu machen mit dem Bezahlstudium. Pünktlich zu den anlaufenden Koalitionsgesprächen kommt jetzt eine bundesweite Studie, die noch einmal die Unbeliebtheit der Gebühren belegt. 70,7 Prozent der an nordrhein-westfälischen Hochschulen befragten Studenten sprechen sich im Gebührenkompass 2010 für ihre Abschaffung ab, im Schnitt der nach dem Abgang Hessens und des Saarlands verbliebenen fünf Gebührenländer fordern das 66,1 Prozent.

Mehr als 5000 Studenten an 48 Hochschulen haben die Wissenschaftler der Universität Hohenheim für ihre Umfrage interviewt. Demnach ist allein in Hamburg der Anteil der Campusmautgegner mit 73,8 Prozent noch höher als an Rhein und Ruhr, und nur in Baden-Württemberg liegt die Ablehnung knapp unter 60 Prozent (siehe Grafiken). Überhaupt ist das Süd-Nord-Gefälle auffällig: Während in Bayern bald jeder Zweite findet, sein Studienbeitrag habe die Lehrbedingungen verbessert, sagen das in Hamburg nur 23 Prozent, und auch in Nordrhein-Westfalen sind es mit 27 Prozent wenig mehr.

(Zum Vergrößern der Grafik klicken Sie hier )

Die Umfrage findet seit 2007 zum inzwischen vierten Mal statt. Der Studienleiter, der BWL-Professor Markus Voeth, bilanziert: »Die Ablehnung der Gebühren nimmt zwar seit 2008 leicht ab, und die Zustimmung zu ihrer Verwendung steigt. Allerdings sind die Fortschritte so langsam, dass sie möglicherweise nicht mehr reichen werden, um die bundesweite Abschaffung aufzuhalten.« Beim Blick auf die Ergebnisse der Umfrage wird es für die Befürworter tatsächlich schwer, noch gute Argumente zu finden. So haben die Unis in NRW 2008 eine 4,8 für ihren Umgang mit dem Studentengeld bekommen, dieses Jahr sind sie bei 4,1 gelandet – und erhalten damit erneut nur ein knappes Ausreichend.

Vor allem drei Voraussetzungen müssten erfüllt sein, damit die Zufriedenheit der Studenten zunehme, haben die Wissenschaftler ermittelt: Die Gelder müssen erstens sachgerecht eingesetzt werden, und zwar vor allem für die Verbesserung von Lehre und Infrastruktur, zweitens sollen die Studenten in den Prozess der Gebührenverteilung gleichberechtigt eingebunden sein, und drittens wollen sie über die Verwendung der Gelder vollständig und transparent informiert werden.

Die Realität sehe indes so aus, dass zwar mittlerweile praktisch alle Hochschulen ihre Maßnahmen ins Internet stellten, die Studenten dann aber wegen der ewig langen Listen den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen könnten, sagt Marketingexperte Voeth: »Was fehlt, ist ein langfristiges Nutzungskonzept nach der Art: Dieses Jahr liegt unser Schwerpunkt auf der Verbesserung der Infrastruktur, nächstes Jahr kümmern wir uns um die Personalausstattung. Dann haben die Studenten nicht mehr das Gefühl, dass ihr Geld ohne Sinn und Verstand verpulvert wird.« Den Beliebtheitsvorsprung der Gebühren in den Südländern erklärt Voeth nicht nur mit einem größeren Geschick der dortigen Hochschulen, sondern vor allem mit der konservativen Grundstimmung in Bayern und Baden-Württemberg. »Im Übrigen gilt auch dort: Die Fortschritte sind ganz nett, aber eigentlich müssten die Hochschulen nach drei Jahren viel weiter sein.«

Leser-Kommentare
  1. http://undeadsystem.blogs... „Show a Undead System how to Die!“ Bundesweite Krisendemo am 12. Juni 2010 – Reden hat Jahrzehnte nichts zum besseren verändert, Zeit zu handeln!!! Wir werden nur bekommen wofür wir kämpfen! Arbeiter / Schüler / Studenten / Rentner / Arbeitslose – UNITE

    • RobJir
    • 27.05.2010 um 10:34 Uhr

    Selbst diese "nachlaufende Studiengebühren" währen ungerecht. Und zwar in dem Sinne, dass besser verdienende Absolventen sowieso mehr Steuern zahlen werden müssen.
    Sollen also die, die mit einem relativ hohen Geldbetrag an Steuern dem Staat die Einnahmen gewähren, dafür also nochmals extra zur Kasse gebeten werden?
    Ich denke nicht, dass Studiengebühren pauschal abgeschafft werden müssen. Man muss sich halt wirklich Gedanken darüber machen, wie man diese sozial gerecht einführen kann. Ich sehe die Idee der nachlaufenden Studiengebühren jedoch nicht als eine faire Lösung an.

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    • RobJir
    • 27.05.2010 um 10:35 Uhr

    Es gibt leider keine Editier-Funktion, aber wären schreibt man natürlich ohne H.

    • RobJir
    • 27.05.2010 um 10:35 Uhr

    Es gibt leider keine Editier-Funktion, aber wären schreibt man natürlich ohne H.

    • RobJir
    • 27.05.2010 um 10:35 Uhr

    Es gibt leider keine Editier-Funktion, aber wären schreibt man natürlich ohne H.

  2. und zwar durch die Hintertür und nichts anderes !
    Viele müssen wohl deshalb sich höher verschulden (bafög) ,oder einen Nebenjob annehmen welcher höhere Belastungen mit sich bringt. Wer Kohle hat hat keine Probleme und so gerät alles in Schieflage. Soviel zu gleichen Möglichkeiten für alle. Sollte es denn nicht Verfassungswiedrig sein?

  3. Bei jedem Bafög-Antrag ist es ohne Probleme möglich das Einkommen der Eltern zu prüfen. Wieso soll man das nicht ausweiten und sagen ab einem bestimmten Einkommen ist das Studium kostenlos - es fallen auch keine sonstigen Gebühren an - und es gibt eben Bafög und bei hohem Einkommen der Eltern fallen Gebühren an? Schaut man sich an wer auf Gymnasien geht und wer studiert dann ist es vor allem das wohlhabende Bildungsbürgertum bzw. dessen Nachwuchs.

    Subventioniert vom Facharbeiter der mit 15 die Hauptschule verlässt, sich für einen Beruf entscheiden und jeden Morgen um 6 Uhr ackern muss wo sich der feinsinnige Gymnasiast noch auf dem Schulhof tummeln kann. Seine Lehre abschließt und Vollzeit arbeitet und Steuern zahlt wo der Gymnasiast gerade sein Abitur macht und dann noch einige Jahre "Jugendzeit" dranhängt, Studentenleben eben.

    Journalisten und Politiker entstammen eben meist auch dieser Schicht. Ebenso wie die meisten "meinungsstarken" Bürger die sich bei der Bildungsdebatte zu Wort melden. Man schaue sich die zerbröselnden Zweckbauten an die Berufsschulen in der Regel sind und dann die Paläste in denen sich "altehrwürdige" Hochschulen oft befinden, danach geht es irgendwann mit 25-30 Jahren auf den Arbeitsmarkt wo sich - ironischerweise auf Basis der langen behüteten Gratisausbildung - Akademiker auch noch deutlich höhere Einkommen erbitten.

    Pauschales Gratisstudium ist unsozial! Das Elternhaus darf bei entsprechenden Verhältnissen ruhig zur Kasse gebeten werden.

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    Ehm, genauso funktioniert das Bafög doch, oder etwa nicht? Davon abgesehen, dass ein grundlegender Wohnungszuschuss besteht, falls der Student von zuhause ausgezogen ist und der fahrtechnische Aufwand mehr als (ich glaube) 2 wochenstunden beträgt.

    Aber nun zum eigentlichen: Sie prangern an, dass sich vor allem die 'wohlhabenderen' Schichten auf den Gymnasien und im Studium tummeln, während ihre Altersgenossen bereits arbeite.
    Jetzt im Studium ist mir aber gerade aufgefallen, dass auch viele Kinder aus Arbeiterfamilien (mich eingeschlossen)einen höheren Abschluss anstreben. Auch Menschen, die zuerst eine Ausbildung abgeschlossen haben und aus relativ armen Verhälltnissen stammen. Ihre pauschalisierung ist daher unangebracht.

    Und was ist bitte daran unsozial wenn ein Kind aus einer arbeiterfamilie den Wunsch und die Fähigkeiten hat zu studieren, es ihm aber versagt bleiben soll weil die Eltern es nicht unterstützen könnnen? Neben den Studiengebühren kommen ja noch weitere Kosten auf einen allein lebenden Menschen (Essen/Miete/Versicherung) zu und da wird es (wenn man die 500€ pro semester bedenkt) in teureren Städten auch mit dem Baföghochstsatz eng.

    Herr Landburli,

    ich weiß gar nicht, wo ich bei Ihnen anfangen soll; erst einmal eines vorweg: Ich bin Student, ja, um noch einen drauf zu setzen, ich bin Philosophiestudent. Ich bekomme Bafög, weil meine Eltern es sich nicht leisten können, mir das Studium zu bezahlen, Sie zahlen mein Studium vermutlich also auch mit, sofern Sie Steuern bezahlen, wovon ich ausgehe.
    Ich stehe in der Regel ca. um 10 Uhr auf, nehme am Campus-Leben teil und genieße noch einige andere Vorteile, die man als Student so hat, nun aber:
    ich sitze mindestens 6, manchmal auch 7 Tage die Woche im Schnitt 8-10 h daran, mein Studium erfolgreich abzuschließen, indem ich das tue, was ich am Besten kann, nämlich denken, lesen und schreiben. Ich befinde mich in der zugegebenermaßen sehr angenehmen Lage, dass mir das alles sogar unmäßig viel Spaß macht, das ändert aber nicht, dass das Arbeit ist. Im Grunde lässt sich meine Arbeitszeit gar nicht so präzise angeben, je nachdem kommt es auch durchaus vor, dass ich von 10 Uhr morgens bis 2 Uhr nachts, also 16 (!) h am Stück und nur mit kleinen "Vesperpausen" mein Gehirn auf Höchstleistung laufen habe; für mich ist es auch Arbeit, in meinem Stuhl zu sitzen und einfach "nur" über z.B. das Wesen des Menschen nachzudenken, auch das gebe ich schamlos zu. Weil das ein Extrembeispiel ist, finde ich es so gut, da es die Frage eröffnet: "Was ist Arbeit?" und "Brauchen wir Menschen, die in Ruhe darüber nachdenken, was sie waren, sind und sein werden?"
    Was würden Sie sagen?

    Ich würde sagen: Ja! Und nicht nur das, ich würde sogar sagen, dass diese Leute sogar dafür bezahlt werden sollen, dass sie das tun. Wissen Sie auch, warum? (Ich bleibe beim Extrembeispiel des "Philosophen"): Weil es Menschen braucht, die unsere Welt interpretieren, denn nur dann, wenn man die Welt interpretiert, kann man sie auch ändern, also auch gestalten. So, und jetzt sind wir bei den Einzelwissenschaften (Biologie, Rechtswissenschaften, Medizin, Physik und so weiter...): Diese bilden einen notwendigen und nicht minder wichtigen Zwischenschritt; sie denken und handeln gemäß der Interpretation, die andere ihnen vorgelegt haben, sprich: Sie entwerfen Maschinen, sie entwickeln Medikamente, vertreten Leute in Rechtsfragen usw... nicht, dass ich mich persönlich dafür verantwortlich dafür fühlen würde, dass letzten Endes Arbeiter X die und die Maschine bedient, aber ohne Menschen, die sich Gedanken darüber machen, was zu tun ist, gibt es keine Menschen, die Dinge entwickeln, die gewisse andere Dinge, die zu tun sind, ermöglichen, und ohne diese Menschen kann es auch keine Menschen geben, die diese Dinge bedienen und anwenden, weil es diese Dinge nicht gibt. Damit ich nicht falsch verstanden werde, ohne Menschen, die die Dinge bedienen und anwenden, wäre es auch sinnlos, darüber nachzudenken, es geht also nicht um irgendeine Hierarchie! Aber Denken braucht eben seine Zeit, ebenso das Planen einer Maschine oder einer Baustelle etc., viel Zeit... denken Sie darüber mal nach...

    Ehm, genauso funktioniert das Bafög doch, oder etwa nicht? Davon abgesehen, dass ein grundlegender Wohnungszuschuss besteht, falls der Student von zuhause ausgezogen ist und der fahrtechnische Aufwand mehr als (ich glaube) 2 wochenstunden beträgt.

    Aber nun zum eigentlichen: Sie prangern an, dass sich vor allem die 'wohlhabenderen' Schichten auf den Gymnasien und im Studium tummeln, während ihre Altersgenossen bereits arbeite.
    Jetzt im Studium ist mir aber gerade aufgefallen, dass auch viele Kinder aus Arbeiterfamilien (mich eingeschlossen)einen höheren Abschluss anstreben. Auch Menschen, die zuerst eine Ausbildung abgeschlossen haben und aus relativ armen Verhälltnissen stammen. Ihre pauschalisierung ist daher unangebracht.

    Und was ist bitte daran unsozial wenn ein Kind aus einer arbeiterfamilie den Wunsch und die Fähigkeiten hat zu studieren, es ihm aber versagt bleiben soll weil die Eltern es nicht unterstützen könnnen? Neben den Studiengebühren kommen ja noch weitere Kosten auf einen allein lebenden Menschen (Essen/Miete/Versicherung) zu und da wird es (wenn man die 500€ pro semester bedenkt) in teureren Städten auch mit dem Baföghochstsatz eng.

    Herr Landburli,

    ich weiß gar nicht, wo ich bei Ihnen anfangen soll; erst einmal eines vorweg: Ich bin Student, ja, um noch einen drauf zu setzen, ich bin Philosophiestudent. Ich bekomme Bafög, weil meine Eltern es sich nicht leisten können, mir das Studium zu bezahlen, Sie zahlen mein Studium vermutlich also auch mit, sofern Sie Steuern bezahlen, wovon ich ausgehe.
    Ich stehe in der Regel ca. um 10 Uhr auf, nehme am Campus-Leben teil und genieße noch einige andere Vorteile, die man als Student so hat, nun aber:
    ich sitze mindestens 6, manchmal auch 7 Tage die Woche im Schnitt 8-10 h daran, mein Studium erfolgreich abzuschließen, indem ich das tue, was ich am Besten kann, nämlich denken, lesen und schreiben. Ich befinde mich in der zugegebenermaßen sehr angenehmen Lage, dass mir das alles sogar unmäßig viel Spaß macht, das ändert aber nicht, dass das Arbeit ist. Im Grunde lässt sich meine Arbeitszeit gar nicht so präzise angeben, je nachdem kommt es auch durchaus vor, dass ich von 10 Uhr morgens bis 2 Uhr nachts, also 16 (!) h am Stück und nur mit kleinen "Vesperpausen" mein Gehirn auf Höchstleistung laufen habe; für mich ist es auch Arbeit, in meinem Stuhl zu sitzen und einfach "nur" über z.B. das Wesen des Menschen nachzudenken, auch das gebe ich schamlos zu. Weil das ein Extrembeispiel ist, finde ich es so gut, da es die Frage eröffnet: "Was ist Arbeit?" und "Brauchen wir Menschen, die in Ruhe darüber nachdenken, was sie waren, sind und sein werden?"
    Was würden Sie sagen?

    Ich würde sagen: Ja! Und nicht nur das, ich würde sogar sagen, dass diese Leute sogar dafür bezahlt werden sollen, dass sie das tun. Wissen Sie auch, warum? (Ich bleibe beim Extrembeispiel des "Philosophen"): Weil es Menschen braucht, die unsere Welt interpretieren, denn nur dann, wenn man die Welt interpretiert, kann man sie auch ändern, also auch gestalten. So, und jetzt sind wir bei den Einzelwissenschaften (Biologie, Rechtswissenschaften, Medizin, Physik und so weiter...): Diese bilden einen notwendigen und nicht minder wichtigen Zwischenschritt; sie denken und handeln gemäß der Interpretation, die andere ihnen vorgelegt haben, sprich: Sie entwerfen Maschinen, sie entwickeln Medikamente, vertreten Leute in Rechtsfragen usw... nicht, dass ich mich persönlich dafür verantwortlich dafür fühlen würde, dass letzten Endes Arbeiter X die und die Maschine bedient, aber ohne Menschen, die sich Gedanken darüber machen, was zu tun ist, gibt es keine Menschen, die Dinge entwickeln, die gewisse andere Dinge, die zu tun sind, ermöglichen, und ohne diese Menschen kann es auch keine Menschen geben, die diese Dinge bedienen und anwenden, weil es diese Dinge nicht gibt. Damit ich nicht falsch verstanden werde, ohne Menschen, die die Dinge bedienen und anwenden, wäre es auch sinnlos, darüber nachzudenken, es geht also nicht um irgendeine Hierarchie! Aber Denken braucht eben seine Zeit, ebenso das Planen einer Maschine oder einer Baustelle etc., viel Zeit... denken Sie darüber mal nach...

  4. Ich stimme dem Kommentar 5 von Landburli voll zu.
    Warum gibt es eigentlich keine kostenlosen Fuehrerscheine?
    Leute zu befragen, ob Sie lieber fuer etwas zahlen oder
    nicht, ist Unfug.
    Mich wundert, dass ca 30 % trotz allem einsehen, dass etwas
    gezahlt werden muss!
    Den Leuten zu sagen, was mit diesem Geld passiert (your tax
    dollar at work) ist sehr sinnvoll. Es waere einfach bundes-
    weit ein Schema fuer diese Information einzufuehren und den
    Studenten zu sagen, welchen Anteil Sie und welchen Anteil die Putzfrau ueber ihre Steuer und Ueberstunden bezahlt!

  5. Ich finde nicht, dass nur besser situierte Leute dafür zahlen müssen. Das trifft nämlich speziell die Leute die gerade über dieser Grenze liegen.. Die Eltern latzen sich 4-5 Jahre einen ab und die "Ärmeren" gehen erstmal ne Weile studieren weils ja nichts kostet.
    Ich finde Studiengebühren sind zwar hart für Studenten, aber sie sind immer irgendwie finanzierbar (und sei es durch die Landesbank).
    Gleiches Recht für Alle und wenn jemand aus nen guten Haus kommt, dann hat er eben Glück und muss danach nichts an Banken/Bafögamt zurückzahlen. Das war immer so und wird auch so bleiben.
    Die "ärmeren" Studenten(wo ich mich zu zähle) sollten zufrieden mit der Lösung sein, da sie die Möglichkeit haben zu studieren - was zB in den USA ohne Stipendium fast unmöglich ist.

    Und wenn ich nach meinem Studium Geld verdien, ist es wohl kein Problem die paar Tausend Euro in Raten zurück zu zahlen.

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    ...In den USA gibt es für alles und jeden ein Stipendium. Mir fällt da zum Beispiel eins in wo es ausgereicht hat ein Foto von sich mit einem Milchbart einzuschicken. Eine Bekannte hat sich so durch viele kleinere und größere Stipendium ein Studium finanziert, dass sie in gänze etwa 50,000 Dollar kostet.

    "die paar Tausend Euro in Raten": Das sind bei halbwegs vollem Bafög und Studiengebühren schnell an die 20.000 Euro. Sie zahlen das sicher "ohne Probleme" in Windeseile zurück.

    ...In den USA gibt es für alles und jeden ein Stipendium. Mir fällt da zum Beispiel eins in wo es ausgereicht hat ein Foto von sich mit einem Milchbart einzuschicken. Eine Bekannte hat sich so durch viele kleinere und größere Stipendium ein Studium finanziert, dass sie in gänze etwa 50,000 Dollar kostet.

    "die paar Tausend Euro in Raten": Das sind bei halbwegs vollem Bafög und Studiengebühren schnell an die 20.000 Euro. Sie zahlen das sicher "ohne Probleme" in Windeseile zurück.

  6. Ehm, genauso funktioniert das Bafög doch, oder etwa nicht? Davon abgesehen, dass ein grundlegender Wohnungszuschuss besteht, falls der Student von zuhause ausgezogen ist und der fahrtechnische Aufwand mehr als (ich glaube) 2 wochenstunden beträgt.

    Aber nun zum eigentlichen: Sie prangern an, dass sich vor allem die 'wohlhabenderen' Schichten auf den Gymnasien und im Studium tummeln, während ihre Altersgenossen bereits arbeite.
    Jetzt im Studium ist mir aber gerade aufgefallen, dass auch viele Kinder aus Arbeiterfamilien (mich eingeschlossen)einen höheren Abschluss anstreben. Auch Menschen, die zuerst eine Ausbildung abgeschlossen haben und aus relativ armen Verhälltnissen stammen. Ihre pauschalisierung ist daher unangebracht.

    Und was ist bitte daran unsozial wenn ein Kind aus einer arbeiterfamilie den Wunsch und die Fähigkeiten hat zu studieren, es ihm aber versagt bleiben soll weil die Eltern es nicht unterstützen könnnen? Neben den Studiengebühren kommen ja noch weitere Kosten auf einen allein lebenden Menschen (Essen/Miete/Versicherung) zu und da wird es (wenn man die 500€ pro semester bedenkt) in teureren Städten auch mit dem Baföghochstsatz eng.

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    Das Hauptargument warum sich Ärzte rausnehmen das Mehrfache einer Krankenschwester zu verdienen, obwohl die Hauptarbeit am Patient ja am Pflegepersonal hängen bleibt, nach einigen Jahren Berufserfahrung eine Krankenschwester in ihrer Fachabteilung einem Facharzt in der Qualifikation kaum etwas nachsteht und die Krankenschwestern - ganz unten in der Hackordnung - jede Laune der "Halbgötter in Weiß" aushalten müssen (Krankenhausärzte sind zwar auch nur Angestellte der Klinik, spielen sich aber wie die Chefs auf gegenüber den Pflegenden) ist doch immer "ich habe so lange studiert".

    Also geben die selbst zu dass dieses unheimlich teure Studium ihr "Kapital" ist, die Kosten einer Medizinerausbildung gehen für den Steuerzahler in die zehntausende Euro, in den Bereich von 100.000-200.000 Euro. Aber für diese teure Qualifikation, die man gerne als Argumentationsgrundlage für elitäre Einkommensstrukturen nimmt, will man nichts zahlen. Das sollen mal die "kleinen Facharbeiter" machen.

    Und so kommt es dass die Chefarztdynastie in 5. Generation vom Handwerker subventioniert wird. So ist es generell bei uns, auch bei Themen wie Kindergeld, Ehegattensplitting.. die Profiteure dieser Umverteilung stellen eben meist auch die Entscheider und Meinungsbildner in Medien, Politik, Gesellschaft. Diese spielen sich gegensseitig die Bälle zu. Wie gut das funktioniert merkt man an der "Sympathie der Straße" für streikende Hochverdiener mit quasi Beschäftigungsgarantie, die Ärzte. Für mich absurd.

    Das Hauptargument warum sich Ärzte rausnehmen das Mehrfache einer Krankenschwester zu verdienen, obwohl die Hauptarbeit am Patient ja am Pflegepersonal hängen bleibt, nach einigen Jahren Berufserfahrung eine Krankenschwester in ihrer Fachabteilung einem Facharzt in der Qualifikation kaum etwas nachsteht und die Krankenschwestern - ganz unten in der Hackordnung - jede Laune der "Halbgötter in Weiß" aushalten müssen (Krankenhausärzte sind zwar auch nur Angestellte der Klinik, spielen sich aber wie die Chefs auf gegenüber den Pflegenden) ist doch immer "ich habe so lange studiert".

    Also geben die selbst zu dass dieses unheimlich teure Studium ihr "Kapital" ist, die Kosten einer Medizinerausbildung gehen für den Steuerzahler in die zehntausende Euro, in den Bereich von 100.000-200.000 Euro. Aber für diese teure Qualifikation, die man gerne als Argumentationsgrundlage für elitäre Einkommensstrukturen nimmt, will man nichts zahlen. Das sollen mal die "kleinen Facharbeiter" machen.

    Und so kommt es dass die Chefarztdynastie in 5. Generation vom Handwerker subventioniert wird. So ist es generell bei uns, auch bei Themen wie Kindergeld, Ehegattensplitting.. die Profiteure dieser Umverteilung stellen eben meist auch die Entscheider und Meinungsbildner in Medien, Politik, Gesellschaft. Diese spielen sich gegensseitig die Bälle zu. Wie gut das funktioniert merkt man an der "Sympathie der Straße" für streikende Hochverdiener mit quasi Beschäftigungsgarantie, die Ärzte. Für mich absurd.

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